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Keanu Reeves
© Lionsgate

Keanu Reeves

Serienübersicht und Biografie

So geradlinig und erfolgreich seine Karriere als Schauspieler ist, so bergig ist sein Privatleben. Immer wieder erfährt er schwere Schicksalsschläge. Trotz allem arbeitet er sich an den Gipfel Hollywoods und zeigt in zahlreichen großen und kleinen Filmen, dass er zur oberen Liga der Filmbranche gehört. Seinen Durchbruch hat er mit dem Actionfilm Speed und der Cyber-Trilogie „Matrix“.

Biografie von Keanu Reeves

Kühle Brise über den Bergen

Der Name Keanu stammt aus dem Hawaiianischen und bedeutet kühle Brise über den Bergen. In seiner Karriere als Schauspieler erklimmt Keanu Reeves auf jeden Fall einige Berggipfel, doch in seinem Privatleben durchquert er mehr als nur ein Tal. Sein Leben ist durchzogen von zahlreichen Schicksalsschlägen. Bereits seine Kindheit gleicht einer Achterbahnfahrt. Sein Vater Samuel Nowlin Reeves verdient sein Geld als Heroin-Dealer und ist selbst schwer drogenabhängig. Das führt zum Bruch der elterlichen Ehe und Keanu zieht mit seiner Mutter Patricia nach New York. In den Folgejahren kehrt allerdings keine Ruhe ein. Es erwarten ihn mehrere Stiefväter, Halbschwestern und diverse Umzüge. Als er mit seiner Mutter in Toronto lebt, träumt er zunächst von einer Karriere als Eishockey-Torwart. Doch eine Verletzung verhindert die Weiterverfolgung dieses Ziels und er wendet sich der Schauspielerei zu. Nach ein paar Bühnenauftritten und Rollen in Fernsehfilmen, erhält er 1986 eine Nebenrolle in Rob Lowes „Bodycheck“. Kurz nach Ende der Dreharbeiten packt Reeves seine sieben Sachen und zieht nach Los Angeles.

Durchbruch mit Tempo

Dort angekommen beginnt sein sukzessiver Anstieg von Engagements. Er gehört unter anderem zum Cast der Filme „Das Messer am Ufer“ (1986), „Gefährliche Liebschaften“ (1988), „Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit“ (1989), „Das Ende der Unschuld“ (1991) und „Bram Stokers Dracula“ (1992). Als seine Schauspielere sich zu entwickeln beginnt, erleidet er den nächsten Rückschlag in seinem Leben. Sein bester Freund River Phoenix stirbt am 31. Oktober 1993 an einer Überdosis Heroin und Kokain vor dem Nachtclub Viper Room. Ein Jahr später hat er seinen internationalen Durchbruch mit dem Actionfilm „Speed“. Reeves möchte die Rolle zuerst gar nicht annehmen. Er hat allerdings einen cleveren Berater, der ihn dazu überredet. Bei Teil zwei gelingt diesem das jedoch nicht und Reeves schlägt das 12-Millionen-Dollar-Angebot aus, um mit seiner Band Dogstar auf Tournee zu gehen.

Karrieregipfel, privates Tal

In den nächsten fünf Jahren sieht man Keanu Reeves entweder in kleinen, alternativen Filmen wie „Feeling Minnesota“ und „Wie ich zum ersten Mal Selbstmord beging“ oder in großen, erfolgreichen Streifen, zu denen „Dem Himmel so nah“, „Im Auftrag des Teufels“ und „Vernetzt ??“ Johnny Mnemonic] zählen. 1999 ereilen ihn die nächsten privaten Katastrophen. Gerade wird er als Neo im Cyber Movie „Matrix“ gefeiert, da bringt seine damalige Freundin Jennifer Syme die gemeinsame Tochter Ava Archer tot zur Welt. Nur sechs Monate später erkrankt seine Schwester Kim an Leukämie. Keanu wacht Tag und Nacht an ihrem Krankenbett. Die durch den Verlust schon angeschlagene Beziehung zwischen ihm und Jennifer übersteht die Zeit nicht und die beiden trennen sich. Als sie 2001 gerade wieder zueinander gefunden hatten, verunglückte sie bei einem Autounfall tödlich. Bis heute wird gemunkelt, sie habe Selbstmord begangen, da sie den Verlust ihres Babys nicht verkraftet habe.

Ein Stern in Hollywood

Beruflich auf dem Gipfel angekommen, befindet sich Keanu Reeves im Tal seines Privatlebens. Trotz allem bleibt der Schauspieler auch in den Folgejahren in der obersten Liga Hollywoods verankert. Er dreht Filme wie „The Watcher“ (2000), „Sweet November ??“ Eine Liebe im Herbst] (2001), „Matrix Reloaded“ und „Matrix Revolutions“ (2003), „Was das Herz begehrt“ (2003) und „Constantine“ (2005). 2005 erhält er seinen Stern auf dem Walk of Fame. Mit der Beteiligung an der Matrix-Trilogie verdient er mehr Geld als manch anderer Schauspieler in seiner ganzen Karriere. Seine Auftritte in dem Science-Fiction-Film „A Scanner Darkly ??“ Der dunkle Schirm] und in dem Romantikstreifen „Das Haus am See“ mit Sandra Bullock bringen ihm weitere positive Kritiken ein.

Schauspielen allein genügt nicht

Während er als Schauspieler immer erfolgreicher wird, sehnt sich Keanu Reeves auch nach anderen Herausforderungen. Die Zeit als Bassist in seiner Band ist vorbei und die Lücke gilt es zu stopfen. Es zieht ihn hinter die Kamera. 2008 beginnt er die fünfjährige Vorbereitungsphase des komplett in China gedrehten Films „Man of Tai Chi“. 2013 hat er dann damit sein Regiedebüt. Zusätzlich veröffentlicht er 2011 sein eigenes Buch mit dem Titel Ode an die Freude, in dem es um die Bewältigung schwerer Lebensphasen geht. Trotzdem dreht er natürlich weiter fleißig Filme. So spielt er unter anderem die Hauptrollen in „Henry & Julie ??“ Der Gangster und die Diva] und in „Threesome ??“ Eine Nacht in New York]. Der nächste große Coup gelingt ihm dann 2014 als Darsteller von „John Wick“. Der Actionfilm wird unerwartet Kult. Nachdem es dann eine Weile ruhig um Keanu Reeves ist, feiert er 2017 sein Comeback mit der Netflix-Produktion „To the Bone“ und mit „John Wick: Kapitel 2“, welcher noch erfolgreicher als der erste Teil ist.