Du bist hier: Serienjunkies » News »

Star Trek - Prodigy: Darum ist die Animationsserie gutes Star Trek

Star Trek - Prodigy: Darum ist die Animationsserie gutes Star Trek

Poster zur Serie Star Trek: Prodigy (c) Paramount+
Poster zur Serie Star Trek: Prodigy (c) Paramount+

Allen Befürchtungen im Vorfeld zum Trotz hat sich der neueste Animationsableger des großen Star-Trek-Franchise, Prodigy, zu einer richtig guten Serie gemausert. Doch warum kommen Dal R'EI, Gwyndala und ihre Mitstreiter bei den Fans so gut an?

Kurtzman-Bashing

Eigentlich war es die immer selbe Leier, als Alex Kurtzman im Januar 2019 ankündigte, dass es abgesehen von Star Trek: Lower Decks noch mindestens eine weitere Animationsserie geben würde. Keines der Projekte, an denen der umtriebige Produzent und Drehbuchautor bislang mitgewirkt hatte, passte der lautstarken Riege von teils überkritischen Hardcorefans in den Kram. Die Enterprise im Kino? Zu hässlich. Khan in „Into Darkness“? Ein Desaster. Michael Burnham in „Discovery“? Eine Heulsuse.

Solche und ähnliche Kommentare fanden und finden sich teilweise immer noch zuhauf, wenn vom neuen „Star Trek“ die Rede ist. Dass Alex Kurtzman das Franchise salonfähig und massentauglich umgestaltet hatte, und nun vollkommen folgerichtig etwas tat, das der große Konkurrent „Star Wars“ schon seit Jahren beherrschte, war also ein Frevel. Denn „Star Trek“, so viel war klar, war doch nichts für Kinder. Vergessen war, dass es bereits 1973 eine Zeichentrickserie gab, die später unter Fans Kultstatus erlangt hatte. Vergessen auch, dass Leonard Nimoys Spock schon in den 60ern Massen von Kindern dazu animierte, begeisterte Fanbriefe zu schreiben.

Gesucht und gefunden

Als Star Trek: Lower Decks äußerst erfolgreich startete und sich schnell großer Beliebtheit erfreute, verhallten viele der Kritikerstimmen in den sozialen Netzwerken allmählich und Vorfreude machte dem „Wummern und Schreien“ auf Facebook und Co Platz. Am 28. Oktober 2021 schickten die Hageman-Brüder Dan und Kevin ihr neuestes Baby auf Paramount+ ins Rennen und was folgte, war Staunen. Die Pilotfolge Gesucht und gefunden (Teil eins) war nicht nur mit kleinen, aber feinen Referenzen gespickt (Kazon, Delta Quadrant, LCARS et cetera), sondern konnte auch erzählerisch punkten.

Der einer unbekannten Spezies angehörende Dal R'EI, seine neue Freundin Rok-Tahk sowie der coole Meduse Zero waren zudem sympathisch und der Deviner und sein General Grievous-artiger Helfershelfer Drednok herrlich fies. Der Stil konnte sich sehen lassen und die Musik von Nami Melumad kam wundervoll trekkig daher. Als dann noch gegen Ende der Episode die Protostar mit ihrem grandiosen Sternenflottendesign alter Schule in den Fokus rückte, waren die Voraussetzungen für ein Familienabenteuer, das dem Franchise Ehre erwies, gegeben.

Die Fortsetzung, „Gesucht und gefunden, Teil zwei“, kam actionreich daher und lieferte einige tolle Gänsehautmomente (die Gefangennahme Gwyndalas, die Flucht von Tars Lamora, die Einführung von Hologramm Janeway). On top kamen einige hübsche, nicht zu alberne Gags und wiederum der Soundtrack, der sich nahtlos ins „Trek“-Universum einfügte und der Geschichte durchaus etwas Episches verlieh. Außerdem: Was sollte mit dem raubeinigen, aber doch freundlichen Tellariten Jankom Pog und einem Abbild der ikonischsten Kapitänin der Sternenflotte schon schiefgehen?

Reinhard Prahl

Der Artikel Star Trek - Prodigy: Darum ist die Animationsserie gutes Star Trek wurde von Reinhard Prahl am Uhr erstmalig veröffentlicht. Reinhard Prahl hat bereits 135 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Reinhard Prahl

Aktuelle Lieblingsbeiträge der Leser von Serienjunkies


Paramount+: Serien und Filme im Februar 2023 (Update) Paramount+: Serien und Filme im Februar 2023 (Update)

Paramount ist seit dem Deutschlandstart im Dezember der Streamingdienst, der am frühsten mit den Neuheiten für den Folgemonat hausieren geht. Nun steht fest, was im Februar auf die Plattform kommt. Doch werden wirklich alle... [mehr]

Von Adam Arndt am Freitag, 3. Februar 2023 um 10.55 Uhr.