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Werewolf by Night: Kritik zum Marvel-Special von Disney+

Werewolf by Night: Kritik zum Marvel-Special von Disney+

Die Marvel Studios unter Kevin Feige experimentieren im Gruselmonat Oktober mit einem Special zu Werewolf by Night, das ganz im Stile alter Horrorfilme im Schwarz-Weiß-Look daherkommt. Doch kann der Marvel-Werwolf in seinem Debüt überzeugen?

Ein Werwolf ist ab sofort Teil des Marvel Cinematic Universe. Gemeint ist damit das Special „Werewolf by Night“, das ab heute Teil von Disney+ weltweit ist. Es war die längste Zeit ein offenes Geheimnis, aber erst zur D23 wurde es mit einem Trailer so richtig angekündigt.

Wie viele Universal-Monster-Filme wird dieses etwa 50-minütige Special in Schwarz-Weiß präsentiert, wobei es hier - wie bei „Panzerkreuzer Potemkin“, „Schindlers Liste“ oder Sin City - auch den einen oder anderen roten Farbblitzer gibt und am Ende etwas passiert, was nicht nur mit dem bekanntesten Song aus „Der Zauberer von Oz“ unterlegt ist, sondern auch dessen großes Gimmick nachahmt...

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Worum geht es in Werewolf by Night?

Der Inhalt ist schnell erklärt: Einige talentierte und legendäre Monsterjäger werden auf das Bloodstone-Anwesen gelockt, in welchem sie ein Artefakt namens Bloodstone finden sollen, nachdem ihr bisheriger Anführer verstorben ist. Dieses befindet sich im „Besitz“ eines Monsters, das Comicleser kennen und das selbst schon einen vergessenswerten Film hatte, der nicht Teil des MCU ist. Es stellt sich heraus, dass nicht alles so ist, wie es zunächst scheint und bald werden unsere Helden in eine Falle gelockt, um die wahre Gestalt von Jack Russell zu offenbaren.

Wer steckt hinter Werewolf by Night?

Der Komponist Michael Giacchino (Lost, „Oben“, „The Batman“, „Doctor Strange in the Multiverse of Madness“) feiert mit diesem One-Shot sein Regie-Debüt abseits des „Star Trek“-Kurzfilms „Ephraim and Dot“ und legt ein solides Werk hin, das den alten Charme der frühen Horrorfilme einfängt. Ich muss aber zugeben, dass mich so etwas abseits der Klassiker selten noch kriegt. Die Fingerübung ist sicherlich gelungen und der Vibe wird so manchen erfreuen. Mir gibt das aber selten etwas, wenn dann nicht noch ein gewisses Etwas dabei ist...

Man könnte meinen, dass diese gewisse Etwas der Cast sein könnte, der mit Gael Garcia Bernal (Mozart in the Jungle) als Hauptfigur und Laura Donnelly (The Nevers) als Elsa Bloodstone gut besetzt ist, aber leider schafft es das Special nicht unbedingt, mein Herz zu gewinnen. Ich wurde eher an eine langgezogene Version der ehemaligen DVD/Blu-ray-Extras namens „Marvel One-Shot“ erinnert, die sich gewissen Elementen von Filmen gewidmet hatten und auch mal Randfiguren oder Ereignissen eine Bühne boten. Doch handlungstechnisch holt mich „Werewolf by Night“ leider nicht ab. Der Trailer dazu ist ohne Frage sehr gut geschnitten, aber das Endresultat ist mir insgesamt etwas zu altbacken und altmodisch.

Die Grautöne schaffen auf der einen Seite zwar Atmosphäre, berauben auf der anderen aber auch eine so farbenfrohe Figur wie Man-Thing ihrer Imposanz. Score und Musik sind passend und an die alten Inspirationsquellen angelehnt. Es gibt zum Ende hin sogar eine oder zwei sehr gute Einstellungen und Szenen, wenn denn der Werwolf endlich mal rausgelassen wird. Vorher ist es ein wenig zu „oldschool“ für meinen Geschmack. Aber über den lässt sich ja glücklicherweise vortrefflich streiten und diskutieren...

Mit der Gewalt hatte ich keine Probleme, finde sie sogar zum Thema und Genre ganz passend. Tatsächlich dürfte es wohl einer der expliziteren Inhalte des MCU sein (Stichwort Stichwunde im Kopf), denn die „Deadpool“-Filme oder „Logan“ sind (noch) nicht Teil des großen Ganzen, dürften es wohl aber spätestens mit Deadpool 3 werden.

Aber - und das ist ein großes Aber: Ich bin ein großer Fan von Experimenten im MCU, auch wenn sie mal vermeintlich schiefgehen. Darum plädiere ich dafür, mehr Mut zu wagen, mehr One-Shots, wie es sie auch in den Comics oder meinetwegen mal einen TV-Annual (aka ein jährliches extradickes Heft) hier und da zu produzieren. Ich meine nämlich ganz explizit nicht, dass man hier schlechte Arbeit geleistet hat, allerdings ist „Werewolf by Night“ ganz bewusst ein Nischenprodukt für diejenigen, die heutzutage noch einen Platz im Herzen für die altmodischen Horrorschinken haben und dem möchte ich applaudieren.

Adam Arndt

Der Artikel Werewolf by Night: Kritik zum Marvel-Special von Disney+ wurde von Adam Arndt am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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