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The Walking Dead: Ruhe in Frieden - Review zum Serienfinale - Kritik der Episode 11x24

The Walking Dead: Ruhe in Frieden - Review des Serienfinales (11x24)

Now we take this place

Damit ist die Schlacht gegen Pamela gewonnen, doch die Horde an Untoten ist noch zu bekämpfen. Anders als im Comic, in dem eine Herde von Untoten per Pferde eine Klippe runtergeschafft werden musste und Andrea zu Tode kam, ist es hier mehr Improteamwork, bei welchem aber alle an einem Strang ziehen. Man hat diese Szene schon bei Carol und Lydia gegen die Whisperers eingesetzt und auch Fear the Walking Dead hatte eine solche Szene schon vor mehreren Staffeln gezeigt (Stichwort Steg und Wasser), darum war es wohl besser, hier etwas Neues zu machen und die Kanalisation zu nutzen, um Pamelas Nobelbehausung bildgewaltig in die Luft zu jagen - ein wenig analog zu Game of Thrones und der Great Sept of Baelor (nur ohne Menschen).

Die Montage zu „Cult of Personality“, den Wrestlingfans auch als Einmarschmusik von C. M. Punk bekannt, macht jedenfalls viel Spaß und stellt ein letztes großes Hurra gegen die Beißer dar. Sicherlich ist es auch durchaus befriedigend, wenn die Untoten im Flammeninferno zerfetzt werden...

Daryl und Carol versichern Pamela in ihrer Zelle, dass man schon eine Lösung findet, wie es nun weitergehen kann, wer die schicken Häuser bekommt und um ihres muss man sich ja ohnehin keine Sorgen mehr machen...

Nach einer weiteren gewonnenen Schlacht wirft Negan seine Whisperers-Maske weg. Man fragt sich spätestens da, wo eigentlich Annie (Medina Senghore) ist, aber womöglich wollte man sie schonen. Maggie öffnet sich nun Negan und spricht offen über ihre komplexen Gefühle ihm gegenüber. Sie weiß natürlich, dass er vieles getan hat, um die Gruppe zu retten und dass er auch Hershels Leben bereits gerettet hat. Doch der Verlust von Glenn ist wahrscheinlich eines der tragischsten Erlebnisse ihres Lebens. Sie wird nie wieder jemanden so sehr lieben wie ihren Mann (im Comic hat sie tatsächlich irgendwann eine neue Person in ihrem Leben, nämlich Dante, der jedoch in der TV-Fassung eine gänzlich andere Rolle hatte...).

Alles, was sie sagt, stimmt und ist wahr, aber auf einem Sympathie- und Empathielevel hätte man die Figur anders darstellen können und wäre trotzdem sicherlich an so einen Punkt gelangt, der nicht so ein künstlich gestrecktes Drama gebraucht hätte. Meiner Meinung nach spielen auch die vielen Zeitsprünge zwischendrin rein, die das für uns Zuschauer so erscheinen lassen, dass diverse Grolle schon aus der Welt hätten geschaffen werden müssen. Plus: Cohans Serienpause wurde leider nicht optimal für das Comeback der Figur genutzt, die dann bisweilen recht unsympathisch erschien, statt den eigentlichen Schurken böser wirken zu lassen. Doch Negan ist schon seit dem ersten langen Zeitsprung sehr viel mehr auf der Seite der Survivor, als viele ihm zugestehen. Da ging leider manchmal einiges nicht so auf, wie das Autoren-Team es gerne gehabt hätte.

Rosita's Last Rites

Die Überlebenden gönnen sich ein freudiges gemeinsames Essen, bei dem die Klänge von „Landslide“ zu hören sind. Rosita hält weiter durch, Princess und Mercer sind glücklich, Dog ist wieder da und es wird ein Toast auf Luke ausgesprochen. Daryl respektiert Negan mit einem kurzen Nicken und er zieht wohl sein eigenes Ding durch. Einen Teaser zu seinem Spin-offThe Walking Dead: Dead City“ gibt es nicht, bis auf eine Anspielung, dass Maggie selbst nach einem einjährigen Zeitsprung die Welt da draußen erkunden möchte... Doch dazu gleich noch mehr.

Ein Happy-End gibt es auch für Yumiko und Magna, die sich endlich wieder küssen. Gabriel setzt sich zu Rosita, die den letzten Moment der Glückseligkeit genießt und aufsaugt, ehe sie Gabriel zuflüstert, was ihr geschehen ist. Das bekommt wohl dann auch Judith mit.

Rosita wird an ihr Sterbebett gebracht und erhält die Möglichkeit, sich zu von allen zu verabschieden. Diese Ausgabe im Comic, die, wie gesagt, Andrea gewidmet ist, ist für mich die emotionalste in der gesamten Serie. Das auch aus persönlichen Gründen, denn rund um die Zeit der Veröffentlichung ist unser geschätzter Kollege Christian Junklewitz verstorben. In dem Comic verabschieden sich auch Rick, Carl (Chandler Riggs - der im Comic bis zum Ende überlebt) und Michonne von der Person, die eine begnadete Scharfschützin ist und ihr Leben für die Gruppe geopfert hat. Judith stirbt im Comic übrigens bei der Geburt und RJ (Antony Azor) existiert nicht.

TV-Rosita lebt ebenfalls länger als ihr Comic-Gegenstück, denn dort ist sie ein Opfer von Alpha (in der TV-Version: Samantha Morton), deren Kopf aufgespießt wird, als sie schwanger ist (Ähnliches gilt für Ezekiel und ein paar andere Opfer).

Beim TV-Abschied ist Eugene der Letzte, der seine Weggefährtin sprechen darf, ehe sie dahinschläft. Er wurde durch sie ein besserer Mann und beide schließen ihren Frieden.

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Adam Arndt

Der Artikel The Walking Dead: Ruhe in Frieden - Review des Serienfinales (11x24) wurde von Adam Arndt am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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