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Rick and Morty: Solaricks - Kritik zum Start der 6. Staffel

Rick and Morty: Solaricks - Kritik zum Start der 6. Staffel

Rick and Morty: Solaricks - Kritik zum Start der 6. Staffel

Die Animationsserie Rick and Morty startet mit einer anspruchsvollen Kanonepisode in die inzwischen sechste Staffel bei adult swim. Hat sich das Sci-Fi-Abenteuer von Justin Roiland und Dan Harmon seine rebellische Natur bewahren können? Unsere Kritik zum Auftakt.

Mit der actionreichen Auftaktepisode Solaricks beginnt die bereits sechste Staffel des multiuniversalen Sci-Fi-Abenteuers Rick and Morty. Es handelt sich um die 52. Ausgabe, die von der Animationsserie bei adult swim bislang ausgestrahlt wurde (hierzulande sorgt Warner TV Comedy für den zeitgleichen Import). Nachdem wir Euch kürzlich ein paar Interviews mit den Macher:innen rund um Justin Roiland und Dan Harmon präsentieren konnten, wollen wir nun auch einen Blick auf die erste neue Folge werfen, die am Wochenende lief.

Der Titel ist als Anspielung auf den 1972 erschienenen Filmklassiker „Solaris“ von der sowjetischen Regielegende Tarkowski zu verstehen. Das Skript zur Episode stammt von Albro Lundy, während Jacob Hair die Inszenierung übernahm. Beide gehören erst seit wenigen Jahren zum „Rick-and-Morty“-Team. Kann es Zufall sein, dass sich der Beginn der neuen Season ein bisschen wie ein Neuanfang anfühlt? Denn nach dem explosiven Finale der fünften Staffel letzten Herbst ist bei Rick Sanchez und Familie Smith nichts mehr wie es war...

Was passiert?

Nachdem Evil Morty die „Citadel of Ricks“ zerstört hat, blieben unser C-137-Rick und unser Morty aus der Cronenberg-Dimension in den Überresten zurück. Völlig ausgehungert sehen die zwei Titelhelden ihrem vermeintlich unvermeidlichen Schicksal ins Auge: Sie werden hier sterben! Die Eröffnungsszene spiegelt den Beginn des Marvel-Streifens „Avengers: Endgame“ wider, als sich Iron Man und Spider-Man in einer ganz ähnlichen Situation befanden, bis ein Deus ex Machina für Rettung sorgte. Und so ist es auch diesmal, denn Space Beth, die in der neuen Folge endgültig als Original-Beth enthüllt wird, ist zur Stelle.

Zurück zuhause versucht Rick sofort seine portal gun zu reparieren, die Evil Morty ebenfalls sabotiert hatte (wodurch unendlich viele Ricks und Mortys einen grausamen Tod starben). Dummerweise geht wieder etwas schief, was zur Folge hat, dass Rick, Morty und auch Jerry allesamt in ihre eigentlichen Ursprungsversen zurückgebeamt werden. Jeder ist nun auf sich selbst gestellt, wobei Rick durch seine traumatische Vergangenheit vielleicht die schlimmste psychologische Tortur durchlebt. Dazu begibt sich die Serie in Gefilde, die sie einst nie zu betreten schwor: Ricks Backstory.

In seinem alten Haus wird Rick von der Stimme Dianes heimgesucht. Er hat die K.I. programmiert, damit es immer so klingt, als stünde seine tote Frau im Nebenraum, was besonders perfide erscheint, weil sie so allgegenwärtig und gleichzeitig unerreichbar ist. Langsam führt uns die Serie nun an den neuen Schurken heran, nämlich Rick Prime, den Mörder der Familie unseres Ricks. Rick Prime ist strenggenommen auch der leibliche Großvater von unserem Morty, obwohl der böse Rick seine Tochter Beth früh verlassen hat und so auch seinen Morty niemals kennenlernen konnte (oder wollte). Inzwischen ist die Ursprungsdimension von Rick Prime ja sowieso ein einziger Cronenberg-Albtraum...

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In diesem schlägt sich derweil unser Morty durch, weil auch er in seine Heimatdimension zurückkatapultiert wurde. Auch Morty macht dort eine unangenehme Begegnung, nämlich mit seinem Vater Jerry, der von der Familie allein gelassen wurde und dadurch endlich zum Mann werden musste. Selten hat man einen Jerry gesehen, der so ein Badass war. Parallel versuchen Summer, Beth und Space Beth das Problem der unfreiwilligen Portalreise wieder zu beheben.

Zwischenzeitlich kann man bei all den verschiedenen Fronten dieser Folge den Überblick verlieren. Wir haben es mit einer der komplexesten Kanonepisoden zu tun, die die Serie bislang hingelegt hat. „Kanon“, weil die Geschehnisse größere Konsequenzen für die staffelübergreifende Erzählung haben. Nachdem die letzten Staffeln vermehrt mit spaßigen Einzelabenteuern bestückt waren, die keine ernsten Änderungen für den Kanon brachten, soll es in Season sechs laut Roiland und Harmon wieder mehr dieser wichtigeren Ausgaben geben. Wobei schon die zweite Folge, nämlich „Rick: A Mort Well Lived“, eher zur lockeren Kategorie gehört.

Wie ist es?

Wohin die Serie sich kanonmäßig bewegen wird, verspricht überaus interessant zu werden. Denn die Citadel ist weg, der neue Schurke ist da, und auch die Einsätze dürften größer werden, nachdem unzählige Ricks und Mortys aus den anderen Multiversen zuletzt ausgelöscht wurden. Alles in allem auf jeden Fall ein vielversprechender Auftakt zur neuen Season „Rick and Morty“. Die Macher:innen knüpfen direkt an die spektakulären Geschehnisse des letzten Staffelfinales an und bringen die Serie auf einen Kurs, der viel frischen Wind verspricht.

Das Gefühl, dass „Solaricks“ ein kleines Reboot für die Serie darstellt, die ja noch viele Staffeln auf die Beine stellen soll, wird auch durch das abschließende Bild unterstreicht, wie Familie Smith mal wieder die eigenen Doppelgänger im Garten begrabt. So will man sich auch symbolisch von früheren Fehlern verabschieden, die in den jüngeren Staffeln vielleicht gemacht wurden. Ganz nebenbei gelingen Witze, die von den Fans sicher schnell und oft zitiert werden (sei es der erwähnte Mr. Frundles oder auch der sympathische „Digest-O-bot“). Gesamturteil: 4,5 von 5 vorgekaute Sandwiches für diese Folge!

Hier abschließend noch der Trailer zur 6. Staffel der Serie „Rick and Morty“ bei Warner TV Comedy:

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