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Keri Russell
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Keri Russell

Serienübersicht und Biografie

Die The Americans-Darstellerin sorgte früh in ihrer Karriere für einen „Skandal“, der eine neue Klausel für WB-Stars nach sich zog: Als sie mit der Jugendserie Felicity Erfolge feiert, lässt sie sich die langen Locken abschneiden, was die Einschaltquoten der zweiten Staffel um die Hälfte einbrechen lässt. Anschließend duften künftige Jungstars des Senders nicht mehr ohne Genehmigung zum Friseur.

Biografie von Keri Russell

Keri Russell erblickt in Kalifornien das Licht der Welt als Tochter einer Hausfrau und des Geschäftsführers von Nissan Motors. Aufgrund des Berufs ihres Vaters ist die Familie gezwungen, oft umzuziehen. Keri Lynn Russell wächst mit ihrem älteren Bruder und ihrer jüngeren Schwester im Mittleren Westen der USA auf. Sie will eigentlich Tänzerin werden und nimmt Ballett- und Jazzunterricht. Als Mitglied des Mesa Stars Dance and Drill Teams tourt sie durch die USA und ertanzt sich auch ein Stipendium. Kurz bevor sie die Highschool beginnt, zieht die Familie nach Denver, wo sie bei Stars Search erscheint und von einem Talent-Scout entdeckt und sogleich für Werbespots, Filme und Fernsehen engagiert wird.

Karriere

Dank ihrem Tanztalent hat Keri Russell ihren ersten Auftritt 1991 im Disney Club zusammen mit Justin Timberlake, Britney Spears und Ryan Gosling. Bereits ein Jahr später ergattert sie ihre erste Rolle als Babysitter in dem Kinofilm „Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby“ (1992). Daraufhin folgt 1994 die erste reguläre Serienrolle in der Sitcom Daddy's Girls, doch die Serie wird nach ein paar Episoden wieder abgesetzt. Anschließend übernimmt die Darstellerin Gastrollen in verschiedenen Serien, unter anderem in Boy Meets World (1993) und Married with Children (1995) und spielt in einigen TV-Spielfilme mit, wie beispielsweise die Hauptrolle in „Teuflische Versuchung“ (1996).

In dem Drama Malibu Shores ergattert die Jungschauspielerin 1996 ihre erste Serienhauptrolle, doch es ist eine der wenigen Aaron-Spelling-Produktionen, die nicht erfolgreich werden. Kurz darauf übernimmt Keri Russell ihre erste Hauptrolle auf der großen Leinwand in der romantischen Komödie „Mein Traummädchen von Nebenan“ (1997), daraufhin folgen weitere Hauptrollen in TV-Spielfilmen wie in „Mutterliebe - Eine Frau kämpft um ihr Kind“ (1997) und Gastauftritte in Serien, wie in Roar (1997).

Das Jahr 1998 ist für die Darstellerin der Wendepunkt in ihrer jungen Karriere. Als sie sich für die Hauptrolle in der neuen The WB-Serie Felicity bewirbt, wissen die Serienschöpfer J.J. Abrams und Matt Reeves sofort als sie durch die Tür kam, dass sie die perfekte Besetzung des Titelcharakters ist. Das beweist Russell auch gleich zu Anfang der Ausstrahlung mit sieben Millionen Zuschauern.

Doch dann der große „Skandal“ als Russell sich ihre langen Locken hat abschneiden lässt und die Einschaltquoten zu Beginn der zweiten Staffel um die Hälfte einbrechen. Deshalb hat auch die ehemalige WB Entertainment Chefin den zukünftigen Jungstars verboten, sich die Haare schneiden zu lassen. Keri Russell wird bis heute gefragt, warum sie sich damals ihre Locken hat abschneiden lassen. Ihrem Ruhm hat die Frisur kein Abbruch getan, sie wird 1999 für ihre Rolle in „Felicity“ mit dem Golden Globe ausgezeichnet.

Bis 2002 spielt Russell die Studentin Felicity und ist außerdem in „Mörderische Freunde“ (1998), in „Mad About Mambo“ (2000) und „Wir waren Helden“ (2002) mit von der Partie. Danach nimmt sich die Schauspielerin erst einmal eine Auszeit und zieht nach New York City. 2004 gibt sie ihr Bühnendebüt und kehrt 2005 auf die große Leinwand in „An deiner Schulter“ und auf den kleinen Bildschirm in der Mini-Serie Into the West zurück. J. J. Abrams bot ihr eine Rolle in seiner neuen Serie Alias an, doch die lehnt Russell ab, nimmt aber eine in seinem Actionfilm „Mission: Impossible III“ (2006) an.

Danach ist sie bis auf eine Gastrolle in Scrubs (2007) als Elliots Verbindungsschwester Melody vornehmlich auf der Leinwand zu sehen, in Filmen wie in dem Horrorfilm „Rohtenburg“ (2006), in der romantischen Komödie „Jennas Kuchen - Für die Liebe gibt es kein Rezept“ (2007), in dem Drama „The Girl in the Park“ (2007) oder neben Jonathan Rhys Meyers in dem herzzerreißendem Drama „Klang des Herzens“ (2007). Anschließend folgt die Hauptrolle neben Adam Sandler in der Komödie „Bedtime Stories“ (2008). Zudem leiht sie „Wonder Woman“ ihre Stimme und ist in der Komödie „Leaves of Grass“ (2009) im Kino zu sehen.

2010 übernimmt Keri Russell die Rolle von Emmy Kadubic in der FOX-Comedy Running Wilde, die jedoch nach der ersten Staffel abgesetzt wird. 2013 begeistert Russell als russische KGB-Spionin Elizabeth Jennings in The Americans.

Daneben erscheint sie neben Brendan Fraser und Harrison Ford in dem Drama „Ausnahmesituation“ (2010) auf der Leinwand. Im Jahr 2011 steht sie mit David Duchovny und Vera Farmiga für die Komödie „Goats“ vor der Kamera. Auch in „Austenland“ und „Dark Skies“ ist sie mit von der Partie.

Privatleben

Ihr privates Glück fand Keri Russell zumindest zeitweise dank gemeinsamer Freunde mit dem Zimmermann Shane Deary, den sie am Valentinstag 2007 heiratete. Im Sommer 2007 kam ihr erstes gemeinsames Kind zur Welt, ein Junge namens River, vier Jahre später folgte Töchterchen Willa. Im Sommer 2013 haben sich Russell und Deary getrennt.

Vor der Ehe war Russell mit ihrem Felicity-Kollegen Scott Speedman liiert und acht Jahre lang mit Tony Lucca zusammen.

Aktuell ist sie mit ihrem The Americans-Costar Matthew Rhys in einer Beziehung. Die beiden sind im Mai 2016 Eltern eines Sohnes, Sam, geworden.