Upfronts 2008: TNT mit 14 neuen Projekten

Montag bis Mittwoch möchte man im Jahr 2010 in der Primetime mit eigenen Formaten in Erstausstrahlung bestreiten. Denn nachdem die Kabelsender sich auf den Gebieten Sport, Nachrichten und der Ausstrahlung von Kinofilmen den großen Networks angenähert haben, hält Steve Koonin - Präsident von Turner Entertainment Networks - die Zeit für gekommen, auch die letzte Bastion der Networks anzugreifen: wöchentliche Fernsehserien.
14 Dramaprojekte hat man deshalb bei TNT in der Mache, darunter von so namenhaften Produzenten wie Ridley Scott (Numb3rs), Robert Redford, Mark Burnett (Reality-Formate wie Survivor) und Steven Bochco (Commander in Chief, NYPD Blue). Deshalb will Koonin das künftige Programm des Senders und anderer Anbieter der Turner-Gruppe am 14. Mai bei Upfronts vorstellen - zeitgleich mit den großen Networks.
Normalerweise präsentieren die deutlich kleineren Kabelsender ihr Programm bereits einige Zeit vor der traditionellen Programmvorstellung der Networks in der dritten Maiwoche - schon allein aus der Annahme heraus, dass kaum ein Newsanbieter seine Reporter oder ein Werbeeinkäufer seine Angestellten zu den kleinen Fischen schicken wird, wenn zeitgleich die ungleich bedeutenderen Networks ihr Programm vorstellen.
Koonin stellt die abnehmende Stärke der Networks heraus, die in diesem Jahr nochmals an Boden verloren hätten. Zudem könne z.B. TNT bei einer Serienbestellung oftmals den Erwerb von 13 Episoden garantieren, während Networks manchmal nur sechs Episoden orderten und Serien bei schlechten Einschaltquoten auch sehr schnell absetzen würden. Zudem haben die Networks mit den Regularien (und deren engen Auslegung) der FCC zu kämpfen und würden sich vermehrt in den kreativen Prozess der Serienverantworltichen einmischen.
Alles Punkte, die bei TNT nur minimal bis gar nicht ins Gewicht fallen würden. Viel mehr „erweitern wir die kreativen Grenzen und schaffen eine Marketingplatform, um Serie erfolgreich an den Verbraucher zu bringen.“ Und „Für die Werbewirtschaft bilden unsere Sender eine Alternative, die von Jahr zu Jahr attraktiver wird“. So läuft dort seit einigen Jahren mit ansprechendem Erfolg The Closer mit Kyra Sedgwick und in diesem Jahr startete Saving Grace so erfolgreich, dass bereits nach wenigen Episoden eine zweite Staffel bestellt wurde.
Erstmalig bekannt wurden im Zusammenhang mit Koonins Äußerungen folgende Projekte: ein bisher titeloses Projekt um eine Familie in den 50er Jahren in Indiana von Angelo Pizzo und David Anspaugh; ein titelloser, in Boston angesiedelter Krimi, der auf den Büchern von Tess Gerritsen basiert; und das von DreamWorks produzierte The Genie Chronicles, eine fantastische Abenteuerserie um eine Reportern, die eine Lampe mit einem Flaschengeist findet.






















