US-Networks produzieren kein Wonder Woman

Der Drehbuch-Entwurf von Ally McBeal-Schöpfer David E. Kelley zu einem Wonder Woman-Serienpiloten wird zunächst nicht umgesetzt. Während Wonder Woman als Serie vermutlich bei den Rechtehaltern DC Comics und der Schwesterfirma Warner Bros. TV in der Zukunft weiterentwickelt werden dürfte, war es das für Kelley vermutlich mit dem Projekt. Gegen das Projekt sprach laut Presseberichten zum gegenwärtigen Zeitpunkt vor allem eins: Die hohe Lizenzgebühr.
Deadline berichtet über die Grundlagen der Entscheidungen der einzelnen Sender. Für The CW - das immerhin zur Hälfte Warner Bros. gehört - war das Projekt schlichtweg nicht finanzierbar. Auch NBC war das Projekt gegenwärtig zu teuer - die zu erwartenden Kosten machen Wonder Woman zu einem Prestigeprojekt, und mit der anstehenden Unternehmensumstrukturierung inklusive Managerwechsel konnte und wollte niemand Gelder in dieser Höhe bewilligen.
Bei CBS rechnete man mal wieder vorsichtig und erinnerte sich an Bionic Woman, mit dem ebenfalls eine 1970er-Jahre Serie wiederbelebt werden sollte, und das zum Millionengrab wurde. Laut Deadline passte das vorliegende Projekt nicht ins Programm von FOX.
Bleibt ABC: Mit der starken, weiblichen Hauptfigur hätte Wonder Woman ja zum Sender gepasst - nur gehört der wie Marvel Comics zum Disney-Konzern. So entwickeln der Sender und der Comic-Konzern derzeit eigene Serienadaptionen für Comic-Figuren, etwa Hulk („Hulk: Eick und del Toro arbeiten an TV-Neuauflage“ - Meldung vom 16.11.2010) und AKA Jessica Jones („AKA Jessica Jones: ABC mit neuer Serie von Marvel“ - Meldung vom 22.12.2010) - und winkten bei Wonder Woman ab.
Wegen der zu erwartenden hohen Lizenzkosten - für das Studio, die Rechte an der Comicfigur sowie Kelley als Spitzenproduzent - ist Wonder Woman mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts für das Kabelfernsehen. Zwar haben Warner Bros. TV und DC dort mit TNT einen weiteren Schwesterkonzern, jedoch glauben Branchenbeobachter nicht an einen tragfähigen finanziellen Kompromiss.
Laut Inside TV war der Ansatz für das Skript von Kelley eher ernsthaft als humorig. Er enthielt trotzdem die heutzutage vermutlich eher alberner wirkenden Elemente wie das Lasso von Wonder Woman, ihr Flugzeug sowie ihre Armbänder. In den 1970er Jahren verkörperte Lynda Carter die Comic-Figur aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs als erstes fürs Fernsehen.





















