Umfragen: Hohe Zustimmung für Autorenstreik

Zwischen - je nach Umfrage - 63 bis 69 Prozent aller Befragten unterstützen die Forderung der Autoren nach einer Beteiligung an den Gewinnen durch die Internet-Vermarktung von Filmen und Fernsehserien. Nur 4 bis 8 Prozent stehen in dieser Angelegenheit hinter den Studios. Etwas ernüchternd dürfte für die WGA jedoch der Umstand, dass die Mehrheit der Befragten gleichzeitig erklärte, dass sie sich im Falle, dass den Sendern das Material ausgeht, auch Wiederholungen anschauen würden. Immerhin 42 Prozent gaben jedoch an, dass sie stattdessen mehr lesen wollten. Bei den jüngeren Leuten stehen dagegen das Ausleihen von Filmen und Videospiele ganz oben auf der Liste der Alternativbeschäftigungen.
Unterstützung erhält die Autorengewerkschaft WGA derweil von ihrem internationalen Dachverband, der International Affiliation of Writers Guilds, die für den 28. November zu einem internationalen Tag der Solidarität mit den amerikanischen Autoren aufgerufen hat. Dazu sind Demonstrationen in Australien, Irland, Neuseeland, Kanada, Großbritannien, Mexiko und Frankreich geplant. Rebecca Schechter von der Writers Guild of Canada sagte dazu: „Ihr Kampf ist unser Kampf.“ Auch die europäische Autorenvereinigung Federation of scriptwriters in Europe, zu dem auch der Verband Deutscher Drehbuchautoren gehört, hat eine Solidaritätsadresse an die amerikanischen Kollegen gerichtet.
Die amerikanischen Studios und Networks scheinen sich derweil auf einen langen Streik einzustellen. Die Sender NBC und Fox haben intern mit rigiden Sparmaßnahmen begonnen, um für die Ausnahmeausfälle durch den Streik gerüstet zu sein: Dazu gehören u.a. Beschränkungen für Reiseausgaben und andere Spesen.





















