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Willow: Vom Filmklassiker zum neuen Fantasy-Serien-Highlight auf Disney+?

Willow: Vom Filmklassiker zum neuen Fantasy-Serien-Highlight auf Disney+?

Poster zur Serie Willow (c) Disney+
Poster zur Serie Willow (c) Disney+

Am 30. November startet auf Disney+ die von Fans lang ersehnte Serienfortsetzung des Fantasy-Kult-Klassikers Willow. Zur Einstimmung schauen wir zurück auf die Geschichte des Films, den langen Weg zur Fortsetzung und wagen einen kurzen Blick auf die Trailer und die Stars.

Es war einmal (...)

Jede große Geschichte beginnt mit einem Satz, sagt man. Was George Lucas anbelangt, kennen wir diesen nur zu gut: „Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten...“. Doch halt. Ganz so einfach ist es nicht. Denn als der am 14. Mai 1944 in Modesto, Kalifornien geborene Regisseur, Autor und Produzent 1971 seinen ersten Achtungserfolg mit „THX 1138“ gelandet hatte, spukte ihm mehr, als nur eine Science-Fantasy-Opera im Kopf herum. Bereits 1972 saß Lucas am Schreibtisch und brütete über einem Projekt, dass Jahre später, wie „Star Wars“ auch, Kultstatus erlangen sollte.

Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg. Zunächst einmal legte der Schriftsteller den Arbeitstitel „Munchkins“ fest, der Name jener zwergenhaften Einwohner des Traumlandes Oz aus den Geschichten von Frank Baum. Da der Kampf um die Befreiung des Landes Nockmaar von der bösen Herrscherin Bavmorda in etwa zur selben Zeit Form annahm, wie der Krieg zwischen Rebellen und dem Imperator, verwundert es kaum, dass beide Geschichten ähnliche Motive bemühen.

Hüben wie drüben geht es um ein ausgesetztes Kind, das dereinst das Schicksal einer ganzen Welt zum Guten wenden wird. Begleitet wird es von einem weisen Zauberer, einem charmanten Schurken und einem jungen Helden, der die in ihm schlummernden Mächte erst noch entdecken muss. Natürlich gab es Unterschiede. So nahm etwa in „Star Wars IV“ Luke Skywalker sowohl die Rolle des Kindes, das vor dem fiesen Herrscher versteckt wird, als auch jene des Helden auf einem spannenden Selbstfindungstrip ein. Doch die Versatzstücke aus Altem Testament, „The Lord of the Rings“ und einigen der bekanntesten Märchen gleichen sich auffallend.

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Von American Graffiti bis Star Wars

Kreativität ist im Filmgeschäft die eine Sache, Erfolgsdruck die andere. Zunächst also galt es, Geld zu verdienen, und das gelang dem umtriebigen Regisseur auch. 1973 kam „American Graffiti“ in die Kinos und spielte bei einem knapp bemessenen Budget von circa 770000 Dollar fette 140 Millionen ein. Der Streifen erwirtschaftete also rund das 181-fache seiner Kosten, ein aus heutiger Sicht nahezu unfassbares Ergebnis. Damit avancierte George Lucas quasi über Nacht zu einem Hoffnungsträger der Branche. In der Folge legte der Kalifornier seine Munchkins-Idee auf Eis und konzentrierte sich ganz auf die Abenteuer von Luke Sykwalker und Co. So schwierig sich die Startphase des Films auch gestaltete, am Ende behielt er Recht. 1977 waren aus elf Millionen Dollar 775,8 Millionen geworden und ein leuchtender Stern strahlte am Regie-Himmel, der bis heute das Science-Fiction-Genre maßgeblich beeinflusst.

Der Rest ist Filmgeschichte. 1980 folgte „The Empire Strikes Back“ und 1983 „The Return of the Jedi“, alles samt Megaerfolge. Während der Arbeiten am sechsten Teil der Saga lernte George Lucas den damals 17-jährigen Warwick Davis kennen und mochte ihn auf Anhieb. Der kleinwüchsige Mime spielte den drolligen Ewok Wicket so überzeugend, dass er sofort positiv auffiel. Lucas hatte die Grundidee zu „Willow“ zwar einige Jahre ad acta gelegt, doch niemals vergessen. Eine der schon früh implementierten Ideen, sollte Davis nun zugutekommen, denn Lucas wollte auf keinen Fall seine Munchkins, die später Nelwyns heißen sollten, mit perspektivischen Tricks und übergroßen Props darstellen. Vielmehr hatte er von Anfang im Visier gehabt, kleinwüchsige Darsteller zu rekrutieren.

Er versprach dem gebürtigen Briten, ihm die Hauptrolle für seinen kommenden Film auf den Leib zu schreiben und Warwick Davis wäre verrückt gewesen, dieses großzügige Angebot nicht anzunehmen. Er würde den Hobbit-ähnlichen Willow Ufgood spielen, der dazu erkoren war, das Menschenbaby Elora vor der bösen Hexenkönigin Bavorda zu beschützen. Das Daikni-Mädchen war nicht nur ein einfaches Kind, sondern eine Erwählte, die die Schreckensherschafft der Schwarzmagierin beenden und ein neues Zeitalter des Friedens im Lande Nockmaar einleiten würde.

Reinhard Prahl

Der Artikel Willow: Vom Filmklassiker zum neuen Fantasy-Serien-Highlight auf Disney+? wurde von Reinhard Prahl am Uhr erstmalig veröffentlicht. Reinhard Prahl hat bereits 130 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Reinhard Prahl

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