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Aktuelle Streaming-Tipps: My Brilliant Friend, Rilakkuma & Kaworu und Call My Agent!

Streaming-Tipps: My Brilliant Friend, Rilakkuma & Kaworu und Call My Agent!

Streaming-Tipps: My Brilliant Friend, Rilakkuma & Kaworu und Call My Agent!
Die Streaming-Tipps für Kalenderwoche 19 (c) HBO/Netflix/France 2

Lasst Euch von der italienischen Dramaserie My Brilliant Friend verzaubern, chillt eine Runde mit den flauschigen Stop-Motion-Mitbewohnern aus Rilakkuma & Kaoru oder gönnt Euch mit dem französischen Call My Agent! eine Prise Comedy. Heute bei uns im Streaming-Tipp.

Bei den wöchentlichen Streaming-Tipps aus der Redaktion von SERIENJUNKIES.DE® lassen sich unsere Redakteurinnen und Redakteure in die persönlichen Watchlists blicken und teilen ausgewählte Serien-, Film- und Dokutipps mit Euch. Diese könnt Ihr Euch dann direkt über den jeweiligen VoD-Anbieter auf die Bildschirme holen. Und, falls diese Woche nichts für Euch dabei ist, schaut Ihr am besten auf unsere Streaming-Tipps-Themenseite für die Empfehlungen und Geheimtipps der vergangenen Wochen. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und gute Unterhaltung!

Aktuelle Streaming-Tipps:

Nadja: My Brilliant Friend

Die vierteilige „Neapolitanische Saga“ von Elena Ferrante landete in den vergangenen Jahren auf den Bestsellerlisten und dank einer Serienadaption nun auch auf den Fernsehbildschirmen.

Im Zentrum der Serie „L'amica geniale“ („My Brilliant Friend“/„Meine geniale Freundin“) steht die Geschichte von Elena Greco. Die ältere Dame lebt in einem Haus voller Bücher. Als ihre wichtigste Bezugsperson Lila spurlos verschwindet, schreibt sie die Geschichte ihrer Freundschaft nieder. Die beiden kennen sich seit ihrer Grundschulzeit in den 1950er Jahren im Armenviertel Neapels. Ihre äußerst ambivalente Freundschaft erstreckt sich also insgesamt über mehr als 60 Jahre.

In den acht Episoden der ersten Staffel werden die Zuschauerinnen und Zuschauer in eine proletarische Nachbarschaft mitgenommen, die nichts mit dem deutschen Sehnsuchtsort Italien der fünfziger und sechziger Jahre zu tun hat. Hier regiert die Mafia, die Menschen arbeiten hart und bekommen dafür wenig. Die Sitten sind streng und die Umgebung ist einfach nur trostlos. Bildung ist in diesem ärmlichen Milieu nichts Erstrebenswertes und doch ist es vor allem das wissbegierige Lernen, das die kleine Elena und die kleine Lila zusammenhält, aber auch miteinander in bittere Konkurrenz treten lässt. Gemeinsam erleben die beiden Mädchen (häufig als stille Beobachter) die verschiedenen Dramen, die sich in den Familien des Viertels abspielen und sie brechen erstmals gemeinsam aus ihrem Umfeld aus.

Brillant an dieser Dramaserie sind vor allem die jungen, unverbrauchten Hauptdarstellerinnen. Elisa Del Genio und Ludovica Nasti schlüpfen in die Rollen von Elena und Lila im Grundschulalter. Als Teenager werden sie dann von Margherita Mazzucco (Elena) und Gaia Girace (Lila) gespielt. Sie alle stellen ihre Charaktere vollkommen natürlich und realistisch dar und haben es geschafft, mich völlig in den Bann dieser herausragenden Serie zu ziehen. Mit den vielen Nebenfiguren wird ein Geflecht aus Geschichten und Verbindungen geschaffen, das im Laufe der sich etwa über zehn Jahre erstreckenden ersten Staffel einen regelrechten Sog auf mich ausgeübt hat. Gut, dass es eine zweite Staffel geben wird.

Die Koproduktion von Rai und HBO wird auf Italienisch gedreht beziehungsweise hauptsächlich auf Neapolitanisch, einer eigenen Sprache, die von der Arbeiterklasse gesprochen wird. Rai strahlt die Serie daher mit Untertiteln aus. Auch HBO sendet sie in Originalsprache mit englischen Untertiteln. Die deutschen Zuschauerinnen und Zuschauer können (müssen aber natürlich nicht) es sich etwas einfacher machen und die Serie seit dem 2. Mai 2019 auf Wunsch auf Magenta TV in der Synchronfassung schauen.

Meine geniale Freundin: Roman (Neapolitanische Saga 1)

Art:Buch
Erschien am:30. August 2016
Format:Kindle Ausgabe
Verlag:Suhrkamp Verlag
Seitenzahl der Print-Ausgabe:426 Seiten
10.99 €
Details
In Zusammenarbeit mit Amazon.de

Adam: Rilakkuma & Kaworu

Seit April ist die japanische Stop-Motion-Animationsserie „Rilakkuma and Kaoru“ bei Netflix verfügbar. Die charmante und arbeitsaufwändige Serie hat sich blitzschnell durch ihre Putzigkeit in mein Herz gespielt. In der ersten Staffel sind 13 kurze Folgen verfügbar, die zwischen zwölf und 15 Minuten lang sind. Die Figuren sind in Japan längst eine beliebte Nummer, von der es viele Fanartikel gibt.

Im Mittelpunkt steht die Büroangestellte Kaoru, die mit zwei Plüschbären und einem Plüschküken zusammenlebt. Die Kollegen nehmen Kaoru nicht immer für voll oder schieben Arbeit auf sie ab und auch ihre alten Freunde haben inzwischen ihre eigenen Leben aufgebaut, so dass Traditionen wie gemeinsame Picknicks kurzfristig ins Wasser fallen. Gut also, dass die Plüschbegleiter immer zur Stelle sind. Auch Geisterfilme oder Fressmeilen werden gemeinsam besucht. Die Bären helfen Kaoru öfter mal auf die Sprünge, schenken ihr Selbstbewusstsein und verhelfen ihr zu kleinen Glücksmomenten, was positiv ansteckend ist.

Einen enormen Respekt verdient die Arbeit, die in die 13 Folgen gesteckt wurde, denn zwei Jahre lang wurde animiert, geschrieben und in Kleinstarbeit jede kleine Geste der Figuren aufgenommen. Ein Making-of-Video verdeutlicht hoffentlich den immensen Aufwand, den sich die Macher gemacht haben und die dabei typisch japanisch demütig erscheinen.

Wer sich immer noch nichts unter dem „Slice-of-Life“-Zeichentrick vorstellen kann, schaut am besten in den Trailer. Insgesamt kann man die Serie als einzigartig bezeichnen, auch wenn eine Mischung aus „Die fabelhafte Welt der Amelie", „Isle of Dogs", Hilda und „Coraline" vielleicht ansatzweise den Kern der Serie beschreiben könnte.

Rilakkuma Pl?sch Korilakkuma
Art:Accessoires
Gr??e:18,5 x 10 x 23 cm
In Zusammenarbeit mit Amazon.de

Hanna: Call My Agent!

Agenten, Schauspieler, Bürogeschichten, Liebe. Wer eine amüsante und sehr charmante Dramedy genießen möchte, sollte einmal in den französischen Serienhit Call My Agent! schauen (im Original Dix pour cent, die zehn Prozent der Agentengage).

Eigentlich ist das Grundkonzept der Serie recht simpel. Eine kleine Künstleragentur in Paris kämpft in jeder Episode mit einem Problem ihrer Schauspieler, die sie vertreten. Sei es ein Mutter- und Tochtergespann, welches keine drei Monate auf einem geschlossenen Set gemeinsam drehen möchte, zwei Schauspieler, die ein Liebespaar spielen müssen und sich absolut nicht mögen, ein Darsteller, der nicht schwimmen kann, aber eine Poolszene vorgesehen ist und viele solche recht vorhersehbare Schauspieler-Agent-Konflikte. Das Besondere bei diesen abgeschlossenen Plots ist jedoch, dass die Gaststars sich selbst spielen. Gleich im Piloten sehen wir die bezaubernde Cecile de France, die für die Rolle im Tarantino-Film eine Schönheitsoperation veranlassen soll.

Natürlich befasst sich „Call My Agent“ nicht nur mit den Problemchen der Agenturkunden, sondern auch mit den problembehafteten Leben der Agenten. Eine uneheliche Tochter, die als Assistentin arbeitet, die abgebrühte Agentin Andrea (Camille Cottin), die scharf auf die schüchterne Steuerprüferin ist oder der Normalo-Agent Gabriel (Gregory Montel), der etwas mit der Rezeptionistin anfängt. Natürlich denkt man sich in einigen Szenen, dass so etwas in Deutschland arbeitsrechtlich gar nicht durchgehen würde, aber man lacht und denkt sich: „Ach, Franzosen eben...“ Einige der Beziehungswirrungen gehen einem auch wirklich nahe und werden dann wieder durch die amüsanten Bürokonstellationen aufgebrochen. Absolutes Bingepotential!

Die ersten beiden Staffeln mit jeweils sechs Episoden sind derzeit bei Amazon Prime Video im Sony Channel zubuchbar. Staffel drei startet zusätzlich am 15. Mai anlässlich der Filmfestspiele in Cannes. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekommen darin unter anderem Isabelle Huppert, Monica Bellucci und Beatrice Dalle zu sehen. Eine vierte Staffel ist bereits bestellt und soll 2020 kommen. Leider steht eine Originalfassung im Sony Channel nicht zur Verfügung. Frankophile Serienjunkies sollten dann letztendlich doch lieber zur DVD greifen, wobei das Sprachtempo einen manchmal durchaus umhauen kann - das wäre also eher etwas für sehr (!) fortgeschrittene Liebhaberinnen und Liebhaber der Sprache.

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