In Treatment: Review zur neuen «HBO»-Serie

(Aufgrund der Struktur der Serie ist es für diese Rezension notwendig, ein bisschen tiefer auf den Inhalt der einzelnen Folgen einzugehen. Da in jeder Episode nur ein Patient abgehandelt wird, werden hier die ersten fünf Folgen betrachtet, damit man auf alle Patienten kurz eingehen kann.)
Bemerkenswert an der Serie ist zunächst der Aufbau. In jeder Episode von 20-30 Minuten Laufzeit wird eine eigentlich wohl um die 50 Minuten lange Therapiesitzung abgehandelt, die Therapeut Paul (Gabriel Byrne) durchführt. Entsprechend des Terminplans von Paul wird vom amerikanischen Sender HBO Montag bis Freitag jeweils eine Episode der Serie ausgestrahlt, die sich, je nach Wochentag, mit einem bestimmten Patienten auseinandersetzt, zum Beispiel Montags immer die Sitzungen von Patientin Laura. Freitags gibt es eine Episode, die sich um Pauls eigene, wieder aufgenommene Therapie bei seiner früheren Mentorin dreht. Die erste Staffel umfasst 43 Episoden, wird also etwa 9 Wochen lang ausgestrahlt.
Montags ist der erste Termin von Paul Laura (Melissa George, Alias). Die junge Frau ist schon seit über einem Jahr bei Paul in Therapie und hat starke persönliche Probleme. Hauptsächlich dreht sich ihre Therapie aber um ihr Verhältnis zu ihrem Lebenspartner Andrew, ihre Depressionen und die sich daraus ergebenden Probleme. Laura ist durchaus ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft, arbeitet als Anästhesistin. Zu Beginn der ersten Episode ist sie vollkommen in Tränen aufgelöst, noch in der schicken Ausgehkleidung vom Vortag, hat die Nacht vor der Praxis von Paul verbracht und hat nun Schwierigkeiten, zwischen den Tränen ihre Gedanken klar zu formulieren.
Dienstags hat der neue Patient Alex (Blair Underwood, Dirty Sexy Money, The New Adventures of Old Christine) seinen Termin. Er ist ein sehr pragmatischer Kampfpilot der Navy. Bei einem seiner Aufträge kam es zu einem Fehler. Und während Alex keinen Fehler gemacht hat, wurde von ihm doch ein falsches Ziel bombardiert, 16 unbeteiligte Kinder starben dabei. Alex ist sehr kontrolliert und kontrollierend, überlässt nichts dem Zufall und hat sich bei der Therapeutenauswahl viele Informationen eingeholt. Und eigentlich möchte er nur einen Rat des Therapeuten einholen, ist der Meinung, nur eine einzige Sitzung dafür zu brauchen. Doch sein ganzes Auftreten macht klar, dass man ihn nicht zum letzen Mal in einer Therapeutenpraxis gesehen hat.






















