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Prey: Filmkritik - Den neuen Predator-Film kann man jetzt bei Disney+ streamen

Prey: Filmkritik

Prey: Filmkritik
Poster zum Film Prey - hier unsere Kritik (c) Hulu/Disney+/20th Century Films

Fast 270 Jahre vor der Begegnung mit Arnie Schwarzenegger kam bereits ein anderer Angehöriger jener Alien-Predatoren auf die Erde, die hier und da auch als Yautja bezeichnet werden - und legte sich bereits damals mit den Falschen an... Unsere Filmkritik zu Prey bei Disney+.

In den amerikanischen Great Plains des Jahres 1719 kämpft die junge Komantschin Naru (Amber Midthunder, Roswell, New Mexico) darum, von ihrem Stamm als potenzielle Jägerin anerkannt zu werden. Ihre Chance, sich hierbei zu bewähren kommt, als ein dem Publikum wohlbekannter außerirdischer Besucher (diesmal Ex-Profi-Basketballspieler Dane DiLiegro, American Horror Story) von einem Raumschiff seines Volkes im Territorium der amerikanischen Ureinwohner abgesetzt wird und, wie gewohnt, unter seinem Unsichtbarkeit verleihenden Schutzschild verborgen zunächst Jagd auf alle möglichen Raubtiere der Gegend macht und einzig von Naru dabei beobachtet wird.

Als ein Stammesmitglied von einem Berglöwen angegriffen und verschleppt wird, schließt sich Naru dem Suchtrupp unter Leitung ihres älteren Bruders Taabe (Dakota Beavers, „Burning Questions“) an, der sie nur widerwillig mit sich nimmt und nach einer Weile ins Stammeslager zurückbringt und den Räuber im Alleingang erlegt.

Um sich zu beweisen, verlässt Naru anderentags allein mit ihrem Hund Sarii das Lager, um zu jagen. Dabei entdeckt sie eine Herde toter gehäuteter Bisons und wird wenig später von einem Grizzlybären angegriffen, der sie aufgrund ihrer fehlenden Erfahrung um ein Haar tötet. Der unheimliche und noch immer unsichtbare Predator tötet das Tier jedoch, ehe es Naru ernstlich verletzten kann. Naru wird von einem Trupp ihrer Leute aufgegriffen, die jedoch von dem Alien überfallen und getötet werden, während Naru in eine Fußfalle tritt, die von französischen Pelzjägern gelegt wurde, die auch die Bisons erlegten.

Diese nehmen sie gefangen, während Taabe bereits von ihnen geschnappt wurde. Als Naru sich weigert, den Jägern von der mysteriösen Kreatur zu erzählen, foltern diese Taabe und fesseln die Geschwister anschließend, um sie als Köder für den unsichtbaren Gegner zu verwenden. Dieser taucht wenig später auf und tötet den Großteil der Trapper, während Naru und Taabe die Flucht gelingt. Anfangs können sie sich gegen den Predator behaupten, doch als dieser auch Taabe tötet, ist Naru in ihrem Kampf gegen den außerirdischen Jäger vollkommen auf sich allein gestellt.

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Predator Teil 5

Nach einem wegweisenden ersten Film von 1987, einer immerhin noch recht gelungenen Fortsetzung von 1990, zwei mehr oder weniger trashigen Crossover-Filmbegegnungen mit den „Aliens“ aus dem gleichnamigen Erfolgsfranchise sowie zwei eher gewöhnungsbedürftigen weiteren Filmen von 2010 und 2018 sah es ganz so aus, als ende die Geschichte des von seinen Fans kultisch verehrten außerirdischen Jägers nach dem relativen finanziellen Misserfolg von „Predator: Upgrade“, der auch nicht eben gnädig von der Fangemeinde aufgenommen wurde. Umso freudiger die Überraschung, als bekannt wurde, dass ein fünfter Film in Produktion gegangen war, dessen Vorproduktion bereits zu Zeiten der Dreharbeiten zu „Predator: Upgrade“ begonnen hatte.

Teil 5, das nun vorliegende „Prey“, sollte jedoch ganz andere Wege als seine Vorgänger einschlagen, unter anderem dadurch, dass seine Handlung in der Vergangenheit angesiedelt ist. Ein wenig gedämpft wurde die Begeisterung allerdings durch den Umstand, dass man den Film nicht in den Kinos, sondern beim US-Streamingdienst Hulu und dementsprechend hierzulande bei Disney+ herauszubringen gedachte.

Routinierte Macher

Produziert wurde „Prey“, der auf das werbeträchtige Wort Predator im Titel bewusst verzichtete, ein weiteres Mal von 20th Century Studios (Ex-Twentieth Century Fox) in Zusammenarbeit mit Davis Entertainment des Gründers John Davis, die bereits die letzten vier Filme mit dem Alien-Jäger realisierte. Für die Regie verpflichtete man diesmal Dan Trachtenberg, der 2016 durch die ungewöhnliche Pseudo-Filmfortsetzung des Katastrophenspektakels „Cloverfield“ (2008), diesmal mit dem Titel „10 Cloverfield Lane“) von sich reden gemacht hatte und seitdem vorwiegend fürs Fernsehen arbeitete, 2019 unter anderem als Regisseur der Pilotepisode von The Boys.

Für die Hauptrolle der jungen Komantschin Naru in „Prey“ engagierte man Ex-Kinderstar Amber Midthunder, die TV-Fans seit 2019 in ihrer Rolle als Rosa Ortecho in der Serien-Neuauflage Roswell, New Mexico ein Begriff ist, während der 2,06 m messende ehemalige Basketball-Profi Dane DiLiegro diesmal in das (beim allerersten Film 1987 übrigens ursprünglich für Actionstar Jean-Claude Van Damme gedachte) Monsterkostüm des Predators stieg.

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Erdgebundener Space-Horror

Wie angesichts der ungewöhnlichen Story eigentlich nicht anders zu erwarten, ist „Prey“, der am 21. Juli auf der diesjährigen San Diego Comic Con seine Premiere erlebte und am 5. August in den USA bei Hulu, hierzulande bei Disney+ veröffentlicht wurde, kein konventionelles Prequel.

Im Vordergrund der Handlung steht nicht der unheimliche außerirdische Jäger, der übrigens der Tatsache geschuldet, dass er hier Jahrhunderte vor seinem ersten Filmauftritt agiert, technisch besehen deutlich martialischer daherkommt. Vielmehr werden sein Auftauchen und seine unseligen Taten in eine Geschichte über die amerikanischen Ureinwohner eingebettet, über deren Lebensweise man deutlich mehr erfährt als über die des Feindes (wie akkurat, das sei dem Urteil entsprechender Fachleute überlassen). Zugegebenermaßen dauert es ein wenig, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt, doch war dies bereits beim Filmdebüt des „Predator“ der Fall und kann sicherlich als Stilmittel gelten.

Einen kleinen Mangel stellen die teilweise etwas missglückten Computertricks rund um die verschiedenen Raubtiere in dem Film dar - andere Disney-Produktionen wie die Realverfilmungen von „Das Dschungelbuch“ oder „Der König der Löwen“ haben vorgemacht, dass dergleichen durchaus besser geht. Insgesamt weiß „Prey“ mit seiner gekonnten Mischung aus Ethno- und Spannungselementen durchaus zu gefallen - ob dies jedoch auch bei den eingefleischten Fans der Reihe der Fall ist, steht in den sprichwörtlichen Sternen. Vier von fünf Jagdtrophäen ist er zumindest dem Rezensenten wert.

Hier abschließend noch der Original-Teaser-Trailer zum Film „Prey“, der nun beim Streamingdienst Disney+ abrufbar ist:

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