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What We Do in the Shadows: Kritik zur 4. Staffel der Vampir-Mockumentary

What We Do in the Shadows: Kritik zur 4. Staffel

What We Do in the Shadows: Kritik zur 4. Staffel

In der vierten Staffel der Serie What We Do in the Shadows wimmelt es wieder vor Vampiren und anderen Kreaturen der Nacht. Das Erschreckendste daran ist aber, dass die Season nicht ansatzweise an die ersten drei Kapitel herankommt. Hier unser Review zur Staffel, die hoffentlich ein Ausrutscher bleibt.

Als Energievampir Colin Robinson (Mark Proksch) am Ende der dritten Staffel als Baby wiedergeboren wurde, das mit seinem erwachsenen CGI-Kopf den Eindruck vermittelte, wir würden uns in einem nervigen, auf klamaukig gemachten Werbespot befinden, der uns einen Handy-Deal oder Energy-Drinks andrehen will, hätten die Alarmglocken losgehen müssen. Das zweite Warnsignal war der ähnlich gestrickte, ähnlich angestrengt auf ulkig getrimmte Disco-Trailer, bei dem man das Gefühl bekommen konnte, jemand aus der Marketingabteilung einer Versicherung hätte mal eine richtig crazy Idee gehabt...

Leider müssen wir Euch tatsächlich berichten, dass die vierte Staffel von What We Do in the Shadows nicht sehr gut ist. Und das, nachdem wir die ersten drei Seasons als mit die beste Comedy lobpreisten, die es in den letzten Jahren gegeben hatte. Taika Waititi (mittlerweile bei Our Flag Means Death) ist schon seit Ende der ersten Staffel nicht mehr an Bord und Jemaine Clement (Flight of the Conchords), sein Verbündeter seit Zeiten der Film-Vorlage, ging nach der zweiten. Doch erst jetzt scheint sich der neuseeländische Understatement-Einfluss auf die Komik der Serie komplett in Luft aufgelöst zu haben.

Es gibt aber auch Positives zu vermelden und sogar einen Hoffnungsschimmer. Doch eines nach dem anderen...

Baby Colin Robinson was a mistake

Wie bitte? Einen der witzigsten Originalcharaktere eine komplette Staffel lang durch ein nerviges Kind und später aufmüpfigen Serienklischeeteenager zu ersetzen, soll eine schlechte Idee sein? Wer hätte denn so etwas ahnen können? Und als wäre das nicht genug, sieht der CGI-Effekt, durch den Prokschs Gesicht auf ein echtes Kind gepappt wurde, absolut furchtbar aus. In einer Comedyserie sind Effekte wirklich nicht das Wichtigste und können manchmal sogar zum Humor beitragen, aber diese Uncanny-Valley-Monstrosität ist das gruseligste, was die Vampir-Mockumentary in vier Staffeln Horrorshow fabriziert hat.

Der junge Colin interessiert sich für Musicals und ist ein typisches mit dem Internet aufgewachsenes Kind, das von Laszlo (Matt Berry) großgezogen wird, der als einziger im WG-Haus in Staten Island zurückblieb, um die Verantwortung für den frisch geschlüpften Energievampir zu übernehmen. Hier versucht man zum Teil, echte Herzlichkeit rüberzubringen, was wirklich nicht ganz zünden will. Da ist sogar Laszlos Beziehung zum einfach gestrickten Nachbarn Sean (Anthony Atamanuik) effektiver, um das Herz zu erwärmen.

Auch der Rest der Vampir-WG lässt nicht lange auf sich warten. Gleich in der ersten Episode kehren sie nämlich von ihren verschiedenen Reisen zurück ins lädierte Haus, das bis auf Ausnahmen den Zustand der Serie widerspiegelt...

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