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The Sandman 1x10 Verlorene Herzen (Chapter 10: Lost Hearts)

Episodenbild The Sandman 1x10
Episodenbild The Sandman 1x10© Netflix

Episode:Staffel: 1, Episode: 10
(The Sandman 1x10)
Deutscher Titel der Episode:Verlorene Herzen
Titel der Episode im Original:Chapter 10: Lost Hearts
Erstausstrahlung der Episode in USAFreitag, 5.August 2022 (Netflix)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland:Freitag, 5.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek:Freitag, 5.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in Österreich:Freitag, 5.August 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz:Freitag, 5.August 2022
Autoren:Vanessa Benton, Jay Franklin, Neil Gaiman
Regisseure:Louise Hooper, Hisko Hulsing

Inhaltsangabe zu der Episode The Sandman 1x10: «Chapter 10: Lost Hearts»

Als der Traumwirbel immer mächtiger wird und die Mauern zwischen den Welten schwächer werden, muss Rose eine schwierige Entscheidung treffen. Morpheus wendet sich gegen das Corinthian.

Kritik der 1. Staffel der Serie „The Sandman“

Die Netflix-Serie The Sandman erfüllt den Traum des Serienschöpfers Neil Gaiman, der nun schon seit über 30 Jahren für die beste Umsetzung seines Comic-Meisterwerks gekämpft hat wie Dream für sein Reich. Wie ist die erste Staffel gelungen?

Die Umsetzung von The Sandman war für Vorlagen-Autor Neil Gaiman (American Gods, Good Omens) in den letzten über 30 Jahren tatsächlich ein Traum, der nur schwer zur Realität wurde. In einigen Interviews zum Start der Serie äußerte sich der Schriftsteller dazu, dass er aktiv schlechte Adaptionen bekämpft hatte. Dieses Privileg ist wohl nicht vielen Schöpfern vergönnt, denn viele haben im Endeffekt wenig Mitspracherecht, wenn etwas in ein neues Medium wandert.

Am Wochenende nach dem weltweiten Start habe ich die Zeit gefunden, mir die zehnteilige erste Staffel komplett und im eigenen Tempo anzuschauen. In dem Auftaktreview hatte ich meine Gedanken zu den ersten beiden Folgen niedergeschrieben, die auch weiterhin größtenteils gelten. Allerdings bin ich positiv überrascht und freue mich für Gaiman, Showrunner Allen Heinberg, Produzent David S. Goyer und alle Beteiligten, denn man kann sagen, dass die Umsetzung gelungen ist, sofern man denn eine zeitgemäße, sehr nahe und stellenweise modernisierte Version der Geschichte erträumen wollte.

Mr. Sandman bring me a Dream

Weiterhin gilt bei „The Sandman“, dass sich der Stoff hervorragend als eine Art Semi-Anthologie umsetzen lässt, denn Dream (Tom Sturridge), das zeigt auch die erste Season, ist oftmals eher eine Randfigur in der Handlung. Das gilt zwar nicht immer, aber es gibt doch einige Geschichten, in denen die Screentime des Gebieters des Traumreiches sehr begrenzt ist. In den Comics spielt er oftmals den Voice-Over-Erzähler und wird in späteren Arcs etwas aktiver. Das ist aber auch nicht unbedingt schlimm, denn irgendwo geht es ohnehin mehr um die Träumer, die für Abwechslung sorgen.

Für Nichtkenner der Vorlage dürfte Dream zudem wahrscheinlich distanziert, rachsüchtig, kalt, jähzornig und nachtragend daherkommen und darum vielleicht nicht unbedingt ein Sympathieträger sein, welchen man in einer solchen Geschichte vielleicht erwarten würde. Aber die erste Episode etabliert die Tatsache, dass die egoistischen Bedürfnisse vereinzelter Menschen dazu geführt haben, dass Millionen von Menschen weltweit über viele Jahre nicht schlafen konnten oder nie aufgewacht sind, was direkt zum Zerfall von Dreams reich führte und sein Handeln mitbestimmt. Da kann einem nach 100 Jahren Gefangenschaft auch mal der Geduldsfaden reißen, wenngleich das in Dreams Leben insgesamt natürlich nur eine ganz kleine Zeitspanne sein dürfte. Dennoch gilt es für ihn, wieder zu alter Stärke zurückzufinden, indem er seine Werkzeuge (Helm, Sand und Rubin) wieder an sich bringt, einige entfleuchte Albträume einfängt und andere offenere Rechnungen begleicht.

Die erste Season deckt die ersten beiden Sammelbände ab: „Preludes and Nocturnes“ (Heftausgaben eins bis acht) und „The The Doll's House“ (Ausgaben neun bis 16). Als ich die ersten beiden Folgen geschaut habe, dachte ich, dass man sogar etwas weiter kommen würde. Aber der Eindruck hat getrogen...

Die ersten sechs Folgen sind oftmals in sich abgeschlossene Geschichten mit kleinen Elementen der größeren Rahmenhandlung (The Corinthian (Boyd Holbrook), Dreams Suche nach seinen gestohlenen Werkzeugen, der Wiederaufbau des Traumreichs), die allesamt im ersten oder zweiten Band der Comics zu finden sind. Persönlich finde ich die Folgen drei bis sechs (vor allem sechs) dabei am stärksten. Sieben bis zehn widmen sich den dem Puppenhaus-Arc aus den Comics. Aus einem unerfindlichen Grund hätte ich fast angenommen, dass man diesen überspringt, denn die Serienkiller-Konvention ist doch recht harter Tobak. Allerdings ist die gesamte Serie mit einer FSK-18-Empfehlung versehen und so muss man auch seinen Jugendschutz-Pin immer wieder eingeben... Es ist wohl nicht unbedingt die Gewaltdarstellung, sondern eher psychische Gewalt und die Strapazierung der Vorstellungskraft, die diese Freigabe nach sich zieht.

The Sandman: The Deluxe Edition Book One

Art:Comic
Erschien am: 3. November 2020
Seiten:528
Autor:Neil Gaiman
45.79 €
Details
In Zusammenarbeit mit Amazon.de

The Sandman: The Deluxe Edition Book One

Starke Einzelepisoden

Träum einen Traum von mir ist das erste Kennenlernen von Johanna Constantine (Jenna Coleman) und zeigt uns eine Art San Junipero-Light mit ihrer Exfreundin, bei der sie den Traumsand gelassen hat. Nur hatte Gaiman diese Art von Geschichte lange vor Black Mirror geschrieben... Coleman ist hervorragend als Constantine-Interpretation und die Folge in meinen Augen überaus kurzweilige Unterhaltung. Sehr gerne würde ich mehr von der Figur sehen und es gibt tatsächlich später noch einen weiteren Auftritt in Folge sechs.

Hoffnung in der Hölle stellt uns Gwendoline Christie als Lucifer Morningstar etwas genauer vor und adaptiert das erste Duell zwischen Dream und dem Herrscher der Hölle, wie es Comicleser bereits kennen, mit einem verbalen Sparring, in dem es darum geht, den anderen zu überlisten. Christie beweist, dass man hier eine durchaus spannende Casting-Wahl getroffen hat.

In den Comics basiert Lucifer übrigens auf dem Sänger Sting, so dass man optisch zumindest etwas näher dran ist als der ebenfalls beliebte und charismatische Tom Ellis aus der Serie Lucifer. Da man sich allerdings für ein von anderen Werken unabhängiges Serienerlebnis entschieden hat, gibt es kein Crossover. Auch der DC-Bezug bleibt im Verlauf der Staffel minimiert, denn in den Comics gab es hier und da mal einige Cameos von Batman und Co. Constantine ist zwar mit dabei, aber von anderen Superhelden, bis auf eine Version vom Superhelden Sandman, fehlt jede Spur, was aber nicht weiter störend auffällt.

Mit Spannung habe ich die Umsetzung von 24 Stunden erwartet. Diese Comicgeschichte stellte damals eine der düstersten Ausgaben der ohnehin schon düsteren Serie dar. In einem Diner treffen eine Handvoll Figuren aufeinander. John Dee (David Thewlis), der Sohn von Werkzeug-Diebin Ethel Cripps (Joely Richardson und Niamh Walsh) terrorisiert die Gäste des Lokals mit seinen verqueren Vorstellungen und der Hilfe des mächtigen Rubins, der Dream gestohlen wurde. Darüber hinaus bringt er sie dazu, ihren Partnern untreu zu werden oder sonstige Gelüste auszuleben und am Ende schließlich sich selbst schlimme Dinge anzutun.

Zwar wurde die Identität von Dee für die Netflix-Version leicht verändert, die Figuren ebenso etwas angepasst, aber der Kern der Geschichte bleibt und auch das unheimliche Gefühl ist da. Ein bisschen habe ich mich hier gefragt, ob die Geschichte 30 Jahre später noch wirkt, aber die Faszination ist da. Gerne würde ich hier den Input der Menschen lesen, die damit nicht vertraut waren. Denn damals zur Veröffentlichung war das wohl etwas anderes als im Jahr 2022, in welchem man inzwischen wohl schon einige andere psychologische Horrorstorys gesehen hat.

Ganz frech würde ich sogar meinen, dass The Sandman oftmals das bessere American Horror Story ist, wobei natürlich nicht jeder Traum ein Albtraum ist.

Das Rauschen ihrer Flügel

Mein Staffel-Highlight stellt dann Das Rauschen ihrer Flügel dar, der erste große Auftritt von Sandmans Schwester Death (Kirby Howell-Baptiste), wobei die Vorlage fast schon Wort für Wort, Bild für Bild und Situation für Situation umgesetzt wurde. Das ist auf der einen Seite eine interessante Fingerübung, aber sicherlich auch nicht ganz problemfrei. Denn im Prinzip - und das gibt es öfter einmal bei Comic-Adaptionen - wissen die Kenner eigentlich alles, was passieren wird. „Sin City“, Zack Snyders „Watchmen“, „300“ oder mit Abstrichen „Scott Pilgrim vs. The World“ sind ähnlich nahe Adaptionen.

Hier muss jeder für sich entscheiden, ob es einen Mehrwert gibt oder ob man für diejenigen, die noch nie „The Sandman“ gelesen haben, eine nahezu perfekte Interpretation / Repräsentation in einem anderen Medium als auf der Comicseite gibt. Ich respektiere die Umsetzung und finde sie wirklich sehr gelungen, zumal Howell-Baptiste mühelos beweist, wie toll sie als Fanfavorit Death ist. Die meisten Auftritte von Death in der Comicreihe gehören zu meinen Lieblingsmomenten und die Figur sowie ihre Wärme trotz ihrer traurigen Aufgabe sind einfach liebenswert. Gleichzeitig hat der Episodenteil bisweilen etwas von sehr aufwändigem Cosplay-Theater. Mein positiver Eindruck überwiegt jedoch.

Was ich damit nur sagen möchte: Oftmals liest man, wie sich die Fans von Vorlagen eine werksgetreue Umsetzung wünschen und sich dann gerne bei Abweichungen beschweren - egal welcher Natur (besonders gerne geht es jedoch um Äußerlichkeiten, die in der Vorlage gezeigt oder etabliert wurden).

Doch ist es nicht auch genau der Reiz, eine Interpretation zu sehen und nicht eine genaue Kopie von etwas anderem? Ich bin zwiegespalten, finde den The Sandman-Ansatz in der Debüt-Season aber auch faszinierend. Denn es ist wahrscheinlich die nächstmögliche Annäherung an das, was man auf den Seiten vorfindet. Das Comic ist fast schon ein Storyboard für die Episoden. Die Folgen drei bis sechs sind ohnehin der Beweis dafür, dass sich die Casting-Freiheiten, die sich das Team genommen hat, ausgezahlt haben. Denn die Darsteller von Death, Constantine, Lucifer und weiteren Figuren, beispielsweise im Diner, sind allesamt hervorragend ausgesucht und ich könnte keinen Ausfall benennen.

Sollte man in den ersten Episoden etwas von den CGI-Bildern oder Hintergründen abgeschreckt sein, so finde ich, dass in der Mitte der Season ohnehin etwas weniger davon genutzt wird und die Serie zwar keine perfekten, aber zielführende Effekte mitbringt. Will man so wandelbar sein wie die Welt von Neil Gaiman, führt der Weg an Computeranimation allerdings nicht vorbei. Wahrscheinlich muss man aber wissen, dass einerseits immer mehr Produktionen nach Effekten verlangen, die Ressourcen, was Zeit und Geld angeht, andererseits aber überall begrenzt sind und man deswegen keine Perfektion verlangen sollte. Insgesamt geht es aber oftmals ohnehin stärker um die Geschichte als um die Effekte und dort kann man durchaus interessante Erzählungen und Ideen vorfinden, die schon vor 30 Jahren ihrer Zeit voraus waren. Und das sage ich, obwohl ich „The Sandman“ zwar sehr respektiere und die gute Arbeit, die drinsteckt, anerkenne, es aber nicht zu meinen Lieblings-Comicserien zähle.

Das Team gibt sich große Mühe, viele Schlüsselmomente aus der Vorlage so detailgetreu wie möglich umzusetzen. Sicherlich wird es schon sehr bald viele easter egg-Videos dazu auf YouTube geben.

Wer übrigens das Gefühl hat, dass die Serie nicht immer in der korrekten Aspect Ratio gezeigt wird: Das ist Absicht. Denn Szenen, die sich in der Traumwelt abspielen, sollen absichtlich immer etwas fremd und merkwürdig wirken, wie die Macher bereits erklärt haben. Also, wenn Bildausschnitte etwas merkwürdig für Euch aussehen, dann hat das seine kreativen Gründe.

The Sandman: Hörbuch
Art:Hörbuch
Erschien am:11. Januar 2021
Spieldauer:10 Stunden 53 Minuten
21.83 €
Details
In Zusammenarbeit mit Amazon.de

The Sandman: Hörbuch

Kein Bock zu sterben

Ebenfalls Teil von Das Rauschen ihrer Flügel ist die jahrhundertelange Freundschaft zwischen Dream und Hob Gadling, der Mann, den Dream 1389 kennenlernt und mit ihm verabredet, sich alle 100 Jahre in der gleichen Trankstätte zu treffen. Auch deswegen ist die Episode meine liebste - nicht nur, weil sie Dream insgesamt etwas vermenschlicht und sympathischer macht, sondern weil ich dieses Konzept unglaublich spannend finde. Wie verändert sich das Leben, wenn es keinen Tod gibt? Wie erfindet sich eine Person immer wieder neu? Welche Fehler begeht man? Welche Lektionen zieht man daraus? Für solche kleinen, aber feinen philosophischen Exkurse ist „The Sandman“ bekannt.

Dream-Vortex

Neben den schönen Einzelepisoden machen Heinberg und Co aber auch klar, wie sie die großen Arcs der Comicsaga umsetzen, deren Hauptwerk 75 Einzelhefte und zehn Sammelbände, sogenannte Tradepaperbacks, umfasst. Dazu kommen noch Miniserien und einige Ableger.

Ich muss zugeben, dass ich beim Lesen von „The Doll's House“ damals etwas irritiert war. Die Saga um den Dream-Vortex Rose Walker (Kyo Ra), also eine Person, die die Träume anderer anzieht und dann in deren Träumen wandeln kann, plus die „Cereal“-Convention, also eine Tarnveranstaltung für Serienkiller, haben jeweils ebenfalls einige düstere und unheimliche Momente.

In der zweiten Staffelhälfte nehmen sich die Macher strukturell mehr Freiheiten vom Vorlagen-Material und remixen Handlungsorte und Abläufe etwas, streichen gefühlt einige Redundanzen bei den Killern, reduzieren die Rollen so mancher Nebenfiguren (Barbie und Ken) und machen das Ganze in meinen Augen etwas dynamischer. Dennoch bleibt das Gezeigte teilweise ziemlich verstörend und überraschend. Ich hätte mir wahrscheinlich insgesamt noch etwas Ausgleichenderes für das Ende der Season gewünscht, denn der Arc endet zwar mit positiven Erkenntnissen und einer Art Happy End für Rose und Co, aber insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Albträume mehr Präsenz haben als andere Arten von Träumen, wenn Ihr versteht, was ich meine.

Der große Twist am Ende ist, dass Rose und ihr Bruder Jed Nachkommen der Endless sind, denn Desire (Mason Alexander Park) hatte die schlafende Unity (Sandra James Young) einst geschwängert, was Dream nur aus der Tatsache schließen kann, dass sie von einer Person mit goldenen Augen spricht... Unity übernimmt die Vortex-Fähigkeiten von der Enkelin und opfert sich also, damit es das Happy End gibt, der Corinthian und der Vortex nicht das Traumreich zerstören und Jed und Rose neu anfangen können.

Zudem lässt Lucifer die Schmach der Niederlage in der Hölle nicht auf sich sitzen und plant zusammen mit den Dämonenuntertanen den nächsten Schritt gegen den Herrscher des Traumreiches. Ein ganzer Arc, der in einer zukünftigen Staffel enthalten sein würde, ist diesem erneuten Treffen gewidmet.

Gibt es eine Chance, dass wir die ganze Story sehen?

Es gibt also ein vorläufiges Ende, aber auch einen Cliffhanger am Ende der zehn Folgen, die jeweils mit einer angenehmen Lauflänge von unter einer Stunde daherkommen. Das macht Hoffnung und Lust auf mehr. Gleichzeitig muss man auch realistisch in die Zukunft blicken. Wir haben nun zwei von zehn Bänden gesehen. Dabei ließ sich der erste Band durch Einzelfolgen sehr gut repräsentieren, aber viele Arcs sind etwas länger als diese. Mindestens fünf Staffeln (eher sieben) wären wohl notwendig, um die gesamte Geschichte umzusetzen.

Die Serie hat es zwar in vielen Ländern auf Platz eins geschafft, doch schon lange gab es keine Serie mehr, die aus dem Genre kam und mehr als drei Staffeln auf Sendung blieb. Locke & Key hat noch lange nicht alles aus den Comics umgesetzt und endet nach der dritten Staffel. The Umbrella Academy wartet aktuell auf die offizielle Verlängerung für Staffel vier, Stranger Things endet mit der fünften Staffel. Kann The Sandman sich gegen den Trend stemmen oder müssen die Fans hoffen und bangen, dass es mehr als zwei Staffeln gibt, die ich für das Minimum halte. Ließe sich das Ganze auch auf weniger Seasons runterkürzen?

Irgendwo ist Netflix an gewissen Dynamiken selbst schuld. Viele Zuschauer wollen lieber abwarten, ehe sie neuen Serien eine Chance geben. Schauen aber nicht genug Menschen von Anfang an zu, dann sinken natürlich die Chancen auf eine Fortsetzung und sonderlich billig ist eine Produktion wie „The Sandman“ natürlich ebenfalls nicht. Es ist ein Teufelskreis...

Vielleicht ist der Teufel auch das richtige Stichwort, denn immerhin hat Lucifer bewiesen, dass düstere Comic-Adaptionen auch sechs Staffeln erreichen können, wobei Netflix nur für die letzten drei mitverantwortlich zeichnet und der Serienteufel auch eher ein gut gemachtes Polizei-Procedural mit übernatürlichen Elementen war, was man leichter an die Mainstream-Zuschauer bringen konnte. Man sollte die Hoffnung aber wohl dennoch nicht aufgeben. Denn es gibt noch sehr viel zu entdecken und zu erkunden, zumal wir gerade einmal vier der sieben Endless überhaupt kennenlernen konnten...

Fazit

Die erste Staffel der Serie The Sandman ist eine herausragend gut gelungene Umsetzung der beliebten Comic-Vorlage, die das Potential hat, eine ganz neue Generation von Fans zu bezaubern und zu begeistern. Die Anpassungen an Inhalt, Figuren und Handlung wirken sinnig und machen manche leicht angestaubte Elemente der Comics etwas dynamischer. Wer den Comic schon immer als Bewegtbild sehen wollte, kann somit die bestmögliche Variante streamen, die man sich hätte erträumen können. Das Ensemble ist - neben der mit viel Respekt für die Vorlage arbeitenden Geschichte - hierbei der Star der Serie.

Das größte Fragezeichen stellt die langfristige Zukunft der Serie dar. Man würde sich sicherlich wünschen, dass es gewisse Sicherheiten geben würde, etwa eine selten gewordene Verlängerung um mehrere Staffeln, doch ob man dies von Netflix im Jahr 2022 erwarten kann, ist eher fragwürdig.

Bis auf einige kleine Details kratzt die Staffel für mich also durchaus an einem perfekten Score, wenn man bedenkt, wie nah dran das alles am Ausgangswerk ist und welcher Aufwand hier betrieben wird. Wie sieht das bei den Leuten aus, die die Vorlage nicht kennen? Begeistert Euch die Serie oder beschert sie Euch Albträume?

Sandman Box Set
Art:Comic
Erschien am: 6. Oktober 2020
499.00 €
Details
In Zusammenarbeit mit Amazon.de

Sandman Box Set

Hier abschließend noch der aktuelle Trailer zur ersten Staffel der hier besprochenen Serie „The Sandman“:

Adam Arndt

Der Artikel The Sandman: Kritik zur 1. Staffel der Netflix-Serie wurde von Adam Arndt am Montag, den 8. August 2022 um 20.00 Uhr erstmalig veröffentlicht.

Schauspieler in der Episode The Sandman 1x10

Darsteller   Rolle
Tom Sturridge …………… Dream
Boyd Holbrook …………… The Corinthian
Patton Oswalt …………… Matthew the Raven (voice)
Vivienne Acheampong …………… Lucienne
Gwendoline Christie …………… Lucifer Morningstar
Mason Alexander Park …………… Desire
John Cameron Mitchell …………… Hal Carter
Lenny Henry …………… Martin Tenbones (voice)
Roger Allam …………… Azazel (voice)
Kyo Ra …………… Rose Walker (as Kyo Ra)
Razane Jammal …………… Lyta Hall
Ben Wiggins …………… Carl
Sandra James-Young …………… Unity Kincaid
Ann Ogbomo …………… Gault
Cassie Clare …………… Mazikeen
Lily Travers …………… Barbie
Richard Fleeshman …………… Ken
Cara Horgan …………… Zelda
Daisy Badger …………… Chantal
Jill Winternitz …………… The Good Doctor
Kerry Shale …………… Nimrod
Stephen Fry …………… Gilbert
Eddie Karanja …………… Jed Walker
Isla Gie …………… Child Zelda
Dickie Beau …………… The Shredder
Zora Bishop …………… Myth America
Desiree Burch …………… Grass Widow
Nal├ón Burgess …………… Nurse Sindy
JP Conway …………… The Connoisseur
Jimmy Essex …………… Carrion
Joe Frost …………… The Choirboy
Alex Harrison …………… Hal / Dolly Double
David Menkin …………… The Hammer of God
Daniel Quirke …………… Moon River
Kirris Riviere …………… Adonai
Matthew Sim …………… The Crooner
Daniel Tuite …………… Hello Little Girl
Michael Walters …………… The Water Boy
Dan Matteucci …………… Armed Officer

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