Du bist hier: Serienjunkies » News »

Better Things: Start der 5. Staffel bei FX

Heute neu: Staffel 5 von Better Things bei FX

Der Cast der Serie Better Things auf einem Serienposter (c) FX
Der Cast der Serie Better Things auf einem Serienposter (c) FX

Die fünfte und letzte Staffel der Serie Better Things von und mit Pamela Adlon läuft heute bei FX an. Ihre Serienfigur versucht darin, sich fit zu halten und stellt fest, was dabei rauskommt, wenn man sich selbst googelt.

Bevor wir in der Silvesternacht den mentalen Neustart vollziehen, wollen wir wie immer mit unserer jährlichen Nachrufsammlung an die verstorbenen Film- und Serienstars sowie die kreativ Schaffenden erinnern, die uns 2022 verlassen haben. Mögen sie in Frieden ruhen.

Nicht immer sterben Stars durch Krankheit, Unfälle oder Altersschwäche. Wer Sorgen oder Kummer jeglicher Art verspürt, kann sich zum Beispiel unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 an die Telefonseelsorge wenden. Im Fall von Online-Angriffen hilft unter 0721-98 19 29 10 die Hotline des Bündnis gegen Cybermobbing. Die Nummer des psychiatrischen Bereitschaftsdienstes lautet 116 117.

© Buena Vista
© Buena Vista

Sidney Portier - 6. Januar

Schauspieler und Regisseur Sidney Poitier verstarb im Alter von 94 Jahren in Los Angeles. Er war der erste schwarze Schauspieler, der mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, den er für den er 1963 Film „Lilien auf dem Felde“ („Lilies of the Field“) für seine Rolle als Homer Smith erhielt. Seine Stimme in Hollywood nutzte er abseits der Bühne vor allem um für Grundrechte, Gleichberechtigung und Menschenwürde einzustehen.

Geboren 1927 in Florida, wuchs er zunächst auf den Bahamas auf, bevor mit 15 Jahren zurück in die Vereinigten Staaten kam, um drei Jahre später in New York zu landen und kurz darauf am „North American Negro Theatre“ Bühnenluft zu schnuppern. In den 1950er Jahren stieg er langsam aber sicher zum Filmstar auf und spielte in berühmten Werken wie „Flucht in Ketten“ (1958), „Die Saat der Gewalt“ (1955) oder seinem großen Durchbruch „Der Hass ist blind“ (1950) mit.

Der politische Ton seiner Filme und sein Erfolg in einer Zeit, in der Afroamerikaner nur schwierig an Rollen kamen geschweige denn in der Gesellschaft vollständig anerkannt wurden, machten ihn zu einem hochangesehenen Symbol für Gleichberechtigung und Bürgerrechte und einem Wegbereiter für viele Generationen, die auf hin folgten.

In den 70er Jahren erweiterte er sein Repertoire auf Comedy und führte selbst bei einigen Filmen Regie. Seine Expansion in Comedygefilde erreichte einen Höhepunkt durch den Film „Zwei wahnsinnig starke Typen“ (1975) mit Richard Pryor und Gene Wilder, welchem man durch seinen großen Erfolg durchaus nachsagen kann, einen langanhaltenden Trend für „Buddy-Comedies“ in Hollywood ausgelöst zu haben. In den 90er Jahren war er unter anderem in „Sneakers - Die Lautlosen“ (1992) neben zahlreichen anderen Stars wie Robert Redford zu sehen, bevor er 1997 an der Seite von Richard Gere und Bruce Willis seine letzte Filmrolle in „Der Schakal“ einnahm. Ein letztes Mal trat er abschließend 2001 im TV-Film „The Last Brickmaker in America“ auf.

Neben dem Oscar wurden ihm zahlreiche weitere Ehrungen zu Teil, wie der „Academy Honorary Award“ für sein Lebenswerk, die Presidential Medal of Freedom (eine der beiden höchste zivilen Auszeichnungen der USA) und auch in Großbritannien wurde er als Knight Commander of the Order of the British Empire geadelt.

© Netflix
© Netflix

Bob Saget - 9. Januar

Full House-Star Bob Saget verstarb mit 65 Jahren in einem Hotelzimmer in Orlando, Florida. Bei ABC war im Januar die Ausstrahlung der Sendung „America's Funniest Home Videos“ mit einer Eilmeldung über Sagets Tod unterbrochen worden. Saget selbst hatte das Format von 1990 bis 1997 moderiert.

Serienjunkies kennen und lieben Saget aber vor allem für seine Paraderolle als verwitweter Vater Danny Tanner in der ABC-Sitcom Full House, die von 1987 bis 1995 lief und von 2016 bis 2020 unter dem neuen Titel Fuller House bei Netflix fortgeführt worden war. Öffentliche Trauerbekundungen kamen bereits von den damaligen Serienstars Dave Coulier alias Joey Gladstone, Candace Cameron Bure aka D. J. Tanner sowie von John Stamos, der den Jesse Katsopolis spielte.

Saget und Stamos waren von 2015 bis 2016 auch gemeinsam in der FOX-Comedy Grandfathered zu sehen, in der Stamos die Hauptrolle spielte, während Saget ein paar Gastauftritte hinlegte. Von 2001 bis 2002 spielte Saget außerdem die Titelrolle in der Familiensitcom „Raising Dad“ bei The WB. Hier spielte er ebenfalls schon einen Witwervater, dessen Töchter damals mit Kat Dennings (2 Broke Girls) und Brie Larson („Captain Marvel“) besetzt waren. Dazu passte später auch seine Sprecherrolle bei How I Met Your Father, wo Saget als älterer Ted zu hören war, der seinen Kindern erzählte, wie er einst deren inzwischen leider tote Mutter traf.

Bob Saget hinterlässt eine Frau, die er erst im Jahr 2018 geheiratet hatte, sowie drei Kinder aus einer früheren Ehe.

© Le Pacte
© Le Pacte

Gaspard Ulliel - 18. Januar

Der aufstrebende Schauspieler Gaspard Ulliel verunglückte mit nur 37 Jahren bei einem Skiunfall in den Alpen.

Für die Marvel-Serie Moon Knight stand Ulliel als Schurke Anton Mogart aka Midnight Man vor der Kamera. Vorher war er vorrangig im französischen Kino unterwegs. In „Saint Laurent“ spielte er 2014 den Modeschöpfer Yves Saint Laurent. Für seinen Auftritt in „Einfach das Ende der Welt“ wurde er 2016 mit dem Cesar ausgezeichnet, quasi der französische Oscar. 2019 trat er zudem in „Es war noch einmal“ auf, bei dem er selbst auch Regie führte. Deutlich früher noch, nämlich im Jahr 2007, spielte Ulliel zudem den Titelcharakter im US-Film „Hannibal Rising“.

Ulliel hinterlässt einen sechsjährigen Sohn und seine Freundin Gaelle Pietri.

© ZDF
© ZDF

Hardy Krüger - 19. Januar

Hardy Krüger verstarb im Januar im Alter von 93 Jahren in seinem Zuhause in Palm Springs, Kalifornien. Geboren wurde er am 12. April 1928 im Berliner Arbeiterstadtteil Wedding, wo er als Kind die NS-Zeit miterlebte. Seine ersten Kinoerfahrungen machte er dementsprechend als Jugendlicher in der nationalsozialistischen Propagandamaschinerie. Später wurde Krüger allerdings zum internationalen Filmstar, der schon 1962 beispielsweise neben dem Revolverhelden John Wayne im Streifen „Hatari!“ auftreten durfte. Doch der Schauspieler hinterlässt noch deutlich mehr unvergessliche Rollen.

So spielte er im britischen Kriegsdrama „Einer kam durch“ 1957 den deutschen Luftwaffenoffizier Franz von Werra. „Der Flug des Phoenix“ ließ Krüger 1965 neben James Stewart und Richard Attenborough auftreten. 1977 war es dann auch dieser Attenborough, der seinen deutschen Kollegen in „Die Brücke von Arnheim“ inszenierte, ein weiterer Kriegsfilm. Hier spielte Krüger nur eine kleinere Rolle, jedoch zusammen mit Größen wie James Caan, Gene Hackman, Sean Connery, Michael Caine und Anthony Hopkins. Ein Jahr später war Krüger im Film „Die Wildgänse kommen“ neben Richard Burton und Roger Moore zu sehen (er teilte sich also die Leinwand mit gleich zwei Bond-Darstellern).

Ein weiteres Highlight in Krügers beeindruckender Karriere war seine Beteiligung am Kubrick-Klassiker „Barry Lyndon“ im Jahr 1975. Viele seiner ersten Erfolge feierte der deutsche Schauspieler, den die Rollen in seinem Heimatland kaum interessierten, zunächst in Frankreich. So spielte er 1962 etwa in „Sonntage mit Sybill“ als Vietnamkriegsveteran mit. Das Werk wurde mit dem Oscar als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet. Aufgrund seiner blonden Haare und blauen Augen wurde Krüger in Großbritannien und Amerika oft in Nazi-Rollen besetzt, später konnte er sich davon zusehends befreien.

Wobei Krüger die NS-Zeit - wie eingangs erwähnt - am eigenen Leib erlebt hat. Darüber schrieb er 2016 auch in seiner Autobiografie. Mit 16 Jahren musste er damals in den Krieg ziehen und geriet schließlich in amerikanische Gefangenschaft. Das soll ihm jedoch das Leben gerettet haben, weil er von den Deutschen wegen Befehlsverweigerung kurz zuvor zum Tode verurteilt worden sei. Bis ins hohe Alter engagierte sich Krüger gegen Rechtsradikalismus, indem er seine eigenen Erfahrungen berichtete und vor einer möglichen Wiederholung der Geschichte warnte.

Verheiratet war Krüger drei Mal in seinem Leben: von 1950 bis 1964 mit der Schauspielerin Renate Densow, von 1964 bis 1977 mit der italienischen Malerin Francesca Marazzi und von 1978 bis zu seinem Tod mit der Amerikanerin Anita Park, mit der er die letzten Jahre zwischen Kalifornien und Hamburg pendelte. Drei Kinder werden von ihm überlebt: Christiane, Malaika und Hardy Krüger Junior, selbst ein Schauspieler. Seinen letzten Auftritt vor der Kamera legte der Verstorbene übrigens 2011 im ZDF-Fernsehfilm „Familiengeheimnisse - Liebe, Schuld und Tod“ hin.

© Syfy
© Syfy

Meat Loaf - 20. Januar

Der amerikanische Rockstar und Schauspieler Meat Loaf, der mit bürgerlichem Namen Michael Lee Aday hieß, verstarb im Januar dieses Jahres im Alter von 74 Jahren.

Im Statement auf der offiziellen Facebook-Seite hieß es: „Es bricht uns das Herz zu verkünden, dass der unvergleichliche Meat Loaf letzte Nacht mit seiner Frau Deborah an seiner Seite verstorben ist. Seine Töchter Pearl und Amanda sowie enge Freunde waren ebenfalls in den letzten 24 Stunden bei ihm. Seine unglaubliche Karriere umfasste sechs Dekaden, in denen er über 100 Millionen Alben weltweit verkaufte und in über 65 Filmen, inklusive 'Fight Club', 'Focus', 'Rocky Horror Picture Show' und 'Wayne's World' mitspielte. 'Bat Out of Hell' ist nach wie in den Top 10 der am meisten verkauften Alben aller Zeiten. Wir wissen, wie viel er so vielen von euch bedeutet hat und wissen all die Liebe und Unterstützung wahrlich zu schätzen, während wir diese schwierige Zeit der Trauer durchleben, nachdem wir einen so inspirierenden Künstler und wundervollen Mann verloren haben. Wir danken euch für das Verständnis, dass wir jetzt Privatsphäre brauchen. Von seinem Herzen in eure Seelen... hört niemals auf zu rocken!

Seine erste Serienrolle hatte Meat Loaf 1985 in der äußerst kurzlebigen Miniserie „Rebellious Jukebox“. Es folgten Gastrollen in Formaten wie dem The Equalizer-Original, „Lightning Force“, „Tales from the Crypt“, „Nash Bridges“, South Park, House, Monk, Elementary oder auch Glee sowie Filmauftritte in den oben genannten Streifen. Zuletzt war er mit einer umfangreicheren Nebenrolle in der Syfy-Geisterjägerserie Ghost Wars zu sehen, in welcher er den trauernden Vater Doug Rennie verkörperte.

Sein nach wie vor berühmtester Song dürfte „I'd Do Anything for Love (But I Won't Do That)“ vom Album „Bat Out of Hell II: Back into Hell“ sein, für den er 1994 den Grammy-Award für die beste Solo-Gesangsdarbietung eines Rockkünstlers erhielt.

© FX
© FX

Louie Anderson - 21. Januar

Im Alter von 68 Jahren verstarb der Schauspieler, Stand-up-Komiker und Moderator Louie Anderson an einer Krebserkrankung in Las Vegas.

Anderson feierte sein Debüt als Stand-up-Komiker 1984 in der „The Tonight Show“. In der ABC-Serie „Perfect Strangers“ sollte er ursprünglich als Hauptdarsteller mitmischen, wurde jedoch durch Mark Linn-Baker ersetzt. 1994 schuf er die Animationsserie „Life With Louie“, die zwei Episoden in der Primetime bei FOX lief, ehe sie zum Samstagmorgencartoon wurde und es auf drei Staffeln schaffte. Seine Arbeit als Synchronsprecher brachte ihn zwei Daytime Emmys im Jahr 1997 und 1998 ein. Außerdem war er Hauptdarsteller in der kurzlebigen CBS-Sitcom „The Louie Show“, die es nur auf sechs Folgen im Jahr 1996 brachte. Mit dabei waren auch Bryan Cranston, Paul Feig und Laura Innes.

Von 1992 bis 2002 war er der Moderator der beliebten Gameshow „Family Feud“ (In Deutschland als „Familienduell“ bekannt). 2017 war er noch einmal als Kandidat in „Celebrity Family Feud“ dabei, moderiert von Steve Harvey.

Den meisten Serienjunkies dürfte Anderson aber durch seine Rolle der Zwillings-Mutter Christine in der von Zach Galifianakis angeführten FX-Comedy Baskets bekannt sein. 2016 erhielt er dafür den Emmy-Award in der Kategorie „Outstanding Supporting Actor in a Comedy Series“. Außerdem erhielt er den Critics Choice Award als „Best Supporting Actor in a Comedy“. In „Baskets“ war er in allen vier Seasons zu sehen. Die Serie endete im Jahr 2019. Zudem erschien er als Bob in der Serie Search Party.

© Netflix
© Netflix

Kathryn Kates - 22. Januar

Kathryn Kates verstarb im Januar mit 73 Jahren in Florida. In Serien wie Orange Is the New Black, Seinfeld oder Law & Order: Special Victims Unit spielte sie in ihrer langen Karriere mit.

Gebürtig stammte sie aus New York. Nach einigen kleinen Rollen den 80ern, erschien sie als Gast in Serien wie „Matlock“, „Thunder Alley“ und Seinfeld. In gleich zwei Episoden des Sitcom-Hits ist sie zu sehen. Später schaute sie auch bei „Caroline in the City“, „Lizzie McGuire“, Judging Amy und Rescue Me vorbei.

Als wiederkehrender Gaststar war sie in drei Serien dabei: In Orange Is the New Black spielte sie Amy Kanter-Bloom, die Mutter von Pipers Ex-Verlobtem Larry (Jason Biggs); in Shades of Blue als Mrs. Saperstein, die Mutter von Detective David Saperstein (Santino Fondanta) und in Law & Order: Special Victims Unit als Richterin Marlene Simons.

In dem Kurzfilm „Welcome to Sarajevo“ spielte sie ebenfalls mit und zuletzt konnte man sie als Angie DeCarlo in „The Many Saints of Newark“, dem Prequelfilm zu The Sopranos sehen. Auch am Broadway und Off-Broadway performte sie, etwa in „Significant Other“.

© ABC
© ABC

Howard Hesseman - 29. Januar

Schauspieler Howard Hesseman, der in der ABC-Sitcom Head of the Class (zu Deutsch: „Ganz große Klasse“) von 1986 bis 1990 als Schullehrer Charlie Moore zu sehen war, verstarb mit 81 Jahren in Los Angeles. Als Todesursache wurden Komplikationen bei einer Darmoperation genannt.

Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Hesseman 1980 und 1981, als er zweimal hintereinander für einen Emmy nominiert war. Es ging dabei um seine Rolle als John Caravella aka DJ Dr. Johnny Fever in der CBS-Serie „WKRP in Cincinnati“. Auch wurde der Darsteller durch diese Darbietung zur Ikone der amerikanischen Gegenkultur, was unter anderem an seiner Sonnenbrille lag und an der Art, wie er sprach.

Obwohl „WKRP in Cincinnati“ nur von 1978 bis 1982 auf Sendung war, kehrte Hesseman 1991 im Revival nochmal zurück und führte dann auch Regie bei einigen Episoden. Zu der Zeit hatte er auch schon seinen Part bei Head of the Class abgeleistet, wobei er bei der jüngsten Wiederbelebung dieser Serie nicht mitwirkte.

Weitere Serienauftritte hatte Hessseman etwa bei Boston Legal, Fresh Off the Boat, „Jon From Cincinnati“, Psych und House. Fans von That '70s Show kennen ihn vielleicht noch als Radiomanager Max. Im Filmbereich ließ er sich unter anderem ablichten in „Police Academy 2“, „Heat“, „About Schmidt“ und „Halloween II“.

© Sony/Columbia Pictures
© Sony/Columbia Pictures

Ivan Reitman - 12. Februar

Filmemacher Ivan Reitman verstarb im Februar im Alter von 75 Jahren.

Reitman wurde in der Tschechoslowakei geboren, ehe seine Familie nach Kanada umsiedelte, als er vier Jahre alt war. Dort arbeitete er in den 70er Jahren an Filmen wie „Foxy Lady“, „Cannibal Girls“ und „Meatballs“ („Babyspeck und Fleischklösschen“), ehe er 1981 in den Vereinigten Staaten mit der Filmkomödie „Stripes“ („Ich glaub' mich knutscht ein Elch!“) weitermachte, nachdem er Ende der 70s den Hit „Animal House“ („Ich glaub', mich tritt ein Pferd“) produziert hatte.

Mitte der 80er folgt dann sein größter Filmhit mit „Ghostbusters - Die Geisterjäger“. Im Rahmen dessen arbeitete erneut mit Bill Murray zusammen, der gemeinsam mit Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson zu Kammerjägern für Gespenster wurde, die allesamt für die Fortsetzung „Ghostbusters II“ zurückkehrten. Weiter ging es mit den Arnold Schwarzengegger-Vehikeln „Twins - Zwillinge“, „Kindergarten Cop“ und „Junior“, oder auch „Dave“, wo er abermals Sigourney Weaver vor seine Kamera bat oder auch „Father's Day“ („Ein Vater zuviel“) mit Robin Williams und Billy Crystal.

Im neuen Jahrtausend folgten Genrekomödien wie „Evolution“ oder „My Super Ex-Girlfriend“. Sein letzter als Regisseur betreuter Film war „Draft Day“ von 2014, mit seiner Produktionsfirma The Montecito Picture Company war er aber auch als Producer an zahlreichen Projekten beteiligt. Unter anderem an „Ghostbusters“ von 2016 und „Ghostbusters: Afterlife“ von 2021, den sein Sohn Jason Reitman gedreht hat.

Neben seinen drei Kindern und den Enkelkindern hinterlässt Reitman seine Frau Genevieve Robert, mit der er seit 1976 verheiratet war.

© 20th Century Studios/IFC
© 20th Century Studios/IFC

Sally Kellerman - 24. Februar

Schauspielerin Sally Kellerman verstarb im Alter von 84 Jahren in ihrem kalifornischen Zuhause Woodland Hills.

Kellerman war 1970 für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert worden. Die Ehrung kam für eine ihrer ersten und bis zuletzt bekanntesten Rollen, nämlich im „M*A*S*H“-Film. Dort war sie als Krankenschwester Margaret „Hot Lips“ Houlihan zu sehen. Ihr Spitzname inspirierte 2013 auch den Titel ihrer Autobiografie „Read My Lips: Stories of a Hollywood Life“.

Sechs Jahrzehnte umspannte die Film- und Fernsehkarriere der Schauspielerin. Sie war in Serien wie „Back to School“, „Last of the Red Hot Lovers“, „The Outer Limits“, Star Trek, „The Young and the Restless“ und Maron zu sehen. Darüber hinaus veröffentlichte Kellerman als Kabarettsängerin auch zwei Musikalben: „Roll With the Feelin'“ von 1972 und „Sally“ von 2007.

Mit dem „M*A*S*H“-Macher Robert Altman kooperierte sie immer wieder in verschiedenen Projekte. Dabei war sie anfangs ziemlich sauer auf ihn, weil er ihren Charakter „Hot Lips“ so schnell wieder verschwinden ließ. Er habe sie jedoch ermutigt, neue Chancen zu suchen, wofür sie ihm später dankbar gewesen sei. Eine ihrer wichtigsten Rollen, die so zustande kamen, war die im Fernsehfilm „Big Blonde“. Dort spielte Kellerman ein Supermodel, das sich auf einen Verkäufer einlässt, gespielt von John Lithgow, der sich als volle Enttäuschung entpuppt.

Kellerman nannte ihr Engagement bei „Big Blonde“ 1980 ihren bislang „am meisten ausgefertigten Part“, denn es sei das erste Mal gewesen, dass sie „eine ganze Person“ habe spielen dürfen.

Die Schauspielerin und Sängerin war im Lauf ihres Lebens zwei Mal verheiratet: In den frühen 70er Jahren mit dem Filmproduzenten Rick Edelstein und von 1980 an mit Jonathan D. Krane, ebenfalls ein Produzent. Mit ihm blieb sie bis zu seinem Tod vor sechs Jahren zusammen. Zwei erwachsene Kinder hinterlässt Kellerman.

© FOX
© FOX

Ralph Ahn - 26 Februar

Schauspieler Ralph Ahn verstarb im Februar dieses Jahres im hohen Alter von 95 Jahren.

Bei der FOX-Comedy New Girl war Ahn als Publikumsliebling Tran zu sehen, der erstmals in Staffel zwei auftrat. In der Episode Menzies freundete sich Nick Miller (Jake M. Johnson) mit dem „alten Mann im Park“ an. Später gingen sie gemeinsam in ein Wellness-Center, in dem Tran Nick im Pool wie ein Baby herumtrug.

Ahn wurde am 28. September 1926 in Los Angeles geboren. Er war der Sohn des koreanischen Unabhängigkeitsaktivisten Dosan Ahn Chang-ho. Ahns Bruder Philip inspirierte ihn zum Schauspiel, denn er galt als erster koreanisch-amerikanischer Hollywood-Star, nachdem er in den frühen 1970ern als Master Kan in „Kung Fu“ zu sehen war.

Ralph Ahn trat neben „New Girl“ unter anderem auch in Serien wie The Golden Girls, Emergency Room, King of Queens, The Shield und Gilmore Girls auf. Seit den 1950ern spielte er auch in vielen Filmen kleinere Rollen.

© NBC
© NBC

Ned Eisenberg - 27. Februar

Schauspieler Ned Eisenberg erlag im Februar im Alter von 65 Jahren an einem Krebsleiden.

Man kannte den Darsteller wahrscheinlich vor allem als Strafverteidiger Roger Kressler aus Law & Order: Special Victims Unit, bei welchem er (allerdings auch in zwei anderen Rollen) insgesamt 24 Mal zu sehen war. In Law & Order spielte er derweil mehrfach als Verteidiger James Granick mit.

Seine Karriere begann in den frühen 80ern, als er in vier Episoden von „Miami Vice“ mitwirkte, ehe er eine Hauptrolle in der kurzlebigen ComedyserieThe Fanelli Boys“ innehatte. Seine lange Liste an Gastauftritten besteht beispielsweise auch aus Rollen in Serien wie The Sopranos, Dash & Lily, NYPD Blue, Rescue Me, The Black Donnellys, The Plot Against America, The Blacklist, Elementary, Bull, White Collar, The Good Wife, Madam Secretary, 30 Rock, The Big C, The Night Of, Little Voice oder Person of Interest.

Mit zuletzt erschien er auch als Detective Hauser in Mare of Easttown und als Lou Rabinowitz in der Serie The Marvelous Mrs. Maisel. Im Filmbereich hatte er unter anderem Auftritte in „Million Dollar Baby“, „Flags of Our Fathers“, aber auch in „World Trade Center“ oder „Limitless“. Zudem war er auch aktiv in der amerikanischen Theaterszene und spielte in Stücken wie „The Green Bord“, „Golden Boy“, „Rocky“ und „Six Degrees of Separation“ mit.

Neben seiner Frau Patricia Dunnock hinterlässt er einen Sohn Lino Eisenberg.

© Marvel Studios
© Marvel Studios

William Hurt - 13. März

William Hurt verstarb im März im Alter von 71 Jahren an einem Krebsleiden in Portland, Oregon.

Der US-Schauspieler, der voriges Jahr noch als Secretary Ross im Marvel-Streifen „Black Widow“ zu sehen war, sowie als Donald Cooperman im Anwaltsdrama Goliath oder als Peter Cromwell in Mythic Quest: Raven's Banquet, erlebte den Höhepunkt seiner Karriere Mitte der 80er. Mit „Kuss der Spinnenfrau“ (1985), „Gottes vergessene Kinder“ (1986) und „Nachrichtenfieber - Broadcast News“ (1987) war er dreimal hintereinander für den Oscar nominiert. Mit erstgenanntem Titel gewann er die Trophäe auch. Später wurde er nochmal als bester Nebendarsteller für „A History of Violence“ (2005) nominiert.

Emmy-Nominierungen erhielt Hurt 2011 mit „Too Big to Fail“ und mit Damages im Jahr 2009. Und auch für den Tony Award war er einst nominiert, als er in den 80ern in Off-Broadway-Stücken auftrat. 1985 nominierte man ihn für „Hurlyburly“. Das war nur kurz nach seiner ersten Filmrolle im Jahr 1980, die er bei Sci-Fi-Thriller „Altered States“ innehatte (dafür gab es wiederum eine Golden-Globe-Nominierung als bester Newcomer). Ein Jahr später folgte sein denkwürdiger Auftritt in Lawrence Kasdans Sommerthriller „Body Heat“.

Im Lauf seiner beeindruckenden Karriere arbeitete Hurt mit vielen großen Regisseur:innen, darunter beispielsweise Peter Yates, James L. Brooks, Woody Allen, Wim Wenders, Anthony Minghella, Nora Ephron, Franco Zeffirelli, Carl Franklin, David Cronenberg, Steven Spielberg, M. Night Shyamalan, Ridley Scott sowie die beiden Russo-Brüder Anthony und Joe.

Weitere wichtige Filmrollen von Hurt waren in „A. I. - Künstliche Intelligenz“, „The Village“, „Syriana“, „Der gute Hirte“, „Into the Wild“ oder „Robin Hood“. Geboren wurde der Schauspieler am 20. März 1950 in Washington, D.C. An der Tufts University studierte er zunächst Theologie. Doch seine Schauspielleidenschaft überwog, sodass er an die renommierte Julliard School ging, um Theater zu studieren. Dort lernte er gemeinsam mit Robin Williams und Christopher Reeve.

Er hinterlässt vier Kinder.

© NBC
© NBC

Estelle Harris - 2. April

US-Schauspielerin Estelle Harris verstarb im Alter von 93 Jahren in Palm Desert, Kalifornien an natürlichen Ursachen.

Harris war vor allem als Estelle Costanza aus der Hit-Sitcom Seinfeld bekannt, in der sie 27 Episoden lang auftrat. Darüber hinaus war sie die Stimme von Mr. Potato Head in „Toy Story“ und vielen weiteren Cartoonfiguren. Auch nannte man sie die Queen of Commercials, da sie für bis zu 25 TV-Spots im Jahr gebucht wurde.

Sie hinterlässt drei Kinder, drei Enkelkinder und einen Urenkel.

© Future You Media
© Future You Media

Gilbert Gottfried - 12. April

Mit Gilbert Gottfried verstarb eine der erkennbarsten Stimmen der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Er litt unter Myotone Dystrophie Typ 2, einer Muskelerkrankung, die sich auf das Herz auswirken kann. Er wurde 67 Jahre alt

Cartoon-Fans kannten Gottfried als Stimme des verrückten Vogels Iago aus „Aladdin“ oder als Alienschurken Kraang aus „Teenage Mutant Ninja Turtles“, Comedy-Fans für seine kruden Stand-up-Routinen, seine Zeit bei der Sketch-Sendung „Saturday Night Live“ oder auch seine denkwürdigen Auftritte in der Gameshow „Hollywood Squares“. 2017 erschien ein bewegender Dokumentarfilm mit dem Titel „Gilbert“, der die private und sensible Seite des Comedians offenlegte.

Seine lange Liste an Serienauftritten beinhaltet Formate wie Becker, „The Cosby Show“, Crashing (UK), Episodes, „Hannah Montana“, Law & Order: Special Victims Unit, Mad About You, „Married With Children“ und The Marvelous Mrs. Maisel.

Gottfried hinterlässt seine Frau Dara Kravitz und zwei Kinder.

© NBC
© NBC

Liz Sheridan - 15. April

Die US-amerikanische Schauspielerin Elizabeth Ann Sheridan, besser bekannt als Liz Sheridan, verstarb im April im Alter von 93 Jahren in ihrem Zuhause im New Yorker Stadtteil Manhattan.

Sheridan war ihr meistes Leben lang als Tänzerin und Bühnenschauspielerin, wie zum Beispiel auf dem Broadway, beschäftigt. Ihren ersten TV-Credit erhielt sie 1977 für eine Episode von Kojak („Einsatz in Manhattan“). Weltberühmt wurde sie spätestens mit ihrer Rolle als neugierige Nachbarin Raquel Ochmonek in der 80s-Alien-Sitcom ALF. Ihre zweite große Sitcom-Rolle war die der fürsorglichen Mutter Helen Seinfeld in der langjährigen Hit-Comedy Seinfeld. Ihre letzten Rollen im Film- und Fernsehbereich spielte sie 2010.

Sie hinterlässt eine Tochter namens Stephanie.

© AMC
© AMC

Robert Morse - 20. April

Robert Morse verstarb im April dieses Jahres mit 90 Jahren. Geboren wurde der Amerikaner 1931 in Newton, Massachusetts.

Im Lauf seiner langen Bühnen-, Film- und Fernsehkarriere gewann Morse diverse Preise und hinterlässt eine Reihe unvergesslicher Darbietungen. Ebenso hinterlässt er fünf - natürlich selbst längst erwachsene - Kinder und seine Ehefrau Elizabeth Roberts, mit der er seit 1989 verheiratet war.

Vor allem Mad Men-Fans haben Morse geliebt, denn er spielte den exzentrischen und mysteriösen Agenturgründer Bertram Cooper, der immer schuhlos durch die Büros lief. Seinen großen Abschied in der finalen Season der AMC-Serie durfte der zweifache Tonypreisträger Morse mit einer besonderen Darbietung des Klassikers „The Best Things in Life Are Free“ hinlegen.

Das Broadway-Bühnenstück „How to Succeed in Business without Really Trying“ war 1961 Morses großer Durchbruch, für den er auch den ersten Tony erhielt. In der Verfilmung von 1967 spielte er den Part des J. Pierrepont Finch erneut. Den zweiten Tony gab es 1989 für seine Darbietung Truman Capotes in der One-Man-Show „Tru“. Hier brachte ihm die PBS-Aufzeichnung fürs Fernsehen 1993 sogar noch einen Emmy Award ein.

Für seine Rolle in „Mad Men“ erhielt Morse zwar keinen Emmy, doch dafür war er zwischen 2008 bis 2014 gleich fünfmal als bester Gastdarsteller nominiert. Weitere Serienauftritte hatte er über die Jahre in „That's Life“, „City of Angels“, „The Fall Guy“, „American Style“, „Murder, She Wrote“, „One Day at a Time“, „Trapper John, M.D.“ und „The Twilight Zone“.

© NBC
© NBC

David Birney - 27. April

Schauspieler David Birney ist im April im Alter von 83 Jahren an Alzheimer gestorben.

Birney war vor allem ein Theaterschauspieler, der unter anderem auf dem Broadway Erfolge feierte. Dem breiteren Publikum war er aber durch seine Arbeit im Fernsehen bekannt, wo er ab Ende der 1960er regelmäßig zu sehen war. „Bridget und Bernie“, eine Comedy über einen jüdischen Taxifahrer und seine katholische Ehefrau (Meredith Baxter) war sein erster großer Serienhit, auch wenn er aufgrund des zu der Zeit scheinbar zu „kontroversen“ Themas nur eine Season lang anhielt. Immerhin heiratete Birney seinen Co-Star später auch im wahren Leben...

Weiter ging es für ihn in Serien wie „Serpico“, „Love Boat“ und der Krankenhausserie „St. Elsewhere“ („Chefarzt Dr. Westphall“), in welcher er den Herzensbrecher-Chirurgen Dr. Ben Samuels darstellte. Darüber hinaus war er unter anderem in der Serie „Glitter“ zu sehen, spielte mehrere Parts in „Murder She Wrote“ („Mord ist ihr Hobby“) und war zuletzt in einer 2007er Episode von Without A Trace vertreten.

Hinter den Kulissen war Birney ebenfalls kreativ tätig und adaptierte zum Beispiel Kurzwerke von Mark Twain für die Bühne und entwickelte beziehungsweise inszenierte außerdem weitere Stücke. Darüber hinaus engagierte er sich als Mitglied des Large Theatre Panel of the National Endowment for the Arts, in der Foundation for Bio-Medical Research oder auch im Theatre and Dance Panel of the Jacob Javits Fellowship Foundation.

© NBC
© NBC

Mike Hagerty - 29. April

Bei Friends sahen wir ihn als Hausmeister Mr. Treeger, bei Seinfeld spielte er einen Second-Hand-Ladenbesitzer, und in der HBO-Comedy Somebody Somewhere war er als Familienpatriarch zu sehen: Der im April verstorbene Mike Hagerty hinterlässt viele denkwürdige Serienauftritte. Er wurde 67 Jahre alt.

Die Liste der Serien, in denen Hagerty mitspielte, ist überaus lang: Married with Children, Murphy Brown, The Wonder Years, Star Trek: The Next Generation, Sisters, The Drew Carey Show, Lucky Louie, Emergency Room oder Deadwood. Seine erste feste Hauptrolle hatte er 1993 in der kurzlebigen CBS-Sitcom „The Building“. Am berühmtesten bleiben aber seine eingangs erwähnten Beteiligungen bei Friends und Seinfeld. Bei Brooklyn Nine-Nine war er seit 2013 zudem hin und wieder als Captain McGinley zu sehen.

Und auch im Mike-Myers-Streifen „Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung“ trat er 1999 auf. Weitere Filmrollen hatte Hagerty in „Overboard - Ein Goldfisch fällt ins Wasser“ oder „Wayne's World“.

© ABC
© ABC

Kenneth Welsh - 5. Mai

Als abtrünniger FBI-Agent Windom Earle wertete er die zweite Twin Peaks-Staffel auf und auch sonst hatte der kanadische Charakterdarsteller Kenneth Welsh kaum Scheu, was exzentrische Rollen angeht. Er verstarb im Mai mit 80 Jahren.

Welsh studierte an der National Theatre School of Canada in Montreal, woraufhin er zunächst in Shakespeare-Stücken beim berühmten Stratford Festival zu sehen war. Anfang der 60er stand er dann für mehreren Episoden der Anthologieserie „Shoestring Theatre“ vor der Kamera - der Beginn einer langen Karriere in Film und TV. Danach ging es in TV-Filmversionen von „Henry V“ oder auch „Die drei Musketiere“ weiter und mit zahlreichen Rollen in verschiedenen kanadischen und US-amerikanischen Produktionen der 70er und 80er.

Nach seinem denkwürdigen Besuch in „Twin Peaks“ wurde Welsh vermehrt für Genreserien gebucht und ließ sich in Projekten wie The X-Files, „The Outer Limits“, Stargate Atlantis, ReGenesis, aber auch The Expanse, Lodge 49 und mit zuletzt Star Trek: Discovery blicken, wo er 2020 Admiral Senna Tal spielte. Im Filmbereich konnte man ihn etwa in Streifen wie „Timecop“, „The Fog“ oder „The Day After Tomorrow“ sehen.

Welsh hinterlässt seinen Sohn Devon.

© HBO
© HBO

Fred Ward - 8. Mai

Der US-Schauspieler Fred Ward verstarb im Mai im Alter von 79 Jahren. Unvergessen bleibt Ward als Earl Bassett im 1990er Streifen „Tremors - Im Land der Raketenwürmer“.

Ward wurde am 30. Dezember 1942 in San Diego geboren. Nach der Schule diente er drei Jahre lang bei der U.S. Airforce, allerdings nicht als Pilot, sondern als Radartechniker am Boden. Nach ersten Schauspielerfahrungen in New York zog es ihn schließlich nach Rom, wo er 1973 in Roberto Rossellinis Miniserie „The Age of Medici“ mitspielte. Zurück in den USA folgten später Filme wie „Die letzten Amerikaner“ (1981), „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ (1983), „Remo - unbewaffnet und gefährlich“ (1985) und schließlich „Tremors“ (1990) und „Tremors 2 - Die Rückkehr der Raketenwürmer“ (1996).

In romantischen Filmen „Henry & June“ (1990) oder „Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen“ (2002) war Ward zu sehen. Seinen letzten richtigen Auftritt vor der Kamera hatte er 2015 in der zweiten Staffel True Detective, wo er den Vater der Hauptfigur von Colin Farrell spielte. Auch in Serien wie United States of Tara, Leverage Emergency Room hatte er ein paar kleine Gastauftritte.

Seinen letzten Jahre soll Ward vor allem mit seiner zweiten großen Leidenschaft verbracht haben: der Malerei. Der Schauspieler war seit 1995 verheiratet, und hatte einen Sohn, den er nach seinem Lieblingsmusiker Django Reinhardt (hier eine kleine musikalische Klangprobe) benannte.

© NBC
© NBC

John Aylward - 16. Mai

Mitte Mai verstarb Schauspieler John Aylward im Alter von 75 Jahren in seinem Zuhause in Seattle.

Aylward wuchs in Seattle auf, wo er Schauspiel studierte, und erschien erstmals 1975 im Rahmen des TV-Films „The Secret Life of John Chapman“ auf dem Fernsehbildschirm. Richtig los ging seine Karriere aber erst fast zehn Jahre später mit regelmäßigen Auftritten. Seine erste wiederkehrende Serienrolle hatte er von 1990 an in „Northern Exposure“ („Ausgerechnet Alaska“). Mitte der 90er schloss er sich dann dem Hauptcast der überaus erfolgreichen Medical-Dramaserie Emergency Room an, in der er den Chirurgen Dr. Donald Anspaugh spielte, der zu den führenden Persönlichkeiten des fiktiven County General Hospitals zählte.

Darüber hinaus kennt man Aylward aus Serien wie „Family Law“ („Frauenpower“), The Practice, Alias oder „The West Wing“. „A Million Ways to Die“ und „The Way Back“ zählen hingegen zu seinen Filmcredits. Zuletzt war er 2020 noch in der Serie Briarpatch auf dem USA Network zu sehen.

John Aylward hinterlässt seine Ehefrau Mary L Fields.

© NBC
© NBC

Ray Liotta - 26 Mai

Goodfellas“-Star Ray Liotta ist im Alter von 67 Jahren verstorben. In der Dominikanischen Republik drehte er zu dem Zeitpunkt Mitte Mai den Film „Dangerous Waters“.

Mit Jennifer Lopez stand er für die NBC-Serie Shades of Blue vor der Kamera, das bis 2018 drei Staffeln lang auf Sendung blieb. Auch war er Teil der Miniserie Texas Rising von 2015. Für seinen Gastauftritt als ehemaliger Sträfling Charlie Metcalf in der elften Staffel von Emergency Room gewann er einst sogar den Emmy. Und auch im Universum von The Sopranos verewigte sich Liotta durch seine Zwillingsrolle „Hollywood Dick“ und Salvatore Moltisanti im 2021 veröffentlichten Streifen „The Many Saints of Newark“.

Unvergessen bleibt Liotta aber vor allem durch Scorseses Mafiafilm „Goodfellas“ von 1990. Ein Jahr zuvor war er auch im Sportdrama „Feld der Träume“ zu sehen. „Phoenix“ und „Cop Land“ waren ebenfalls prägende Rollen. Sogar im Computerspiel „Grand Theft Auto: Vice City“ konnte Liotta sich verewigen, nämlich als Stimme des Gangsters Tommy Vercetti.

Kleinere Gastauftritte hatte Liotta auch in Serien wie Great News, Hannah Montana, Just Shoot Me, The League, Modern Family, „St. Elsewhere“ und Young Sheldon.

© Warner
© Warner

Bo Hopkins - 28. Mai

Schauspieler Bo Hopkins verstarb Ende Mai an den Folgen eines Herzinfarkts, den er bereits Anfang des Monats erlitt. Er wurde 84 Jahre alt.

Geboren wurde Hopkins am 2. Februar 1938 in Greenville, South Carolina. Seine erste große Filmrolle hatte er in Sam Peckinpahs Film „The Wild Bunch“, wo er 1969 neben Ernest Borgnine und William Holden auftrat. 1973 spielte Hopkins auch in George Lucas' „American Graffiti“ mit, wo er als Anführer der Pharaohs zu sehen war.

Als Schurke spielte Hopkins auch 1972 in „The Getaway“ neben Steve McQueen und 1975 neben James Caan in „The Killer Elite“ mit. Insgesamt trat der Schauspieler in mehr als 100 Filmen und Serien auf, darunter auch „Der Denver-Clan“ (im Original: „Dynasty“), wo er als Matthew Blaisdel zu sehen war.

Weitere Serienauftritte hatte Hopkins in „Drei Engel für Charlie“, „Fantasy Island“, „Das A-Team“ oder „Mord ist ihr Hobby“. Zum letzten Mal vor der Kamera stand er 2020 im Ron-Howard-Streifen „Hillbilly-Elegie“, den man bei Netflix sehen kann. Auf dem Walk of Western Stars in Santa Clarita erhielt er 2017 einen Stern.

© Showtime
© Showtime

Julee Cruise - 9. Juni

Sängerin Julee Cruise, die mehrfach für Werke von David Lynch Musik beigesteuert hat, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. 2018 hatte sie offenbart, dass sie an Lupus leidet.

Eine instrumentale Version ihres Songs „Falling“ aus dem Jahr 1989 wurde von Lynch und Musiker Angelo Badalamenti als Themesong von Twin Peaks genutzt. Als Sängerin trat sie sowohl in der Originalserie auf, als auch in „Twin Peaks: The Return“, der Revival-Staffel von Showtime aus dem Jahr 2017. Zudem mischte sie auch im Film „Twin Peaks: Fire Walk with Me“ mit. Für den Film „Blue Velvet“ aus dem Jahr 1986 steuerte sie das Lied „Mysteries of Love“ bei.

© ABC
© ABC

Philip Baker Hall - 12. Juni

Philip Baker Hall verstarb im Juni dieses Jahres im Alter von 90 Jahren.

Hall begann seine Schauspielkarriere erst mit über 30. Bald absolvierte er erste Gastauftritte in Fernsehserien wie „Good Times“, „Man From Atlantis“, „M*A*S*H“ und „Quincy ME“. 1987 wurde er zum Star im Gefängnisdrama „Mariah“. Wiederkehrende Rollen übernahm er aber auch bei „Family Ties“, „Falcon Crest“, „Civil Wars“, „The Practice“ sowie beim Sitcomklassiker Seinfeld, wo er als Bücherei-Polizist Lt. Joe Bookman auftrat.

In „Michael Hayes“, dem kurzlebigen Spin-off von „NYPD Blue“, das 1997 lief, war Hall ebenfalls zu sehen. Später folgten Auftritte in den Serien „Pasadena“, Everwood und 2006 in der FOX-Comedy The Loop, die eines seiner prominentesten Engagements darstellt. In der jüngeren Vergangenheit ließ sich Hall zum Beispiel in Curb Your Enthusiasm, Modern Family und der Netflix-Serie Messiah blicken.

Aber auch auf der Kinoleinwand konnte sich der Schauspieler in den vielen Dekaden, die seine Karriere überspannte, verewigen. Vor allem der Indie-Regisseur Paul Thomas Anderson hatte ein Faible für Hall. So ließ er ihn nicht nur in „Boogie Nights“, sondern auch in „Magnolia“ mitspielen. Tatsächlich spielte Hall sogar die Hauptrolle in Andersons allererstem Film, nämlich „Last Exit Reno“ (im Original: „Hard Eight“) von 1996.

© Showtime
© Showtime

Mary Mara - 26. Juni

Unter tragischen Umständen verstarb Mary Mara dieses Jahr im Alter von 61 Jahren verstorben. Die Schauspielerin ertrank im St. Lawrence River in Cape Vincent, in welchem sie schwimmen war.

Mara begann ihre Film- und Fernsehkarriere 1989 mit einer kleinen Rolle im Film „Blue Steel“ mit Jamie Lee Curtis. Ihre erste Seriengastrolle hatte sie daraufhin 1993 in Law & Order. Später ging es mit wiederholten Auftritten in Emergency Room weiter, ehe 1996 eine Hauptrolle als Inspector Brynn Carson in der KrimiserieNash Bridges“ neben Don Johnson winkte. Nach zahlreichen weiteren Serien war sie bis zuletzt noch in Ray Donovan, Shameless und der Krankenhaus-Seifenoper „General Hospital“ zu sehen.

Mara hinterlässt ihre Stieftochter, zwei Schwestern, einen Schwager und einen Neffen.

© Toei
© Toei

Kazuki Takahashi - 4. Juli

Manga-Autor Kazuki Takahashi starb im Juli dieses Jahres mit 60 Jahren bei einem Tauchunfall in Nago auf Okinawa.

Takahashi, der eigentlich Kazuo mit Vornamen hieß, machte sich mit seiner beliebten Mangaserie Yu-Gi-Oh! einen Namen, die von 1996 bis 2004 im berühmten Magazin Weekly Shonen Jump zu lesen war. Es folgten eine nicht weniger beliebte Anime-Adaption mit mehreren Ablegern und vor allem das Tradingkartenspiel aus der Fiktion der Serie, welches wie im Fall von Pokémon noch heute Gamer und Fans in seinen Bann zieht. Privat war Takahashi großer Spielefan und zählte Shogi und Mahjong, aber auch Karten- und Rollenspiele zu seinen Hobbys.

Im Jahr 2015 erhielt Takahashi den Inkpot Award der San-Diego Comic Con, mit dem Künstlerinnen und Künstler mit besonderen Beiträgen im Comic-Bereich ausgezeichnet werden. 2018 veröffentlichte er noch den Kurztitel „The ComiQ“.

© ABC
© ABC

Lenny Von Dohlen - 5. Juli

Schauspieler Lenny Von Dohlen verstarb im Juli dieses Jahres nach längerer Krankheit in Los Angeles.

Von Dohlen war vor allem durch die Mysteryserie Twin Peaks bekannt, in der er als von der Welt abgeschotteter Orchideenzüchter Harold Smith zu sehen war, dem Laura Palmer ihr geheimes Tagebuch anvertraute. Eine Rolle, die er auch noch einmal im Prequel-Film „Twin Peaks: Fire Walk With Me“ spielte, als die Schülerin dem verstörten Harold einen letzten Besuch abstattet.

Davor wirkte er in der Science-Fiction-Filmkomödie „Electric Dreams“ und dem Drama „Billy Galvin“ in Hauptrollen mit. Nach seinem Auftritt in „Twin Peaks“ war er außerdem noch in Serien wie Red Dwarf, „The Pretender“, Psych oder zuletzt auch The Orville zu sehen, wo er den religiösen Anführer Valondis darstellte.

Er hinterlässt auch seine Tochter Hazel und seinen Partner, den Autor James Still.

© ABC
© ABC

James Caan - 6. Juli

Der Hollywoodstar James Caan, bekannt für Filme wie „Der Pate“ oder „Misery“, starb letzten Sommer im Alter von 82 Jahren.

Die Karriere von Caan begann bereits in den 1960er Jahren mit TV-Rollen, etwa bei „The Untouchables“, „Naked City“ oder „Route 66“. Im Fernsehfilm „Brian's Song“ spielte er 1971 an der Seite von Billy Dee Williams einen verfluchten Football-Star und erhielt dafür seine erste Emmy-Nominierung. Schon ein Jahr später folgte der Auftritt seines Lebens als hitzköpfiger Gangster Sonny Corleone im Filmklassiker „Der Pate“, der Caan eine Nominierung bei den Oscars einbrachte.

Zu seinen bekanntesten Einträgen gehören aber auch „Rollerball“ (1975), „Die Brücke von Arnheim“ (1977), Der „Einzelgänger“ (1981), die bereits erwähnte Stephen-King-Adaption „Misery“ (1990) mit Kathy Bates, „Honeymoon in Vegas“ (1992) oder auch „Buddy - Der Weihnachtself“ (2003). Zuletzt war Caan 2020 im Fernsehfilm „JL Family Ranch: The Wedding Gift“ beim Hallmark Channel zu sehen.

Auch im Serienbereich war Caan aktiv: Hier erinnert man sich vor allem an seinen Kasinochef Ed Deline im NBC-Drama Las Vegas, das von 2003 bis 2008 lief. Außerdem war er 2012 bis 2013 als Chicagoer Gangster Sy Berman in der Starz-Serie Magic City zu sehen. In der kurzlebigen ABC-Komödie Back in the Game spielte er zur selben Zeit einen Jugendbaseballtrainer. Außerdem besuchte er 2012 seinen Sohn Scott Caan in dessen CBS-Crimedrama Hawaii Five-0.

© FOX
© FOX

Gregory Itzin - 8. Juli

Im Alter von 74 Jahren ist der Schauspieler Gregory Itzin verstorben.

Itzin kam in der vierten Staffel von „24“ als Vizepräsident Charles Logan zur FOX-Serie und konnte dafür zwei Emmy-Nominierungen ergattern. In der fünften Staffel wurde er dann Präsident und somit ein noch stärkerer Antagonist für Jack Bauer (Kiefer Sutherland).

Gleich fünf Rollen spielte er im Verlauf seiner Karriere darüber hinaus in Star Trek-Serien. So erschien er in Star Trek: Enterprise, Star Trek: Voyager und Star Trek: Deep Space Nine. In Friends spielte er den Vater von Mike Hannigan (Paul Rudd). Weitere Serienauftritte hatte er auch in Desperate Housewives, Covert Affairs, Mob City, Big Love und auch in The Mentalist.

Außerdem war er in Filmen wie „Lincoln“, „Ides of March“, „Fear And Loathing In Las Vegas“, „Law Abiding Citizen“ und „The Change-Up“ zu sehen. Er wirkte obendrein ebenso bei einigen Theaterstücken mit und wurde sowohl für den Tony als auch die Drama Desk Awards nominiert für sein Schauspiel in „The Kentucky Cycle“.

Er hinterlässt seine Ehefrau Judy, seine beiden Kinder Wilke und Julie sowie den Enkel Wylder.

© HBO
© HBO

Tony Sirico - 8. Juli

Der Schauspieler Tony Sirico verstarb im Juli mit 79 Jahren in Fort Lauderdale, Florida. Seinen 80. Geburtstag hatte er aber schon gefeiert.

Unvergessen bleibt der Verstorbene vor allem für seine Darbietung in der Rolle des genauso charmanten wie beängstigenden Mafioso Paulie Gualtieri aka „Paulie Walnuts“ in der HBO-Serie The Sopranos. Ursprünglich hatte Sirico sich für den Part von Onkel Junior beworben, der schließlich an Dominic Chianese ging. Showrunner David Chase wollte ihn trotzdem unbedingt an Bord haben und bot ihm daher den Paulie-Part an. Sirico stimmte angeblich nur unter der Bedingung zu, dass sein Charakter niemals zum Verräter werden würde.

Sirico blieb in der Folge über alle sechs Staffeln an Bord. So gewann er mit dem Rest des Ensembles auch einige Screen Actors Guild Awards. Nach seiner „Sopranos“-Zeit, die von 1999 bis 2007 ging, trat der Schauspieler unter anderem auch in Serien wie Chuck oder The Grinder auf. Seine Stimme konnte man zudem in den Animationsserien Family Guy und American Dad hören.

Interessant ist vor allem, dass der gebürtige New Yorker Sirico selbst seine Probleme mit dem Gesetz hatte. Den Wunsch, Schauspieler zu werden, erhielt er tatsächlich erst, als er im Gefängnis den Auftritt eines Ensemble ehemaliger Sträflinge sah. Wieder auf freiem Fuß konzentrierte er sich dann auch auf Gangsterrollen, so zum Beispiel in „Goodfellas“ oder „Bullets Over Broadway“. Bei letzterem Streifen spielte auch schon Edie Falco mit, die später ebenfalls zum „Sopranos“-Cast gehören sollte.

© Netflix
© Netflix

Busisiwe Lurayi - 10. Juli

Die südafrikanische Schauspielerin Busisiwe „Busi“ Lurayi wurde im Juli dieses Jahres tot bei sich zu Hause aufgefunden. Sie wurde nur Mitte 30 und die mysteriösen Umstände ihre Todes konnten nicht aufgeklärt werden.

International war Lurayi vor allem für ihre Rolle in der Netflix-Comedy How to Ruin Christmas („Wie man Weihnachten verhunzt“) bekannt, in der sie die Hauptrolle hatte. Darüber hinaus spielte sie unter anderem in einer Folge von Emergency Room mit und war Teil der Serie „Wild at Heart“ („Wildes Herz Afrika“). Das deckt aber nur ihre Bildschirmarbeit ab, denn auch auf Theaterbühnen war sie zu Hause.

Netflix Südafrika schreibt auf Twitter: „Ein unglaubliches Licht der südafrikanischen Unterhaltungsindustrie ist erloschen. Wir sind zutiefst traurig über das Versterben der ausgezeichneten Bühnen- und Bildschirmschauspielerin Busi Lurayi. Wir werden an den Lachern festhalten, der Schönheit und den Momenten der Freude, die sie uns gebracht hat.

© The WB
© The WB

Rebecca Balding - 18. Juli

Rebecca Balding erlag im Sommer dieses Jahres einer Erkrankung mit Eierstockkrebs. Sie wurde 73 Jahre alt.

Balding war ausgebildete Schauspielerin mit einem Abschluss von der University of Kansas, nach dem sie in Chicago am Theater zu arbeiten begann. Danach zog sie nach Hollywood, wo sie in einigen TV-Serien wie „Wonder Woman“ und „Starsky & Hutch“ auftauchte, ehe 1978 der große Durchbruch winkte, als sie in einer wiederkehrenden Rolle in der damals kontroversen Sitcom „Soap - Trautes Heim“ auf ABC zu sehen war. Sie spielte darin die Anwältin Carol David, die sich in den schwulen Jodie (Billy Chrystals erste große Rolle) verliebt und nach einem One-Night-Stand schwanger von ihm wird.

Eine Hauptrolle hatte sie danach in der kurzlebigen, ebenfalls auf ABC ausgestrahlten Comedyserie „Makin' It“. Zahlreiche Gastrollen folgten bis zum Jahr 2000 sowie eine Nebenrolle im CBS-Western „Paradise“ und natürlich die von Phoebes Chefin Elise Rothman in der Hexenserie Charmed (2018), durch die sie vermutlich heute die meisten Menschen kennen.

Ihre Filmauftritte waren überschaubarer. 2005 spielte sie noch in „Yesterday's Dream“ mit, erinnerungswürdiger sind aber ihre Auftritte in den Horrorfilmen „The Silent Scream“ („Psychock“) und „The Boogens“ zu Beginn ihrer Karriere.

Rebecca Balding hinterlässt ihren eingangs erwähnten Ehemann, ihre beiden Töchter Sarah und Kathleen sowie Enkelkinder.

© 20th Century
© 20th Century

David Warner - 24. Juli

Charakterdarsteller David Warner verstarb mit 80 Jahren im englischen Promi-Pflegeheim Denville Hall bei London. Eine Krebserkrankung war der Grund.

Warner wurde an der Royal Academy of Dramatic Art ausgebildet und arbeitete am Theater, ehe er Anfang der 1960er auch in Film- und Fernsehrollen zu sehen war. Besonders erwähnenswert aus dieser Anfangszeit seiner Karriere sind die TV-MiniserieThe War of the Roses“, in der er als King Henry VI. auftrat, und die Filmkomödie „Morgan: A Suitable Case for Treatment“ („Protest“), in der er die Hauptrolle hatte.

Obwohl Warner einen Großteil seiner Karriere mit erinnerungswürdigen Nebenrollen verbrachte, war er auch oft mit die Hauptattraktion. So hatte er zum Beispiel eine Hauptrolle in der Miniserie „Holocaust: Die Geschichte der Familie Weiss“ oder war prominent in „The Omen“ oder dem Zeitreisefilm „Time After Time“ („Flucht in die Zukunft“) vertreten. Weitere Credits hatte er durch Filme wie „Time Bandits“, „Titanic“ oder „Mary Poppy Returns“ (seine letzte Rolle on screen), um nur einige aus der extrem langen Liste zu nennen.

Eine besondere Beziehung pflegte Warner zum Star Trek-Franchise, in dem er ganz verschiedene Rollen, sowohl im Fernsehen als auch auf der Kinoleinwand übernahm. So war er beispielsweise der klingonische Kanzler Gorkon im Spielfilm „Star Trek VI: The Undiscovered Country“ oder der cardassianische Schurke Gul Madred aus dem Star Trek: The Next Generation-Zweiteiler „Chain of Command“.

Im Jahr 1981 erhielt er den Emmy Award for Outstanding Supporting Actor in a Miniseries or Special für das Historiendrama „Masada“, in dem er Pomponius Falco spielte.

Darüber hinaus war David Warner als Synchronsprecher für Cartoons tätig und lieh animierten Charakteren wie Ra's al Ghul aus „Batman: The Animated Series“, Herbert Landon aus „Spider-Man“ oder Doctor Victor Frankenstein aus „Toonsylvania“ seine Stimme. Auch war er in verschiedenen Doctor Who-Hörspielen und einigen Videospielen zu hören.

2005 kehrte er auf die Bühne zurück, auf der alles begann, und spielte nach 40 Jahren Abwesenheit King Lear in Chichester.

Warner hinterlässt seine Partnerin Lisa Bowerman, seine Exfrau Harriet Lindgren, seinen Sohn Luke Warner, seine Tochter Melissa und seine Schwiegertochter Sarah.

© Epix
© Epix

Paul Sorvino - 25. Juli

Goodfellas“-Star Paul Sorvino verstarb dieses Jahr im Alter von 83 Jahren.

Sorvino wurde als Sohn italienischer Einwanderer in Brooklyn geboren. Er träumte davon, Opernsänger zu werden, was jedoch wegen seines Asthmas nicht möglich war. Mitte der 70er stieg er dann ins Schauspiel ein und erschien in der Serie „We'll Get By“, in der er den Vater einer Mittelstandsfamilie in New Jersey spielte. 1976 folge das Polizeidrama „Bert D'Angelo/Superstar“, danach mischte er in der MiniserieSeventh Avenue and Chiefs“ mit, ehe er 1987 in „The Oldest Rookie“ mitspielte. Im Jahr 1991 stieß er dann zu Law & Order hinzu. In der zweiten Staffel des amerikanischen Krimidauerbrenners erschien er als Sergeant Phil Cerreta und blieb anderthalb Staffeln dabei. 2000 folgte wiederum eine Sitcom-Rolle in der CBS-Serie „That's Life“.

Für Lacher sorgte er außerdem in Still Standing und The Goldbergs als erster Darsteller von Ben „Pop Pop“ Goldberg in Staffel eins der Retro-Comedy. Zuletzt erschien er in Bad Blood von Ronja Räubertochter und als Gangsterboss Frank Costello in der Epix-Serie Godfather of Harlem.

Im Filmbereich bleibt er für seine Rolle in „Goodfellas“ und als Henry Kissinger in „Nixon“ in Erinnerung. Zudem wirkte er in „Rocketeer“ und „Money Talks“ mit. Eine Gesangsrolle hatte er trotz des geplatzten Operntraums zum Beispiel in „Repo - The Genetic Opera“.

© BBC One
© BBC One

Bernard Cribbins - 27. Juli

Der britische Schauspieler Bernard Cribbins, der Serienjunkies unter anderem durch seine Rollen in Doctor Who in Erinnerung bleiben wird, verstarb dieses Jahr im Alter von 93 Jahren.

Er spielte zuerst Tom Campbell, ein Companion von Peter Cushings Doctor und erschien zuerst in „Daleks' Invasion Earth 2150 A.D“. Fans von New Who kennen ihn eher durch seine wiederkehrende Rolle als Wilfred „Wilf“ Mott, den Großvater von Donna (Catherine Tate), der während David Tennant-Zeit als Doctor zehn Mal erschien.

Vor allem im britischen Kinderfernsehen galt Cribbins als Legende. So erschien er in „The Wombles“ (1973-75), „Jackanory“ (1966-1991) und „Old Jack's Boat“ (2013-2015). Im Film „The Railway Children“ aus dem Jahr 1970 spielte er Albert Perks. Zudem war er Felix Forsythe im Hitchcock-Film „Frendy“ und ein Gast in „Fawlty Towers“.

2009 wurde er mit dem BAFTA Special Award ausgezeichnet und 2011 erhielt er für seine Verdienste im Dramabereich ein OBE (Order of the British Empire).

© Paramount
© Paramount

Nichelle Nichols - 30. Juli

Ein trauriger Tag für Serienjunkies und Trekkies ereignete sich letzten Sommer, als Schauspielerin Nichelle Nichols mit 89 Jahren verstarb.

Nichols war Musikerin, Tänzerin, Schauspielerin und natürlich vor allem als Kommunikationsoffizierin Nyota Uhura aus der Star Trek-Originalserie bekannt. Eine bahnbrechende Rolle, mit der sie ihrerzeit Pionierarbeit leistete, während sie eine Zukunft mitzeichnete, in der afroamerikanische Frauen gleichwertig neben ihren Kollegen arbeiten. Unvergessen bleiben einer der ersten TV-Küsse zwischen einem weißen Mann und einer schwarzen Frau, als Captain Kirk (William Shatner) Lieutenant Uhura (wenn auch nicht ganz freiwillig) küsste oder die historische Anekdote, dass Nichols das Raumschiff Enterprise beinahe verlassen hätte, um zurück zum Musiktheater zu gehen, nur um von Trekkie Martin Luther King Jr. umgestimmt zu werden. Der afroamerikanische Aktivist wusste, wie wichtig ihre Repräsentation im Fernsehen zu jener Zeit war.

Aber auch jenseits der Kameras setzte Nichelle Nichols sich für Frauen und Minderheiten ein. So zum Beispiel, als sie mit der NASA zusammenarbeitete, um mehr Diversität in die Weltraumfahrt zu bringen, woraufhin Leute wie Dr. Sally Ride als erste amerikanische Astronautin oder United States Air Force Colonel Guion Bluford als erster afroamerikanischer Astronaut eingestellt wurden. Ganz abgesehen davon, wie viele Schwarze Schauspielerinnen sie inspirierte - darunter Whoopi Goldberg, die wegen Nichols in Star Trek: The Next Generation mitwirken wollte.

Jenseits von „Star Trek“ war Nichols unter anderem im notorischen Playboy-Parodie-Musical „Kicks and Co.“ vertreten, spielte in der ebenfalls von Gene Roddenberry produzierten Serie „The Lieutenant“ mit, war Teil des Blaxploitation-Films „Truck Turner“ mit Isaac Hayes oder wirkte in der Serie Heroes mit. Zuletzt war sie in einer Folge der Serie „12 to Midnight“ zu sehen. Darüber hinaus lieh sie Cartoonfiguren aus Formaten wie Futurama, „Gargoyles“ oder „Batman: The Animated Series“ ihre Stimme und nahm zwei eigene Alben auf.

Zu den vielen Ehren, die ihr zuteil wurden, zählen ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und der nach ihr benannte Asteroid 68410 Nichols.

Sie war zweimal verheiratet und hinterlässt eingangs erwähnten Sohn Kyle Johnson.

© CBS
© CBS

Roger E. Mosley - 7. August

Durch seine Rolle als Helikopterpilot Theodore „T.C.“ Calvin in der Serie „Magnum, P.I.“ kannten viele Serienfans weltweit den Schauspieler Roger E. Mosley, der dieses Jahr bei einem Autounfall im Alter von 83 Jahren in Los Angeles verstarb.

Mosley wurde am 18. Dezember 1938 geboren und wuchs in der Watts-Nachbarschaft in Los Angeles auf. Er begann seine Schauspielkarriere mit Rollen in den Serien „Longstreet“ und „Canon“. Wenig später hatte er eine Gastrolle in „Sanford and Son“ inne. Sein erster Film war „The New Centurions“, in dem er einen Truckfahrer spielte.

1974 gründete er die Watts Repertory Company. Er spielte in einigen Blaxploitation-Filmen mit und erschien 1976 in „Leadbelly“. Neben einem jungen Arnold Schwarzenegger erschien er in „Stay Hungry“. 1977 verkörperte er dann den Boxer Sonny Liston in „The Greatest“, einem Biopic über den Werdegang von Muhammad Ali.

Die Rolle, für die ihn die meisten kennen dürften, folgte dann 1980 an der Seite von Tom Selleck in „Magnum, P.I.“. Als Theodore „T.C.“ Calvin, Eigentümer und einziger Mitarbeiter von Island Hoppers, bei dem Helikopterflüge und Van-Touren angeboten wurden. Er erschien in allen 158 Episoden der Serie. Außerdem führte er 1984 bei einer Episode Regie und schrieb das Drehbuch für eine weitere im Jahr 1986.

2019 wirkte er dann auch im Reboot Magnum P.I. mit Jay Hernandez in der Hauptrolle mit. Diesmal spielte er Booky, einen Vietnam-Veteran und Friseur, der nicht nur weise Ratschläge liefert, sondern auch einen netten Haarschnitt. 2021 kam es zu einem weiteren Auftritt. Es sollte seine letzte TV-Rolle bleiben.

Weitere Rollen hatte er in „Night Court“, „Hangin' with Mr. Cooper“, Kung Fu, Kojak, „The Rockford Files“ oder Walker, Texas Ranger. Er hinterlässt drei Kinder.

© FOX
© FOX

Olivia Newton John - 8. August

Grease“-Star Olivia Newton-John verstarb im August dieses Jahres mit 73 Jahren, nachdem sie seit Jahren mit einer Krebserkrankung gekämpft hatte.

Newton-John wurde im UK geboren und wuchs in Australien auf. In den 1960ern begann sie ihre Musikkarriere und veröffentlichte 1971 ihr erstes Album. 1981 erreichte sie den ersten Platz der Charts mit ihrem Hit „Physical“. Insgesamt konnte sie vier Grammys gewinnen, darunter einen für „Record of the Year“ für „I Honestly Love You“ aus dem Jahr 1974.

Ihr größter Filmauftritt erfolgte 1978 an der Seite von John Travolta in der Musical-Verfilmung „Grease“. Sie spielt die gut erzogene Sandy, die sich in den Bad-Boy Danny (Travolta) verliebt. Der Soundtrack zum Film verkaufte sich über 28 Millionen Mal weltweit. Das Lied „You're the One That I Want“ erreichte Platz 1.

Für ABC und HBO nahm sie einige Konzertspecials auf und moderierte „Saturday Night Live“ im Jahr 1982. In der zweiten und sechsten Staffel von „American Idol“ war sie als Gast-Jurorin dabei und spielte sich selbst in einigen Folgen von Glee.

© NBC
© NBC

Anne Heche - 11. August

Anne Heche verstarb im August dieses Jahres nach einem Autounfall. Die Schauspielerin wurde nur 53 Jahre alt.

Anne Heche war das Jüngste von fünf Kindern, die Tochter eines Organisten und einer Psychotherapeutin. Schon früh hat das Schicksal wenig Erbarmen und der jungen Anne Heche widerfahren einige traumatische Ereignisse. Mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche flieht Heche sofort nach New York und wird für eine Doppelrolle in der Seifenoper „Another World“ (1987) engagiert. Sie bleibt vier Jahre und wird für ihre Rolle der guten und bösen Zwillingsschwester mit dem Day-Time-Emmy ausgezeichnet.

Sie zog nach Los Angeles und trat in zahlreichen Nebenrollen in Kinofilmen auf, unter anderem in „Taschengeld“ (beide 1994), „Wildside - Doppeltes Spiel“ (1995) oder „Nicht schuldig“ (1996). Ihre erste Hauptrolle übernahm Heche im TV-Spielfilm „Haus der stummen Schreie“ (1996). 1998 kommt der große Durchbruch mit der Hauptrolle an der Seite von Harrison Ford in der Abenteuer-Romanze „Sechs Tage sieben Nächte“. Es folgte ein kleiner Karriereknick aufgrund ihrer Präsenz in der Regenbogenpresse durch ihre Beziehung zu Ellen DeGeneres und damit zahlreiche Rollen in Independent-Filmen wie „Das dritte Wunder“ (1999), „Unter falschem Namen“ und im TV-Spielfilm „Tod eines Offiziers“.

Nach einigen Rollen in Serien, darunter Ally McBeal, Everwood und Nip/Tuck, feierte sie 2006 ihr Comeback mit der Hauptrolle der Marin First in der beliebten Serie Men in Trees. Zahlreiche Filmrollen später versuchte sie es wieder mit einer Serie. Doch Save Me ist nur von kurzer Dauer. 2014 gehört sie zum Hauptcast der Serie Dig, 2016 steht sie mit ihrem damaligen Lebensgefährten und „Men in Trees“-Co-Star James Tupper in der Serie Aftermath vor der Kamera, in der sie eine Familie spielen, die mit der Apokalypse konfrontiert wird.

Im Jahr darauf führte sie den Cast der Serie The Brave an. 2018 stieg sie in der Erfolgsserie Chicago PD für die sechste und siebte Staffel als Deputy Superintendent Katherine Brennan ein.

Auch in der noch nicht ausgestrahlten HBO-Serie The Idol mit Lily-Rose Depp und The Weeknd hatte sie eine Hauptrolle übernommen.

© Warner
© Warner

Wolfgang Petersen - 12. August

Filmemacher Wolfgang Petersen ist dieses Jahr im Alter von 81 Jahren bei sich zu Hause in Brentwood, Kalifornien gestorben. Bauchspeicheldrüsenkrebs war die Ursache.

Geboren wurde der Filmemacher am 14. März 1941 in Emden. Seine Karriere begann er mit Kurzfilmen und TV-Arbeiten in den 1960ern und 70ern. Sein erster Kinofilm war „Einer von uns beiden“ (1974). 1971 drehte er die erste von sechs Tatort-Folgen. 1976 inszenierte er dann „Vier gegen die Bank“. 1981 folgte sein großer internationaler Durchbruch mit dem U-Boot-Drama „Das Boot“. Sechsfach wurde der Film für den Oscar nominiert. Zweimal konnte das Werk gewinnen: Petersen als bester Regisseur und in der Kategorie adaptiertes Drehbuch. „Das Boot“ wurde in mehreren Versionen veröffentlicht. Als 149-Minutenfassung für das Kino. Als dreiteilige Miniserie mit 300 Minuten Laufzeit in der Mitte der 80er Jahre und noch einmal 1997 als Director's Cut mit 208 Minuten Laufzeit. Später inspirierte der Stoff auch die Sky-Serie Das Boot.

Es folgten „Die unendliche Geschichte“ (1984) und der Sci-Fi-Streifen „Enemy Mine“ (1985) und außerdem noch „Shattered“ (1991), „In the Line of Fire“, „Outbreak“ (1995), „Air Force One“ (1997), „The Perfect Storm“ (2000), „Troja“ (2004) oder „Poseidon“ (2006). Nach einer Pause drehte er dann noch sein letztes Werk, ein Remake von „Vier gegen die Bank“ (2016).

Im Lauf seiner langen Karriere arbeitete er mit vielen Top-Stars aus Hollywood. Dazu gehörten Clint Eastwood, Harrison Ford, George Clooney, Brad Pitt, Rene Russo, Glenn Close, Mark Wahlberg, Dustin Hoffman, Morgan Freeman und Diane Lane.

Er hinterlässt seine Ehefrau, seinen Sohn Daniel und zwei Enkel.

© ABC
© ABC

Denise Dowse - 13. August

Schauspielerin Denise Dowse starb mit 64 Jahren an einer Hirnhautentzündung.

Ihre jüngste regelmäßige Serienrolle hatte Dowse zuletzt in der HBO-Comedy Insecure, in welcher sie als Psychotherapeutin Dr. Rhonda Pine auftrat. In den 90ern sah man sie zum Beispiel in Formaten wie Seinfeld, Buffy the Vampire Slayer oder Emergency Room. Legendär bleibt auch ihr Part als stellvertretende Schuldirektorin Yvonne Teasley in der FOX-Soap Beverly Hills, 90210.

Auch im CBS-Drama The Guardian hatte Dowse eine reguläre Rolle, nämlich als Richterin Rebecca Damsen. Als Richterin war sie 2016 aber auch in einem Gastauftritt bei Castle zu sehen (genauso schon 2013 bei Rizzoli & Isles). Dowse hatte zu viele Auftritte, um sie alle aufzulisten. Aus der jüngeren Vergangenheit wären da zum Beispiel noch Snowfall, The Resident, Grey's Anatomy, Stumptown, Good Trouble und 9-1-1.

© FOX
© FOX

Joe E. Tata - 24. August

Die Jugendlichen aus Beverly Hills, 90210 konnten immer im Peach Pit einkehren, wo Besitzer Nat Bussichio sie mit viel Gastfreundschaft empfangen hat. Dessen Darsteller Joe E. Tata verstarb dieses Jahr mit 85 Jahren. Im Jahr 2018 hatte er eine Alzheimer-Diagnose erhalten und wurde fortan von seiner Tochter Kelly gepflegt.

Tata erschien in allen zehn Staffeln der Erfolgsserie. In 238 der 293 Episoden war er zu sehen. Auch im The CW-Sequel 90210 war er 2008 noch einmal dabei. Gastrollen hatte er „The Rockford Files“, „Batman“, in der ersten „Lost in Space“-Serie, „Mission: Impossible“, „Quincy“, „Wonder Woman“, „The A-Team“ oder „Hill Street Blue“. Sein letzter Schauspielauftritt erfolgte 2014 in der Serie Mystery Girls mit Jennie Garth und Tori Spelling.

© CBS
© CBS

William Reynolds - 24. August

Im August verstarb William Reynolds im Alter von 90 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

Während Reynolds in den 50er Jahren neben zahlreichen Hollywoodstars vor der Kamera stand, wurde er in den Sechzigern zum Fernsehstar. Besonders seine langjährige Rolle in der Krimiserie The F.B.I. bleibt nach dem Tod des Schauspielers in Erinnerung.

Geboren am 9. Dezember 1931 in Los Angeles, war William de Clercq Reynolds zunächst in kleineren Theaterrollen zu sehen, bevor er 1952 von Universal Pictures unter Vertrag genommen wurde. Sein Talent und gutes Aussehen bescherten ihm schnell zahlreiche Engagements und so erschien er 1952 unter anderem als Laurence Oliviers Sohn im Drama „Carrie“ und spielte in „The Son of Ali Baba“ („Der Sohn von Ali Baba“) den besten Freund von Tony Curtis. Doch der Koreakrieg brachte Reynolds vielversprechenden Karrierebeginn zum plötzlichen Halt, als er einberufen und in Japan als Funker stationiert wurde. Erst 1955 drehte er wieder und wurde ab 1957 in Hauptrollen, darunter im Horrorfilm „The Land Unknown“ („Der Flug zur Hölle“) oder im Musikfilm „The Big Beat“ („Das ist Musik“) besetzt.

Seit 1959 wandte sich William Reynolds dem Fernsehen zu und übernahm die Titelrolle in „Pete Kelly's Blues“, wo er eine Staffel lang einen Trompeter spielte. 1960 bis 1961 übernahm er die Hauptrolle in der Abenteuerserie „The Islanders“ und überlebte während der Dreharbeiten einen Flugzeugabsturz. Auch in der Weltkriegsserie „The Gallant Men“ (1962-1963) war der Darsteller in einer Hauptrolle zu sehen.

Seine größte Rolle jedoch sollte die des heldenhaften Special Agent Tom Colby in der Krimiserie „The F.B.I.“ („FBI“) werden. Nachdem er zunächst für zwei Staffeln als Gastdarsteller dabei war, wurde William Reynolds befördert und war von 1966 bis 1974 in insgesamt 161 Episoden der beliebten Serie dabei.

Nachdem er mit nur 41 Jahren gegen einen jüngeren Darsteller ausgewechselt wurde, verließ er schließlich die Filmindustrie um Geschäftsmann zu werden. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1992 war Reynolds 42 Jahre lang mit der Schauspielerin Molly Sinclair verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

© The CW
© The CW

Charlbi Dean - 29. August

Traurige Nachrichten kamen letzten Sommer aus New York: Mit nur 32 Jahren verstarb die südafrikanische Schauspielerin Charlbi Dean nach plötzlicher Krankheit.

Charlbi begann schon als Kind als Model zu arbeiten und hatte ihr Schauspiel-Debüt 2010 im südafrikanischen Film „Spud“. Serienjunkies kennen sie vor allem als Auftragskillerin Syonide aus der DC-Serie Black Lightning von The CW. Darüber hinaus spielte sie in einer Episode der US-Krimiserie Elementary mit und war unter anderem in einer Hauptrolle in der schwarzhumorigen Komödie „Triangle of Sadness“ zu sehen, die dieses Jahr die Palme d'Or gewann.

Weitere Filmrollen hatte sie in „Death Race 3: Inferno“, „Blood in the Water“, „Don't Sleep“ und „An Interview with God“.

© Lightyear Entertainment
© Lightyear Entertainment

Jean-Luc Godard - 13. September

Regisseur Jean-Luc Godard verstarb im September im hohen Alter von 91 Jahren. Er gilt etwa als vielleicht wichtigste Stimme der Nouvelle-Vague-Bewegung, die in den 1960er Jahren das europäische Kino quasi neu erfand.

Zu Godards wichtigsten Werken gehören beispielsweise „Außer Atem“ (1960), „Eine Frau ist eine Frau“ (1961), „Die Verachtung“ (1963), „Elf Uhr nachts“ (1965) und „Lemmy Caution gegen Alpha 60“ (1965). Etwas später legte der Regisseur noch bedeutende Streifen wie „Rette sich, wer kann (das Leben)“ (1980), „Vorname Carmen“ (1983) oder die ambitionierte Reihe „Geschichte(n) des Kinos“ nach, die bis 1997 erschien. Sein wohl letzter großer Eintrag heißt „Film Socialisme“ (2010).

Godard galt stets als radikaler Künstler, der nicht nur die französische Gesellschaft aufrütteln wollte. Geboren wurde der Regisseur 1930 in Paris. Da seine Familie zum Teil auch aus der Schweiz stammte, wuchs er größtenteils in Nyon im Kanton Waadt auf. Später kehrte er nach Frankreich zurück, um unter anderem an der Pariser Sorbonne-Universität Ethnologie zu studieren. Bald schon fand Godard einen Freundeskreis von Cineasten rund um Francois Truffaut und Jacques Rivette, die sein eigenes Werk später maßgeblich prägen würden.

Zweimal in seinem Leben war Godard verheiratet: 1961 bis 1965 mit der dänischen Schauspielerin und Autorin Anna Karina und von 1967 bis 1979 mit der in Berlin geborenen Schriftstellerin Anne Wiazemsky. Seit 1978 war die Schweizer Filmemacherin Anne-Marie Mieville die Frau an seiner Seite. Kinder hatte Godard jedoch keine. Er starb nun in seiner Wahlheimat am Genfersee. Neben allen großen Auszeichnungen des europäischen Kinos - darunter natürlich ein Goldener Löwe in Venedig, ein Goldener Bär in Berlin sowie die Goldene Palme in Cannes - gewann Godard 2010 auch einen Oscar für sein Lebenswerk.

© Warner
© Warner

Louise Fletcher - 23. September

Die Schauspielerin, deren Performance als Nurse Ratched in „Einer flog über das Kuckucksnest“ als eine der besten Schurkinnen der Filmgeschichte gilt, ist im Alter von 88 Jahren in ihrer französischen Heimat verstorben. Für die schauspielerische Leistung als fiese Krankenschwester wurde sie mit einem Oscar prämiert.

Estelle Louise Fletcher wurde in Birmingham, Alabama geboren. Ihre Eltern waren gehörlos und ihre Tante brachte ihr im Alter von acht Jahren das Sprechen bei. Später besuchte sie die University of North Carolina. Nach einer Reise durchs Land landete sie in Los Angeles und begann mit dem Schauspielen. Ihr Debüt gab sie 1958 in „Playhouse 90“ im Fernsehen. Gastauftritte in „Maverick“, „77 Sunset Strip“, „The Untouchables“ oder „Perry Mason“ folgten.

Sie legte eine längere Pause ein, um sich ihrer Familie zu widmen und kehrte 1973 wieder. Zunächst in „Medical Center“ und dann spielte sie 1974 in „Thieves Like Us“ mit, 1978 in „The Cheap Detective“, 1979 folgte das Drama „Natural Enemies“, 1987 erschien sie in dem Horrorfilm „Flowers in the Attic“, 1999 dann in „Cruel Intentions“ aka „Eiskalte Engel“. 2013 hatte sie ihren letzten Filmauftritt in „A Perfect Man“ neben Liev Schreiber und Jeanne Tripplehorn.

Im modernen Fernsehen spielte sie die Familienmatriachin Peggy „Grammy“ Gallagher in Shameless, die Zeit im Gefängnis verbrachte, aber trotzdem gerne Zeit mit ihren Enkeln verbrachte. In einer wiederkehrenden Rolle war sie außerdem in Star Trek: Deep Space Nine als Winn Adami von 1993 bis 1999 zu sehen. In „VR.5“ (95-97) und „ER“ im Jahr 2005 mischte sie ebenfalls mit. Emmy-Nominierungen konnte sie 1996 für „Picket Fences“ und 2004 für Joan of Arcadia ergattern.

Verheiratet war sie von 1959 bis 1978 mit dem Produzenten und Agenten Jerry Bick, der 2004 verstarb. Louise Fletcher hinterlässt ihre beiden Söhne John Dashiell Bick und Andrew Wilson Bick.

© Tommy Boy Records
© Tommy Boy Records

Coolio - 28. September

Der amerikanische Rapper, Musikproduzent und Schauspieler Coolio, der mit bürgerlichem Namen Artis Leon Ivey Jr. hieß, ist im September dieses Jahres im Alter von 59 Jahren in Los Angeles verstorben.

Coolio war vor allem in den 90er-Jahren als Hip-Hop-Künstler erfolgreich. Zu dieser Zeit brachte er Alben wie „It Takes a Thief“, „Gangsta's Paradise“ und „My Soul“ heraus. Für die titelgebende Hit-Single aus dem zweitgenannten Album erhielt er 1995 einen Grammy. Der Song war auch der Titeltrack zum Film „Dangerous Minds“, den John N. Smith mit Schauspielerin Michelle Pfeiffer drehte, die auch im Musikvideo auftritt.

Im Film- und Serienbereich spielte Coolio sich oft selbst. Andere Rollen hatte er zum Beispiel in „Batman & Robin“, „Leprechaun in the Hood“, „Dracula 3000“, „Daredevil“, The Nanny oder Charmed (2018). Darüber hinaus arbeitete er gelegentlich als Synchronsprecher bei Cartoons wie Futurama oder „Gravity Falls“ und ließ sich auch in Reality-Formaten blicken.

Coolio war von 1996 bis 2000 mit der Autorin Josefa Salinas verheiratet und hinterlässt sechs Kinder.

© BBC One
© BBC One

Angela Lansbury - 11. Oktober

Im Oktober verließ uns eine ganz große, als Angela Lansbury im Alter von 96 Jahren in Los Angeles verstarb.

Als Tochter einer Schauspielerin und eines erfolgreichen Geschäftsmannes und Politikers wurde die Schauspielerin 1925 in London geboren. Nun ist die Darstellerin in Los Angeles wenige Tage vor ihrem 97. Geburtstag verstorben. Dazwischen liegt ein außergewöhnliches Leben mit einer einzigartige Karriere vor der Kamera.

In jungen Jahren kam Lansbury mit ihrer Familie in die USA, wo ihre Mutter schnell Arbeit als Schauspielerin fand. Die erste Rolle ergatterte die junge Lansbury als sie auf einer Party ihrer Mutter den Autoren John van Druten kennenlernte. Der hatte gerade das Drehbuch zu dem Film „Gaslight“ geschrieben und fand die 17-Jährige sei die perfekte Besetzung für eine der Hauptrollen an der Seite von Ingrid Bergman. Sofort folgte ein Sieben-Jahres-Vertrag mit Metro-Goldwyn-Mayer, eine Oscar-Nominierung und über Nacht wurde sie zum Filmstar. Sie brillierte in zahlreichen Filmen, darunter „The Harvey Girls“ (1946), „If Winter Comes“ (1947) und „Samson and Delilah“ (1949).

Nach dem Auslaufen des MGM-Vertrags betätigte sie sich als Freelance-Darstellerin in großen Filmproduktionen. In diese Phase ihrer Karriere fallen unter anderem ihre Oscar-nominierte Rolle in „The Miracle Worker“ (1962). In den 1970ern stand sie vorwiegend als Broadway-Star auf der Bühne, aber als sie es dann doch einmal vor die Kamera wagte, landete sie einen großen Hit. Als Salome Otterbourne in der Agatha-Christie-Verfilmung „Tod auf dem Nil“.

In den 80ern folgten weitere Produktionen aus der Feder Christies als Lansbury der Figur Miss Marple ihr Gesicht lieh. 1984 landete sie die Rolle, die lange mit ihr verbunden blieb, die der Hobby-Detektivin Jessica Fletcher in der Hit-Serie „Murder She Wrote“ aka „Mord ist ihr Hobby“. Doch darauf ruhte die Darstellerin sich nicht aus. Unter anderem gewann sie eine große Fangemeinde mit einer Rolle, die sie eigentlich als Geschenk an ihre drei Enkel angenommen hatte. Als Stimme der Teekanne Mrs. Potts in dem Disney-Film „Beauty and the Beast“ begeisterte sie 1991 die ZuschauerInnen. Sie sang das preisgekrönte Titellied des Films.

In den 2010ern nahm Angela Lansbury wieder vermehrt Rollen auf der Leinwand an, darunter „The Grand Budapest Hotel“. 2013 wurde ihr der Ehrenoscar für ihr Lebenswerk verliehen.

Die Schauspielerin war zweimal verheiratet. Das erste Mal trat sie im Alter von 19 Jahren mit Richard Cromwell vor den Altar. 1949 heiratete sie den Produzenten Peter Shaw. Die Ehe hielt mehr als 50 Jahre bis zum Tod des Produzenten im Jahr 2003. Die beiden hatten zwei Kinder, Anthony Peter (geboren 1952) und Deirdre Ann (geboren 1953). Außerdem gehörte Shaws Sohn David aus erster Ehe zur Familie. Sie hatte drei Enkel und fünf Urenkel.

© Warner
© Warner

Robbie Coltrane - 14. Oktober

Robbie Coltrane, der Darsteller des Rubeus Hagrid in der „Harry Potter“-Filmreihe, verstarb dieses Jahr mit 72 Jahren. Anfang 2022 war er noch im großen Reunion-Special „Harry Potter 20th Anniversary: Return to Hogwarts“ bei HBO Max zu sehen. Darin sagte er den heute so rührenden Satz: „Menschen werden (die Filme) auch in 50 Jahre noch schauen, ja. Ich werde dann nicht mehr hier sein... Aber Hagrid schon.

Coltrane war sich im Klaren darüber, dass sein Hagrid das sein wird, was man sein schauspielerisches Vermächtnis nennen könnte. Der Halbriese Hagrid, der als Wildhüter den Verbotenen Wald der Zauberschule Hogwarts bewachte, galt stets als Publikumsliebling. Oft war er für die jungen Helden da, wenn alle anderen Erwachsenen sie fallen ließen. Neben Dumbledore und McGonagall galt er als moralische Konstante im Lehrkörper der magischen Bildungseinrichtung...

Hagrid war in allen acht „Harry Potter“-Filmen, die zwischen 2001 und 2011 erschienen, mit dabei. Zu Coltranes anderen Kinoauftritten gehören unter anderem die 007-Streifen „GoldenEye“ (1995) und „Die Welt ist nicht genug“ (1999), in denen er den ehemaligen KGB-Agenten Valentin Zukovsky spielte. Auch in „Ocean's Twelve“ (2004) war er zu sehen.

Im britischen Fernsehen spielte er davor in Serien wie „Alfresco“ (1983), „Tutti Frutti“ (1987) sowie in „Cracker“ aka „Für alle Fälle Fitz“ (1993 bis 2006) mit. Im Lauf seiner Karriere gewann Coltrane dreimal den British Academy Television Award, einen Royal Television Society Award und erhielt zudem eine besondere Würdigung beim Monte-Carlo Television Festival im Jahr 2016.

Der Verstorbene hinterlässt zwei erwachsene Kinder, die aus seiner einzigen Ehe entstanden, die 2003 geschieden wurde.

© CBS
© CBS

Ron Masak - 20. Oktober

Ein weiterer „Mord ist ihr Hobby“-Veteran ist dieses Jahr mit Schauspieler Ron Masak von uns gegangen, der 41 Folgen lang als Sheriff Mort Metzger in der klassischen Whodunnit-Serie zu sehen war. Er wurde 86 Jahre alt.

Ron Masak begann seine Karriere 1960 mit einer Episode der Horror-Anthologieserie „The Twilight Zone“. Weiter ging es unter anderem im Kriegsfilm „Tora! Tora! Tora!“ von 1970, ehe er sich in den 80er und 90er Jahren als King of Commercials einen Namen im Werbefernsehen machte. Als Charakterdarsteller und Gaststar war er aber auch immer wieder in Serien wie „Quincy“, „Falcon Crest“, „Webster“ oder „Columbo“ zu sehen.

Masak hinterlässt seine Ehefrau Kay Knebles, sechs Kinder und zehn Enkelkinder.

© FOX
© FOX

Leslie Jordan - 24. Oktober

Komiker und Schauspieler Leslie Jordan verstarb dieses Jahr im Alter von 67 Jahren bei einem Autounfall in Hollywood.

Zum Zeitpunkt seines Todes war er Teil der FOX-Comedy Call Me Kat, deren Cast und Crew daraufhin vorerst die Dreharbeiten ruhen ließ. Comedy-Fans war er auch aus der Serie Will & Grace bekannt, wo er den herrlich schnippischen Beverley Leslie darstellte.

Fans von American Horror Story dürften Jordan ebenfalls kennen, denn er trat in den Staffeln drei, sechs und neun auf. In den 2000er Jahren sah man ihn außerdem in den Serien Boston Public und Boston Legal. Die Anfänge seiner beeindruckenden TV-Karriere gehen zurück zur Mitte der 1980er Jahre. Damals spielte er in heutigen Klassikern wie „The Fall Guy“, „Night Court“, „Murphy Brown“ und „Newhart“ mit. Seine erste feste Rolle hatte er schließlich 1989 in der kurzlebigen CBS-Sitcom „The People Next Door“, in der er als Postbote Truman Fipps auftrat.

Weitere Einträge in seiner Vita sind der „Married... With Children“-Ableger „Top of the Head“, die Polizeiserien „Reasonable Doubts“ und „Bodies of Evidence“ sowie die Comedy „Hearts Afire“. Im Februar hatte Jordan zusammen mit Tracee Ellis Ross noch die Oscar-Nominierungen 2022 verkünden dürfen.

© The CW
© The CW

Kevin Conroy - 10. November

Der Synchronsprecher, der seit 1992 als Batman in verschieden Projekten zu hören und zu sehen war, ist im November in New York verstorben. Er wurde 66 Jahre alt.

Zwischen 1992 und 1996 war er als Batman respektive Bruce Wayne in „Batman: The Animated Series“, einer stilprägenden Serie der 90er Jahre zu hören. Insgesamt war er in 60 Produktionen in dieser Rolle zu hören. Das sind über 15 Filme und 400 Folgen Fernsehen sowie Videospiele. Außerdem war er gerngesehener Gast auf Comic-Conventions.

Conroy wurde am 30. November 1955 in Westbury, New York geboren und wuchs in Westport, Connecticut auf. Er studierte an der Juilliard zur gleichen Zeit wie Christopher Reeve („Superman“) und Robin Williams („Aladdin“, „Hook“). Zunächst war er auf der Bühne heimisch, eher er in Fernsehrollen erschien, darunter „Dynasty“, „Ohara“, Cheers, Murphy Brown und „Matlock“ sowie in Soaps wie „Another World“ oder „Search for Tomorrow“. Doch für ihn änderte sich durch das Bat-Casting alles. Denn selbst 30 Jahre später hat sie noch in Comicfortsetzungen und Videospielen Einfluss auf die Popkultur. Zudem arbeiten Matt Reeves und J.J. Abrams mit Bruce Timme an „The Caped Crusader“ - ursprünglich für HBO Max, aber momentan ohne Senderheimat. Laut THR ist nicht bekannt, ob Conroy hier wieder zu hören sein sollte.

Zudem erschien er 2019 als Bruce Wayne im Mega-CrossoverCrisis on Infinite Earth“ an der Seite von Batwoman-Darstellerin Ruby Rose bei The CW, wo das Arrowverse sogar auf das DCEU und frühere Serien traf. Zuletzt hörte man seine Stimme im Game „Multiversus“.

Conroy hinterlässt seinen Ehemann Vaughn C. Williams, seine Schwester Trisha Conroy und seinen Bruder Tom Conroy.

© IMAGO/Everett Collection
© IMAGO/Everett Collection

Robert Clary - 16. November

Im November verstarb der französische Schauspieler Robert Clary bei sich zu Hause in Los Angeles. Er wurde 96 Jahre alt. Serienjunkies kannten ihn vor allem als Corporal LeBeau aus der Serie „Hogan's Heroes“ („Ein Käfig voller Helden“), in der er ab 1965 sechs Staffeln und 168 Episoden lang mitspielte. Als Überlebender des Holocausts hatte die in einem deutschen Kriegsgefangenenlager spielende Serie besondere Bewandtnis für ihn.

Clary wurde als Robert Max Widerman als 14. Kind einer jüdisch-orthodoxen Familie in Paris geboren. Mit zwölf Jahren begann er als Sänger aufzutreten, mit 16 wurden er und seine Familie nach Auschwitz deportiert, was seine Eltern nicht überlebten. Robert verbrachte auch einige Zeit im Konzentrationslager Buchenwald, wo er als Sänger die SS-Soldaten unterhielt, und überlebte so als einziger seiner Familie den Holocaust.

Nach seiner Befreiung reiste Clary zurück nach Paris, von wo aus ihn seine Gesangskarriere 1949 nach Los Angeles verschlug, wo er in einer CBS-Variety-Sendung auftrat. Es folgten erste Filmrollen wie in „Ten Tall Men“ („Frauenraub in Marokko“) von 1951 und „Thief of Damascus“ („Abu Andar, Held von Damaskus“) von 1952 sowie Broadway-Auftritte, wobei er auch mit Mel Brooks zusammenarbeitete. Weitere seiner Filme waren „New Kind of Love“ („Eine neue Art von Liebe“) von 1963 und der Katastrophenfilm „The Hindenburg“ von 1975.

Als Teil des Hauptcasts von „Hogan's Heroes“ schaffte seine Serienfigur es mit anderen Alliierten Gefangenen immer wieder, den Nazi Wilhelm Klink (Werner Klemperer) übers Ohr zu Hausen. In seinen Memoiren „From the Holocaust to Hogan's Heroes: The Autobiography of Robert Clary“ (2021) betonte Clary jedoch, dass die Erfahrung eines Kriegsgefangenenlagers eine ganz andere sei, als die in einem Konzentrationslager. Erst Jahrzehnte nach dem Holocaust war er in der Lage, im Rahmen seines Buches davon zu berichten.

Im Laufe seiner Karriere kehrte Clary immer wieder zum Gesang zurück und arbeitete mit Leuten wie Irving Berlin zusammen. Auch nahm er mit seinen „Käfig“-Co-Stars ein Album namens „Hogan's Heroes Sing the Best of WWII“ auf.

Ab den 80er Jahren war er schließlich über 500 Folgen lang in der Seifenoper „Days of Our Lives“ („Zeit der Sehnsucht“) und über 40 Folgen lang in „The Bold and the Beautiful“ („Reich und schön“) vertreten.

Clarys Eherfau Natalie Cantor Metzger, die er 1965 (dem Jahr der „Hogan's Hero“-Premiere) ehelichte, verstarb bereits 1997.

© The CW
© The CW

Nicki Aycox - 16. November

Schauspielerin Nicki Aycox, die später hauptsächlich als Musikerin aktiv war, verstarb mit nur 47 Jahren.

Bei „Supernatural“ war Aycox in Staffel eins und Staffel vier zu sehen. Insgesamt fünf Folgen stehen bei ihr zu Buche. Die Fans lernten sie zunächst in der Rolle einer namenlosen Dämonin kennen, die die menschliche Form der Meg Masters übernahm.

Darüber hinaus trat Aycox auch in wiederkehrenden Rollen bei Providence, Ed (aka „Der Bowling-Anwalt“) Over There (aka „Kommando Irak“) und Cold Case auf. Kleinere Auftritte hatte sie derweil in Serien wie Criminal Minds, Dark Blue, CSI: Crime Scene Investigation, John From Cincinnati, Las Vegas, The Glades und Longmire.

Ihren letzten Eintrag als Schauspielerin legte Aycox im Jahr 2014 im Film „Dead on Campus“ hin. Danach widmete sie sich der Musik. 2015 erschien ihr Debütalbum „Red Velvet Room“.

© IMAGO/AdMedia Hamilton
© IMAGO/AdMedia Hamilton

Jason David Frank - 19. November

Der „Power Rangers“-Schauspieler und MMA-Kämpfer Jason David Frank verstarb dieses Jahr mit nur 49 Jahren. Er spielte den grünen und den weißen Ranger, dessen Alter Ego Tommy Oliver heißt. Doch das waren noch längst nicht alle seine Power-Ranger-Rollen im Verlauf des Franchise. Auch den roten Zeo-Ranger oder den schwarzen Dino-Ranger spielte er und kam immer wieder in Cameos zum Einsatz. Außerdem wirkte er in Fan-Projekten mit und seine Figur stand für die aktuellen Boom!-Comics Pate für die schurkische Figur Lord Drakkon. Diese ist eine Fusion aus grün und weiß, die das Morphin Grid angreift und so Rangers aus allen Dimensionen und Universen gegen sich aufbringt.

Frank kam nach den ursprünglichen fünf Rangern zur Originalinkarnation der Serie, die in den USA vom 28. August 1993 bis zum 27. November 1995 lief und es auf 145 Folgen brachte. MMPR war damals ein Phänomen, was über die USA schwappte und die ganze Welt erreichte. Eigentlich sollte er als Tommy Oliver und zunächst böser grüner Ranger im Auftrag von Rita Repulsa nur für 14 Episoden auftreten, doch er wurde schnell so populär, dass man sich auf kreativer Ebene immer wieder neues für ihn einfallen lassen musste. So kehrte er dann als weißer Ranger wieder, der zum Anführer des Teams in der MMPR-Ära wurde.

Auch in der Zeo-Ära spielte er 50 Episoden lang den roten Ranger. Er selbst bringt Kampfsporterfahrung mit und besaß mehrere schwarze Gürtel in Karate. In „Power Rangers Turbo“ war er ebenso dabei, wie zum 10-jährigen Franchise-Jubiläum in „Power Rangers Wild Force“ und wurde dann in „Power Rangers Dino Thunder“ für 38 Episoden zum schwarzen Ranger. 2014 kam es zur Rückkehr im Staffelfinale von „Power Rangers Super Megaforce“, wo zahlreiche Ranger sich einer immensen Gefahr entgegenstellen. Außerdem hatte er einen Cameo-Auftritt im Film-Reboot „Power Rangers“ an der Seite der ersten Pink-Ranger-Darstellerin Amy Jo Johnson. Sein letzter offizieller Ranger-Auftritt war 2018 in „Power Rangers Ninja Steel“ zum 25. Jubiläum der Super-Sentai-Adaption.

Als Schauspieler erschien er obendrein in „Sweet Valley High“ oder „Family Matters“ aka „Alle Unter einem Dach“. Im Videospiel „Smite“ und der Miniserie „Transformers: Titans Return“ sowie einigen Fan-Filmen und inoffiziellen Projekten war er ebenfalls involviert. Er hinterlässt vier Kinder.

© HBO
© HBO

Wilko Johnson - 21. November

Der englische Schauspieler und Musiker Wilko Johnson verstarb im November im Alter von 75 Jahren. Serienjunkies erinnern sich an ihn durch seine kleine Gastrolle in der HBO-Fantasyserie Game of Thrones, wo er 2011 und 2012 in insgesamt vier Folgen als Ser Ilyn Payne auftrat, der stumme Scharfrichter von King Joffrey. Mit seiner Rockband Dr. Feelgood war Johnson als Gitarrist und Sänger von 1971 bis 1977 aktiv. In der Zeit entstanden Hits wie „Milk and Alcohol“, „Roxette“ und „Down at the Doctors“. Mit dem Album „Stupidity“ landeten sie sogar auf Platz eins in Großbritannien.

Schauspielerisch war „Game of Thrones“ für Johnson tatsächlich die einzige Station. Nach seiner erfolgreichen Zeit bei Dr. Feelgood gründete Johnson die Wilko Johnson Band in der er bis zu seinem Tod noch spielte.

© MGM
© MGM

Irene Cara - 25. November

Die amerikanische Schauspielerin und Sängerin Irene Cara ist mit nur63 Jahren bei sich zu Hause in Florida gestorben.

Caras Gesangsstimme ist eng mit dem Sound der 80er Verbunden, denn sie sang die Titelsongs zu den Musikfilmen „Flashdance“ und „Fame“, wobei sie im letztgenannten sogar mitspielte. Für den erstgenannten namens „Flashdance... What a Feeling“ erhielt sie einen Academy Award für den besten Originalsong für einen Film. Vor diesem großen Erfolg spielte sie die Hauptrolle im Film „Sparkle - Der Weg zum Star“ von 1976.

© CBS
© CBS

Clarence Gilyard Jr. - 28. November

Schauspieler Clarence Gilyard Jr., der zwischen 1993 und 2001 in insgesamt 196 Episoden der Serie als Jimmy Trivette in Walker, Texas Ranger verstarb mit 66 Jahren. Bestätigt wurde sein Ableben durch ein Statement der University of Nevada, wo Gilyard bis zuletzt als Film- und Theaterprofessor tätig war.

Gilyard begann seine Karriere vor der Kamera in den Achtzigern mit zahlreichen kleineren Gastauftritten im US-Fernsehen. 1986 folgte schließlich sein Filmdebüt im legendären Streifen „Top Gun“, wo er als Sundown zu sehen war. Zwei Jahre später spielte er in „Stirb langsam“ den schurkenhaften Computerhacker Theo.

1989 landete Gilyard einen Gig in der erfolgreichen Serie „Matlock“, wo er als Privatdetektiv Conrad McMasters eingeführt wurde, der bis 1993 in insgesamt 85 Folgen auftrat und der Titelfigur immer wieder mit seinen Ermittlungen aushalf. Direkt im Anschluss kam es zum Part bei „Walker“, wo sich der Darsteller wieder in der Funktion als rechte Hand des Helden wiederfand. Nach dem Finale 2001 hatte Gilyard keine allzu großen Auftritte mehr...

Geboren wurde Gilyard am 24. Dezember 1955 in Moses Lake, Washington. Sein Vater war beim Militär, weshalb er seine Kindheit immer wieder auf anderen Militärbasen verbrachte. Irgendwann wurde die Familie jedoch Kalifornien sesshaft. Gilyard selbst ging zunächst selbst an die Air Force Academy, schwenkte dann jedoch zum Schauspielstudium an der California State University um. Seit 2006 war er dann Professor in Las Vegas. Er war zwei Mal verheiratet; seine zweite Frau Elena ehelichte er im Jahr 2001.

© Netflix
© Netflix

Brad William Henke - 29. November

Der amerikanische NFL-Sportler und Schauspieler Brad William Henke verstarb im November im Alter von nur 56 Jahren.

Serienjunkies ist Henke vor allem durch seine Rolle als sadistischer Gefängniswärter Desi Piscatella aus der Netflix-Serie Orange Is the New Black bekannt, die ihm einen Screen Actors Guild Award als herausragende Performance in einer Comedyserie einbrachte.

Henke spielte Football für die New York Giants und die Denver Broncos, ehe er sich 1994 nach einer Verletzung zur Ruhe setzte. Schon zwei Jahre danach war er in seiner ersten Serienrolle in „Chicago Hope“ zu sehen. Größere Parts winkten daraufhin in „Going to California“, „October Road“, Lost und auch Justified. Nach seinem denkwürdigen Gig in OITNB war er außerdem noch in Manhunt (2023), The Stand und zuletzt einer Folge von Law & Order: Special Victims Unit zu sehen.

Er hinterlässt seine Ehefrau Sonja, seine Mutter und seine Schwester sowie mehrere Stief- und Enkelkinder.

© IMAGO/Sven Simon
© IMAGO/Sven Simon

Christiane Hörbiger - 30. November

Im November verstarbt die österreichische Schauspielerin Christiane Hörbiger im Alter von 84 Jahren in Wien.

Die mehrfach ausgezeichnete Hörbiger wurde als Tochter des berühmten Schauspielpaars Paula Wessely und Attila Hörbiger geboren. Noch bevor sie ihre eigene schauspielerische Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien begann, war sie 1955 im Film „Der Major und die Sterne“ zu sehen. Ab 1965 stand sie dann mit Willy Millowitsch in der ARD-Serie „Donaugeschichten“ vor der Kamera. Vor allem aber feierte sie als Gräfin von Guldenburg in „Das Erbe der Guldenburgs“ in den 1980er Jahren im ZDF große Erfolge.

Weiter ging es in ihrer Karriere unter anderem in Helmut Dietls Journalismus-Satirefilm „Schtonk!“, die sich um die gefälschten Hitler-Tagebücher dreht oder in der deutsch-österreichischen Anwaltsserie „Julia - Eine ungewöhnliche Frau“, die 65 Folgen und fünf Staffeln lang bei Das Erste und im ORF zu sehen war.

Darüber hinaus war Hörbiger auch als Theaterschauspielerin und Synchronsprecherin tätig. Ihren letzten Auftritt hatte sie 2019 im Fernsehfilm „Der Fall der Gerti B“.

© Showtime
© Showtime

Al Strobel - 2. Dezember

Die Mysteryserienkleinstadt Twin Peaks verabschiedete sich von einem weiteren Bewohner, als Schauspieler Al Strobel, den man als One Armed Man kannte, im Alter von 83 Jahren verstarb.

Strobel verlor seinen linken Arm bei einem Autounfall mit 17 Jahren und sollte eigentlich nur als Referenz auf den einarmigen Mann aus dem Serienklassiker „The Fugitive“ („Dr. Kimble auf der Flucht“) in „Twin Peaks“ auftauchen. Beeindruckt von seiner tiefen Stimme, beschloss Regisseur David Lynch jedoch, seinen Part auszubauen und seine Figur Phillip Michael Gerard zu einer zentralen Figur des Geheimnisses von Twin Peaks zu machen. Auch schrieb er das berühmte Feuergedicht aus dem Pilotfilm beziehungsweise Coopers Traum extra für ihn: „Through the darkness of future past, the magician longs to see, one chants out between two worlds: Fire walk with me!“ Auch war Strobl einer jener Black-Lodge-Bewohner, die für einige Szenen lernen mussten, phonetisch rückwärts zu sprechen.

Jenseits von Twin Peaks war Strobel nur in wenigen Film- und Serienprojekten, wie dem TV-Film „Child of Darkness, Child of Light“, zugegen. Er kehrte allerdings prominent für Lynchs Prequelfilm „Twin Peaks: Fire Walk With Me“ (1992) zurück und spielte auch eine wichtige Rolle in der Revival-Serie „Twin Peaks: The Return“, die 2017 zu Showtime kam. Darüber hinaus blieb er sehr aktiv mit der Fan-Gemeinde der Serie in Kontakt und ließ sich viel auf Fan-Events blicken.

© FOX
© FOX

Kirstie Alley - 5. Dezember

Schauspielerin Kirstie Alley verstarb Anfang Dezember mit 71 Jahren in Tampa, Florida.

Für ihre „Cheers“-Rolle als taffe Barmanagerin Rebecca Howe gewann Alley 1991 sogar den Emmy Award (einen weiteren gewann sie 1994 für den TV-Film „David's Mother“). Zwischen 1987 und 1993 trat sie in insgesamt 148 Folgen der legendären Sitcom auf. Ihren zweitlängsten Lauf legte sie von 1997 bis 2000 in der Serie „Veronica's Closet“ mit 67 Episoden hin. Später führte sie auch die weniger erfolgreichen Formate „Fat Actress“ bei Showtime und „Kirstie“ bei TV Land an.

Ihr Bildschirmdebüt gab sie 1982 in „Star Trek II: The Wrath of Khan“. Danach folgte die Miniserie „Fackeln in Sturm“. In der jüngeren Vergangenheit ließ sie sich nochmal bei „Scream Queens“ und The Goldbergs blicken. Im Filmbereich war ihr bekanntester Eintrag sicherlich die „Look Who's Talking“-Reihe mit Travolta. 1987 spielte sie auch in „Summer School“ mit.

© NBC
© NBC

Helen Slayton-Hughes - 7. Dezember

Helen Slayton-Hughes, die erst mit 50 Jahren zum Fernsehen kam, verstarb dieses Jahr mit 92 Jahren.

Slayton-Hughes hatte ihre ersten Film- und Fernsehrollen Anfang der 80er in Projekten wie dem TV-Film „The Princess and the Cabbie“. Danach ließ sie sich erst wieder in den 2000ern blicken und spielte in Serien wie Malcolm in the Middle oder Arrested Development mit. Am bekanntesten war sie jedoch für die wiederkehrende Rolle der Stenografin Ethel Beavers aus Parks and Recreation. Ihre letzte Rolle hatte sie dieses Jahr in der Netflix-Produktion „The Curse of Bridge Hollow“.

© Arthaus
© Arthaus

Angelo Badalamenti - 11. Dezember

No music today“, sagte David Lynch im Dezember in einem seiner täglichen YouTube-Wetterbericht in Anspielung auf den Tod seines Freundes und Filmkomponisten Angelo Badalamenti, der mit 85 Jahren von uns gegangen ist.

Der in Brooklyn geborene Badalamenti studierte Musik an der Estamn School of Music und an der Manhattan School of Music, woraufhin er 1973 seinen ersten Soundtrack für den Film „Gordon's War“ komponierte. 1986 arbeitete erstmals mit Lynch zusammen, als er Isabella Rossellini beim Singen des Covers von „Blue Velvet“ für den gleichnamigen Films coachte. Im Film selbst ist er im Hintergrund am Piano zu sehen.

Berühmt ist Badalamenti vor allem für seinen traum- bis alptraumhaften Soundtrack zur Mysteryserie Twin Peaks, für den er den Grammy erhielt und mit Sängerin Julee Cruise kollaborierte, die ebenfalls in diesem Jahr verstarb. Danach machten Badalamenti und Lynch noch beim Prequel-Film „Twin Peaks: Fire Walk With Me“, „Wild at Heart“, „The Straight Story“, „Lost Highway“ und „Mulholland Drive“ gemeinsame Sache, wo der Komponist auch eine kleine Rolle als übellauniger Hollywood-Strippenzieher hatte.

Abseits der Kollaborationen mit Lynch zeichnete der Komponist für Soundtracks zu Filmen wie „A Nightmare on Elm Street 3“, „National Lampoon's Christmas Vacation“, „Dark Water“ oder „The Wicker Man“ verantwortlich. Auch arbeitete er jenseits der Filmwelt mit Stars wie Shirley Bassey, David Bowie, Paul McCartney oder Liza Minnelli zusammen.

© FOX/IMAGO
© FOX/IMAGO

Stuart Margolin - 12. Dezember

Schauspieler Stuart Margolin verstarb Mitte Dezember im Alter von 82 Jahren.

Mehr als 120 Auftritte in Film und Fernsehen absolvierte Margolin in seiner Karriere. Doch am bekanntesten dürfte er immer noch für seine Rolle als Angel Martin in der Serie „Detectiv Rockford - Anruf genügt“ sein, die im Original „The Rockford Files“ hieß. In mehr als drei Dutzend Episoden spielte er den ehemaligen Zellennachbarn des Titelhelden (James Garner). Das beeindruckte nicht nur die Zuschauer, auch die Emmy-Juroren waren überzeugt und verliehen ihm in den Jahren 1979 und 1980 eine der begehrten Trophäen.

Margolin stand mit seinem Rockford-Kollegen James Garner auch für die Serien „Nichols“ und „Bret Maverick“ vor der Kamera. In den 1980er Jahren hatte er einen Platz im Stammcast der NBC-Serie „Mr. Smith“. In den 90ern war er fester Bestandteil der kanadischen Dramedy „Mom, P.I.“. 1999 war er auch in dem Revival-Film „Jim Rockford Film: The Rockford Files“ mit dabei. Zuletzt war er unter anderem 2018 in dem Revival der Serie The X-Files zu sehen.

© Disney
© Disney

Ronan Vibert - 22. Dezember

Kurz vor Weihnachten verstarbt der englische Schauspieler Ronan Vibert mit 58 Jahren infolge einer kurzen und intensiven Krankheit.

Vibert wuchs in Wales auf und lebte danach in London und zuletzt Florida. Er war Teil der Royal Academy of Dramatic Arts und spielte seit den 80er Jahren in zahlreichen TV- und Filmproduktionen mit. So zum Beispiel in „The Snowman“, „Saving Mr. Banks“, „Dracula Untold“ oder „Shadow of the Vampire“ auf der Filmseite und Serien wie Rome, The Borgias, Hatfields & McCoys oder zuletzt Carnival Row.

Vibert hinterlässt seine Frau Jess Grand Vibert.

© Imago/ Touchstone Pictures
© Imago/ Touchstone Pictures

Stephen Greif - 23. Dezember

Am zweiten Weihnachtstag ließ die Talentagentur Michelle Braidman Associates per Twitter die traurige Nachricht verkünden, dass ihr Klient Stephen Greif gestorben sei. Der Schauspieler wurde 78 Jahre alt.

Greif stammte aus Hertfordshire in Südengland. Die Royal Academy of Dramatic Art schloss er mit besonderen Ehren ab und wurde zum Mitglied der National Theatre Company. In den 1960er und 1970er Jahren war er als Bühnenschauspieler erfolgreich bis er 1978 die Rolle des Space Commanders Travis in der Serie Blake's 7 an Land zog. Die gilt als eine der besten und hierzulande unterschätztesten Sci-Fi-Serien.

Über seine jahrzehntelange Karriere war er immer wieder vor der Kamera zu sehen. Unter anderem war in den Serien „Citizen Smith“, „Trainer“, „Castles“ und „Misstresses“ zu Gast. Zuletzt war er unter anderem als Palastsprecher in der Serie The Crown und als Richter in The Alienist zu sehen.

Auch als Voice Actor war er erfolgreich. In dem Videospiel lieh er Raymond Maarloeve seine Stimme. Er sprache Hörbücher ein und arbeitete als Sprecher bei Dokumentationen. In allen Bereichen, in denen er tätig war, konnte er öfter die Aufmerksamkeit von Juroren auf sich ziehen. Für seine Erzählerstimme in dem Hörbuch „The Boy with the Magic Numbers“ der Autorin Sally Gardner gewann er den BBC Audio Books of America Award.

Stephen Greif war passionierter Golfspieler und stand der Stage Golfing Society als Präsident vor. Er heiratete 1980 und hatte Zwillingssöhne, die 1982 geboren wurden.

Mario Giglio

Der Artikel Heute neu: Staffel 5 von Better Things bei FX wurde von Mario Giglio am Uhr erstmalig veröffentlicht. Mario Giglio hat bereits 12.766 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Mario Giglio

firewalkwithmee folgen

Aktuelle Lieblingsbeiträge der Leser von Serienjunkies


Star Trek - Picard: Annie Wersching mit 45 Jahren verstorben Star Trek - Picard: Annie Wersching mit 45 Jahren verstorben

2020 erhielt sie die Krebs-Diagnose, die sie jedoch nicht öffentlich machte. Nun ist der Bosch-Star Annie Wersching im Alter von 45 Jahren verstorben. Zuletzt war sie in Star Trek: Picard und The Rookie zu sehen. [mehr]

Von Loryn Pörschke-Karimi am Montag, 30. Januar 2023 um 09.00 Uhr.