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Top Gun 2 - Maverick: Unerwartet gelungenes Sequel - Filmkritik

Top Gun 2 - Maverick: Unerwartet gelungenes Sequel - Filmkritik

Top Gun 2 - Maverick: Unerwartet gelungenes Sequel - Filmkritik

Maverick und seine tollkühnen Kampfpiloten sind in Top Gun 2: Maverick zurück auf der Kinoleinwand zu sehen. Mach(t) das Sequel zu Top Gun 36 Jahre später alles richtig? Hier geht es zum Highway zur Danger Zone.

Der tollkühne Navy-Kampfpilot Pete „Maverick“ Mitchell (Tom Cruise) ist mit „Top Gun 2: Maverick“ zurück und muss nach dem Absturz eines teuren Tarnkappenjets, bei dem er über zehn Mach geflogen ist, zurück an seine alte Ausbildungsstelle. Dieses Mal jedoch nicht als Pilot, sondern als Lehrer. Die neuen Schützlinge sollen eine unterirdische Urananreichungsanlage zerstören, welche nur in einem „Todesstern“-artigen Anflug durch eine kurvenreiche Schlucht zu erreichen ist.

Danach ist auch das Entkommen mehr als gefährlich, sind neben den Abfangraketen doch auch neuere Kampfflugzeuge in der Gegend auf Patrouille. Eine todesmutige Mission, die Lehrer Maverick natürlich selbst fliegen muss. Hinzu kommt, dass sein Flügelmann der Sohn seines alten Kollegen „Goose“ (Anthony Edwards) ist. „Rooster“ (Miles Teller, „Whiplash“) hat ihm jedoch den Tod des Vaters nie verziehen und wurde vom väterlichen Freund jahrelang in der Akademie zurückgehalten, da seine Familie ihn nicht fliegen lassen wollte. Am Boden lässt Pete außerdem seine alte Liebe zur Barbesitzerin Penny (Jennifer Connelly, Snowpiercer) neu aufleben.

Take My Breath Away

Der Piloten-Cast rund um Teller musste ein von Cruise aufgesetztes dreimonatiges Navy-Bootcamp vor dem Dreh absolvieren. Die Darsteller und die eine Darstellerin, Monica Barbaro als „Phoenix“ (Stumptown, UnREAL), sollten nachempfinden können, was es heißt, ein Navy-Pilot zu sein und zu den Besten zu gehören.

Flugtraining gehörte hier ebenfalls dazu und die atemberaubenden Flugszenen wurden in echten Flugzeugen gedreht. Verschiedene Kameras wurden dabei an den F-18 Kampfjets montiert und Regisseur Joseph Kosinski („Oblivion“, „Tron: Legacy“) konnte erst nach der Landung einsehen, was seine Schützlinge da für Bilder eingefangen haben. In Zeiten von Greenscreen, Volume und auffällig vielen Studioszenen in aktuellen Produktionen ist diese Herangehensweise von Cruise absolut atemberaubend.

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Highway to the Danger Zone

Man möchte meinen, dass das Sequel alles richtig macht. Es kann zumindest festgehalten werden, dass vieles nicht falsch gemacht wurde: Maverick ist natürlich weiterhin der beste Pilot aller Zeiten. Aber mit seiner stagnierenden Karriere und durch das eher zurückhaltende Spiel von Cruise ist er auch ein absolut liebenswerter Charakter ohne zu große Mach(o)-Eier.

Der Disput mit Goose-Sohn Rooster hätte im langatmigen Melodrama enden können, aber hier wird es kurzweilig und passend abgehandelt. Der Cameo-Auftritt eines alten Bekannten aus dem ersten Film hätte ebenso im sentimentalen Nirvana enden können. Stattdessen schmiegt sich die kurze Szene emotional in die Geschichte ein.

War „Top Gun“ in den 80er Jahren geradezu progressiv mit einer Kelly McGillis als love interest und Lehrerin der Piloten, die sogar einige Jahre älter als der Hauptdarsteller war, ist hier Connelly „nur“ die Barfrau. Aber auch sie zeigt Maverick, wie man richtig segelt und wartet nicht unter Tränen im Blümchenkleid, bis der Pilot von der Mission heimkehrt. Eine adäquate Lauflänge von 131 Minuten weist der Film ebenfalls auf, die sich in keiner Sekunde zu lang anfühlen.

Fazit

Brauchten wir nach 36 Jahren ein Sequel zu „Top Gun“? Nein. Es ist jedoch erstaunlich, wie wunderbar rund in „Top Gun 2: Maverick“ alle Geschichtsstränge zueinanderfinden und ohne zu viel Fanservice als Fortsetzung funktionieren. Die großartigen Actionsequenzen sollten außerdem auf der großen Leinwand genossen werden, gespickt mit den bekannten Musikstücken, die einem eine Nostalgieträne in die Augen treiben können.

Im Kino ist „Top Gun 2: Maverick“ ein absolutes Seherlebnis und ein positives Beispiel für Sequels: vier von fünf Sternen. Der Film ist seit dem 26. Mai in den deutschen Kinos zu sehen.

Hier abschließend noch ein kurzes Feature über die Dreharbeiten mit dem Cast in der Vorbereitung:

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