Du bist hier: Serienjunkies » Serien » Tales of the Walking Dead » Tales of the Walking Dead 1x01 Evie; Joe

Tales of the Walking Dead 1x01 Evie; Joe

Episodenbild Tales of the Walking Dead 1x01
Episodenbild Tales of the Walking Dead 1x01© AMC

Episode:Staffel: 1, Episode: 1
(Tales of the Walking Dead 1x01)
Titel der Episode im Original:Evie; Joe
Erstausstrahlung der Episode in USASonntag, 14.August 2022 (AMC)
Autoren:Robert Kirkman, Tony Moore, Charlie Adlard
Regisseure:Ron Underwood, Deborah Kampmeier, Mike Satrazemis

Inhaltsangabe zu der Episode Tales of the Walking Dead 1x01: «Evie; Joe»

In einer Road-Trip-Geschichte verlässt ein zurückgezogener Prepper seinen Bunker, um eine weibliche Prepperin aus seiner Vergangenheit zu suchen. Auf dem Weg trifft er eine unwahrscheinliche Verbündete, die das genaue Gegenteil von ihm ist; sie tun sich zusammen, um ihre verlorenen Angehörigen zu finden.

Fotos aus der Episode Tales of the Walking Dead 1x01 Evie; Joe

  • Foto aus der Episode Tales of the Walking Dead

    © AMC

  • Foto aus der Episode Tales of the Walking Dead

    © AMC

  • Foto aus der Episode Tales of the Walking Dead

    © AMC

Kritik zum Serienstart der Serie „Tales of the Walking Dead“

Nach The Walking Dead, Fear the Walking Dead, The Walking Dead: World Beyond kommt nun die Anthologieserie Tales of the Walking Dead. Die erste Staffel erzählt sechs alleinstehende Einzelgeschichten. In der ersten trifft Prepper auf Hippiefarmerin.

Die mittlerweile vierte Serie aus dem The Walking Dead-Universum (wenn man Webserien auslässt) ist hier: Tales of the Walking Dead. Diese erzählt aber keine fortlaufende Geschichte, sondern, wie der Name schon andeutet, Geschichten aus der Welt der Zombie-Apokalypse. Meistens sollen das gänzlich neue Charaktere, Orte und Situationen sein. Mit einer bereits bekannten Ausnahmen, denn Samantha Morton aka Alpha wird eine Rolle im Verlauf der Season spielen. „Tales of the Walking Dead“ wurde kreiert von Showrunnerin und „TWD“-Veteranin Channing Powell. An sich klingt die Idee einer „TWD“-Anthologie ganz nett. Die erste Episode Evie/Joe demonstriert, dass man sich tonal auch etwas unterscheiden möchte mit einer Erzählung, die sich nicht immer bierernst nimmt.

Prepper

Zunächst lernen wir den Doomsday-Prepper Joe (Terry Crews) kennen. Prepper sind Menschen, die an den Weltuntergang glauben und deswegen vorbereitet (prepared) sein möchten für den Ernstfall. Joe hat Recht behalten und lebt allein mit seinem Hund Gilligan in einem Bunker. Er kann noch alte Footballspiele schauen, hat genug Vorräte und Proteinpulver, um sich körperlich fit zu halten und geht nur dann raus, wenn es unbedingt sein muss. Letzteres ist häufiger der Fall - nämlich immer dann, wenn Gassi-Zeit ist. Mit Sudoku hält er sein Hirn fit. Doch der Vierbeiner an seiner Seite wird eben älter und kann nicht mehr wie früher aufs Wasserlassen warten. Joe hat zwar einige Fallen für Untote aufgebaut, doch im Ernstfall kommt Gilligan leider ums Leben - Joe ist nun also allein und verfällt in eine Art depressiven Zustand. Er erinnert sich an alte Chats, die er sich ausgedruckt hat und entschließt sich dazu, eine Prepper-Kollegin in Michigan zu finden. Mit ein wenig Körperpanzerung, seinem Footballhelm und seinem präparierten Motorrad geht es also auf ins Abenteuer.

Bald landet er aber wortwörtlich im Netz von Evie (Olivia Munn), einer Hippiefarmerin, die dem Weed nicht abgeneigt ist, Joe gefesselt in ihren Unterschlupf bringt und zunächst sein Bike klauen möchte. Joe hat jedoch einen Mechanismus gebaut, der andere tötet oder verletzt, wenn sie es starten wollen. Evie zwingt Joe also mit vorgehaltener Pistole zu einem Roadtrip. Wie sich später herausstellt, sind ihre Ziele nur wenig voneinander entfernt.

Vorsicht und Skeptik weicht mit der Zeit dem Vertrauen und einer zarten Freundschaft. Evie hat sogar eine Idee, wo sich Joes Chatpartnerin befinden könnte, denn ein Donutladen in den Chatverläufen gibt einen Hinweis auf ihren ungefähren Aufenthaltsort.

Doch dann werden in einem unachtsamen Moment, als Joe das Motorrad bereits startklar machen möchte, der fahrbare Untersatz und das Hab und Gut der beiden gestohlen... Joe kann den Dieb nicht aufhalten, weil Evies Waffe nie geladen war. Nur ein Lamm hinterlässt der Dieb und die beiden müssen zu Fuß weiter. Die Situation führt zu einem Streit und die Wege trennen sich vorerst...

Hol dir NordVPNs ultimatives Sicherheitspaket - 68% Rabatt aufs 2-Jahres-Paket

Dearest...

Joe, der schon einmal Fotos vom Anwesen gesehen hat, findet tatsächlich zu seiner Chatpartnerin. Zunächst scheint sich Sandra (Kersti Bryan) zu freuen und heißt ihn freundlich mit einem Brownie willkommen. Es ist jedoch kein gewöhnlicher Brownie, sondern einer, der Joe einen Albtraumtripp verpasst und ihn die Kontrolle über sich verlieren lässt... Wenig später entpuppt sich Sandra als durchgeknallte Überlebende, deren Paranoia sie gebrochen hat. Und so verletzt sie Joe anschließend mehrfach mit ihrer Klinge. Sie gesteht, dass sie beispielsweise viele Hilfeschreie ignoriert und später einige Besucher reingelassen, ihre Uhren gestohlen und die Träger offenbar ermordet hat. Die Isolation hat ihr also alles andere als gutgetan...

Evies Ziel war derweil ein Künstler, der sie malen wollte. Seine Hütte findet sie und schaut sich sein Werk an. Ihn selbst trifft sie nicht an. Wenig später löst Sandras Alarm aus und Evie trifft auf die Prepperin, die sich immerhin so sehr unter Kontrolle hat, dass sie in wenigen Minuten vom Unschuldslamm zur gebrochenen Killerin umschalten kann.

Da Evie eine höhere Weedtoleranz hat, wirkt das Gebäck bei ihr nicht. Joe kann die Zeit nutzen und sich befreien und Sandra mit einem Beilwurf ausschalten, so dass das Duo inklusive Lämmchen fliehen kann, wobei Sandra wenig später als reinkarnierter Zombie die Verfolgung aufnimmt...

Joe sieht ein, dass sein Verhalten wohl reinste Zeitverschwendung war, aber die optimistische Evie meint, dass es noch nicht zu spät für ein neues Lebenskapitel ist, denn sie ist ohnehin der Meinung, dass das Universum trotz aller Untoten noch viel Magie und Schönes zu bieten hat. Zusammen können sie vielleicht den nächsten Schritt wagen.

Geschichte aus der untoten Gruft

Als Einstieg ist der Roadtrip von Joe und Evie ganz gut geeignet, weil man zeigt, wie man solche alleinstehenden Episoden mit Anfang, Mitte und Ende umsetzen möchte. Zudem kann man gut in Stimmung und Ton variieren, denn das odd couple Joe und Evie glänzt durch seine Unterschiede und so entsteht eine kurzweilige Dynamik, die ihren Zweck als Appetitmacher erfüllt. Es muss eben nicht immer direkt eine große Gruppe sein, um deren Überleben man sich sorgt, wie in den drei anderen Serien aus dem Franchise. Alleinstehende Episoden sind eine Kunst für sich und bereichern den Serienkosmos ungemein, wenn sie gut gemacht sind.

Durch den Score und den Soundtrack, der aus einigen bekannten Popsongs besteht, hebt man sich ebenfalls von dem meist eher düsteren Ton der anderen Formate ab. Das Zombierad wird dabei zwar nicht neu erfunden, aber als Sommerunterhaltung taugt die Anthologie trotzdem - zumindest im Ersteindruck. Gerne kann man hier ein bisschen mit den Prämissen und Figuren experimentieren, denn so richtige Konsequenzen wird das alles wahrscheinlich nicht haben. Es sei denn, man macht es wie bei What If...? und präsentiert im Finale eine Art Team-up aller wichtigen vorherigen Figuren.

Ich hatte durchaus meinen Spaß an der Auftaktfolge, aber hätte wohl auch nichts Besonderes verpasst, wenn ich nicht reingeschaut hätte. Das angekündigte Ensemble klingt auf dem Papier aber ebenfalls gut und so kann man auf die Zombie-Wundertüte gespannt sein. Da ich aber sogar The Walking Dead: World Beyond komplett angeschaut habe, ist es wahrscheinlich, dass ich hier ebenfalls dranbleibe. Vielleicht weiß ich es einfach nicht besser und sechs Folgen sind zumindest ein überschaubares Zeitfenster.

Wie läuft es für die Walking Dead?

Bei jedem neuen Ableger von The Walking Dead fragt man sich, mehr als zehn Jahre nach dem Start der Mutterserie und mit inzwischen kulminiert etwa 25 Staffeln aber natürlich, wie nötig oder unnötig eine solche Produktion ist. Die Franchise-Verantwortlichen haben jedoch schon in The Walking Dead: World Beyond gezeigt, dass sie auch potentiell essentielle Entwicklungen in einer Nischenserie verstecken, die wohl die wenigsten bis zum Ende durchgezogen haben. Gemeint ist damit die Post-Credits-Szene besagter Serie, die nun auch im letzten Drittel der Mutterserie wohl aufgegriffen wird, wie der SDCC-Trailer andeutet (Stichwort: schlaue Zombies).

AMC und Co lassen aber nicht locker, denn auch darüber hinaus sind bereits drei direkte „TWD“-Ableger angekündigt: Isle of the Dead mit Negan (Jeffrey Dean Morgan) und Maggie (Lauren Cohan), der Daryl-Dixon-Ableger mit Norman Reedus, der in Europa spielt und die sich entwickelnden Zombies wohl weiterverfolgen könnte und eine Miniserie rund um Rick (Andrew Lincoln) und Michonne (Danai Gurira).

Hol dir NordVPNs ultimatives Sicherheitspaket - 68% Rabatt aufs 2-Jahres-Paket

Dass das „TWD“-Universum an sich etwas an Bedeutung verloren hat, zeigt aber auch die Tatsache, dass zum ersten Mal in der Franchise-Geschichte kein direkter deutscher Abnehmer verkündet wurde, der die Serie zeitnah zum US-Start anbietet. Die Einschaltquoten der Serie sind seit einigen Jahren rückläufig und insgesamt dürfte das Interesse schwinden. Eine Möglichkeit wäre natürlich ein internationaler AMC+-Start auch in Deutschland, aber ob das die europäischen Kunden begeistert und man daher für AMC-Inhalte extra zur Kasse bittet - dieses Modell halte ich nicht für erfolgsversprechend.

Wie immer wird es also spannend sein, wie viele Zuschauer in den USA einschalten, wobei die Premiere der Folgen für die Hardcore-Fans ohnehin bei AMC+ stattfindet. Laut Deadline hat AMC Networks etwa 9,5 Millionen Streaming-Kunden, wobei hier nicht genau aufgeschlüsselt wird, für welche Dienste das gilt, denn neben AMC+ gäbe es da noch Acorn TV oder beispielsweise Shudder sowie einige weitere im Portfolio.

Fazit

Tales of the Walking Dead ist noch eine The Walking Dead-Serie, die wahrscheinlich kaum einer verlangt hat. Trotzdem liefern die Macher einen netten Auftakt mit zwei sympathischen und recht verschiedenen Überlebenden ab. Wenn man zurückdenkt, dann sehnt man sich wahrscheinlich eh immer ein bisschen zu den Anfängen der Zombieplage zurück, bei denen die Erfahrung für die Menschen etwas Neues war und der Reiz darin besteht zu sehen, wie die verschiedensten Typen auf eine solche reagieren würden. In diesem Sinne macht die Serie also einen guten Job. Ob man damit jedoch viele Exfans noch einmal zurückholt oder dem Franchise neues Leben eintaucht, wage ich jedoch etwas zu bezweifeln...

Tales of the Walking Dead: Serientrailer

Hier abschließend noch der Trailer zur Serie „Tales of the Walking Dead“, die gerade bei AMC in den USA angelaufen ist:

Adam Arndt

Der Artikel Tales of the Walking Dead: Evie/Joe - Review der Pilotepisode wurde von Adam Arndt am Montag, den 15. August 2022 um 18.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode Tales of the Walking Dead 1x01

Darsteller   Rolle
Terry Crews …………… Joe
Lisa Munn …………… Evie
Kersti Bryan …………… Sandra
Robert Tinsley …………… Zombie

Kommentar hinzufügen
Hinweis

Nur registrierte Mitglieder können Kommentare verfassen!

Es können nur angemeldete Mitglieder der Community von Serienjunkies Fragen stellen und Antworten veröffentlichen. Die Registrierung und die Nutzung der Community ist kostenlos. Melde Dich noch heute an! Hier kannst Du Dich kostenlos registrieren. Wir geben Deine persönlichen Daten nicht weiter. Versprochen!

Du bist noch nicht bei Serienjunkies angemeldet...

Dein Name:
Dein Kennwort:
Automatisches Login

oder

TV Community Registrieren

Impressum & Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Kontakt | Streamingcharts | FAQ | Mediadaten | Jobs | Wikipedia | Serienjunkies Merch | Serienjunkies bei Mastodon