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Ten Days in the Valley 1x01 Day 1: Fade In

Ten Days in the Valley 1x01 Day 1: Fade In

Eine TV Produzentin (Kyra Sedgwick) ist in einem stürmischen Scheidungsprozess, als ihre Tochter (Abigail Pniowsky) verschwindet. Ihr Leben und ihre Karriere brechen zusammen.

Das beste Marketing, dass Kyra Sedgwicks neue Serie Ten Days in the Valley bekommen konnte, war der Erfolg von Big Little Lies, doch nach der Pilotepisode wird deutlich, dass zwischen den Serien Welten liegen.

Wovon handelt die Serie?

Jane Sadler (Kyra Sedgwick, The Closer) ist eine Fernsehproduzentin, die für eine Dokumentation über die Korruption innerhalb der Polizei schon Preise gewonnen hat. Nun versucht sie sich an einer Dramaserie über dasselbe Thema. Außerdem ist sie auch Mutter einer achtjährigen Tochter und hat in diesem Zusammenhang öfter mal mit ihrem Ex Pete (Kick Gurry) zu kämpfen, der erst seit ein paar Monaten trocken ist und es mit der Sorgerechtsregelung wie mit der Schulpflicht nicht so genau nimmt.

In der Pilotepisode Day 1: Fade In beispielsweise bringt er Lake (Abigail Pniowsky, Channel Zero) nach dem Wochenende zurück zur Mutter und bittet darum, mit ihr am Montag zu einem Ferienhaus fahren zu dürfen, was Jane jedoch kategorisch ablehnt. Doch die Fernsehmacherin sollte sich nicht auf ein zu hohes Pferd setzen, denn sie ist selbst oft alles andere als nüchtern. Nachdem sie mithilfe einer Schlaftablette mit ihrer Tochter im Arm einschläft, führen unvorhergesehene Umstände am Set dazu, dass sie noch in der Nacht eine Szene umschreiben muss. Dazu zieht sie sich in ihre Bürolaube im Garten zurück und lässt die Schiebetür angelehnt. Mit sich hat sie neben dem Laptop ein Babyfon, eine Flasche Rotwein, eine Kerze - und die Nummer eines Nachwuchsdrehbuchautors, der ihr Drogen liefert. Am Ende landet sie mit dem Kopf auf der Tastatur und als sie zu sich kommt, muss sie feststellen, dass die Türen des Hauses von innen verriegelt sind und Lake verschwunden ist.

Doch das alarmiert Jane zunächst mal kaum, denn sie geht davon aus, dass Pete nachts ins Haus eingestiegen ist, um die Kleine heimlich zu der Reise abzuholen. Erst ihre Schwester Ali (Erika Christensen, Parenthood) kommt auf die Idee, die Polizei anzurufen. Nachdem Detective John Bird (Adewale Akinnuoye-Agbaje, Lost) samt Kollegen im Haus der Produzentin angekommen ist, verabschiedet die sich ans Set als wenn nichts geschehen wäre. Dorthin wird sie von ihrer naiv wirkenden Assistentin Casey (Emily Kinney, The Walking Dead) begleitet, die ihre Liebe zu ihrer Chefin durch die Bezeichnung Mutter deutlich macht.

Was bis dahin schon hochgradig seltsam wirkt, wird nicht besser, als wir nach und nach in Einzelszenen wenig subtil die Geheimnisse der beteiligten Figuren erfahren. Denn trauen kann man hier niemandem, Casey hat heimlich eine Beziehung mit Janes Ex Pete, der sie dazu bringt, ihm ein Alibi für die Nacht des Verschwindens zu geben. Lakes Babysitterin Beatriz (Marisol Ramirez) ruft ihren Freund an und beauftragt ihn, einen Schlüssel zu Janes Haus zu finden, der bereits verschwunden sein sollte, Janes Kollege Matt (Malcolm-Jamal Warner, „The Cosby Show“) bringt eine auffällig passende Geschichte in den Writers' Room über eine entführte Tochter der Hauptfigur ein und auch Jane selbst lügt die Ermittler an, wo immer sie kann.

Als sie erfährt, dass Lake nicht wie erwartet bei Pete ist, wird es ernst, doch wir wissen bereits, dass die Kleine in Obhut eines mysteriösen Mannes ist, der ihr Kinderbücher zum Einschlafen vorliest und ihr offensichtlich weis gemacht hat, sie sei mit der Erlaubnis ihrer Mutter bei ihm.

Wie kommt es rüber?

Das erste was sauer aufstößt, ist die seltsame Vermischung zweier Dinge, die nicht in einen Hut gehören. Auf der einen Seite hat die Serie sich den Konflikt arbeitender Mütter auf die Fahnen geschrieben und will uns mit Jane offenbar eine starke Persönlichkeit nahe bringen, die dank ihrer Durchsetzungskraft alles unter einen Hut bekommt und sich dafür trotzdem Rabenmutter schimpfen lassen muss. Doch zwischen der Entscheidung, nachts unter Drogen außerhalb des Hauses zu arbeiten und der, trotz eines verschwundenen Kindes zur Arbeit zu gehen als wenn nichts wäre und das mit Geldverlust zu rechtfertigen, geht die Intention der Macher verloren. Denn Jane taugt als Sinnbild für arbeitende Mütter nur wenig. Sie wirkt die meiste Zeit unbeteiligt, kann sich trotz eines verschwundenen Kindes nicht durchringen den Ermittlern die ganze Wahrheit zu sagen. Gleiches gilt auch für den Kindsvater, gemeinsam sind die beiden nicht fähig, auch nur einen Moment an einem Strang zu ziehen. Doch was bei einer besser gemachten Serie wie Schock oder Verzweiflung wirken könnte, hinterlässt bei Ten Days in the Valley den Eindruck, dass sie Lakes Verschwinden als nicht so wichtig einschätzen, dass sie ihren Kleinkrieg dafür unterbrechen könnten.

Oft wirkt die Pilotepisode wie eine sehr mittelmäßige Cop-Serie und immer wieder überkommt einen das Gefühl, dank zahlreicher Versuche auf die Metaebene zu klettern, dass das Absicht sein soll. Doch zielführend ist das nicht, denn die Autoren vergessen eine übergeordnete Ebene, auf der sie uns mehr servieren als altbackene Klischees und die üblichen Mysterien.

Fazit

Die Erwartungen, die die Serie im Vorfeld wecken konnte, löst die Pilotepisode Day 1: Fade In nicht ein. Statt einer cleveren Mystery-Story bekommen wir klischeehafte Verstrickungen einer eng abgesteckten Gruppe, in der niemand das Stereotype durchbricht. Den Krimi-Aspekt der Sache nehmen nicht einmal die Eltern des entführten Mädchens ernst, wie sollen wir da als Zuschauer ergriffen sein und am Ende bleibt auch die Figurenzeichnung nur platt.

Schauspieler in der Episode Ten Days in the Valley 1x01

Darsteller   Rolle
Kyra Sedgwick …………… Jane Sadler
Adewale Akinnuoye-Agbaje …………… John Bird
Erika Christensen …………… Ali Petrovich
Kick Gurry …………… Pete Greene
Josh Randall …………… Tom Petrovich
Malcolm-Jamal Warner …………… Matt
Abigail Pniowsky …………… Lake Sadler-Greene
Francois Battiste …………… Gus Tremblay
Emily Kinney …………… Casey
Mark L. Young …………… PJ
Nelson Lee …………… Sheldon
Ali Liebert …………… Detective Nickole Bilson
Beth Triffon …………… Mackenzie
Ella Thomas …………… Isabel Knight
Currie Graham …………… Henry Vega
Ali Stroker …………… Tamara
Roland Buck III …………… Zan
Jeremy Tardy …………… Aubrey
Marisol Ramirez …………… Beatriz
Lucas Near-Verbrugghe …………… Detective Buddy
Harry Katzman …………… Jefferson
Ali Liebegott …………… Carmen
Jeff Branson …………… Dominic
Sal Velez Jr. …………… Leonardo
Luke Baybak …………… Russell Howell
Theo Nicholas Pagones …………… Detective Bezic (as Theo Pagones)
Adrienne Visnic …………… Jane (18)
Remi Deupree …………… Jane (10)
Scott Borden …………… Camera Kid
Zachary Mooren …………… Jane's Step Father
Khalil Kharraz …………… Hipster (as Halil kharraz)
Samuel Platt …………… Hipster
Félix Solis …………… David Gomez