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Ron Perlman
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Ron Perlman

Serienübersicht und Biografie

Biografie von Ron Perlman

Ron Perlman kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Unter anderem ist er als Schauspieler in Film, Fernsehen und Theater tätig, darüber hinaus als Sprecher für Hörbücher. Ron Perlman wurde im Jahr 1950 in eine jüdische Familie geboren. Seine Mutter war Angestellte der Stadt, sein Vater Jazzmusiker in Artie Shaw's Band und Handwerker. Als Kind war Perlman aufgrund seines Übergewichts und seines markanten Gesichts oft Zielscheibe von Spott.

Für die Schauspielerei entdeckt wurde er laut eigener Aussage von seinem Vater, der ihn in einer Theater-Produktion am College sah und ihn darauf hinwies, dass er dies unbedingt weitermachen müsse. Im Jahr 1973 schloss er mit einem Master of Fine Arts die Universität von Minnesota ab.

Auf der Mattscheibe trat er das erste Mal in zwei Episoden der TV-Serie „Ryan's Hope“ in Erscheinung. Das war im Jahr 1979. Zwei Jahre später übernahm er eine Hauptrolle in dem Abenteuer-Film „La Guerre du feu“. Regisseur Jean-Jaques Annaud war so überzeugt von Perlmans Talent, das er ihn im Jahr 1986 die Rolle des Salvatore in dem Film „Der Name der Rose“ gab. Der Film mit Sean Connery und Christian Slater in den Hauptrollen war ein großer Erfolg.

In der Zwischenzeit übernahm Perlman Gastrollen in verschiedenen Serien, darunter „The Fall Guy“, „Our Family Honor“, „The Insiders“ und Miami Vice. Aufmerksamkeit in der Serienwelt konnte der Darsteller ab 1987 mit der Hauptrolle in der Kult-Serie „Beauty and the Beast“ erregen. Im ersten Jahr wurde er für diese Rolle in der Leser-Umfrage des Star Magazine zum „Best Dramatic Actor“ gekürt. Im Jahr 1980 lernte er bei den Golden Globe Awards Sammy Davis Jr. kennen, der sich als großer Fan der Serie „Beauty and the Beast“ entpuppte und mit dem Perlman seitdem befreundet war.

Aus seiner Zeit als Vincent nahm er eine weitere enge Freundschaft mit und zwar die zu seinem Co-Star Linda Hamilton, mit der er später für das Theaterstück „Love Letters“ und das Kriegsdrama „Missing in America“ (2005) erneut zusammenarbeitete.

In den folgenden Jahren entwickelte Ron Perlman seine Talente in verschiedenen Fernseh- und Kinofilmen, Serien und als Sprecher. Zu den Serien, in denen er Figuren seine Stimme lieh, gehören „Batman“ und „Prinz Eisenherz“.

1993 spielte er eine Rolle in dem Debütfilm von Guillermo del Toro, „Cronos“, woraus eine lebenslange Freundschaft und zahlreiche gemeinsame Projekte resultierten. Kurz darauf folgte seine erste Hauptrolle in dem surrealen Film „La cité des Enfants Perdus“, der als „Die Stadt der verlorenen Kinder“ in Deutschland bekannt wurde. Perlman war der einzige amerikanische Schauspieler im Cast und da er kein Französisch spricht, lernte er seinen kompletten Text auswendig.

Einen erinnerungswürdigen Auftritt legte er in einer Hautrolle in dem Film „When the Bough Breaks“ hin, der in Deutschland als „Ermordet am 16. Juli“ Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Ron Perlman spielt in diesem Film an der Seite von Ally Walker, die er später als Agent June Stahl in der Serie Sons of Anarchy wiedertrifft.

Im Jahr 1997 konnte Perlman sich über seine erste große Rolle in einem Mainstream-Film freuen. An der Seite von Sigourney Weaver spielte er die Rolle des Johner in dem Film „Alien“. Auf diesem Ruhm ruhte der Schauspieler sich aber nicht aus und arbeitete in den folgenden Jahren unermüdlich in Filmen und TV-Serien. Unter anderem trat er in jeweils einer Episode der Serien Outer Limits und Charmed auf.

Weltweite Berühmtheit erlangte Ron Perlman durch seine Rolle des „Hellboy“ in dem gleichnamigen Hit-Film. Regisseur Guillermo des Toro und Creator Mike Mignola stellten sich unabhängig voneinander Ron Perlman als Idealbesetzung vor. Das Studio wünschte sich einen größeren Namen, aber sein Freund Guillermo des Toro kämpfte für Perlman und konnte sich durchsetzen.

Auch mit diesem großen Erfolg im Rücken ließ Ron Perlman sich nicht von seiner früheren Leidenschaft abbringen und synchronisierte in den Jahren 2003 bis 2006 die Animationsserien Die Liga der Gerechten, Teen Titans und Danny Phantom.

Den vielbeschäftigten Schauspieler konnte man in den letzten Jahren unter anderem in den Filmen „Drive“ und „Conan“ sehen.

Im Jahr 2008 konnte er die Rolle des Gang-Chefs Clay Morrow in der Drama-Serie Sons of Anarchy an Land ziehen, mit der er viele neue Gesichter zu seiner ohnehin schon großen Fangemeinde hinzugewinnen konnte.

2012 ist er in dem Thriller „Crave“ zu sehen. Gemeinsam mit seinen „Sons of Anarchy“-Kollegen Charlie Hunnam kann man Ron Perlman sowohl in der Komödie „Frankie Go Boom“ (2012) als auch in dem Sci-Fi-Film „Pacific Rim“ (2013) bewundern.

Ron Perlman ist dafür bekannt, Rollen zu übernehmen, die ein extremes Make-Up erfordern. Neben den „Hellboy“-Filmen betrifft das auch seine Rollen in „The Name of the Rose“, „Beauty and the Beast“ und „The Island of Dr. Moreau

Ron Perlman Privat

Der Schauspieler ist mit der Designerin Opal Perlman verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. Seine Frau arbeitet als Schmuckdesignerin.

Laut eigener Aussage ist Ron Perlman New York Yankees-Fan und hat einen Hund namens Nigel. Zu seinen Hobbies zählt er Golf und Jazz.

Im Jahr 2012 nahm er noch ein weiteres Mal die vierstündige Prozedur der „Hellboy“-Verkleidung auf sich. Dieses Mal jedoch im Rahmen des Make-a-wish-Programms und zur großen Freude eines leukämiekranken Zehnjährigen, der einen Tag mit „Hellboy“ verbringen durfte.