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Anthony Hopkins

Serienübersicht und Biografie

Der Schüler der legendären Royal Academy of Dramatic Art kann sich im Laufe seiner langjährigen Karriere nicht nur den Ritterorden des britischen Königshauses aneignen, sondern zudem einen Oscar für seine Darstellung des Kannibalen Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“ einheimsen. An den Erfolg dieser Rolle, die er auch in den Nachfolgern „Hannibal“ und „Roter Drache“ einnahm, kann Anthony Hopkins zwar nicht mehr ganz anknüpfen, zeichnet sich dennoch durch eine äußerst stabile Schauspielerkarriere aus.

Biografie von Anthony Hopkins

Der Legastheniker mit dem Hang zur Kunst: Sein frühes Leben

Die Kindheitstage von Anthony Hopkins sind leider aufgrund seiner Legasthenie und eher mäßigen Noten von keiner allzu glorreichen Schullaufbahn geprägt. Doch dafür interessiert sich der unbeliebte Schüler schon früh für die Kunst des Kinos und zählt Schauspielergrößen wie Humphrey Bogart und James Cagney zu seinen Vorbildern. Sein größtes Idol sei angeblich Richard Burton, der nur ein paar Straßen weiter von Hopkins wohnt und diesen im Alter von 15 Jahren trifft. Burton nimmt den jungen Anthony unter seine Fittiche und ermutigt ihn, Schauspieler zu werden, wenngleich Hopkins selbst betont, dass er Burton kaum gekannt habe. Nach einer Einschreibung am Royal Welsh College of Music & Drama folgt der Umzug nach London, um an der legendären Royal Academy of Dramatic Art seine Karriere fortzusetzen.

Karriere: Die frühen Erfolge

Nachdem Hopkins 1960 in der Serie „A Matter of Degree“ das erste Mal über die Flimmerkiste läuft, wird er 1965 von Laurence Oliver für das Royal National Theatre engagiert, nachdem er jene Passage von „Othello“ für das Vorsprechen wählt, mit der Oliver selbst zuvor in den Kinos zu sehen war. Es folgen eine Reihe von Theaterengagements sowie die erste Filmrolle in der TV-Produktion „A Flea in Her Ear“ und die erste Kinorolle in „The White Bus“ 1967. Für seine Darstellung des Richard I. in dem dreifach oscarprämierten „Der Löwe im Winter“ kann Hopkins seine erste Auszeichnung in Form des Britischen Filmpreises ergattern und zelebriert damit seinen Durchbruch.

Gelangweilt von der Monotonie der Theaterrollen, setzt er zwar seine Theaterkarriere noch fort, fokussiert sich dennoch fortan darauf, sich als Film- und Fernsehdarsteller einen Namen zu machen. Nach ein paar Produktionen für die „BBC“ ist er beispielsweise 1980 neben John Hurt in „Der Elefantenmensch“ sowie neben Shirley MacLaine in „Jahreszeiten einer Ehe“ zu sehen, die Hopkins als die widerlichste Person beschreibt, mit der er je gearbeitet habe. In der TV-Produktion „Der Bunker“ übernimmt Hopkins die Rolle Adolf Hitlers, wenngleich erst die Darstellung eines anderen Bösewichts seinen Durchbruch bedeutet.

Die Rolle seines Lebens: Dr. Hannibal Lecter

Seinen bisher größten und seitdem leider nicht mehr erreichten Erfolg feiert Anthony Hopkins 1991 durch die Darstellung des Kannibalen Dr. Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“, der ersten Verfilmung von Thomas Harris' Buchreihe. Sowohl Hopkins, als auch Jodie Foster können für das Thriller den Oscar für die beste Hauptrolle einheimsen. Der Film wird zudem als bester Film, bestes Drehbuch und Jonathan Demme für die beste Regie ausgezeichnet. Hopkins Verkörperung des eleganten Serienmörders gilt als eine der einprägsamsten Schauspielleistungen der Filmgeschichte, die er zudem noch in den Filmfortsetzungen „Hannibal“ 2001 und „Roter Drache“ 2002 wiederholen darf, wenngleich auch mit weniger Erfolg. Thomas Harris selbst ist ebenfalls sehr angetan von Hopkins' Performance. Vom American Film Institute wird Hopkins' Darstellung als bester Schurke aller Zeiten betitelt.

Still Going Strong: Die Karriere nach dem Kannibalen

Verzeichnet „Das Schweigen der Lämmer“ zwar Hopkins' größten Erfolg, so ist er dennoch fortan in zahlreichen Dramarollen zu sehen. Zu diesen gehören unter anderem die Darstellung des Abraham Van Helsing in Francis Ford Coppolas „Bram Stokers Dracula“ sowie die Rolle des James Stevens in dem von Kritikern gelobten und achtfach oscarnominierten „Was vom Tage übrig blieb“, in dem er neben Emma Thompson zu sehen ist. 1993 übernimmt er die Rolle des „Narnia“-Autoren C. S. Lewis in dem Biopic „Shadowlands“, wofür er zudem den BAFTA Award als bester Darsteller erhält. In dem gleichen Jahr wird er zudem von Queen Elizabeth II. für seine Schauspielkunst zum Ritter ernannt und darf ab sofort als Sir betiteln.

1998 ist er sowohl in „Die Maske des Zorro“, als auch in „Rendezvous mit Joe Black“ zu sehen und kann sich in diesem Jahr den bestbezahlten Schauspieler Großbritanniens nennen. Hopkins selbst bezeichnet seine Darstellung als Burt Munro in dem 2005 erschienen „Mit Herz und Hand“ als seine bisherige Lieblingsrolle, die er zugleich als die leichteste Rolle seiner Schauspielkarriere beschreibt. In den Comicverfilmungen der „Thor“-Reihe von Marvel ist er von 2011 in einer Nebenrolle als Göttervater Odin zu sehen und kann durch seine Darstellung des Regisseur Alfred Hitchcock in „Hitchcock“ 2012 seine Wandlungsfähigkeit beweisen. In der 2016 startenden Dramaserie Westworld betritt Hopkins nach einer langen Zeit wieder seriellen Boden, indem er die Hauptrolle des Dr. Robert Ford in der Serienadaption des 1973 erschienen Science-Fiction-Films übernimmt.

Privatleben: Komponieren mit Andre Rieu

Von 1967 bis 1972 war Anthony Hopkins mit seiner ersten Ehefrau Petronella Barker verheiratet, mit der er eine Tochter, die Schauspielerin und Sängerin Abigail Hopkins, hat. Seine zweite Ehe mit Jennifer Lynton hielt von 1973 bis 2002, woraufhin er 2003 Stella Arroyave heiratete. Mit einer langen Singlezeit musste sich Hopkins somit nie auseinandersetzen. Dafür leidet der Schauspieler wie viele seiner Kollegen an der Alkoholsucht, von der er sich 1975 mit Hilfe seines Glaubens absagt. Weiterhin setzt er sich immer wieder öffentlich für verschiedene Organisationen wie die „YMCA“ oder „Greenpeace“ ein. Neben seiner Schauspielkunst widmet er sich gerne der Musik und hätte sich auch eine musikalische Karriere vorstellen können, wenn er etwas zielstrebiger gewesen wäre. So veröffentlichte er 1986 eine Single namens „Distant Star“, die sogar auf Platz 75 der UK-Charts einstieg. 2007 nahm er eine Auszeit vom Schauspiel, um stattdessen mit seinen Kompositionen um die Welt zu touren. Auf dem 2011 erschienen Album „Wiener Festwalzer“ von Andre Rieu ist zudem Hopkins' Komposition „And the Waltz Goes On“ zu hören.

Anthony Hopkins Hauptrollen in Serien

Anthony Hopkins kann zwei Auftritte als Hauptdarsteller in Serien für sich verbuchen.

Those About to Die
Those About to Die
In der Drama-Serie Those About to Die spielt Anthony Hopkins die Rolle von Kaiser Vespasian seit 2024.
Westworld
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Androiden außer Kontrolle
In der SciFi-Serie Westworld spielt Anthony Hopkins die Rolle von Dr. Robert Ford 2016.

Anthony Hopkins Gastauftritte

Anthony Hopkins absolvierte zwei Gastauftritte in anderen Serien.

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Anthony Hopkins Filme

Those About to Die: Anthony Hopkins als Kaiser in Gladiatorenserie

Those About to Die: Anthony Hopkins als Kaiser in Gladiatorenserie

Sir Anthony Hopkins, zweifacher Oscarpreisträger und Star der HBO-Serie Westworld, schließt sich mit Regisseur Roland Emmerich zusammen. Der Brite spielt den Kaiser in der Peacock-Gladiatorenserie Those About to Die.

Montag, 23. Januar 2023 12:30 Uhr von Bjarne Bock