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Quantum Leap: July 13th, 1985 - Review der Pilotfolge

Quantum Leap: July 13th, 1985 - Review der Pilotfolge

Quantum Leap: July 13th, 1985 - Review der Pilotfolge

In der Vergangenheit nichts Neues

Allerdings, und das könnte sich zu einem Problem ausweiten, mangelt es der Serie bislang ein wenig an Eigenständigkeit. Die Geschichte um den in Not geratenen Familienvater Ryan, der mit einem spektakulären Raub an Geld zu hoffen kommt, ist zwar von Steven Lilien und Bryan Wynbrandt frisch geschrieben worden und kein Remake, doch es geschieht nichts, was man nicht schon 97-mal, besser gesagt nun 98-mal, gesehen hätte. Song begibt sich wider besseres Wissen in die Zeitmaschine, die künstliche Intelligenz Ziggy verrechnet sich und Song landet in der Vergangenheit im Körper eines Menschen, der irgendeiner Person in Not helfen soll. Er löst den Fall auf mehr oder weniger spektakuläre Weise und findet sich im Körper eines anderen Menschen wieder, der irgendwo und irgendwann gerade etwas Verrücktes erlebt. Das ist nun einmal sowohl Prämisse als auch Essenz der Serie.

Oder doch?

Allerdings bemühen sich die Autoren durchaus, einen übergreifenden Handlungsbogen um Sams ehemaligen Partner und Freund „Al“ Calavicci zu etablieren. Wie im wahren Leben sein Schauspieler Dean Stockwell ist auch der Calavicci der Serie ein Jahr zuvor verstorben, hinterließ jedoch eine Tochter, die sich nun aus bisher noch unerfindlichen Gründen in das Leap-Projekt einmischt. Es ist also nicht so, dass July 13th; 1985 gar nichts Neues zu bieten hätte. Den Serienmachern gelingt es durchaus zudem, dank cooler Songs, passender Requisiten und angemessener Kostüme die 80er Jahre wieder aufleben zu lassen. Die Story ist vielleicht nicht innovativ, aber auch nicht schlecht geschrieben und der Mix aus Drama und Action, garniert mit einem Schuss Humor passt. Die Spezialeffekte sind nicht besser, aber auch nicht schlechter als in vergleichbaren Serien und die Schauwerte sind routiniert, aber eben auch nicht aufsehenerregend in Szene gesetzt.

Nicht übel, aber auch nicht herausragend

Aufmerksame Leser erkennen das Problem möglicherweise. „July 13th, 1985“ ist beileibe kein schlechter Pilot, aber eben auch kein herausragender. Es fehlt der Folge an Erinnerungswürdigkeit und an dem Gefühl, eine Neuauflage zu sehen, die dem Franchise neue Aspekte und Blickwinkel hinzufügt. Und das ist ein Dilemma. Denn viele Altfans bleiben der Serie fern, weil Scott Bakula nicht mit an Bord ist und sie der Ansicht sind, das Original sei genau so perfekt, wie es ist. Für Zuschauer der jüngeren Generation gibt es wiederum nichts Außergewöhnliches zu entdecken, denn die Debüt-Episode bietet solide Standardkost ohne große Höhen und Tiefen.

Fazit

Es ist schwierig. Ich will diese Pilotfolge lieben, weil ich Raymond Lee und Caitling Bassett mag und die Nebenfiguren klasse finde. Das Produktions-Design ist super und der Mix aus Sci-Fi, Drama, Action und Comedy ist gut austariert. Auf der anderen Seite bietet die Geschichte einfach zu wenig, um vollends zu überzeugen. Mit dem Mut, sich mehr vom großen Vorbild zu lösen und einer etwas weniger konservativen Herangehensweise hätte dieses Debüt noch besser werden können. Dennoch macht die Folge Spaß und wer adventures of the week mit einem Schuss Metaplot mag und ein Fan von witzigen und dramatischen Zeitreisegeschichten ist, wird sicherlich auf seine Kosten kommen. Bleibt nur abzuwarten, ob es Quantum Leap (2022) im Laufe der ersten Season gelingt, sich auf eigene Beine zu stellen. Vier von fünf Leaps.

Hier der Serientrailer zur Serie „Quantum Leap“, die nun in den USA bei NBC gestartet ist:

Hier abschließend noch der Trailer zur zweiten Folge (1x02), welche den Namen „Atlantis“ trägt:

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