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Santa Evita 1x01 Diese Frau (Esa mujer)

Episodenbild Santa Evita 1x01
Episodenbild Santa Evita 1x01© Disney+

Episode:Staffel: 1, Episode: 1
(Santa Evita 1x01)
Deutscher Titel der Episode:Diese Frau
Titel der Episode im Original:Esa mujer
Erstausstrahlung der Episode in USADienstag, 26.Juli 2022 (Disney+)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Dienstag, 26.Juli 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek:Dienstag, 26.Juli 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Dienstag, 26.Juli 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Dienstag, 26.Juli 2022
Autoren:Marcela Guerty, Pamela Rementería, Tomás Eloy Martínez
Regisseur:

Inhaltsangabe zu der Episode Santa Evita 1x01: «Esa mujer»

1952 verstirbt nach langem Leiden die argentinische Primera Dama und Volksliebling Eva Peron (Natalia Oreiro). Statt sie aber würdevoll und christlich beisetzen zu lassen, wie Evitas Mutter es wünscht, entscheidet sich ihr Witwer, der Präsident Juan Peron (Dario Grandinetti) dazu, sie einbalsamieren und zur Schau stellen zu lassen. Als Peron 1955 gestürzt wird und das Land verlassen muss, lässt die neue Militärjunta des Landes den Leichnam der ebenso berühmten wie beliebten Frau verschwinden. Als sich der Journalist Mariano Vazquez (Diego Velaquez) 1971 mit dem Fall der verschwundenen Einbalsamierten befasst, stößt er auf eine Mauer von Geheimnissen, hinter der sich der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Lieutenant Colonel Carlos Eugenio de Moori Koenig (Ernesto Alterio) verbirgt. Was ist damals wirklich geschehen und warum redet das Militär einerseits von Aussöhnung mit Peron, schickt aber gleichzeitig einen Schlägertrupp aus, um Vazquez zum Schweigen zu bringen? Und wieso scheint es so, als würde es vier Evita-Mumien gegeben?

Kritik zum Serienstart der Serie „Santa Evita“

Die argentinische Dramaserie mit Politthriller-Elementen Santa Evita auf Disney+ erzählt die Geschichte um das mysteriöse Verschwinden und Wiederauftauchen der Leiche der argentinischen Nationalheldin Evita Peron. Außerdem dürfte sie ein Fest für Fans solcher Stoffe werden. In unserer Kritik erläutern wir, warum.

Worum geht es?

1952 verstirbt nach langem Leiden die argentinische Primera Dama und Volksliebling Eva Peron (Natalia Oreiro). Statt sie aber würdevoll und christlich beisetzen zu lassen, wie Evitas Mutter es wünscht, entscheidet sich ihr Witwer, der Präsident Juan Peron (Dario Grandinetti) dazu, sie einbalsamieren und zur Schau stellen zu lassen. Als Peron 1955 gestürzt wird und das Land verlassen muss, lässt die neue Militärjunta des Landes den Leichnam der ebenso berühmten wie beliebten Frau verschwinden.

Als sich der Journalist Mariano Vazquez (Diego Velaquez) 1971 mit dem Fall der verschwundenen Einbalsamierten befasst, stößt er auf eine Mauer von Geheimnissen, hinter der sich der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Lieutenant Colonel Carlos Eugenio de Moori Koenig (Ernesto Alterio) verbirgt. Was ist damals wirklich geschehen und warum redet das Militär einerseits von Aussöhnung mit Peron, schickt aber gleichzeitig einen Schlägertrupp aus, um Vazquez zum Schweigen zu bringen? Und wieso scheint es so, als würde es vier Evita-Mumien gegeben?

Die Geschichte einer Toten

Eva Evita Peron ist in Argentinien mehr als nur eine historische Persönlichkeit, sondern vielmehr eine Nationalheldin, die noch heute zutiefst für ihren Kampf für die Arbeiterklasse des Landes verehrt wird. Obwohl sie durchaus den Pomp liebte, waren es jedoch gerade ihre Taten, die erheblich dazu beitrugen, dass Juan Peron nicht nur 1946 Präsident der lateinamerikanischen Nation wurde, sondern bis weit über seinen Sturz 1955 hinaus beim einfachen Volk beliebt blieb. Evitas Strahlkraft und die Tatsache, dass sie stets betonte, eine von ihnen zu sein, sorgten nach ihrem frühzeitigen Tod mit nur 33 Jahren am 26. Juli 1952 (Peron starb an Gebärmutterhalskrebs) dafür, dass sie vornehmlich für den ärmeren Teil der Bevölkerung zu einer fast mythischen Figur avancierte.

Spannend erzählt

Genau hier setzt die argentinische Miniserie Santa Evita nach dem gleichnamigen Roman von Tomas Eloy Martinez (1995) an und entspinnt eine ebenso dramatische wie mitreißende Geschichte um das Nachleben der als Heiligen verklärten Schauspielerin. In einem spannenden Mix aus biografischen und fiktionalen Elementen, der immer wieder auch historisches Bildmaterial mit einbezieht, erzählt das Produktions-Team um Producerin Marcela Guerty, wie der Leichnam Perons nach ihrem Tod für lange 17 Jahre von der Bildfläche verschwand. Die in ihrem Heimatland Argentinien gut beschäftigte Skriptschreiberin strickt eine Story mit Politthriller-Elementen, die den (realen) Geheimdienstoffizier Carlos Eugenio de Moori Koenig und den (fiktiven) Journalisten Mariano Vazquez in den Fokus rückt.

Der gerade an die Macht gekommenen Militärjunta bereitet große Sorge, dass Perons konservierter Leichnam vielleicht als eine Art Banner für einen Aufstand dienen könnte. Deshalb beauftragt sie besagten Colonel damit, das Relikt der Verehrung heimlich verschwinden zu lassen. Im Kongressgebäude von Buenos Aires, wo Evita aufgebahrt ist, stellt sich jedoch schnell heraus, dass der spanische Einbalsamierer Dr. Ara Vorsorge für so einen Fall traf und gleich drei fast identisch aussehende Kopien von ihr hergestellt hat. Koenig beauftragt einige zwielichtige Offiziere damit, die in schlichte Holzkisten gebetteten Leichname in alle Richtungen zu verteilen und heimlich beerdigen zu lassen.

Die Serie beginnt dabei in einem ruhigen, gut nachverfolgbaren Tempo und gewährt dem Zuschauer zunächst einen relativ kurzen Blick auf Evitas letzte Tage. Die Szenen ihres Sterbens, der Prozess der Konservierung und der Tag der Beisetzung, der seinerzeit Millionen Menschen beiwohnten, sind dramatisch, aber nicht überzogen dargestellt. In solchen Momenten setzt das Produktionsteam zudem durchaus auf die Macht der Geschichte und lässt passend zum Kontext historisches Bildmaterial mit einfließen. Das verleiht der Serie eine gewisse gewollte Scheinauthentizität, die der Produktion insgesamt gut zu Gesicht steht.

Gut gespielt ist halb gewonnen

Unterstützt wird dieser Anspruch durch zwei weitere Standbeine. Da sind zunächst einmal die sehenswerten schauspielerischen Leistungen und zum anderen die gewählte Erzählweise, die sich der altbekannten Technik der Rückblenden bedient, die sich durch die drei gesehenen Episoden ziehen. Auch, wenn der Autor dieser Rezension kein großer Freund von Flashbacks aller Art ist, erweist sich dieser dramaturgische Kniff im Falle von [Serie=Santa Evita] als einzig richtige Entscheidung.

Der Plot wird nämlich auf drei Zeitebenen vorgetragen, die sich ansonsten nur schwer einordnen und integrieren lassen würden. Der Hauptteil der Geschichte ist im Jahr 1971 angesiedelt, wo der von Diego Velaquez toll gespielte Journalist Vazquez Gerüchten um die Rückgabe von Evitas „Mumie“ an Juan Peron hinterherjagt, der in Spanien im Exil lebt. Das zweite wichtige Narrativ behandelt das Jahr 1952 und die Taten des opportunistischen und kaltblütigen Colonel Koenig, der Eva augenscheinlich heimlich liebte und nun von der Putsch-Regierung ins kalte Wasser geworfen wird. Der dritte Handlungsstrang erzählt relativ korrekt und stimmig die Geschichte von Evitas Aufstieg an die Macht und das Epos, das sie um sich herum strickte.

Drei Handlungsbögen sollt ihr bauen

Jeder Part ist für sich genommen routiniert inszeniert und durchaus interessant geschrieben, wobei der Journalistenplot und die Geschichte um die vier Särge das bisher größte Spannungspotential in sich bergen. Die Lebensgeschichte Evitas wird hingegen etwas kürzer abgehandelt und versprüht hier und da ein wenig Seifenoper-Feeling, was an dieser Stelle aber keineswegs negativ gemeint ist. Vielmehr zeichnet Marcela Guerty das Bild einer einfachen Frau, die sich ihren Weg mühsam nach oben bahnen muss und sich auch nicht zu schade ist, sich für ihre Karriere von Grund auf neu zu erfinden. Dank der hervorragenden Leistung von Schauspielerin Natalia Oreiro macht es sogar richtig Spaß, der unbekannten Maria Eva Duarte auf ihrem Weg zur Nationalheldin zu folgen.

Vazquez hingegen nimmt 1971 jede noch so kleine Spur auf, um die Wahrheit über den für das argentinische Volk verachtungswürdigen Leichenraub herauszufinden und interviewt zahlreiche Weggefährten Perons. Nach und nach deckt er immer mehr Tatsachen auf und begibt sich dabei in Gefahr. Koenigs wirkliche Motivation ist die Einzige, die bis in die dritte Folge hinein unklar bleibt, man darf aber davon ausgehen, dass sich das Geheimnis um seine Person im Verlauf der restlichen vier Episoden stimmig erschließt.

Fazit

Santa Evita ist sicherlich nichts für zwischendurch. Man muss schon mit wachen Sinnen dranbleiben, um den drei Handlungsbögen folgen zu können. Das Erzähltempo ist relativ gemächlich, die Inszenierung nicht pompös und große Actionmomente gibt es auch nicht. Reine Feierabendunterhaltung sollte man also nicht erwarten. Wer aber gute Erzählungen liebt, die es gekonnt vermögen, historische reale Begebenheiten mit purer Fiktion zu kombinieren, wer schillernde, zwielichtige, opportunistische und undurchsichtige Figuren mag und einer Geschichte Zeit zur Entwicklung lassen kann, wird bestens bedient.

Obwohl ein deutscher Trailer veröffentlicht wurde, gibt es die Serie beim Schreiben dieser Zeilen aktuell noch nicht in einer deutschen Synchronfassung zu sehen. Geschaut wurde daher das spanische Original mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Version sollte zeitnah folgen.

Hier abschließend der erwähnte Originaltrailer zur Serie „Santa Evita“, die nun beim Streamingdienst Disney+ verfügbar ist:

Reinhard Prahl

Der Artikel Santa Evita: Diese Frau - Review der Pilotepisode wurde von Reinhard Prahl am Dienstag, den 26. Juli 2022 um 20.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode Santa Evita 1x01

Darsteller   Rolle
Natalia Oreiro …………… Eva Perón
Ernesto Alterio …………… Lieutenant Colonel Carlos Eugenio de Moori Koenig
Diego Velázquez …………… Mariano Vázquez
Francesc Orella …………… Dr. Pedro Ara
Darío Grandinetti …………… Juan Domingo Perón
Diego Cremonesi …………… Major Eduardo Arancibia
Héctor Díaz …………… Alcaraz
Guillermo Arengo …………… Emilio
Damián Canduci …………… Galarza
Jorge Prado …………… Renzi
Gaby Ferrero …………… Doña Juana Ibarguren
Marcela Guerty …………… Adela
Daniel Di Biase …………… Marino (as Daniel Dibiase)
Nacho Vavassori …………… Correa
Julieta Vallina …………… Anita
Matías Bassi …………… Juan
Aitor Miguens …………… Ángel (as Aitor Miguenz)
Agustín Vázquez …………… Rodríguez
Adriana Ferrer …………… Enfermera 1
Fedra Defendente …………… Erminda Duarte
Jenni Merla …………… Blanca Duarte
Victoria Páez …………… Muchacha escuálida
Facundo Nahuel Giménez …………… Hombre escuálido (as Facundo Giménez)
Pablo Seijo …………… Aramburu
Maru Zapata …………… Elisa (as María Eugenia Zapata)
Mario Mahler …………… Médico 1
Cristian Cimminelli …………… Periodista, locutor
Frank Gerrish …………… Dr. Pedro Ara (voice)
Dennis Kleinman …………… Dr. Ara (voice)
Elliot Schiff …………… Rodríguez / Col. Coromin (voice)

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