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Willow: The High Aldwin (1x02) - Review

Willow: The High Aldwin (1x02) - Review

Szenenfoto aus der Serie Willow (c) Disney+
Szenenfoto aus der Serie Willow (c) Disney+

In der zweiten Episode der Sequel-Serie Willow dreht sich alles um Elora Danan und die in ihr schlummernde Magie. Darüber hinaus erfahren wir mehr über die Nelwyn-Kultur und schauen zurück in die Vergangenheit - und das auf höchst unterhaltsame und entspannende Art und Weise.

Das passiert

Kit, Jade, Thraxus, Graydon und die zukünftige Hohepriesterin der Neun Reiche verweilen bei den Nelwyns und lernen ihre Lebensweise und Gebräuche näher kennen. Das kleine Volk hat sich inzwischen in den Untergrund zurückgezogen und führt ein abgeschiedenes, aber glückliches Leben unter dem Schutz Willows. Doch der hohe Aldwin ist sich der großen Bedrohung bewusst, die auf die Welt herniedergekommen ist, und entscheidet sich, Elora und ihre Freunde zur Vorgeborenen Stadt zu begleiteten. Auf dem Weg dorthin möchte er das letzte Blut Kymerias in der hohen Kunst der Zauberei unterweisen, doch es scheint, als hätte sie ihr angeborenes magisches Talent verloren. Gerade als sich erste Erfolge zeigen, taucht Commander Ballantine (Ralph Ineson) auf, der vom grausamen Lich (Vitas Le Bas) mit dem Keim des Bösen infiziert wurde, und entführt Elora.

Rückblende

Anders, als man vielleicht vermuten würde, knüpft die zweite Episode von Willow nicht sofort nahtlos an Teil eins an. Jenseits des obligatorischen Rückblicks auf die Debüt-Folge wartet die Season zunächst mit einem Flashback auf, der uns diesmal zurück in die Zeit einige Jahre nach dem Ende von Bavmorda führt. Der noch junge Willow Ufgood besucht Sorsha auf ihrer Burg, um Elora zur Zauberin auszubilden. Wie wir schon wissen, weigert diese sich aber, dem Aldwin das Kind anzuvertrauen, was zu den Ereignissen führen wird, die in den kommenden rund 40 Minuten thematisiert werden.

Dank moderner Computertechnik gelingt die Einleitung recht gut, man merkt an keiner Stelle, dass Warwick Davis und Joanne Whalley um die 15 Jahre jünger gemacht wurden. Interessanter ist aber das, was wir über einige liebgewonnene Figuren aus dem Film erfahren. Raziel und Cherlindrea sind seit Jahren fort und Sorsha sandte ihren Gatten Madmartigan aus, den kymrischen Kürass zu suchen, eine mächtige Rüstung, mit der man die Welken Vettel vielleicht besiegen könnte. Es ist nett, dass die Serie immer wieder Bezug auf den Film nimmt und das Publikum nicht im Unklaren darüber lässt, was aus den Helden, die gegen Bavmorda antraten, wurde. Die etwa zwei Minuten bieten einen tollen Einstieg für neue Zuschauer und einen herrlich nostalgischen Moment für ältere Fans.

Bei den Nelwyn

Von dem Dorfleben der Nelwyn ist zwar nicht mehr viel übrig, von ihrer Lebenslust haben die kleinen Leute indes nichts verloren. Besonders ansprechend ist das Wiedersehen mit Mims Ufgood, die seinerzeit den Binsenkorb mit dem Daikini-Baby Elora im Fluss Freen fand. Die Rolle wird sympathisch von Anabelle Davis („The Dumping Ground“) verkörpert. Die Begeisterung über das erneute Zusammentreffen mit Elora steht der Mimin geradezu ins Gesicht geschrieben, klasse. Ein wenig unpassend gestaltet sich hingegen die stete „Dagegen-um-des-Dagegenseins-willen-Attitüde“ der von Ruby Cruz gespielten Kit Thanthalos. Sicherlich, die Königstochter will ihren Bruder retten, doch soeben wurde ihr offenbart, dass niemand Geringeres als die prophezeite Retterin der ganzen Mutterlande ins Rampenlicht getreten ist.

Ein wenig Bescheidenheit täte da gut. Abgesehen davon sind die Szenen, in denen der Hohe Aldwin seinem Volk verkündet, dass Elora zurückgekehrt ist, aber mit einem hübschen Humor durchzogen, der seinen ganz eigenen Charme versprüht. Diese Tatsache betont noch einmal deutlich, dass Willow Unterhaltung für die ganze Familie sein will und nicht den Anspruch hat, mit Serien wie Game of Thrones zu konkurrieren. Vor allem die Chemie zwischen Ellie Bamber und Warwick Davis ist einnehmend und hinterlässt einen rundum positiven Eindruck. Auch der ein oder andere Blick von Thraxus Boorman, der sich durchaus noch zur Lieblingsfigur vieler Zuschauer entwickeln könnte, spricht humorige Bände.

Reinhard Prahl

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