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The Mandalorian 1x05 Kapitel 5: Der Revolverheld (Chapter 5: The Gunslinger)

Episodenbild The Mandalorian 1x05
Episodenbild The Mandalorian 1x05© 2019 Disney+

Episode:Staffel: 1, Episode: 5
(The Mandalorian 1x05)
Deutscher Titel der Episode:Kapitel 5: Der Revolverheld
Titel der Episode im Original:Chapter 5: The Gunslinger
Erstausstrahlung der Episode in USAFreitag, 6.Dezember 2019 (Disney+)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Freitag, 10.April 2020
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Freitag, 10.April 2020
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Freitag, 10.April 2020
Autor:Dave Filoni
Regisseur:Dave Filoni

Inhaltsangabe zu der Episode The Mandalorian 1x05: «Chapter 5: The Gunslinger»

Der Mandalorianer (Pedro Pascal) hilft einem neuen Kopfgeldjäger, der der Sache nicht gewachsen ist.

Kritik der Episode The Mandalorian 1x05: Chapter 5: The Gunslinger

Die Rückkehr nach Tatooine hält die Serie The Mandalorian auf einem guten, wenn auch nicht spektakulären Niveau und punktet neben dem vertrauten Setting mit einer sympathischen, neuen Nebenfigur und diversen guten Sprüchen.

Was passiert?

Nach einem Feuergefecht im All muss Mando Tatooine anfliegen, um in Mos Eisley Reparaturen am Schiff durchführen zu lassen. Für ein wenig Kapital lässt er sich zudem auf einen gefährlichen Auftrag ein, der vollkommen anders verläuft, als er sich das wohl vorgestellt hatte ...

Cold Open

Neue Folge, neues Drama. Gleich zu Beginn müssen wir mit ansehen, wie unser ungleiches Duo mitten hinein in einen Kampf verwickelt wird, bei dem der unbekannte Verfolger die Oberhand zu gewinnen scheint. Schön ist hier erneut, wie stilsicher in Sachen erster Trilogie Ausstattung, Kostüm und Trackingsystem des Angreifers umgesetzt wurden. Und obwohl es zunächst schlecht aussieht, wird der Fiesling im letzten Moment natürlich doch noch besiegt. Treibstoffleck und getroffenes Triebwerk sei Dank besteht somit erneut die Notwendigkeit, einen Planeten anzufliegen. Nach Sorgan in der vergangenen Episode führt es Mando und das Yoda-Baby diesmal an einen Ort, der uns bekannter kaum sein könnte und alleine schon vom Namen her schönste Erinnerungen weckt: Tatooine und der Mos Eisley Raumhafen! Ob wohl auch zu dieser Zeit der ikonische Satz von Obi Wan noch Gültigkeit besitzt? An noch mehr Abschaum und Verkommenheit dürfte unser geplagtes Duo eigentlich keinen Bedarf haben. Das sieht wohl auch der Mandalorian so und lässt sein schlafendes Baby im Schiff zurück. Und die Stimme aus dem Off sagt: Dass das keine gute Idee war, wird ihm schon bald klar werden ...

Don't trust the locals?

Nach einem kurzen Plausch mit Peli (Amy Sedaris), der herzlichen Mechanikerin des Hangars, geht es mitten hinein in die uns so wohlbekannte Welt. Und es ist wirklich schön wieder hier zu sein! Die aufgespießten Helme ehemaliger Stormtrooper erinnern nicht nur an vergleichbare Szenen aus Game of Thrones oder The Walking Dead, sondern zeugen auch von einer veränderten Gemengelange auf dieser Welt. Wo damals noch laufende Weißbleche Luke & Co kontrollierten, haben die ehemaligen Schergen des Imperiums nun auch hier nichts mehr zu melden.

Wenig überraschend betritt unser Held kurz darauf die berüchtigte Cantina. Doch auch wenn hier wie früher noch alle möglichen Arten von verrückt aussehenden Aliens herumhängen, spielt diesmal leider keine Band. Wäre das vielleicht zu viel der Nostalgie gewesen? Vielleicht. Ich hätte es aber darauf ankommen lassen. Auf der Suche nach einem schnellen Job gerät Mando an Toro Calican (Jake Cannavale), der verzweifelt Zugang zur Gilde erlangen möchte, mit seinem ersten Job jedoch heillos überfordert ist. Gemeinsam mit ihm will Mando versuchen, eine Elite-Kämpferin namens Fennec Shand (Ming-Na Wen) zur Strecke zu bringen.

Inzwischen hat Peli im Hangar dann auch die Bekanntschaft des verlassenen, grünen Zwergs gemacht, der natürlich nicht still und leise im Schiff geblieben ist. Doch schnell wird klar: es hätte schlimmer kommen können. Peli scheint eine nette Person zu sein und bringt den Lütten nicht direkt zu irgendeinem zwielichtigen Händler, sondern kümmert sich während der Reparatur des Schiffes auch noch rührend um den unerwarteten Gast.

Mit Speed-Bikes geht es für Mando derweil ab durch die Wüste, was zu dezenten Erinnerungen an Episode 1 führt, die man vielleicht lieber abschütteln möchte, so man dem Abenteuer rund um den süßen kleinen Anakin damals nichts abgewinnen konnte. Und auch dort geht es direkt weiter mit den fröhlichen Zitieren älterer Abenteuer. Zwischenstopp, Fernglas, Sandleute. Und natürlich sind sie längst viel näher dran, als es zunächst den Anschein macht. Gut, dass Mando aber deren Zeichensprache versteht und gegen einen kleinen Preis die sichere Weiterreise gewährleisten kann.

A Night at Tatooine

Ein heißes Rennen, etwas Bäng-Bäng und Martial Arts später hat unser neues Kopfgeldjägerduo die Beute am Haken. Leider nutzt Toro jedoch die Abwesenheit Mandos für einen Plausch mit Fennec, der aus dem Klischeebilderbuch für hinterhältiges Einflüstern stammen könnte. Viel zu leicht bricht sie den Willen des jungen Mannes und lässt ihn die Seiten wechseln. Sollte man zumindest kurz denken. Denn Toro ist noch verschlagener, als man ihm zugetraut hatte. Er tötet Fennec und scheint nun einen neuen Plan zu verfolgen: Mando und Baby-Yoda der Gilde auszuliefern und selbst zur Legende zu werden. Auch wenn das alles nicht wirklich überraschend ist, gelingt es dem Drehbuch immerhin mehrfach, nur die zweitnaheliegendste Wendung zu nehmen.

Meet the Gunslinger

Wie in einer Episode, die „Der Revolverheld“ heißt nicht anders zu erwarten, kommt es im Hangar dann zum finalen Duell der Ex-Partner: Mando gegen Toro. Wer gewinnt steht natürlich außer Frage. Denn auch wenn unser Held im Kampf oft mal einen auf den Helm bekommt, ist er dafür umso trickreicher, wenn es hart auf hart kommt.

Somit bleibt auch diesmal alles beim Alten. Neu eingeführte Figuren abseits von Mando und dem Baby haben keine lange Halbwertszeit. Fennec tot, Toro tot, Peli bleibt zurück, obwohl sie eigentlich die perfekte Nanny gewesen wäre.

Am Ende heißt es somit ein weiteres Mal Aufbruch ins Ungewisse. Doch diesmal erhalten wir obendrauf noch eine kurze Sequenz, in der eine unbekannte Gestalt Fennec in der Wüste findet. Damit dürfte nun das erste Mal innerhalb der Serie eine Nebenhandlung angerissen worden sein, die nicht dem Fokus von Mando entspringt oder folgt. Es bleibt spannend.

Einordnung

Fünf von acht Episoden der Serie sind nun bereits gelaufen. Wir haben uns in dieser Zeit fraglos mit der reduzierten Laufzeit arrangiert und die beiden Hauptfiguren liebgewonnen. Auch gefällt die stringente Geschichte und nimmt uns Woche für Woche unterhaltsam mit. Die Qualität der Schauwerte steht ohnehin außer Frage.

Doch wo stehen wir qualitativ? Nach zwei Episoden im knapp oberen Drittel des Spektrums zum Start folgten zwei, die definitiv weiter nach oben strebten. Diesen Level konnte die Serie diese Woche nicht ganz halten. Dafür war die Geschichte einfach zu vorhersehbar und blutleer. Die großen Ausreißer nach oben fehlen somit weiterhin ebenso wie die nach unten. Es bleibt in der Summe aktuell eine Serie, die aus einem Guss daherkommt, aber insgesamt noch nicht über gutes Niveau hinauskommt. Für eine erste Staffel reicht das zwar allemal, ein kleiner Hammer in den letzten drei Ausgaben wäre aber vielleicht dennoch wünschenswert.

Zu diesem Zeitpunkt ist „The Mandalorian“ eine unterhaltsame, perfekt inszenierte, technisch herausragende und für heutige Sehgewohnheiten fast schon absurd simpel gestrickte Heldenreise, die vielleicht genau deswegen so viel Spaß macht. Gute Figuren, gute Sprüche und klare Dramaturgie. So etwas gibt es heutzutage kaum mehr und ist ohne Frage herzlich willkommen, wenn es so gut gemacht ist, wie in diesem Fall.

Technisch betrachtet

Das Drehbuch stammt erstmals von Dave Filoni, der bereits bei der ersten Episode Regie geführt hatte. Ihm gelingt eine simpel gestrickte aber durchaus spannende halbe Stunde, die aber große Momente vermissen lässt. Sie spinnt das bisherige Setting gut weiter, punktet mit dem bekannten Schauplatz und hat mit Peli eine interessante Nebenfigur zu bieten, die gerne wieder vorkommen darf.

Regie führte Filoni übrigens ebenfalls (und somit wie erwähnt zum zweiten Mal). Wie schon beim von ihm verantworteten Auftakt gibt es auch hier nichts zu bemängeln.

Fazit

Der fünfte Eintrag in die Seriengeschichte definiert sich primär über den Abstecher nach Tatooine, lässt aber in Sachen Komplexität, Tiefe und emotionaler Bindung ein paar Chancen ungenutzt. Wie schon in der zweiten Episode folgen wir einer arg reduzierten ABC-Dramaturgie, die uns zwar durchaus mitnimmt und über die Laufzeit trägt, aber kaum einen langfristigen Eindruck machen dürfte. Eine Episode wie der Abstecher zum Fast-Food-Tempel: Man freut sich riesig drauf, hat Spaß dabei ist aber - kaum Zuhause angekommen - schon wieder hungrig.

Nächsten Freitag geht es für die Serie in den USA in die sechste Runde Chapter 6.

Björn Sülter

Der Artikel The Mandalorian: Chapter 5 - The Gunslinger - Review wurde von Björn Sülter am Sonntag, den 8. Dezember 2019 um 21.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode The Mandalorian 1x05

Darsteller   Rolle
Pedro Pascal …………… The Mandalorian
Amy Sedaris …………… Peli Motto
Jake Cannavale …………… Toro Calican
Ming-Na Wen …………… Fennec Shand
Rio Hackford …………… Riot Mar
Troy Kotsur …………… Tusken Raider Scout #1
Steve Blum …………… Spaceport Operator

Musik zur Episode The Mandalorian 1x05

Interpret Titel
Ludwig Goransson Bright Eyes
Ludwig Goransson Farewell
Ludwig Goransson Night Riders
Ludwig Goransson Raiders
Ludwig Goransson Speederbikes
Ludwig Goransson Stuck with Me Now
Ludwig Goransson The Hangar
Ludwig Goransson Warm or Cold

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