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The 100 4x11 Die andere Seite

The 100 4x11 Die andere Seite

Clarke (Eliza Taylor) muss sich mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung auseinandersetzen. Denn nicht nur Bellamy (Bob Morley) und Abby (Paige Turco) sind wütend weil sie gegen ihren Willen in den Bunker verfrachtet wurden. Auch Konklave-Siegerin Octavia (Marie Avgeropoulos) sieht sich mit dem Verrat ihrer einstigen Freundin konfrontiert.

Eine überraschende Allianz bringt Clarke dazu, die Tore des Bunkers zu öffnen und die Grounder reinzulassen. Octavia erklärt, dass sie alle zu einem Stamm gehören und jeder Stamm daher die gleiche Anzahl an Plätzen im Bunker erhält. Sie beauftragt die Anführer der Clans, festzulegen, wer diese bekommt.

Jaha (Isaiah Washington) und Kane (Henry Ian Cusick) versuchen eine Lösung für Skaikru zu finden und halten eine Lotterie, doch die Situation gerät außer Kontrolle.

Unterdessen versucht Raven (Lindsey Morgan) sich mit einer radikalen Maßnahme von ihren Halluzinationen zu befreien.

Endlich finden die The 100-Autoren wieder zu einer interessanten Handlung, die sich nicht nach einer Dreiviertelstunde in Wohlgefallen auflöst. Je näher das Ende rückt, desto enger laufen die Plots zusammen und das wiederum lässt die Spannung steigen. In der Episode The Other Side geht es nun endlich wirklich um alles oder nichts.

Open the door or die trying!

Im Bunker geschieht zunächst genau das, was man erwarten darf: Bellamy (Bob Morley) und Abby (Paige Turco) finden es gar nicht gut, dass ihre geliebten Octavia (Marie Avgeropoulos) und Kane (Henry Ian Cusick) nicht mit in die schützenden Wände des Bunkers genommen worden sind. Doch Clarke (Eliza Taylor) und Jaha (Isaiah Washington) halten an ihrer alterprobten Ausrede fest: Alles für die eigenen Leute, alles für das Überleben. Doch der Glanz dieser schon fast selbstlosen Erklärung fängt an sich in Wohlgefallen aufzulösen als der Funkkontakt zu Octavia hergestellt wird und sie erfahren, dass sie gewonnen hat. Damit ist die Chance, die Tür wieder zu öffnen und alles richtig zu stellen, gegeben. Von Anfang an war klar, dass es genauso laufen würde, wie es das am Ende tut: Octavia teilt die Kapazitäten unter den Stämmen gleichwertig auf. Das einzige, worum Clarke und Jaha zu diesem Zeitpunkt noch wirklich zittern müssen ist die eigene Macht. Sie können harte Entscheidungen treffen, aber nur wenn sie dabei an der Macht bleiben. Dabei ist die taffste Entscheidung die, die Macht in andere Hände zu legen, wenn das das Richtige für die Allgemeinheit ist. Sich daran klammern, ist in der Regel ein ziemlich sicherer Hinweis darauf, dass jemand sich zum Diktator mausert. Wobei das bei Jaha ja kaum jemanden so richtig überraschen wird, Diktator wäre ja noch tief gestapelt bei jemandem, der offenbar an einem ausgewachsenen Gott-Komplex leidet.

Schlimmer kommt es am Ende trotzdem für Clarke. Sie zeigt, dass sie nicht nur an der eigenen Macht festhält, sondern auch in anderer Hinsicht mit Doppelmoral aufwarten kann. Sie schickt tausende Menschen in den sicheren Tod und sieht dabei aus, als würde es ihr sehr schwerfallen. Dann trifft es jemanden, der ihr nahe steht, nämlich Bellamy, und sie macht sofort einen Rückzieher. Dass die Menschen vor dem Bunker auch die Geliebten von anderen sind, das verdrängt sie offenbar erfolgreich. Dass sie sich versucht vor Niylah (Jessica Harmon) damit zu rechtfertigen, das Überleben der Menschheit sichern zu wollen, macht da nicht gerade viel her.

Diese beiden Entscheidungen, die Tür nicht zu öffnen auch nachdem sie von Octavias Sieg wissen und Bellamy nicht zu erschießen als er sich ihr in den Weg stellt, sollte Clarke für die nächste Zeit als Anführerin disqualifizieren. Doch auch das Gefühl kam zumindest bei mir schon häufiger auf und dann war ihr das Schicksal doch immer so hold, dass größere Bedrohungen sie in der Top-Position gelassen haben.

Am Ende steht sie an der Seite von Bellamy und den anderen gegen Jaha, doch ihre Entscheidungsfindung ist einfach nicht richtig. Und wieso überlässt Ocatvia trotzdem den angestammten Anführern, inklusive Jaha und Clarke die Entscheidung, wer die 100 Betten der Skaikru bekommt? Was auf den ersten Moment seltsam wirkt, ist ein cleverer Schachzug. Sie installiert sich als übergeordnete Instanz, als eine Art neue Kommandeurin, die über die Regierungen aller Stämme entscheiden kann. Sie hat sich diesen Posten verdient, mit allem, was dazu gehört, Blut, Schweiß und Tränen. Und sie hat sich noch pünktlich dazu von ihren Leuten der Skaikru losgesagt.

I don't choose pain, I choose life!

Einen Chat der besonderen Art hat unterdessen auch Raven (Lindsey Morgan) und zwar mit A.L.I.E. (Erica Cerra) und Sinclair (Alessandro Juliani), dem Cheftechniker, der sie einst rettete und dabei selbst umkam. Die beiden kämpfen um Ravens Seele und das macht Spaß anzusehen. Besonders weil die beiden Illusionen sich gegenseitig fesseln können, was besonders unterhaltsam ist, solange Sinclair in Führung liegt. Und das wird über die Episode The Other Side nicht wirklich in Frage gestellt. A.L.I.E. hat schon bessere Zeiten gesehen, ihre Überzeugungsfähigkeit ist nicht mehr, was sie mal war. Das liegt natürlich auch daran, dass sie Ravens Unterbewusstsein entstammt und eigentlich schon weiß, in welche Richtung es gehen soll.

Als es wirklich ernst wird, setzt der Überlebenswille bei Raven ein und sichert uns eine weitere großartige Figur, von der noch einiges zu erwarten ist.

Jasper (Devon Bostick) überkommt dieser Überlebenswille nicht, egal wie sehr Monty (Christopher Larkin) ihn anschreit, ihm seine Liebe gesteht und weint. Am Ende ist es Harper (Chelsey Reist), die er retten kann. Oder es zumindest versuchen darf. Dass sie ihn kurz wegschickt und vortäuscht, ihn nicht zu lieben, macht weniger Spaß, besonders aufgrund der Vorhersehbarkeit der ganzen Sache.

Was jedoch wird aus Jasper? Soll das wirklich das Ende einer Figur sein, deren Story irgendwie immer häufiger wieder hintan gestellt wurde? Ich werde das Gefühl nicht los, dass da noch einiges rauszuholen wäre. Hoffentlich finden die Serienmacher einen Weg, ihn zu retten, der nicht völlig aus der Luft gegriffen wirkt.

Fazit

24 Stunden vor dem Ende des Lebens auf der Erdoberfläche geht es endlich an die echten Pläne. Und an den echten Widerstand. Während Clarke und Jaha sich selbst ins Abseits stellen, schwingt Ocatvia sich zu einer neuen Rolle auf, die der allen Stämmen übergeordneten Kommandeurin. Dafür muss sie sich jedoch zunächst von ihrer eigenen Herkunft lossagen, was kein großes Glaubwürdigkeitsproblem darstellt nachdem die Skaikru sie vor den Toren des Bunkers zurückgelassen hat.

Trailer zur nächsten Episode der US-Serie „The 100“, „The Chosen“ (4x12):

Schauspieler in der Episode The 100 4x11

Darsteller   Rolle
Eliza Taylor …………… Clarke Griffin
Paige Turco …………… Dr. Abigail Griffin
Bob Morley …………… Bellamy Blake
Marie Avgeropoulos …………… Octavia Blake
Devon Bostick …………… Jasper Jordan
Christopher Larkin …………… Monty Green
Lindsey Morgan …………… Raven Reyes
Richard Harmon …………… John Murphy
Isaiah Washington …………… Thelonious Jaha
Henry Ian Cusick …………… Marcus Kane
Tasya Teles …………… Echo
Erica Cerra …………… Dr. Becca Franco
Adina Porter …………… Indra
Jarod Joseph …………… Nathan Miller
Alessandro Juliani …………… Jacapo Sinclair
Chelsey Reist …………… Harper McIntyre
Jessica Harmon …………… Niylah
Ben Sullivan …………… Riley
Alex Pangburn …………… Hayes
Alyson Bath …………… Bree
Ryan William MacDonald …………… Flame Keeper Scout (as Ryan W. MacDonald)
Jojo Ahenkorah …………… Ark Guard / Costa
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