Spartacus: Senderchef erwägt ernsthaft Serienende

Durch die erneute Krebserkrankung von Spartacus-Hauptdarsteller Andy Whitfield ist die Produktion einer zweiten Staffel der Serie ernsthaft in Gefahr geraten. Dies bestätigte Starz-Chef Chris Albrecht laut The Hollywood Reporter beim jährlichen Treffen des Senders mit den Investoren und Finanzanalysten seiner Muttergesellschaft Liberty Media. Sollte kein passender Darsteller gefunden werden, so gäbe es Alternativen für die Sendepläne im vierten Quartal 2011.
Im Gegensatz zu den Konkurrenten HBO und Showtime hatte der Pay-TV-Sender Starz sein Programm lange Zeit nahezu ausschließlich mit der Ausstrahlung eingekaufter Spielfilme bestritten. Die erste Staffel von Spartacus sei daher für Starz zwar ein großer Erfolg gewesen, so der von HBO gekommene Chris Albrecht. Jedoch baue man das Programm weiter aus: mit der historischen Mini-Serie Camelot und der ko-produzierten neuen Staffel von Torchwood.
Bereits vor Ausstrahlungsbeginn der ersten Staffel von Spartacus bestellten die Verantwortlichen von Starz eine zweite Staffel der Serie um den griechischen Gladiator im antiken Rom, der später einen Sklavenaufstand anführen sollte. Vor Beginn der Produktionsarbeiten jedoch wurde bei Hauptdarsteller Andy Whitfield Krebs diagnostiziert. Mittlerweile musste sich der Darsteller komplett aus dem Projekt zurückziehen.
Gegenwärtig, so Albrecht, werde nach einem Nachfolger für die Titelrolle von Spartacus gesucht - einem jungen Darsteller, der Whitfield möglichst ähnlich sehen und über die notwendigen schauspielerischen Qualitäten verfügen solle. Es gebe noch genug unentdeckte Talente in Australien, sagte Albrecht und verwies dabei auf Whitfield selbst und den für das Prequel verpflichteten Dustin Clare.
Obwohl allen Beteiligten die Entscheidung schwer gefallen sei, stehe auch Darsteller Whitfield voll hinter dem Versuch, „seine“ Rolle neu zu besetzen. Schließlich wünsche er seinen ehemaligen Kollegen, dass sie weiterhin in Lohn und Brot stünden.
Die Vertragsbedingungen der am Projekt Beteiligten machen eine Entscheidung über die Zukunft von Spartacus in den nächsten sieben Wochen erforderlich. Obwohl die Vorverkäufe für das DVD-Set zur ersten Staffel vielversprechend angelaufen sind, ist es für den Sender finanziell nicht sinnvoll, sein kleines Budget für Eigenproduktionen in Verträge zu investieren, die keine verwertbaren Ergebnisse bringen. Andererseits haben sich diverse Beteiligte an Spartacus - vor wie hinter der Kamera - durch die ersten 13 Episoden für neue Jobs empfohlen.























