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Willow 1x01

Willow 1x01

Etwa 20 Jahre sind vergangen, seit dem der kleine Nelwyn Willow und der raubeinige, aber gutherzige Schwertkämpfer Madmartigan sich zusammenschlossen, um das Daikini-Baby Elora Danan vor der bösen Hexe Bavmorda zu beschützen. Seitdem ist viel geschehen. Sorsha heiratete Madmartigan und regiert nun über Tir Asleen. Ihre Tochter Kit will eine große Kriegerin werden, während sich der ganz nach seinem verschwundenen Vater schlagende Airk Tanthalos dem Schwertkampf und Vergnügungen mit jungen Mägden und Adligen hingibt. Doch der lange Frieden neigt sich dem Ende, denn immer wieder umfangen böse Visionen und Träume Sorshas Geist. Die Galen, die jenseits der magischen Barriere leben, kündigen ihr Kommen an. Eines Tages ist so weit. Zwei mächtige Schwarzmagier, ein albtraumhaftes, muskelbepacktes Wesen und ein schauriger Hexer überfallen Sorshas Burg und entführen Airk.

Die Königin schickt ihren Schwertmeister Jorgen (Simon Amstrong) und ihre Tochter Kit (Ruby Cruz) auf die gefährliche Suche nach Airk, die sie jenseits der Neun Reiche führen wird. Begleitet werden die beiden von Kits bester Freundin Jade Claymore (Erin Kellyman), eine künftige Ritterin Galladorns, dem Königssohn des Reiches Galladorn Graydon (Tony Revolori) und dem kampferprobten Schurken Thraxus Boorman (Amar Chadha-Patel). Zusammen mit der Magd Dove (Elli Bamber) begeben sie sich auf die Suche nach dem Nelwyn-Zauberer Willow (Warwick Davis), denn nur er kann ihnen dabei helfen, die Spur der Entführer aufzunehmen.

Das geschieht

Etwa 20 Jahre sind vergangen, seit dem der kleine Nelwyn Willow und der raubeinige, aber gutherzige Schwertkämpfer Madmartigan sich zusammenschlossen, um das Daikini-Baby Elora Danan vor der bösen Hexe Bavmorda zu beschützen. Seitdem ist viel geschehen. Sorsha heiratete Madmartigan und regiert nun über Tir Asleen. Ihre Tochter Kit will eine große Kriegerin werden, während sich der ganz nach seinem verschwundenen Vater schlagende Airk Tanthalos dem Schwertkampf und Vergnügungen mit jungen Mägden und Adligen hingibt. Doch der lange Frieden neigt sich dem Ende, denn immer wieder umfangen böse Visionen und Träume Sorshas Geist. Die Galen, die jenseits der magischen Barriere leben, kündigen ihr Kommen an. Eines Tages ist so weit. Zwei mächtige Schwarzmagier, ein albtraumhaftes, muskelbepacktes Wesen und ein schauriger Hexer überfallen Sorshas Burg und entführen Airk.

Die Königin schickt ihren Schwertmeister Jorgen (Simon Amstrong) und ihre Tochter Kit (Ruby Cruz) auf die gefährliche Suche nach Airk, die sie jenseits der Neun Reiche führen wird. Begleitet werden die beiden von Kits bester Freundin Jade Claymore (Erin Kellyman), eine künftige Ritterin Galladorns, dem Königssohn des Reiches Galladorn Graydon (Tony Revolori) und dem kampferprobten Schurken Thraxus Boorman (Amar Chadha-Patel). Zusammen mit der Magd Dove (Elli Bamber) begeben sie sich auf die Suche nach dem Nelwyn-Zauberer Willow (Warwick Davis), denn nur er kann ihnen dabei helfen, die Spur der Entführer aufzunehmen.

Zurück nach Nockmaar

Auf einem verstaubten Alchemistentisch ruht ein wunderschönes altes Buch. Auf dem Deckel prangt ein Symbol, das Fans des Films nur zu gut kennen. Es handelt sich um die geheimnisvolle Rune, die das kleine Daikini-Baby Elora Danan auf dem rechten Arm trug und das sie als Erfüllerin einer kraftvollen Prophezeiung kennzeichnete. Die erste Seite öffnet sich wie durch Zauberhand und auf dem Deckblatt der vergilbten Seiten erscheint in großen Lettern der Name Willow.

Auf der nächsten Seite ist das Wort „Prologue“ zu lesen, darunter befindet sich eine Skizze, die nun zum Leben erwacht. So beginnt das neue Fantasy-Serienepos Willow, von dem seit heute die ersten beiden Folgen auf Disney+ zur Verfügung stehen. Der Einstieg in die Welt Nockmaars gestaltet sich märchenhaft und macht deutlich, dass Serienerfinder, Showrunner und Head Writer Jonathan Kasdan nicht etwa eine Konkurrenz zu Game of Thrones und ähnlich hartgesottenen Shows für Erwachsene im Sinn hatte. Vielmehr schwebte ihm offensichtlich ein episches Abenteuer für die ganze Familie vor, als er den Plot entwickelte, ganz im Sinne des Films eben.

Familientauglich

Und das ist gut so. Denn Brutalo-High-Fantasy gibt es dieser Tage im Fernsehen wahrlich mehr als genug. Nicht falsch verstehen, bitte. House of the Dragon und The Witcher sind großartige Serien, doch für einige vergnügliche Fernsehnachmittage im Kreise auch der jüngeren Familienmitglieder, sind derartige Shows nun einmal nicht ausgelegt. Willow richtet sich hingegen an das gesamte Four-Quadrant-Zuschauerspektrum und das gelingt der Pilotfolge recht gut. Nach dem Intro erfreuen wir uns zunächst an einer von Sorsha aus dem Off gesprochenen Rückblende, die mit einigen wichtigen Szenen des Streifens von 1988 startet, das Publikum aber nach etwa eindreiviertel Minuten in die Geschehnisse danach einweiht.

Wir erfahren, dass Willow Ufgood nach seinem Sieg über Bavmorda Visionen plagten. Elora Danan, so sah der Zauberer voraus, wird dereinst von einer bösen Macht entthront und ermordet. Die Neun Reiche fallen daraufhin zurück in die Dunkelheit. Um dies zu verhindern, errichteten (wie man später erfährt) Raziel und Cherlindrea eine magische Barriere, die Nockmaar vor Angriffen der Dunklen schützen soll. Das alles bewegt sich sowohl inhaltlich als auch visuell wundervoll im Rahmen dessen, was man als Fan kennt und liebt. Es ist dieses warme Gefühl, nach vielen Jahren nach Hause zu kommen, und zu erfahren, was aus liebgewonnenen Menschen wurde, das so fesselnd wirkt.

Neu erfunden

Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle allerdings, dass die Serie die drei Romane (vgl. hierzu unseren Artikel zum Film) ignoriert und eine andere Geschichte erzählt, als Leserinnen und Leser sie kennen dürften. Jedenfalls lebte Elora in der Show niemals in Angwyn und wurde auch nicht in die Schattenkriege verwickelt. Dies verwundert kaum, zumal George Lucas mit den Geschichten von Chris Claremont nie wirklich warm wurde. Allzu übel kann man Jonathan Kasdan die Entscheidung entsprechend nicht nehmen und sein Storytelling kann sich darüber hinaus auch gut sehen lassen.

Der Autor präsentiert eine typische High-Fantasy-Welt, in der Gut gegen Böse antritt und junge Heldinnen und Helden sich auf eine epische Quest begeben und sich selbst finden. Begleitet werden sie auf ihrer Reise von einem erfahrenen Krieger und einem weisen Zauberer. Das mag auf den ersten Blick nicht sonderlich innovativ sein und tatsächlich mag der ein oder andere Zuschauer in der Pilotfolge das rasante und harte Storytelling der eingangs erwähnten Serien vermissen. Andererseits stellt The Gales die Hauptfiguren in guter Disney-Manier mit einer gekonnten Mischung aus schönen Bildern, der genau richtigen Prise Humor und routiniert inszenierter Action vor. Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass da etwas Böses auf die Welt zukommt, das die Neun Reiche in die Finsternis treiben wird, wenn es nicht aufgehalten wird.

Das Böse kommt

Nach etwas mehr als einem Drittel ist es schließlich so weit. Drei gruselig aussehende Schwarzmagier und ein riesiges Horror-Wesen (The Doom) überfallen Sorshas Burg und richten ein Blutbad unter den Soldaten an. Die Königinnenkinder, sie selbst, ihre Hauptmänner und der vor wenigen Minuten noch im Kerker schmachtende Thraxus Boorman wehren sich tapfer gegen die Mächte der Finsternis. Plötzlich ziehen sich die Angreifer zurück, und der Grund für ihr Eindringen in die Feste wird klar. Airk fiel ihnen in die Hände.

Der Kampf im Burghof ist toll inszeniert. Die Szenerie ist in Düsternis getaucht, die Attentäter hinterlassen Eindruck und die Einführung des smart von Amar Chadha-Patel gespielten Thraxus gelingt bestens. Der erste Höhepunkt der Show passt also, hat sich aber vielleicht auch ein wenig zu viel Zeit gelassen. Immerhin dauert es rund 20 Minuten, bis die zuvor immer nur angedeutete Bedrohungen real wird. Derartige kleine Längen sind indes für Pilotfilme nicht untypisch. Immerhin gilt es, in knapp einer Stunde alle Akteure einzuführen, die Antagonisten vorzustellen, zwei Höhepunkte (oft einen Action-lastigen und einen erzählerischen) zu zeigen und die Welt, in der die Geschichte angesiedelt ist, zu etablieren.

Pilotfilmsyndrom

Das sind eine große Menge Informationen, die zudem noch unterhalten und Lust auf mehr machen sollen. Willow gelingt dieser Drahtseilakt insgesamt recht gut, wenn sich das Ende auch ein wenig zu gehetzt anfühlt. Die Heldengruppe begibt sich zur Barriere, deren Entstehung und Sinn in einem kurzen Gespräch am Lagerfeuer erläutert wird. Dove durchquert eben jene magische Sperre, ohne das dafür vorgesehene Tor zu verwenden. Dass die junge Magd alles andere als unscheinbar ist, sondern eine herausragende Rolle in der Story einnehmen wird, war allerdings genauso absehbar, wie ihre Identität, die sich im Finale der Episode etwas zu schnell enthüllt. Das Wiedersehen mit Willow Ufgood ist schön gemacht und stellt gleichzeitig den narrativen Höhepunkt dar.

Rund 40 Minuten hat sich das Publikum auf die Rückkehr des Nelwyn gefreut und nun ist es endlich soweit. Er ist es, der die Magd Dove als Elora erkennt und ihren Begleitern erklärt, dass sie „das letzte Blut Kymerias, Hohepriestern und Oberste Zauberin der Neun Reiche“ ist. Schade ist hingegen die Tatsache, dass die Identität von Airks Entführern ebenfalls viel zu früh enthüllt wird. Airks Kidnapper sind die Galen und er ist ein Gefangener der Welken Vettel, die in der Vorgeborenen Stadt jenseits der Zerteilten See leben. Damit ist ein großes narratives Potential dahin, auch, wenn wir bisher natürlich nichts weiter als den Namen der machtvollen Gegner kennen.

Fazit

The Galen“ macht vieles richtig, wirkt aber am Ende etwas zu gedrängt und verrät vielleicht hier und da zu viel. Natürlich wirft uns Kasdan im Endeffekt nur kleine Story-Bröckchen als Appetizer hin. Das große Bankett folgt ohne Zweifel noch. Doch wollte ich wirklich jetzt schon wissen, wer Airk entführte, oder wäre es nicht doch spannender gewesen, wenn die Heldentruppe dies erst eine oder zwei Folgen später herausgefunden hätte? Es bleibt abzuwarten, wie episch die Quest wirklich wird, auf der wir Kit, Willow, Elora und die anderen begleiten. Toll in Szene gesetzt und musikalisch untermalt ist das Ganze auf jeden Fall schon einmal.

Das Burgleben in Tir Asleen ist glaubwürdig mittelalterlich, die Bösewichte sind richtig cool und die Gefährtentruppe gut durchmischt. Die Spezialeffekte bewegen sich produktionstechnisch auf hohem Niveau und die schauspielerischen Leistungen sind durch die Bank angemessen. Ein wenig Finetuning im Pacing noch und aus Willow wird genau das Fantasy-Familienabenteuer, das ich mir erhofft hatte: ein hübscher und sympathischer Gegenentwurf zu den toll erzählten, letztlich aber manchmal doch zu blutigen und nackten Epen um Geralt oder den Eisernen Thron.

Vier von fünf Sternen gibt es dafür von uns.

Willow 1x01 Trailer

Schauspieler in der Episode Willow 1x01

Darsteller   Rolle
Ruby Cruz …………… Kit Tanthalos
Erin Kellyman …………… Jade Claymore
Alexis Rodney …………… Lachlan
Ellie Bamber …………… Dove
Dempsey Bryk …………… Airk Tanthalos
Simon Armstrong …………… Jørgen Kase
Joanne Whalley …………… Queen Sorsha
Ralph Ineson …………… Commander Ballantine
Derek Horsham …………… King Hastur
Anthony Quinonez …………… Graydon Hastur
Talisa Garcia …………… Queen Arianna
Niamh McCormack …………… Niamh
Olivia Chan …………… Sakura
Eileen Davies …………… Prunella
Amer Chadha-Patel …………… Thraxus Boorman
Daniel Naprous …………… The Doom
Vitas Le Bas …………… The Lich
Joonas Suotamo …………… The Scourge
Claudia Hughes …………… The Dag
Sifiso Mazibuko …………… Merrick
Kenny Knight …………… Keene
Charlie Rawes …………… Toth
Graham Hughes …………… Silas
Warwick Davis …………… Willow Ufgood
Mark Archer …………… Guard
Benjamin Ashley …………… Bone Reaver Rider / Galladorn Knight
Jon Callaway …………… Guard
Liam Carey …………… Bone Reaver Rider / Galladorn Knight
Zulema Dene …………… Ethna (archive footage)
Dawn Downing …………… Mims (archive footage)
Josh Dyer …………… Guard
Paul Ginns …………… Guard
Kate Greenfield …………… Elora Danan (archive footage)
Miguel Ángel Luque …………… Guard
Theo Morton …………… Guard
Christopher Painter …………… Bone Reaver Rider / Galladorn Knight
Fabio Santos …………… Guard
John Sharpe …………… Guard
George Smith …………… Guard
Shane Steyn …………… Guard
Mark Vandebrake …………… Ranon (archive footage)
Christopher White …………… Bone Reaver Rider / Galladorn Knight
Eldredd Wolf …………… Guard

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