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Robert De Niro

Serienübersicht und Biografie

Selbst schaut er seine Filme nicht, denn dabei schläft er ein, sagt wohl einer der größten Filmstars aller Zeiten. Wir haben sie dafür fast alle gesehen. Robert de Niro ist ein sogenannter Charakter-Schauspieler. Für seine Rollen gibt er alles. So nimmt er zum Beispiel für den Film „Wie ein wilder Stier“ fast dreißig Kilo zu, für „Kap der Angst“ lässt er sich von einem Zahnarzt die Zähne verschlechtern, nur um sie danach wieder reparieren zu lassen. Als Vorbereitung für seine Darstellung des Vito Corleones lebt er einige Zeit in Sizilien und um das richtige Feeling eines Taxifahrers zu bekommen, setzt er sich wochenlang selbst hinter das Steuer.

Biografie von Robert De Niro

Karriere: „You talkin' to me?“

Als Kind zweier Künstler wächst Robert in Little Italy, New York City auf. Als er drei Jahre alt ist, outet sich sein Vater als homosexuell, die Eltern lassen sich scheiden und er wächst bei seiner Mutter auf. Doch sein Vater wohnt weiterhin in der Nähe, was es ihm ermöglich viel Zeit mit ihm zu verbringen. In seinem Viertel nennen sie ihn „Bobby Milk“, weil seine Hautfarbe so bleich ist. Viele seiner damaligen Freunde, sind ihm über die Jahre erhalten geblieben und seine Rolle als ängstlicher Löwe im Theaterstück „The Wizard of Oz“, als er zehn Jahre alt ist, legt den Grundstein für eine Karriere, die seinesgleichen sucht.

Schon früh ist es Roberts Plan Schauspieler zu werden und das äußert er auch so nebenbei, nachdem er und seine Freunde eines Tages aus dem Kino spazieren. Er wird nicht wirklich ernst genommen, doch mit sechzeh Jahren bricht er nach unzähligen Highschool-Wechseln seine Ausbildung ab und beginnt mit Schauspielunterricht an dem Stella Adler Conservatory und dem Lee Strasberg's Actors Studio, eine Richtung des Schauspiels, die für das sogenannte „Method Acting“ bekannt ist.

Er ist zwanzig Jahre alt, als er seine erste Rolle in Brian de Palmas „The Wedding Party“ (1963) bekommt, doch der Film wird erst sechs Jahre später ausgestrahlt. In „Das letzte Spiel“ spielt Robert 1973 einen sterbenden Major League Baseballspieler, was ihn in der breiten Öffentlichkeit bekannt macht und es ist auch das selbe Jahr in dem die langjährige Zusammenarbeit mit Regisseur-Legende Martin Scorsese mit „Mean Streets“ (deutscher Titel: Hexenkessel) beginnt.

Bereits seine Rolle als der junge Vito Corleone in „Der Pate 2“ (1974) bringt ihm seinen ersten Oscar als bester Nebendarsteller ein. In der Kollaboration mit Scorsese spielt er zwei Jahre später eine seiner größten Rollen aller Zeiten und bekommt sogleich eine weitere Oscar Nominierung als Taxifahrer Travis Bickle im Film „Taxi Driver“ - an seiner Seite die junge Jodie Foster und Harvey Keitel. Der improvisierte Monolog „You talkin' to me? You talkin' to me? You talkin' to me? Then who the hell else are you talkin' to? You talkin' to me? Well I'm the only one here. Who the fuck do you think you're talking to?“ wird 2005 als das zehnt beste Zitat in hundert Jahren Film des American Film Institute gelistet.

In „New Yor, New York“ (1977), „Raging Bull“ (1980), „The King of Comedy“ (1983), „Goodfellas“ (1990), „Cape Fear“ (1991) und „Casino“ (1995) steht De Niro weitere Male vor Scorseses Kamera, was ihm weitere Award Nominierungen einbringt und den Oscar als bester Hauptdarsteller als Jake La Motta in „Wie ein wilder Stier“.

1978 spielt der Darsteller Michael Vronsky im Vietnam Kriegsfilm „The Deer Hunter“ (zu deutsch: Die durch die Hölle gehen). Es ist eine weitere Rolle, die ihm unglaubliche Anerkennung einbringt und für eine weiter Oscar Nominierung sorgt. Aus Angst als Mafia Gangster abgestempelt zu werden, folgen immer mehr Filme, in denen er einen komödiantischen Charakter spielt. Darunter die Filme „Brazil“ (1985), „Midnight Run“ (1988), „Reine Nervensache“ (1999), „Meine Braut, ihr Vater und ich“ (2000) und deren Fortsetzungen „Reine Nervensache 2“ (2002), „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“ (2004) und „Meine Frau, unsere Kinder und ich“ (2010).

Ganz nach seinem Motto „You'll have time to rest when you're dead“ sind die bisher aufgezählten Filme bei weitem nicht alle für die Robert De Niro bekannt ist und vor der Kamera steht. „True Confessions“ (1981), „Der Liebe verfallen“ (1984), „Die Unbestechlichen“ (1987), „Heat“ (1995), „The Fan“ (1996), „Sleepers“ (1996), „Jackie Brown“ (1997), „Ronin“ (1998), „Men of Honor“ (2000), „Der gute Hirte“ (2006), „Zwei vom alten Schlag“ (2013) und „Hands of Stone“ (2016) führen die ellenlange Liste fort.

21 Jahre nach seiner letzten Oscarnominierung für „Kap der Angst“ ist er 2012 schließlich wieder ein Anwärter auf den begehrten Filmpreis. In „Silver Linings Playbook“ (2012) spielt er den Vater von Bradley Coopers Charakter. Der herausragende Cast mit Jennifer Lawrence, Julia Stiles, Chris Tucker und Jacki Weaver ist in fünf Kategorien nominiert, doch nur JLaw schnappt sie die Trophäe als beste Hauptdarstellerin.

Doch auch hinter der Kamera übt sich Robert das ein und andere Mal. Bei „In den Straßen der Bronx“ und „Der gute Hirte“ führt er Regie, in unzähligen Filmen ist er Produzent, mit TriBeCa Productions gründet er sein eigenes Studio und verantwortet die Tribeca Filmfestspiele.

Privatleben: „Wen interessiert schon welche Schule ich besuchte oder welche Hobbies ich hatte“

Anfangs seiner Karriere gibt De Niro noch Interviews. Doch wirklich begeistert scheint er nicht zu sein über sein Privatleben zu sprechen. Der Schauspieler hat insgesamt sechs Kinder. Seine erste Ehe mit Diahnne Abbott, die die beiden 1976 eingehen hält bis 1988. Sie haben einen gemeinsamen Sohn Robert und Tochter Drena wird von Robert adoptiert.

Mit langzeit Freundin Toukie Smith, einem ehemaligen Model, hat er Zwillingssöhne, die die beiden von einer Leihmutter austragen lassen. 1997 heirate De Niro ein zweites Mal. Grace Hightower wird die Mutter von Sohn Elliot (1998), doch schon ein Jahr später trennen sich die beiden. Die Scheidung wird nie offiziell und im Jahr 2004 erneuern die beiden ihr Gelübde, gefolgt von Tochter Helen Grace (2011), die ebenfalls von einer Leihmutter ausgetragen wird.

De Niro ist bereits vierfacher Großvater.

Robert De Niro Gastauftritte

Robert De Niro absolvierte zwei Gastauftritte in anderen Serien.

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