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Zurück zu den Grundlagen für die «großen Vier»

Zurück zu den Grundlagen für die «großen Vier»
Simon Baker als Patrick Jane in „The MEntalist“ / © CBS / Foto: Cliff Lipson

Die großen vier - die Networks ABC, CBS, FOX und NBC - machen in dieser Season wieder den Schritt zurück, von komplexen Serials mit fortlaufender Handlung hin zu Serien, in denen es um Aufklärung vom Mysterien geht - Verbrechen, Krankheiten - und die auf einem Fall der Woche beruhen.

Jedes Jahr sind die Networks einerseits auf der Suche nach dem „nächsten großen Hit“, das Gros der Piloten jedoch kopiert von ihrer Struktur her einfach den „letzten großen Hit“. Und der einzige Hit dieser Season heißt The Mentalist. So wundert es nicht, dass der zuletzt von Lost, Heroes und auch Desperate Housewives gesetzte Trend mit fortlaufenden Erzählsträngen und komplexen Handlungen jetzt wieder vorbei ist - Polizei, Ärzte und Anwälte sind in.

Die Senderstrategie von CBS scheint diese Jahr den Trend zu setzen. Da der Sender mit seinen Procedurals noch am wenigstens mit Zuschauererrosion zu kämpfen hat, bestellen auch die anderen Sender Dramen, die noch vor Jahren als inhaltlich zu „gleichtönig“ gegolten hätten.

Mit den Zuschauerzahlen der beiden neuen FOX-Serien Fringe und Lie to Me wurde der The Mentalist-Trend zuletzt noch bestätigt - anscheinend haben die Zuschauer den „Fall der Woche“ noch nicht satt.

Niemand springt in diesem Jahr stärker auf diesen Zug auf, als NBC, das drei Krimi-, zwei Mediziner- und einen Rechtsanwalts-Piloten bestellt hat. Für die neuen Serien bemühen sich die Autoren, immer neue ungewöhnliche Ermittlertypen zu entwerfen. Einer ist minderjährig (ABCs noch unbenanntes Daniel Cerone Projekt), andere sind Amateure (ABCs unbenanntes Jerry Bruckheimer Projekt), Ermittler im Ruhestand (FOXs unbenanntes David Hudgins Projekt) oder FBI Agenten (Washington Field).

Auch in den Mediziner-Dramen gibt es Abwechslung: Krankenschwestern (NBC, Mercy), Rettungssanitäter (NBC, Trauma) und eine schizophrene Chirurgin (FOX, Maggie Hill).

Die wenigen Piloten, die nicht in das Procedural-Schema passen, versuchen dadurch einen Vorteil zu ziehen, dass sie sich auf ältere bekannte Formate beziehen: ABCs Remake von V, oder die Serienversion von The Witches of Eastwick, bei NBC gibt es eine Adaption des Films „Parenthood“ und bei CBS ein Spin-off zu NCIS.

In den kommenden Wochen gehen bei den Networks noch weitere Procedurals an den Start, so wie heute Castle und demnächst The Unusuals bei ABC und Southland bei NBC. Es bleibt für die Networks also zu hoffen, dass die Zuschauer nicht in den nächsten Wochen zeigen, dass sie plötzlich neuer Procedurals überdrüssig ist, und ihre ganzen Entwicklungsbemühungen für den kommenden Herbst in die falsche Richtung laufen.

Bernd Michael Krannich

Der Artikel Zurück zu den Grundlagen für die «großen Vier» wurde von Bernd Michael Krannich am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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