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The Last of Us 1x02

The Last of Us 1x02

Nach ihrer Flucht aus dem QZ streiten Joel und Tess über Ellies Schicksal, während sie sich durch die Ruinen eines längst verlassenen Bostons bewegen.

Mit einem neun Minuten langen Cold Open, das in Jakarta, Indonesien spielt, beginnt die zweite Episode von The Last of Us, die den Titel Infected trägt. Darin begleiten wir eine örtliche Forscherin (Christine Hakim), die vor dem großen Zeitsprung eine Leiche untersucht, welche mit den tödlichen, parasitären Pilzen im Leib gestorben ist. Dabei ist die erfahrene Forscherin dermaßen schockiert, dass ihr die Worte fehlen. Wie schon der Wissenschaftler aus Episode eins zeichnet sie ein düsteres Bild. Es gibt keine Impfung, keine Heilung, es bleibt nur, betroffene Orte zu bombardieren. Mic drop!

Immun?

Joel (Pedro Pascal) und Tess (Anna Torv) sind noch völlig perplex, dass Ellie (Bella Ramsey) eine infizierte Wunde am Arm hat, aber völlig normal scheint. Sie erklärt, dass Marlene (Merle Dandridge) sie einiger Tests unterzogen hat, um zu sehen, ob sie infiziert ist. Tess glaubt ihr, während Joel skeptisch bleibt, so dass er sie in die QZ zurückbringen will. Denn er glaubt nicht, dass sie lange überlebt. Die Fireflies haben ihr zudem ein leckeres Sandwich eingepackt, das sie genüsslich vor ihren Augen verdrückt, während Joel mit Jerky vorliebnehmen muss.

Leicht widerwillig erzählt sie, warum sie als besonders gilt, denn sie soll zu einer medizinischen Einrichtung der Fireflies gebracht werden, da man glaubt, durch sie ein Heilmittel erschaffen zu können. Nur hat Joel diese Hoffnung in 20 Jahren offenbar schon oft genug gehört. Tess will ihn motivieren, die Mission durchzuziehen, denn immerhin könnte es - so oder so - das geben, was sie wollen, also Waffen und einen fahrbaren Untersatz, um Tommy (Gabriel Luna) zu finden. Ellie sollte zwar niemandem ihr Geheimnis verraten, weil alle dann nach ihr suchen würden, aber ihrem Beschützerduo kann sie vertrauen, oder? Eine Waffe wollen sie ihr dennoch nicht anvertrauen, weswegen sie meint, dass sie einfach ihr Sandwich nach Angreifern wirft, sollte es zum Ernstfall kommen.

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Clear?

Das Trio wagt sich in die überwucherte Welt nahe Boston und sieht die zerbombte Metropole - oder eher das, was von ihr übrig ist. Das worldbuilding ist abermals perfekt umgesetzt und das Setdesign sieht fast so aus wie in den Big-Budget-Videospielen von Naughty Dog. Man möchte (und ich tat es) häufig pausieren, die Bilder wirken lassen und sich in die Details verlieben.

Nebenbei nutzen die Serienmacher die Chance, um Fragen über Ellie anzudeuten. Ob etwa Eltern da sind oder ein boyfriend (Spielefans kichern). Tess jedenfalls bewundert Ellies Chuzpe und wir hören Teaser zu super infected oder Mutationen, die man sich noch gar nicht ausmalen kann...

Bald schon erreichen sie eine ehemalige Hotelloby, die völlig unter Wasser steht, dabei erfahren wir, dass Ellie nie schwimmen gelernt hat. Wo auch, wenn sie nie draußen in der wahren Welt war? Sie erfährt, dass Joel aus Texas stammt und Tess aus Detroit, Michigan und sie fragt sich, weil sie auch nicht in der Schule lernt, wie lange Infizierte normalerweise leben... Ein bis zwei Monate scheint ein Mittelwert zu sein, manche aber vielleicht sogar Jahre. Joel bringt jedenfalls viel Erfahrung mit, wenn es darum geht, sich dieser Pilzköpfe zu entledigen...

Der Schwarm

Tess gibt Ellie bildlich zu verstehen, indem sie auf einen Schwarm von Infizierten deutet, dass überall Gefahren lauern. Auch wenn man immun sein sollte, kann man nämlich trotzdem von den aggressiven Wesen in Stücke gerissen werden. Wir sehen, wie die Pilzwesen sich ein großes Bewusstsein teilen - wie eine Art Schwarmintelligenz.

Weiter geht es dann in Richtung Museum, ebenfalls ein Spielort des Games. Dort findet man menschliche Überreste, die teilweise ausgetrocknet sind, aber auch Spuren am Gebäudeäußeren, die den Pilzbewuchs demonstrieren. Es gilt nun mucksmäuschenstill zu sein, was dem nervösen Plappermaul äußerst schwerfällt, doch Joel macht überdeutlich, dass Geräusche nun über Leben und Tod entscheiden können.

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In dieser Sequenz gibt es Atmo, Atmo und nochmals Atmo! Sie demonstriert, was die Faszination an der Welt von The Last of Us ausmacht. Die Gefahr ist überall und ein falscher Laut - wie etwa bei „A Quiet Place“ - lockt die blinden Gegner an, deren Köpfe überwuchert und aufgedunsen sind. Die Geräusche und das Klicken sind dabei ganz nah am, wenn nicht sogar identisch mit dem Videospiel, aber erinnern auch an Klassiker wie „Predator“, wo die Aliens Jagd auf die deutlich schwächeren Menschen machen.

Das erste Aufeinandertreffen auf die Klicker ist entsprechend so, wie es sein muss: chaotisch, manchmal etwas unübersichtlich, weil man nur eine Taschenlampe hat, und intensiv, weil eine falsche Bewegung das Ende sein kann - was bei meinem Durchspielen damals viel zu oft der Fall war... Munition ist ein Luxusgut, aber eines, was man sich im richtigen Moment leistet, weil es sonst keinen Ausweg gibt. Dennoch muss Tess mit der Axt den „Killshot“ landen, ehe Joel eine größere Waffe findet. Leider hat sich Tess aber am Fuß verletzt und schlimmer noch... Aber das sieht man erst einige Minuten später...

Save who you can save

Ellie scherzt derweil, dass etwas mehr Blut an ihre Wunde gekommen ist und sieht zum ersten Mal die Stadt in voller Pracht, was ein magischer kleiner Moment nach dieser ganzen Aufregung ist...

Das Trio sucht weiter nach ihrer Batterie, findet jedoch nur Tote. Offenbar war einer infiziert, der die anderen dann in den Tod gerissen hat. Dort erfahren wir außerdem, dass Tess erwischt wurde und nicht mehr lange haben wird... Zu Joel sagt sie, dass die Glückssträhne irgendwann abreißen musste und entsprechend soll er sich um die Mission kümmern und retten, wer noch zu retten ist, was für sie eben in diesem Moment nicht mehr gilt. Da die Gegner wie Pilze aus dem Boden schießen, rennt die Zeit davon und so bleibt Tess zurück, mit Benzin auf dem Boden und Zippo und Granate in der Hand, wartet sie ab, ehe der Todesschwarm reinrennt.

Ein Pilzkopf nähert sich ihr immens und gibt ihr eine Art ekligen Zungenkuss. Eine Szene, die hängen bleiben wird, weil sie so ekelhafte Implikationen hat. Tess erfüllt jedoch die letzte Mission mit einem lauten, feurigen Knall. Wir als Zuschauer kannten sie nur kurz, aber trauern ihr jetzt schon nach - und aus dem Trio wird ein Duo, das noch eine lange Reise vor sich hat...

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Fazit

So muss eine Episode aussehen! Die Optik stimmt, die Atmosphäre stimmt, die Charakterisierung stimmt, die Einsätze und Risiken stimmen - einfach alles an der zweiten Folge der Serie The Last of Us ist stimmig! Eine nahezu perfekte Episode, die fünf von fünf Zippos verdient. Mehr davon!

Schauspieler in der Episode The Last of Us 1x02

Darsteller   Rolle
Pedro Pascal …………… Joel Miller
Bella Ramsey …………… Ellie Williams
Anna Torv …………… Theresa 'Tess' Servopoulos
Christine Hakim …………… Ratna Pertiwi
Yayu A.W. Unru …………… Lt. Gen. Agus Hidayat
Sharon Crandall …………… Lab Worker
Philip Prajoux …………… Infected Kissing Man
Olivier Ross-Parent …………… Museum Clicker
Samuel Hoeksema …………… Museum Clicker
Autumn Thom …………… Infected #6

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