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Reboot: Review der Pilotepisode der neuen Hulu-Comedyserie

Reboot: Review der Pilotepisode

Reboot: Review der Pilotepisode

Die neue Hulu-Comedy Reboot erzählt von einer Sitcom, die neu aufgelegt werden soll - als clevere Hommage mit aktuellen Konflikten, wenn es nach der jungen Autorin Hannah ginge. Oder als Sitcom der alten Schule, in der Popcorn aus der Waschmaschine sprüht, wenn es nach dem alten Showrunner geht, den das Studio ihr an die Seite stellt.

Der Mann hinter der Hitserie Modern Family hat ein neues Pferd am Start. Steven Levitan bringt uns die Hulu-Comedy Reboot mit einem namhaften Cast. Doch können die hohen Erwartungen erfüllt werden?

Wovon handelt die Serie Reboot?

Die Pilotepisode startet mit der Autorin Hannah Korman (Rachel Bloom, Crazy Ex-Girlfriend), die ein Meeting bei dem StreamingdienstHulu“ hat. Sie will die zwanzig Jahre alte Sitcom „Step Right Up“ wieder neu auflegen, dieses Mal mit einem satirischen Blick auf die Familien-Sitcom an sich und unterfüttert von cleveren und zeitgemäßen Konflikten. So, wie es im echten Leben unter anderem für Saved by the Bell funktioniert hat.

Sie bekommt grünes Licht für ihre Idee und die Umsetzung mit dem Original-Cast. Für die Schauspieler kommt der Neuanfang ebenfalls wie gerufen. Da wäre zum einen Reed (Keegan-Michael Key), der damals für die Absetzung der Originalserie gesorgt hatte, weil er Träume von einer Kinokarriere voranbringen wollte. Die jedoch fand dann nie statt und der talentierte Darsteller jagt den Jobs hinterher.

Außerdem haben wir Clay (Johnny Knoxville), der zwischen Abstürzen und einem grenzwertigen Stand-up-Programm pendelt. Bree (Judy Greer) wäre noch dabei, die einst die Mutter der Serie darstellte, dann einen Adligen geheiratet hatte und mit ihm in sein nicht näher benanntes nordisches Heimatland gezogen war. Was die anderen jedoch zunächst nicht ahnen: Ihre Tage als Baronin sind längst gezählt, die Ehe am Ende und Bree ziemlich mittellos.

Das letzte Mitglied der ursprünglichen Darstellerriege ist der ehemalige Kinderstar Zack (Calum Worthy), der sich auf das Wiedersehen mit seinen erwachsenen Co-Stars freut, jetzt, wo sie sich „auf Augenhöhe“ begegnen. Fast zumindest, denn die frühe Berühmtheit hat Spuren hinterlassen... So wird auch der erwachsene Zack zum Beispiel immer noch von seiner Mutter ans Set begleitet...

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Alle freuen sich auf die neue Möglichkeit auf Ruhm und Reichtum, doch dann stürmt Serienmacherin Hannah aus ihrem Büro, nachdem Hulu ihr den einstigen Showrunner als Co-Creator an die Seite gestellt hat. Gordon (Paul Reiser) will nämlich, dass alles so bleibt, wie es früher war und er hat das Selbstbewusstsein und den Einfluss, genau dafür zu sorgen. Das beunruhigt nun den Cast, der sich dazu entschließt, nur für Hannahs Version zur Verfügung zu stehen. Derart umgarnt kehrt die Autorin ans Set zurück und lässt eine Bombe platzen, die besser in eine Seifenoper als in eine Sitcom passen würde...

Wie kommt es rüber?

Die neue Serie zu schauen, wenn man aufgrund der Beteiligten hohe Erwartungen hat, ist kein erfreuliches Erlebnis. Und auf mehr als eine Art sehr seltsam. Denn die Darbietung der Darsteller ist auf den Punkt, gewohnt wunderbar und das Timing urkomisch. Doch, was das Drehbuch ihnen liefert, ist enttäuschend, besonders wenn man bedenkt, wer alles dahintersteckt.

Was der Serienschöpfer, der ja immerhin mit „Modern Family“ einen Dauerbrenner bei Fans und Kritikern geschaffen hat, umgeht, ist die Erfolgsformel einfach noch mal gleich anzulegen. „Reboot“ ist nämlich eine Mockumentary wie die Vorgängerserie - und das Thema hat sich ja dafür auch durchaus angeboten... Schließlich erzählen hier gestandene Serienmacher:innen aus ihrer Welt - und zwar vom Leben hinter den Kulissen und was man dort so alles erlebt, was auf der Mattscheibe dann nicht mehr zu erahnen ist.

Dieser Part vom Drehbuch fühlt sich dann auch stimmig an. Der vielleicht beste Gag der ersten zwei Episoden ist das Aufeinandertreffen der Darsteller mit der jungen VP of Comedy bei Hulu, für die Humor noch ein neues Gebiet sei, wie sie sich selbst bescheinigt.

Auf der Seite der Darsteller der fiktiven Reboot-Serie innerhalb der Serie wird es immer wieder mal zumindest oberflächlich unterhaltsam. Das Verwirrende ist, dass das Drehbuch dabei mitunter in die Kerbe von Sitcom-Humor schlägt, die es ja eigentlich veralbern will. Die Ebene der beiden Serienschöpfer Hannah und Gordon hingegen bleibt enttäuschenderweise wenig clever-komisch.

Im Gespräch mit den Senderchefs zu Beginn der ersten Episode der Produktion darf Rachel Bloom noch zumindest ein bisschen zeigen, was sie kann. Später bleibt ihr jedoch nicht viel mehr übrig, als Paul Reiser das Feld zu überlassen, nachdem das Drehbuch ihr so gut wie nichts mehr liefert.

Das ist enttäuschend und angesichts des Talents hinter der Serie auch sehr irritierend. Vielleicht können die Charaktere einem ja noch etwas ans Herz wachsen im Laufe der Episoden, aber die initiale Enttäuschung kann wohl kaum wieder aufgeholt werden.

Wertung: zweieinhalb von fünf Filmklappen

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