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Vampire Diaries: You Decided That I Was Worth Saving - Review

Kritik der Episode 8x03

Damon (Ian Somerhalder) und sein Bruder Stefan (Paul Wesley) mit Enzo (Michael Malarkey) in der Serie „The Vampire Diaries“ / (c) The CW
Damon (Ian Somerhalder) und sein Bruder Stefan (Paul Wesley) mit Enzo (Michael Malarkey) in der Serie „The Vampire Diaries“ / (c) The CW

In der Episode You Decided That I Was Worth Saving spielt Sybil ihre Psychospielchen weiter und bringt die Mystic-Falls-Clique damit in eine Zerreißprobe, die diese nicht ohne Weiteres überstehen wird.

Die The Vampire Diaries-Episode You Decided That I Was Worth Saving zeigt, dass es nicht die Zeit für Hochzeiten sein sollte in Mystic Falls. Doch die Serienautoren halten hartnäckig weiter daran fest. So was passiert, wenn man ziemlich viel in eine letzte Staffel quetschen muss, bei der man so einiges wiedergutzumachen versucht.

Gedankenkontrolle

Einiges an der Sirene Sybil (Nathalie Kelley) und ihren Fähigkeiten ist bei näherer Betrachtung noch immer nicht geklärt. Unter anderem welche Menschen, Vampire oder Wesen sie bezirzen kann und welche nicht. Und die Entscheidung, bei wem sie es überhaupt gar nicht erst versucht.

Enzo (Michael Malarkey) stellt sich als besonders hart zu knacken heraus, doch die Sirene hält weiter an ihm fest. Wie Damon (Ian Somerhalder) erklärt, hat Enzo bereits einiges durchgestanden und hat daher eine hohe Schmerztoleranz. Schade, dass man Selbiges von dem älteren Salvatore nicht sagen kann. Enzo nutzt die Gunst der Stunde und spielt sich als bester Freund der Serie hervor - das passt schön, denn Bonnie hat genau diesen auch verdient. Anders als all die anderen ist er nicht nur bereit, für seine Liebe zu leiden, er ist auch fähig, es auf Dauer zu tun. Für den Beginn der Staffel ist Enzo der Überraschungsheld dieser noch jungen finalen Staffel.

Die Enttäuschung bisher ist Damon, der seiner großen Liebe nicht allzu viel Ehre macht im Moment. Wie ein Mantra trägt er vor sich her, dass er sich um nichts kümmert, außer um sein eigenes Überleben. Sicher, er will da sein, wenn Elena wieder aufwacht, doch sie hat ihm genau das verboten, sich einfach auf den Moment des Wiedersehens zu konzentrieren. Mit ihren letzten Worten hat sie ihm gesagt, dass er sein Leben leben soll und dazu gehört es auch, schwierige moralische Entscheidungen zu treffen. Doch Damon ist nicht alleine damit, zu enttäuschen, auch Stefan findet sich auf der moralisch falschen Seite wieder.

Er tritt an Damons Seite gegen Enzo an, und das obwohl - wie Bonnie am Ende herausruft - Damon nichts getan hat, um das zu verdienen, während Enzo der einzige ist, der ihn unterstützt. Stefan hat früher aber viel bessere Argumente geliefert, als sich auf das ziemlich simple Spiel einer Sadistin einzulassen. Gut, dass Caroline (Candice King) da ist und ihr furchtbares Hochzeitsgeschrei wiedergutmacht, indem sie mit Vampirkraft für Enzo Partei ergreift und dabei sogar gegen ihren Verlobten antritt.

Der weiß selbst, dass es eine gute Entscheidung war - die ganze Sache führt nicht zu einem Streit, sondern gegenseitigem Verständnis. Immerhin wissen wir nun, dass die Beziehung stabil und gesund ist, auch wenn die Hochzeitsplanungen eher auf beginnenden Wahnsinn schließen lassen. Sich zu verloben in Zeiten der Not, ist eine Sache, aber Brautkleider anzuprobieren, während der Schwager unter einer tödlichen Macht steht, ist dann doch ein bisschen zu viel des Guten.

Doch der Hauptpunkt der Episode ist Sybils Plan, Enzo dazu zu bringen, seine Menschlichkeit abzustellen, so wie Damon es bereits getan hat. Davon hat die Sirene die komplette Macht, doch wieso sie sich unbedingt auf Enzo versteift, wird nicht klar. Im Grunde könnte das Mörderduo den Vampir einfach links liegen lassen und sich einen anderen Gefährten suchen, der einfacher zu brechen ist. Doch Sybil hat Lust auf Psychospiele, die der Mystic-Falls-Clique mal wieder eine erklärungsbedürftige Wichtigkeit zusprechen.

Eine angekündigte Katastrophe

Michael Trevino ist so oft offiziell aus der Serie The Vampire Diaries aus- und wieder eingestiegen, ohne dass es einen spürbaren Effekt hatte, dass die Ankündigung, er würde für die finale Staffel zurückkehren, den Eindruck erweckte, man habe etwas Besonderes für Tyler in petto. Ob es die fünf Minuten am Ende der Episode You Decided That I Was Worth Saving schon gewesen sein sollen? Das wäre ziemlich unbefriedigend, denn auch, wenn Tyler mittlerweile keine Rolle mehr in der Story spielt, hat er ein besseres Ende verdient als einen zufälligen Angriff von Damon, bei dem der Werwolf sich nicht einmal wehrt.

Für Damons Erweckungserlebnis taugt ein nächtlicher Tod seines „On-und-Off“-Gegners ebenfalls nicht, denn die letzten Minuten sind zwar grausam, aber nicht besonders emotional. Doch vieles daran passt ohnehin nicht, denn: Wo war Tyler die ganze Zeit und woher weiß er ganz genau, an welchem Punkt Damon gerade steht? Und wieso lässt er die ganze Sache so über sich ergehen, als wenn er keine andere Wahl hätte?

Ebenfalls mehr darf man sich für die Freundschaft von Bonnie und Damon erhoffen, schließlich wurde nun auch sie aus seinen Erinnerungen gelöscht. Das ist ja bekanntlich bereits zuvor mit Elena passiert, doch, da es sich um das Traumpaar der Serie handelt (ja, egal, wie schön die Blumengestecke auf der Junihochzeit werden), dürfen wir sicher sein, dass die Löschung von Elena aus seinem Gedächtnis noch eine große Rolle spielen wird. Hoffentlich wird Bonnies Anwesenheit nicht einfach mit durchrutschen, denn die Freundschaft zwischen den beiden hat in einer recht trostlosen Staffel einiges gerettet und etwas Besseres verdient als eine Delena-Huckepackfahrt.

Fazit

Die Episode You Decided That I Was Worth Saving handelt von der sadistischen Idee einer Sirene. Im Zuge dessen zieht die neue Gegenspielerin eine alte Karte aus dem Hut, das Ultimatum zwischen zwei Lieben zu entscheiden. Doch wieso sie das macht und was sie vorhat, das wissen wir noch nicht, was wiederum die Folge gegen die ersten beiden ein bisschen abfallen lässt.

Trailer zur nächsten Episode, „An Eternity of Misery“ (8x04), der US-Serie „The Vampire Diaries“:

Christina Greiner

Der Artikel Vampire Diaries: You Decided That I Was Worth Saving - Review wurde von Christina Greiner am Uhr erstmalig veröffentlicht. Christina Greiner hat bereits 173 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht.

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