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The Mandalorian 1x08 Kapitel 8: Erlösung (Chapter 8: Redemption)

Episodenbild The Mandalorian 1x08
Episodenbild The Mandalorian 1x08© 2019 Disney+

Episode:Staffel: 1, Episode: 8
(The Mandalorian 1x08)
Deutscher Titel der Episode:Kapitel 8: Erlösung
Titel der Episode im Original:Chapter 8: Redemption
Erstausstrahlung der Episode in USAFreitag, 27.Dezember 2019 (Disney+)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Freitag, 1.Mai 2020
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Freitag, 1.Mai 2020
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Freitag, 1.Mai 2020
Autor:Jon Favreau
Regisseur:Taika Waititi

Inhaltsangabe zu der Episode The Mandalorian 1x08: «Chapter 8: Redemption»

Der Mandalorian (Pedro Pascal) steht einem unerwarteten Feind gegenüber.

Kritik der Episode The Mandalorian 1x08: Chapter 8: Redemption

Die Erde bebt, Schüsse peitschen umher und Opfer werden gebracht. The Mandalorian zieht zum Finale die ganz großen Drama-Karten und fährt die Staffel auf starkem Niveau ins Ziel.

Was passiert?

Mando, Greef Karga und Cara Dune sind immer noch im ehemaligen Sitz ihres Auftraggebers gefangen und von Stormtroopern umzingelt. Draußen wartet der dämonische Moff Gideon auf die Auslieferung des Kindes. Die Lage wirkt hoffnungslos. Doch haben alle ihre Rechnung ohne einen gewissen Droiden gemacht...

Der Showdown, Teil 1

Die Serie bleibt sich auch am Ende absolut treu und inszeniert den Höhepunkt ihres Space-Spaghetti-Western auf den Straßen des verschlafenen Nests irgendwo im Nirgendwo. So ist die letzte Episode dann auch schlicht der große, finale Showdown zwischen den verbliebenen Helden (Mando, Cara, Karga, IG-11 und Baby Yoda) auf der einen Seite und Moff Gideon (samt seiner Schergen) auf der anderen. Es geht um Leben und Tod, im wahrsten Sinne des Wortes.

Während in dieser Konstellation zunächst nur Drohgebärde ausgetauscht werden, geht es an anderer Stelle ungleich humorvoller zu. Wir beobachten die beiden Wachen, die Kuiil umgebracht und Baby Yoda entführt hatten, bei ihrem gelangweilten Geplänkel. Fast kommt uns die Serie hier wie eine Comedy daher, als die beiden es einfach nicht schaffen, eine Dose mit ihren Waffen zu treffen. Fans wissen natürlich, dass es sich hierbei um Selbstironie handeln muss, da die imperialen Supersoldaten auch in den Filmen nur selten Zielwasser getrunken zu haben scheinen.

Anmerken möchte ich an dieser Stelle noch, dass ich nie wieder erleben will, dass jemand den kleinen Fratz derart schlecht behandelt wie es die beiden tumben Wachleute wiederholt tun. Die gerechte Strafe folgt dann aber auch auf den Fuß: So prescht IG-11 in die kleine Versammlung hinein, zeigt erneut seine Attentäter-Fähigkeiten (obwohl er nach eigenem Bekunden nur noch ein Pflegedroide ist) und rauscht mit dem Kind davon, nur um sich kurz danach wie ein Halbtags-Soldat und Vollzeit-Papa mit vor den Bauch geschnalltem Kind mitten hinein in die Krise zu begeben um die anderen zu befreien.

Gut so! Baby Yoda ist es nämlich am Ende zu verdanken, dass alle das von Gideon gewünschte Ausräuchern überleben, während IG-11 persönlich den Fluchtweg freischneidet. Teamwork klappt eben am besten! Dass es indes möglich ist, eine ganze Armee von Stormtroopern mit derart wenigen Kämpfern zu bezwingen ist, insbesondere angesichts der eben erwähnten Szene mit den beiden inkompetenten Soldaten, dann aber natürlich wieder einmal typisch „Star Wars“.

Der Moment

Kurz bevor auch IG-11 und der schwer verwundete Mando in die Kanalisation folgen können, kommt es noch zu einer charmanten Szene, auf die viele Zuschauer sicher gewartet hatten, die aber vielleicht an dieser Stelle noch gar nicht nötig gewesen wäre. Um ihn zu heilen muss der Droide kurz die Maske des Mandalorianers entfernen, was uns den ersten richtigen Blick auf Pedro Pascal erlaubt und gerade angesichts dessen Zustands Erinnerungen an die Szene zwischen Luke Skywalker und Darth Vater weckt. Nun gut, Mando, dessen Name in dieser Episode übrigens erstmals als Din Djarin genannt wird, ist zum Glück nicht so bleich wie einst Anakin Skywalker, doch sieht er ähnlich mitgenommen aus.

Vielleicht ist es aber auch ganz gut, dass man diesen Aspekt früh aufgelöst hat, um daraus kein Dauerthema zu machen bei dem man sich nur immer fragt: wird er oder wird er nicht? Auch wählte man natürlich einen kleinen Kniff, da IG-11 genaugenommen gar kein Lebewesen ist und zudem kurz darauf stirbt. Die Macher haben also ihren Kuchen gegessen und dürfen ihn doch irgendwie behalten.

Der Showdown, Teil 2

In der Kanalisation kommt es dann zum letzten Treffen zwischen Mando und seinen Leuten. Wobei leider nur noch eine einzige Verbündete übrig ist. Der Rest wurde bereits von den Stormtroopern getötet, nachdem der Clan sich zuletzt für ihren Kollegen offenbart hatten. Mando erhält jedoch endlich sein Zeichen (das Schlammhorn) und den Auftrag, als „Vater" und Beschützer des kleinen grünen Findlings nach dessen Welt zu suchen und für ihn zu sorgen. Er und der Lütte sind fortan „a clan of two". Das ist der Weg! Und süß ist das obendrein.

Doch müssen die Recken noch irgendwie aus der Kanalisation heraus- und an den restlichen Helfern Gideons (und an Gideon selbst) vorbeikommen.

Die Flucht gelingt über den unterirdischen Fluss aus Lava (samt Boot und Kutterführerdroide). Als es schließlich hart auf hart kommt, muss IG-11 das große Opfer bringen und sein eigenes Leben für das seiner Freunde geben. Im besten Terminator-Stil watet er durch die Lava und bombt (ganz der Attentäterdroide) die Feinde ins Nirvana. Wir notieren: Political Correctness ist bei Gut-vs-Böse-Stoffen wie „Star Wars“ schon immer einem Der-Zweck-heiligt-die-Mittel gewichen. Insofern gibt es hier keine Veränderungen zu bemerken, auch nicht nach über vierzig Jahren.

Der Showdown, Teil 3

Der letzte Auftritt gebührt dann aber Mando, der seine neuen Flugeigenschaften (die ihn endgültig zu einer Art Iron Man machen) einsetzen darf. In einem wilden Stunt gelingt es ihm, Gideons TIE-Fighter zum Absturz zu bringen. Was bleibt sind eine traurige (und kurze) Bestattungsszene, warme Abschiedsworte und ein erneuter Aufbruch.

Doch gebührt die allerletzte Sequenz der Staffel nicht unserem Helden-Duo. Man entschied sich stattdessen, Gideon einen finalen Auftritt zu verschaffen. Während bereits Jawas sein Fluggerät plündern wollen, schneidet dieser sich mit einem uns Fans wohlbekannten Schwert aus dem Wrack heraus. Es handelt sich dabei um das sogenannte „Blacksaber" welches Freunde der Serien Star Wars: The Clone Wars und Star Wars Rebels kennen dürften. Das Schwert mit der schwarzen Klinge gehörte vor über 1000 Jahren eigentlich Tarre Vizsla, dem ersten (und vermutlich einzigen) Mandalorianer, der jemals zum Jedi Orden gehörte.

Es wurde durch die Generationen weitergegeben und ist vermutlich das wichtigste Artefakt der Kultur der Mandalorianer. Sein Besitzer ist zudem der rechtmäßige Anführer dieser Bewegung. Dass ausgerechnet Gideon es nun in seinem Besitz hat, darf man durchaus als große Respektlosigkeit ansehen, insbesondere wenn man seine Rolle bei der Unterdrückung Mandalores bedenkt. Unser Held wird das vermutlich nicht akzeptieren, sofern er erst einmal Wind davon bekommt.

Der Ausblick

So schön es ist, dass Mando nun als offizieller „Vater" des kleinen grünen Freundes in die Zukunft reitet (oder düst), so traurig machen uns die Abschiede.

Nick Nolte alias Kuiil hätte sehr gerne weiter an Bord bleiben dürfen, wobei sein (versuchtes) Opfer für das Kind natürlich aller Ehren wert ist. Auch IG-11 wird uns nach den letzten Entwicklungen fraglos fehlen, da es sich bei ihm endlich einmal um einen Droiden gehandelt hat, der nicht nervte, sondern wirklich Witz und Charme versprühte. Doch auch hier muss man zugestehen, dass seine Geschichte (mit der Selbstzerstörung) zu einem organischen Ende geführt wurde. Dass Greef Karga (alias Carl Weathers) auf Nevarro bleiben würde, um dort seine Gilde in eine bessere Zukunft zu führen, ergibt durchaus Sinn.

Auch war Weathers in der Rolle nie so überzeugend gewesen, dass er in Zukunft für mehr als Gastauftritte zurückkehren müsste. Anders sieht es bei Cara Dune aus, die nicht nur Mando ans Herz gewachsen sein dürfte. Gina Carano wäre auch für weitere Staffeln eine wunderbare Ergänzung des Casts. Carano (die früher Martial-Arts-Kämpferin war) steht zudem für ein gesundes Frauenbild, das in Zeiten von Magermodels gerade jungen Frauen viel häufiger so cool, sexy und attraktiv vorgeführt werden sollte. Dass Carano obendrauf stark spielt, kompetent kämpft und Witz versprüht, rundet die Sache nur ab. Daher wäre es schön, wenn sich die Wege der beiden Kämpfer wieder kreuzen würden. Ein Captain ist schließlich nur so gut wie seine Crew, oder?

Erhalten bleibt uns dafür aber erfreulicherweise Giancarlo Esposito in der Rolle des undurchsichtigen Moff Gideon. Er war ohnehin erst sehr spät in der Serie zum Zug gekommen, beweist mit seiner letzten Szene (die auch den Cliffhanger darstellt) aber, dass mit ihm weiterhin zu rechnen sein wird. Alles sieht danach aus, dass Mando mit dem Kind die Galaxis durchqueren wird, um dessen Zuhause zu finden, während Gideon ihm an den Fersen klebt. Es bleibt also interessant.

Technisch betrachtet

Ehrensache, dass Jon Favreau auch das Finale als Drehbuchautor betreut hat. Er setzt seine Linie konsequent fort und schreibt die Figuren ihrem unausweichlichen Schicksal entgegen. Einzig in Sachen Cara Dune wirkt die Storywendung zum Schluss nicht organisch und zu sehr dem Motiv des einsamen Helden geschuldet. Der Rest macht aber in jeder Hinsicht eine Menge Spaß!

Die Regie übernahm zum ersten Mal Taika Waititi („Thor: Ragnarok“), der somit auch die von ihm gesprochene Figur IG-11 persönlich zu Grabe tragen durfte. Wenig verwunderlich gelingt ihm ein technisch in jeder Hinsicht überzeugendes Finale, das uns endgültig vergessen lässt, es hier eigentlich mit einer TV-Produktion zu tun zu haben. Ganz großes Kino!

Fazit

Angemessen laut, emotional und bombastisch geht das erste Jahr der Serie zu Ende und bereitet den Boden für die weitere Mission unseres einsamen Helden(duos). Auch wenn die ganz große Tiefe zeitweise noch gefehlt hat, machte „The Mandalorian“ diesen kleinen Makel jederzeit mit sympathischen Figuren, großartiger Optik, einem berauschenden Score und dichter Atmosphäre wett. Die zweite Staffel ist bereits jetzt herzlich willkommen!

Im Herbst 2020 soll es mit der zweiten Staffel weitergehen. Doch erst einmal steht uns in Deutschland der Start der ersten Staffel im März bevor, wenn Disney+ hierzulande endlich an den Start geht.

Björn Sülter

Der Artikel The Mandalorian: Chapter 8 - Kritik zum 1. Staffelfinale wurde von Björn Sülter am Samstag, den 28. Dezember 2019 um 16.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode The Mandalorian 1x08

Darsteller   Rolle
Pedro Pascal …………… The Mandalorian
Taika Waititi …………… IG-11
Giancarlo Esposito …………… Moff Gideon
Gina Carano …………… Cara Dune
Carl Weathers …………… Greef Karga
Emily Swallow …………… Armorer
Jason Sudeikis …………… Bike Scout Trooper #1
Adam Pally …………… Bike Scout Trooper #2
Aidan Bertola …………… Young Din Djarin
Alexandra Manea …………… Din Djarin Mother
Bernard Bullen …………… Din Djarin Father
Brendan Wayne …………… Mandalorian Warrior
Mike Estes …………… Death Trooper
Rio Hackford …………… IG-11 Performance Artist

Musik zur Episode The Mandalorian 1x08

Interpret Titel
Ludwig Goransson A Thousand Tears
Ludwig Goransson A Warrior's Death
Ludwig Goransson Check Point
Ludwig Goransson Clan of Two
Ludwig Goransson Mando Flies
Ludwig Goransson Nurse and Protect
Ludwig Goransson Nurse Droid
Ludwig Goransson Sacrifice
Ludwig Goransson The Baby
Ludwig Goransson The Ewebb
Ludwig Goransson What Remains in the Tunnels

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