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Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht: The Great Wave (1x04) - Review

The Lord of the Rings - The Rings of Power: The Great Wave (1x04) - Review

The Lord of the Rings - The Rings of Power: The Great Wave (1x04) - Review

Findet Galadriel bei der Herrscherin von Numenor Gehör? Wird Elrond herausfinden, was sein Freund Durin heimlich in seinem Berg treibt? Und wer ist der geheimnisvolle Anführer der Orks, die den Menschen der Southland gefährlich werden? All das und mehr gilt es, im Review zur vierten Episode von The Lord of the Rings: The Rings of Power zu besprechen.

Nach dem vollgepackten, zweiteiligen Auftakt hatte man sich in der dritten Episode der Serie The Lord of the Rings: The Rings of Power auf drei Schauplätze konzentriert, was man auch in der vierten Folge mit dem Titel The Great Wave beibehält. So bleiben diesmal die Harfüße samt Stranger außen vor und auch das Elbenreich Lindon wird wieder nicht gezeigt. Im Rahmen von einstündigen Episoden scheinen drei Handlungsstränge aber ein guter Kompromiss zu sein, um uns nicht mit neuen Entwicklungen zu überfrachten. Auch wenn diese neue Episode sogar Überlänge besitzt...

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Numenor

Im menschlichen Inselreich Numenor macht man auf der Straße Stimmung gegen Galadriel (Morfydd Clark), was Kanzler Pharazon (Trystan Gravelle) dazu nutzt, sich im Volk als Verfechter numenorischer Interessen zu inszenieren. Die elbische Besucherin präsentiert unterdessen ihre besorgniserregenden Erkenntnisse bezüglich einer möglichen Rückkehr Saurons bei einer Audienz mit Queen Regent Miriel (Cynthia Addai-Robinson), stößt jedoch aufgrund ihrer herausfordernden Art nicht gerade auf offene Ohren der runden Art. Sie landet sogar neben Halbrand (Charlie Vickers) in einer Zelle, nachdem sie verlangt, Miriels elbentreuen Vater zu sprechen, den sie provokativ als wahren Herrscher Numenors bezeichnet.

Nach ihrem Ausbruch sucht Galadriel den alten König im Exil auf und trifft erneut auf Miriel, die sie in ihr größtes Geheimnis einweiht: Sie besitzt einen der Palantir-Sehersteine, der ihr den Untergang Numenors prophezeit, was mit der Ankunft der Elbin beginnt. Wäre es nicht um diese Vision, wäre sie wohl eine der sogenannten faithful, die weiterhin den Valinor nahstehenden Elben treu sind, doch, so wie die Dinge im Moment stehen, sieht sie sich gezwungen, Galadriel aus Numenor zu verbannen. Erst, als der weiße Baum Nimloth bei Galadriels Deportation weiße Blütenblätter zu regnen beginnt, entscheidet Miriel sich um - schließlich sollen diese die Tränen der Valar des Götterpantheons darstellen und insgeheim ist die Regentin vielleicht doch eine gläubige Elbenfreundin.

Die Zukunftsversion durch den Seherstein entspricht übrigens nicht dem gängigsten Gebrauch in Tolkiens Schriften, bei welchem man meist nur ferne Orte, an denen andere Palantiri stehen, einsehen kann. Hier funktioniert der Omenorb eher wie Galadriels wahrsagender Wasserspiegel in ihrem späteren Reich Lothlorien. Eine Funktion, die Tolkien nur einmal im „Silmarillion“ beschrieb. Es kommt wohl auch immer darauf an, wer den Stein auf welche Weise benutzt. Hier können verschiedene Mächte im Spiel sein. Spannend bleibt, was man mit der Information macht...

So sehr die beiden gigantischen Egos von Galadriel und Miriel zunächst aneinandergeraten, so wundervoll und passend ist es, wie die beiden sich durch einen symbolträchtigen Baum annähern. Ein sehr Tolkien-artiges Motiv, das sich von Anfang an durch die ganze Serie zieht: Die leuchtenden Bäume von Valinor aus dem Prolog, mit deren Zerstörung der große Krieg gegen Morgoth begann, die symbolisch korrumpierten Blätter der Bäume in Lindon und natürlich deren Ableger in Kzahad-dum, der als Zeichen für die Freundschaft zwischen Elrond und Zwergenprinz Druin in den Minen wächst.

Die Frage, ob Numenor den Menschen in Mittelerde beistehen sollte, wird vermutlich einen Keil in die isolierte Bevölkerung treiben, da zum Teil anti-elbische Ressentiments im Land vorherrschen. Für die Reise nach Mittelerde werden aber ausschließlich Freiwillige rekrutiert, zu denen auch Isildur (Maxim Baldry) gehört. Nicht unbedingt, weil ihn die ominöse Stimme aus der letzten Folge dorthin gerufen hat, sondern weil sein Versuch, mit Absicht aus der Seefahrergilde entlassen zu werden, auch seinen Freunden den Kadettenplatz gekostet hat und diese sich nun haben einschreiben lassen. Interessant, wie das Thema „Widerwilligkeit“ von Anfang an in Isildurs Storyline hineingebacken ist, wenn wir ihn natürlich hauptsächlich dafür kennen, dass er sehr viel später daran scheitern wird, den Einen Ring zu vernichten...

Eärien (Ema Horvath), die Tochter von Elendil (Lloyd Owen) und Schwester von Isildur, macht unterdessen die Bekanntschaft von Kemen (Leon Wadham), dem Sohn von Pharazon. Eine noch etwas nichtssagende Romanze ohne besonders viel Chemie zwischen den Darstellenden, die aber erhebliches Dramapotential in sich trägt, je nachdem, wie sich die politischen Lager in Numenor aufteilen werden...

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