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The 100 4x03 Die Reiter der Apokalypse

The 100 4x03 Die Reiter der Apokalypse

Jaha (Isaiah Washington) führt Clarke (Eliza Taylor) und Bellamy (Bob Morley) auf einen Rettungspfad, während in Arkadia und Polis die Spannungen steigen.

Die Grounder werden immer mehr von der Strahlenkrankheit ergriffen, darunter auch Luna (Nadia Hilker).

Roan (Zach McGowan) bittet Octavia (Marie Avgeropoulos) um Hilfe nachdem er feststellt, dass der Chip gestohlen wurde. Indra (Adina Porter) will verhindern, dass die anderen von dem Verlust erfahren damit sie Roans Machtanspruch nicht in Frage stellen.

Jaha behauptet, einen Bunker zu kennen, in dem tausend Menschen Platz finden können. Er sagt, der Bunker sei das Werk einer Doomsday-Sekte. Gemeinsam mit Bellamy (Bob Morley) und den anderen macht er sich auf die Suche.

Ilian (Chai Hansen) zerstört den Chip, den er bei Gaia gefunden hat, doch ist es der wahre Chip gewesen?

Clarke erstellt eine Liste mit hundert Menschen, die als erstes vor dem drohenden Ende gerettet werden sollten.

Einst waren es hundert jugendliche Straftäter, die von Präsident Jaha (Isaiah Washington) und der Führungsriege auf die Erde geschickt wurden. In der Episode The Four Horseman sehen wir Clarke (Eliza Taylor) am Tisch, wie sie eine Liste erstellt mit einhundert Menschen, die es in die rettende Raumstation schaffen sollen. Geschichte wiederholt sich in der Serie The 100 ziemlich offensichtlich, aber haben die Betroffenen aus der Vergangenheit gelernt?

Die neuen Hundert

In der letzten Episode haben wir gesehen, wie Clarke durch Jaha eine Antwort auf die Frage, wie man mit der Verantwortung, andere in den Tod zu schicken, umgehen kann, die im Grunde ziemlich simpel war: Man kann hoffen, dass es einen vergebenden Gott gibt. Doch in dieser Episode trifft der ehemalige Präsident auf Bellamy (Bob Morley) und der ist mit philosophisch angehauchten Worten nicht so einfach einzufangen. Und doch schreibt er am Ende Clarkes Namen auf die Liste, die gerade ihn selbst als 99. Person eingetragen hat. Die Bedeutungsträchtigkeit des Moments wird von den Serienmachern als emotional verkauft, aber im Grunde ist das Vetternwirtschaft in Reinform, was wir da sehen.

Sicher, die beiden, die ziemlich große, wenn auch unterschiedliche Schuld auf sich geladen haben, haben sich gegenseitig verziehen und sich durch ihre Namen auf der Liste die Absolution erteilt. Sie haben einmal mehr bewiesen, dass sie eine schwierige, aber enge Beziehung zueinander hegen und unter den richtigen Umständen am Ende als vorbestimmtes Traumpaar auftreten könnten. Doch sie sitzen auch gemütlich an der Spitze der Entscheidung und quälen sich dort mit Problemen der Moral, während die anderen Menschen, die nicht auf der Liste stehen, dem Untergang geweiht sind, ohne es auch nur zu erfahren. So richtig sympathisch kommen Bellamy und besonders Clarke damit langsam nicht mehr rüber.

Die Episode über nutzen die beiden jedoch, um eine Möglichkeit auszukundschaften, die sich am Ende als Sackgasse herausstellt. Jaha erzählt ihnen von dem Bunker eines Endzeitkults, der die Rettung sein könnte. Doch dort angekommen finden sie nur Skelette vor und damit keine Lösung ihres Strahlenproblems. Auch wenn diese Höhle nicht funktioniert, ist es trotzdem seltsam, dass Clarke aufgrund dieser Erfahrung nicht ihre Kommunikationpolitik überdenkt. Raven (Lindsey Morgan) hat es in der letzten Episode bereits gesagt: Nutze das Wissen der Masse. Wenn schon Jaha von einer potentiellen Rettungsmöglichkeit weiß, der ja selbst den größten Teil seines Lebens im Weltraum verbracht hat, was könnten dann erst die Grounder wissen, die seit Generationen auf der Erde ausharren?

Aus der Erinnerungskiste

Nicht nur die Zahlen wiederholen sich in der Story der Serie The 100 - eine weitere beliebte Spiegelung sind die Inhaftierungsgründe der Figuren beziehungsweise ihrer Eltern. Clarke zeigt sich bisher eher unbeeindruckt von der Tatsache, dass sie etwas tut, was ihr Vater mit seinem Leben bekämpft hatte. Nun erfahren wir von einem anderen Charakter den Grund des Todes seines Vaters. Murphy (Richard Harmon) kehrt zurück in die Stadt, weil er laut eigener Aussage ein besserer Dieb als Jäger ist. Doch er stiehlt nicht für sich selbst, sondern für Abby (Paige Turco), die sich mit Raven um ein potentielles Heilmittel für die Strahlenkrankheit gestritten hat.

Raven hat es nicht leicht, sie wird in die Verantwortung gebracht, aber dann von ihren eigenen Freunden hintergangen. Und warum? Am Ende sterben die Kranken doch und es stellt sich heraus, dass das einzige Heilmittel - doch, Moment, wir waren bei Murphy. Denn der offenbart, dass sein Vater einst für Medikamentendiebstahl für seinen Sohn in die Luftleere des Weltalls geschickt wurde. Er geht den entgegengesetzten Weg von Clarke und tut genau das, was sein Vater ihm vorgelebt hat. Beide müssen sich in der Entscheidung auf ihre innere Moral verlassen - es sind Ausnahmesituationen, die man nicht vorhersehen konnte.

Dieser Blick in Murphys Vergangenheit funktioniert bestens, da er eine Brücke schlägt zu einer Zeit, bevor der Arme in die Abwärtsspirale geraten war, durch die er zum Einzelgänger innerhalb der Ursprungsgruppe wurde. Der Versuch, seine Beziehung zu Emori (Luisa D'Oliveira) mehr ins Rampenlicht zu rücken hingegen geht für mich schief.

Als Emori auf den Plan trat, schien sie sehr vielversprechend, doch dann haben die Serienautoren sie aus den Augen verloren oder keine Zeit gefunden, sie weiterzuentwickeln. Das könnte auch daran gelegen haben, dass Murphys Charakter selbst zwischendurch zu schwimmen schien. Nun sind die beiden wieder vereint und spielen wieder eine größere Rolle in der Geschichte, nur wissen wir leider so wenig über sie, besonders über Emori. Sie uns allerdings mit einem seltsamen Eifersuchtsanfall vorzustellen, ist enttäuschend.

Die Hintergrundgeschichte von Indra (Adina Porter) hingegen kommt gut an. Sie erkennt, dass Octavia (Marie Avgeropoulos) die Fähigkeiten, die Indra ihr beigebracht hat, nutzt, um zu morden. Aus ihrer Ziehtochter ist eine eiskalte Killerin geworden. Besonders deutlich wird der innere Kampf der Grounderin, als wir dann ihre leibliche Tochter kennenlernen. Denn auch Gaia (Tati Gabrielle) hat nicht den Weg eingeschlagen, den ihre Mutter sich für sie gewünscht hatte. Statt einer Anführerin ist aus ihr eine religiöse Bewacherin geworden, die nun die Flamme schützt. Oder das zumindest versucht, denn manchmal reichen Körperkraft und Kampftechnik nicht aus.

Wie Octavia in der Episode The Four Horsemen beweist, braucht man auch andere Tricks. Sie versteckt die Flamme und lässt die Meute im Glauben, sie zerstört zu haben. Schön, die beiden unterschiedlichen Frauen, die beide eine innige Beziehung zu Indra haben, zusammenarbeiten zu sehen. Außerdem ist es interessant, auch mehr über Indras Beweggründe zu erfahren. Sie hat Octavia nicht selbstlos angenommen, aus dieser Verbindung gewinnt auch sie etwas, die ihre Tochter verloren hat.

Die Rückkehr der Nightblood

Doch die wichtigste Figur der Episode ist Luna (Nadia Hilker), die letzte Nightblood, die von der Strahlung von ihrer Bohrinsel vertrieben wurde. Dort haben wir sie zuletzt gesehen, als Clarke und ihre Truppe versucht haben, Luna davon zu überzeugen, die Flamme zu akzeptieren und als Anführerin hervorzutreten. Doch sie wollte in ihrer kleinen Idylle bleiben, in der es keine Gewalt gab und die Verstoßenen eine neue Heimat finden konnten.

Zumindest auf kleiner Ebene funktionierte das damals gut dort. Bis eine Bedrohung kam, die kein Boot brauchte: die Strahlenkrankheit. Mit der Entdeckung, dass Nightblood die einzige bisher bekannte Heilung für diese Krankheit ist, wird Luna zur wichtigsten Figur und gleichzeitig zum begehrten Objekt. Alles läuft bei ihr zusammen, sie könnte die Flamme zu sich nehmen und sie hält das Heilmittel, dabei will sie eigentlich mit all dem gar nichts zu tun haben. Luna ist in diesem Moment eine uneinschätzbare Kraft, die die Geschichze ziemlich durcheinanderwirbeln könnte. Hoffentlich tut sie das auch, denn noch einen Abend, an dem Clarke weinend über ihrer Liste sitzt, möchte ich lieber nicht sehen.

Trailer zur nächsten Episode der US-Serie „The 100“, „A Lie Guarded“ (4x04):

Schauspieler in der Episode The 100 4x03

Darsteller   Rolle
Eliza Taylor …………… Clarke Griffin
Paige Turco …………… Dr. Abigail Griffin
Bob Morley …………… Bellamy Blake
Marie Avgeropoulos …………… Octavia Blake
Devon Bostick …………… Jasper Jordan (credit only)
Christopher Larkin …………… Monty Green (credit only)
Lindsey Morgan …………… Raven Reyes
Richard Harmon …………… John Murphy
Isaiah Washington …………… Thelonious Jaha
Henry Ian Cusick …………… Marcus Kane (credit only)
Zach McGowan …………… King Roan
Adina Porter …………… Indra
Sachin Sahel …………… Dr. Eric Jackson
Jarod Joseph …………… Nathan Miller
Luisa D'Oliveira …………… Emori
Ty Olsson …………… Nyko
Chai Romruen …………… Ilian
Tati Gabrielle …………… Gaia
John Pyper-Ferguson …………… Bill Cadogan
Nadia Hilker …………… Luna
Chris Sheilds …………… David Miller
David Attar …………… Terro
Zoe Wiesenthal …………… Adria