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Shantaram: Kritik zum Start der Apple-Serienadaption mit Charlie Hunnam

Shantaram: The Three Nos - Review der Pilotepisode

Sons-of-Anarchy-Star Charlie Hunnam führt bei Apple TV+ die Serienadaption des Schlüsselromans Shantaram an. Leider bietet die aufwändige und lang vorbereitete Eigenproduktion keine frische Perspektive auf den zentralen Schauplatz Indien.

Die Entstehungsgeschichte von Shantaram, der neuen Eigenproduktion von Apple TV+, ist ähnlich lang wie die 1000-seitige Buchvorlage des australischen Autors Gregory Roberts, der seinen Schlüsselroman mit autobiografischen Zügen im Jahr 2003 erscheinen ließ. Zunächst wollte Warner das detailreiche Porträt des Subkontinents Indien zu einem Film mit Johnny Depp verwandeln. Namhafte Leute fanden sich auch hinter den Kulissen, doch am Ende scheiterte das Projekt nach vielen Jahren der Entwicklung. Im Sommer 2018 kündigte dann Apple TV+ die Serien-Adaption an, obwohl der Streamingservice da selbst noch gar nicht online war.

Diesmal sollte Charlie Hunnam (Sons of Anarchy, „King Arthur: Legend of the Sword“) die Titelrolle übernehmen. Für das Skript sollten Eric Warren Singer („Top Gun: Maverick“) und Steve Lightfoot (Hannibal) verantwortlich zeichnen. Die Regie der Pilotepisode namens „The Three Nos“ wurde hingegen an Justin Kurzel („Assassin's Creed“) anvertraut. Am heutigen Freitag, den 14. Oktober erscheinen endlich die drei ersten Episoden der zwölfteiligen Auftaktstaffel, die schätzungsweise bis 100 Millionen Dollar im Dreh gekostet haben soll. Wir haben für Euch einen Blick riskiert, sind nach all den großen Erwartungen jedoch ein wenig ernüchtert...

Worum geht's?

Die Geschichte dreht sich um einen Australier, der in seinem Heimatland mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, und daher über Neuseeland und Indien nach Deutschland fliehen will, um ein neues Leben anzufangen. Tatsächlich hält es ihn aber in Mumbai (damals in den 1980ern noch als Bombay bekannt). Unter seinem neuen Decknamen Lindsay „Lin“ Ford findet er bald Kontakt zu Einheimischen, allen voran den Fremdenführer Prabhu (Shubham Saraf). Dieser wird sein bester Freund, was mitunter die schönsten Szenen der Serie sind. Aber Lin macht auch weniger erfreuliche Bekanntschaften, sodass er sich bald auch in den kriminellen Gefilden der Millionenmetropole wiederfindet.

Beeindruckend ist, wie schnell es der Protagonist schafft, die regionale Marathi-Sprache aufzusaugen. Aus dieser stammt auch der besondere Titel „Shantaram“, was übersetzt so viel wie „Mann von Gottes Frieden“ bedeutet. Zunächst würde man bei dieser Beschreibung nicht an Lin denken, wenn man an seine Vergangenheit und neuerlichen Verflechtungen denkt. Aber eigentlich würde er tatsächlich lieber Gutes tun, so schweben ihm zum Beispiel medizinische Dienste vor, um den Ärmsten der Armen in den Slums zu helfen. Und natürlich gibt es auch die eine oder andere Frau, die er beeindrucken will, was ihm mit seinem Charlie-Hunnam-Äußeren recht leicht fallen sollte...

Bjarne Bock

Der Artikel Shantaram: The Three Nos - Review der Pilotepisode wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht. Bjarne Bock hat bereits 8.020 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Bjarne Bock

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