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Rod Knock: Kritik der Pilotepisode der norwegischen Serie bei ZDFneo

Rod Knock: Kritik der Pilotepisode der norwegischen Serie

Kritik der Episode 1x01

Poster zur Serie Rod Knock (c) ZDF und Fenomen
Poster zur Serie Rod Knock (c) ZDF und Fenomen

In der norwegischen Serie Rod Knock begleiten wir den charismatischen Automechaniker GT, der durch eine Trennung geht. Das ZDF bringt gleich drei Staffeln des Dramas auf die Mattscheibe und in die Mediathek.

Die halbstündige Dramaserie Rod Knock aus Norwegen erzählt die Geschichte einer Freundesclique. Im Mittelpunkt steht der Automechaniker GT (Odin Waage), der gerade durch eine Trennung geht.

Wovon handelt die Serie Rod Knock?

Die Pilotepisode startet im Auto, die Jungs sind unterwegs zu einem Abenteuer. GT, Sivert (Sjur Vatne Brean), Kim (Matthew Rico Henriksen Santos) und Nilsen (Kaspar Antonsen) machen Sprüche über den besten Energy-Drink und wo sie Nachschub herbekommen. Bei einer Pinkelpause kommt das Thema auf GTs Freundin Ine (Mathilde Thomine Storm). GT gesteht, dass es zwischen den beiden aus sei. Die Freunde sind verwirrt und fragen, wieso er eine Woche lang nichts davon gesagt habe.

In jedem Moment, den er sich unbeobachtet fühlt, textet er seiner frischgebackenen Ex. Ob er mit seinem besten Kumpel Sivert am Auto schraubt, mit der Gang an der Esso-Tankstelle abhängt oder auf einer Party kurz nach draußen geht. Während die Freunde sich Sorgen um ihn machen und ihn damit unterstützen, zu betonen, wie wenig sie Ine mochten, gerät GT ins Visier von gleich zwei Frauen.

Zur Gang gehören nämlich auch noch Hege (Maja Christiansen) und Liva (Liwia Migala). Erstere hat eine besondere, nicht zu übersehende Chemie mit GT, auch wenn sie seit langem nur befreundet sind. Im Dunstkreis der Gang hängt auch Malene (Amalie Sporsheim) ab, die Tochter der Bürgermeisterin, der die Gang mit ihrer lauten Musik ein Dorn im Auge ist. Doch außer Nilsen glaubt eh niemand daran, dass Malene zu ihnen gehört. Vor allem unterstellen sie ihr, lediglich eine einfache Mitfahrgelegenheit zu suchen.

Auf der Party des Wochenendes scheinen sie Recht zu bekommen. Malene fragt nämlich, ob die Gang sie und ihre Freundinnen nach Hause fahren könne, doch GT sagt ihr, das Auto sei bereits voll. Sie versucht, ihn mit einem ins Ohr geflüsterten Angebot zu überzeugen, doch zum Unglauben seiner Freunde lässt der Mechaniker das beliebteste Mädchen der Stadt abblitzen.

Stattdessen zieht er sich mit Hege nach draußen zurück, wo es zu einem ersten Kuss zwischen den beiden kommt. Als GT später feststellt, dass Kim den Kuss gefilmt und online gestellt hat, bittet er, den Post zu löschen. Schließlich soll Ine es nicht sehen, denn die liegt GT immer noch schwer am Herzen.

Wie kommt es rüber?

Rod Knock ist der Begriff für das Klopfen, das aus dem Motor des Autos kommt. Je schneller man fährt, desto kräftiger wird es. Das ist ein passender Titel für diese kleine, aber feine Dramaserie aus Norwegen, die aus der Welt einiger Jugendlicher erzählt, die so realitätsnah wirken wie selten. GT und seine Freunde sind eher im unteren Mittelfeld der Gesellschaft aufgewachsen. Doch die Serie besetzt einen mattscheibentechnisch oft leeren Platz zwischen Ghetto-Doku und goldenem Löffel. Aus diesem Mittelbereich, meist arm an Extremen, erzählen die Serienmacher dann auch angemessen unaufgeregt.

Was die Serie dann so sehenswert macht, ist vor allem der charismatische Cast und das Spannungsfeld, in dem sich die Figuren bewegen. Sie stehen an der Schwelle zum Erwachsensein, viele haben schon Jobs, andere haben sich ausbildungstechnisch festgelegt. Sie haben Verantwortungsgefühl, aber ebenso Leichtsinn. Manch eine Entscheidung ist zweifelhaft, aber sie sind auch weit davon entfernt, aus der Gesellschaft zu fallen. Sie wollen cool sein, aber haben auch schon erfahren, was wirklich zählt: das Sein vor dem Schein. Manche aus der Gang, in der Pilotepisode besonders Hege, erscheinen Außenstehenden gegenüber bissig und kratzbürstig, aber als Charakter kann man sich ihnen schnell nähern.

Fazit

Die norwegische Produktion zeigt sich als kurzweiliges Drama über das Erwachsenwerden in einer Kleinstadt, wenn man immer auf der hinteren Bank im Bus gesessen hat. Die Darsteller:innen sind bezaubernd und das Drehbuch macht sich die Mühe, seine Protagonisten ernst zu nehmen. Das Schöne: Das ZDF stellt an drei Wochenenden hintereinander jeweils eine ganze Staffel online - also letztlich so, dass man die Gang als Beinahe-Binge recht weit ins Erwachsensein begleiten kann.

Die erste Staffel startet heute um 21.45 Uhr in die lineare Ausstrahlung bei ZDFneo. Alle acht Episoden laufen hintereinander. Nach der Ausstrahlung sind sie in der Mediathek zu finden. Die zweite Staffel folgt dementsprechend am nächsten Freitag, den 27. Januar 2023. Und die dritte Staffel, man kann es erahnen, wird schließlich ab Freitag, den 3. Februar 2023, zur Verfügung stehen.

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Loryn Pörschke-Karimi

Der Artikel Rod Knock: Kritik der Pilotepisode der norwegischen Serie wurde von Loryn Pörschke-Karimi am Uhr erstmalig veröffentlicht. Loryn Pörschke-Karimi hat bereits 545 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Loryn Pörschke-Karimi

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