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Mehrere Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Louis C.K. - HBO und FX ergreifen Maßnahmen

Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Louis C.K. (Update)

FX-Serie Louie eingestellt

Der Skandal um sexuellen Missbrauch in der amerikanischen Film- und Fernsehindustrie zieht immer weitere Kreise. Nun wurde auch Comedian und Serienschöpfer Louis C.K. solcher Taten beschuldigt. Fünf Frauen sagten in der New York Times gegen ihn aus. Update: Inzwischen bestätigte er die Taten.

Selbst vor den prominentesten Namen im amerikanischen Fernsehgeschäft macht der Skandal um sexuellen Missbrauch nicht halt. Wie die New York Times berichtet, wird Serienschöpfer, Produzent und Schauspieler Louis C.K. (Louie, Horace and Pete) von fünf Frauen beschuldigt, sie sexuell belästigt zu haben. Alle fünf behaupten, er habe ohne ihr Einverständnis vor ihnen masturbiert. C.K. hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

Dafür hat der Pay-TV-Sender HBO bereits Maßnahmen ergriffen. Der Comedian wird nicht mehr Teil des Comedy-Benefiz-Specials „Night of Too Many Stars“ sein, das am 18. November ausgestrahlt wird. Außerdem wurden seine Stand-up-Specials sowie seine Sitcom Lucky Louie aus dem Sortiment des Streamingdienstes HBO Go entfernt.

Auch bei C.K.s Heimatsender FX, wo derzeit die zweite Staffel des von ihm und seiner Langzeit-Kollaborateurin Pamela Adlon produzierten Formats Better Things läuft, macht man sich Gedanken, wie es mit der Partnerschaft weitergehen soll. Folgende Pressemitteilung wurde gestern veröffentlicht: „Wir sind natürlich sehr beunruhigt wegen der Vorwürfe gegen Louis C.K., die in der New York Times veröffentlicht wurden. Das Network hat bisher keine derartigen Vorwürfe gegen C.K. erhalten, die im Zusammenhang mit den fünf Serien stehen, die wir in den vergangenen acht Jahren produziert haben. FX Networks und FXP ergreifen sämtliche notwendigen Maßnahmen, um unsere Mitarbeiter zu schützen, und ermitteln sorgfältig alle Vorwürfe des Fehlverhaltens am Arbeitsplatz. Diese Angelegenheit wird momentan geprüft.

Update: FX kappt sämtliche Verbindungen zu C.K. und C.K. meldet sich zu Wort...

Knapp einen Tag nach Bekanntwerden der Anschuldigungen hat Louis C.K. ein Statement veröffentlicht. Es beginnt mit dem Satz: „Diese Geschichten sind wahr.“ Er habe sich zur damaligen Zeit eingeredet, dass das, was er tat, okay war, da er die Frauen stets vorher gefragt habe. Erst später sei ihm klar geworden, dass die Frauen in der Situation kaum eine Entscheidung hatten und dass er seinen Machtstatus schamlos ausgenutzt habe. Darüber hinaus habe er seine Beliebtheit in der Comedycommunity missbraucht, um die Frauen zum Schweigen zu bringen.

Für nichts davon könne er sich je verzeihen. Nicht nur, dass er den betroffenen Frauen Schmerz zugefügt habe, er habe auch seine Kollegen bei Better Things, Baskets, The Cops, One Mississippi und beim Film „I Love You, Daddy“ im Stich gelassen. Weiterhin entschuldigt sich C.K. bei seinem Manager Dave Becky, der wegen ihm selbst in die Kritik geraten sei, obwohl er nur seinen Job getan habe. C.K. schließt sein Statement mit den Worten: „Ich habe Leid über meine Familie, meine Freunde, meine Kinder und ihre Mutter gebracht. Ich habe meine lange und glückliche Karriere damit verbracht, alles zu sagen, was ich will. Nun werde ich zurücktreten und mir viel Zeit zum Zuhören nehmen.

Viele reagierten auf die Äußerungen von Louis C.K. anerkennend, da er zumindest nicht versuche, die Geschichten weiter abzustreiten. Trotzdem kritisierten einige, dass er bis vor wenigen Wochen noch alles vehement geleugnet hatte und dass er nur jetzt „ehrlich“ sei, weil er keine andere Wahl mehr habe. Darüber hinaus bestätigte er nur die Geschichte derjenigen Frauen, die den Mut hatten, sie zu erzählen. Gerüchten zufolge dürften allerdings noch viele weitere Opfer existieren.

FX, der Heimatsender von C.K., hat sich inzwischen zum zweiten Mal geäußert. Nachdem beim letzten Mal noch gesagt wurde, dass man gründlich über die Zukunft des Schauspielers und Serienschöpfers nachdenke, ist nun eine Entscheidung getroffen worden. C.K. wird bei allen Serien, in denen er als Produzent involviert ist, ausscheiden. Für ihn sei jetzt nicht die Zeit, Serien zu drehen, so der Sender. C.K. wird dagegen sicher keinen Einspruch einlegen. Dem Sender sei es wichtig gewesen, erst auch die Stimme des Beschuldigten zu hören. Nun ginge es einzig darum, den Opfern zu helfen.

Auch Pamela Adlon, die Schöpferin von Better Things und langjährige Kollegin von Louis C.K., hat sich inzwischen an die Öffentlichkeit gewendet. Sie und ihre Familie seien schockiert. Sie bitte um etwas Zeit, um das alles zu verarbeiten. Später wolle sie noch mehr zum Thema sagen. Die Zukunft ihrer eigenen Serie scheint durch die Entlassung von C.K. jedoch vorerst gesichert.

Axel Schmitt

Der Artikel Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Louis C.K. (Update) wurde von Axel Schmitt am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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