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Star Trek - Lower Decks: The Least Dangerous Game - Review

Star Trek - Lower Decks: The Least Dangerous Game - Review

Star Trek - Lower Decks: The Least Dangerous Game - Review

In der Folge The Least Dangerous Game der US-Serie Star Trek: Lower Decks steht für Mariner und Rutherford eine neue Außenmission an. Boimler möchte sich verändern, um die Karriereleiter schneller nach oben zu steigen.

The Least Dangerous Game

Mit The Least Dangerous Game ist die Cerritos unter Captain Freeman (Dawnn Lewis) zurück im All und nimmt Kurs auf die nächste Mission. Mariner (Tawny Newsome) untersteht nun mehr oder weniger direkt Commander Ransom (Jerry O'Connell), der sie genau im Auge behalten soll und bloß darauf wartet, dass sie erneut ein Fehlverhalten zu Tage legt und seine Anweisungen missachtet. Missionstechnisch wartet ein paradiesischer Wellness-Planet mit einem defekten Weltraumlift, den es zu reparieren gilt, auf Hilfe.

Unsere vier Freunde, die sich eingangs noch mit einem klingonischen Rollenspiel (entwickelt von den Ferengi) vergnügen, werden im Folgenverlauf mehrfach getrennt. Boimler (Jack Quaid) und Mariner stehen in den beiden Haupthandlungen im Fokus, während Tendi (Noel Wells) und Rutherford (Eugene Cordero) zwar anwesend aber nur indirekt an den Abenteuern beteiligt sind. Beide Handlungen sind aber - wie immer - humorvoll angelegt und wenn das jeweilige Drama zunimmt (bis hin zum Überlebenskampf), dürfen wir mitfiebern und gespannt auf die Lösung warten.

Mit Blick auf den Staffelauftakt finden sich weit weniger Referenzen an die älteren Serien oder Filme. K'ranch (Nolan North) sorgt zwar für ein paar ordentliche „Predator“-Vibes und Martok (J.G. Hertzler) als virtueller Dungeonmaster wirft mit klingonischen Bräuchen um sich, ehe unserem Team bewusst gemacht wird, dass das Spiel von den Ferengi entwickelt wurde und weitere Abenteuer mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Aber die wichtigen Referenzen beziehen sich eher auf Star Trek: Lower Decks selbst, den ersten beiden Staffeln und uns daraus bekannten Figuren, womit wir merken, dass dieses kleine Serienuniversum bereits auf eigenen Füßen steht. Bemerkenswert.

Außenmission

Commander Ransom, Mariner, Rutherford und Billups (Paul Scheer) sollen den orbitalen Lift, äh, Weltraumfahrstuhl (das richtige Wort dafür steht zur Debatte) reparieren und natürlich auch ein bisschen Kontakt zu den Einheimischen pflegen. Kurioserweise entscheidet Ransom, dass die Ingenieure des Teams es sich bei den hübschen Damen auf der Planetenoberfläche gemütlich machen, während Mariner und er den Aufzug reparieren. Wobei Ransom eher ein kleines Workout betreibt und in Sachen Reparaturen keine große Ahnung hat.

Da fällt es uns leicht, Mariners Seite zu sehen, die ihren Vorgesetzten ständig hinterfragt. Aber ihre (durchaus berechtigten Hinweise) werden permanent abgewunken. Selbst, als die Situation im Wellnessparadies aufgrund einer gewissen Bauchnabel-Thematik zu eskalieren beginnt, hält Ransom an seiner Entscheidung fest und bleibt uneinsichtig. Vorgesetzte eben, die sich nicht die Blöße geben wollen, einfach mal eine falsche Entscheidung getroffen zu haben. Da ist und bleibt es bloß eine Frage der Zeit, ehe Mariner sich dazu entscheidet, die Zügel in die eigene Hand zu nehmen.

Und gerade als sie dabei ist, entgegen den Anweisungen von Ransom zu Rutherford und Billups vorzustoßen, um sie aus der misslichen Lage zu befreien, lenkt Ransom doch noch ein und gesteht seinen Fehler. Perfektes Timing für noch mehr Humor, wenn Mariner den Aufzug emporsteigen muss, um zu verschleiern, dass sie bereits auf dem Weg zur Planetenoberfläche war oder auch, wenn Ransom etwas später die Situation um Rutherford und Billups, die in einen Vulkan hinabgelassen werden sollen, mit freiem Oberkörper regelt.

Am Ende des Tages fährt Mariner einen kleinen Sieg ein. Sie mag zwar noch nicht vom Haken sein, aber selbst Ransom muss gestehen, dass ihre Vorschläge während der Mission durchaus angebracht waren. Mal schauen, wie das nächste Woche aussieht.

Boimler

Als Boimler davon erfährt, dass Vendome (Sam Richardson) zum Captain aufgestiegen ist und ein eigenes Kommando hat, beschließt er, seinen moderaten und sicheren Lebensweg umzukrempeln. „Bold Boimler“ nimmt fortan alles an, worum er von seinen Kollegen gebeten wird, auch wenn er sich damit aus seiner Komfortzone begeben muss.

Und es funktioniert. Nachdem seine erste Erfahrung beim „Springball“ einen schmerzhaften Kontakt mit Shaxs (Fred Tatasciore) zur Folge hat, entsteht eine Kette von Fortschritten für den Fähnrich. Shaxs ist beeindruckt, Boimler verliert seine Angst vor Lundy (Nolan North) und stimmt schließlich - nachdem er Tendis Rat falsch interpretiert - einer Jagd mit K'ranch zu.

Natürlich muss auch hier die Handlung ins Extrem gehen, denn mit K'ranch ist erstmal nicht zu spaßen. Der alte Boimler kommt hier auch schnell wieder durch und sucht kreischend und auf der Flucht nach einem Ausweg. Aber am Ende stellt er sich dem Jäger entgegen und beschert uns die amüsante Auflösung hinter der Jagd, womit er nicht nur K'ranch sondern auch Captain Freeman beeindrucken kann.

Ich bezweifle zwar, dass Boims allzu schnell die Ränge emporsteigen wird, obwohl die Parallele mit dem Speer - auch Vendome wurde einst von einem in der Schulter getroffen - etwas anderes suggeriert. Aber es ist ein interessanter Charakterbogen, der hier aufgespannt und hoffentlich fortgesetzt wird.

Tendi und Rutherford

Wie eingangs erwähnt, kommen mir diese beiden Figuren diese Woche zu kurz. Klar, man kann nicht immer alle Hauptfiguren in ähnlicher Form bedienen und weiterentwickeln. Aber während die weitere Reise von Mariner und Boimler aufgezeigt wurde, fehlt dieser Aspekt bei Tendi und Rutherford noch, was leicht schade ist. Aber vielleicht wird in der nächsten Folge der Spieß ein wenig umgedreht und das Abenteuer dreht sich dann verstärkt um Tendi und Rutherford, während Mariner und Boimler in der zweiten Reihe Platz nehmen.

Schließlich zeigt die Rahmenhandlung mit dem Rollenspiel wunderbar auf, dass die vier ihre Freizeit miteinander verbringen und auch an den jeweiligen Entwicklungen im Freundeskreis interessiert sind. Dazu gehört auch, dass Tendi diese Woche Boimler bei seinem neuen Werdegang unterstützt oder Mariner möglichst schnell Rutherford zur Hilfe eilen möchte. Und solange diese gegenseitige Unterstützung und das Miteinander vorhanden bleiben, lässt sich kaum meckern.

Fazit

Auch die zweite Folge der dritten Staffel weiß zu überzeugen und legt viel Wert auf Humor, Action und Drama. Letzteres hauptsächlich durch die weiteren Werdegänge von Boimler und Mariner, womit Tendi und Rutherford diese Woche etwas kürzertreten. Von mir gibt es vier von fünf Sternen. Und von Euch?

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