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Das Netz - Prometheus: Kritik der österreichischen Serie aus der ARD-Mediathek

Das Netz - Prometheus: Kritik der österreichischen Serie

Die Serie Prometheus ist der österreichische Beitrag zu dem internationalen Serienprojekt Das Netz. Inhaltlich geht es um die schmutzige Welt des Fußballs. Alle Serien spielen im selben Universum. In diesem Abschnitt folgen wir einem Dopingfahnder in eine dubiose Luxusklinik in den Bergen.

In Zeiten der WM-Aufregung geht das internationale Serienprojekt Das Netz an den Start. Nun bringt Das Erste den österreichischen Beitrag in die Mediathek. Darin begleiten wir ein Paar mit moralischem Kompass im Kampf gegen verrückte Wissenschaftler und die Weltfußball-Elite.

Wovon handelt die Serie Das Netz - Prometheus?

Georg Trotter (Tobias Moretti) war als Fußballer mittelmäßiger Profi, doch nach dem Ende seiner aktiven Karriere begann seine Glanzlaufbahn. Nach einem Medizinstudium ist er als Dopingfahnder zwar nicht geliebt, aber so gut, dass er sehr gefürchtet wird. Dabei versucht er eigentlich, den Sport, den er liebt, nur besser und sicherer zu machen.

Zu Hause läuft es für ihn alles andere als rund. Zehn Jahre vor den Ereignissen in der Pilotepisode hatten seine Frau, sein kleiner Sohn und er einen furchtbaren Autounfall. Das Kind ist tot, die Frau im Rollstuhl, nur Georg selbst äußerlich unbeschadet durch die Sache gekommen. Doch das Leben ist nicht mehr dasselbe. Diana (Angel Coulby) verfällt in Depressionen, hängt ihren Job als brillante und preisgekrönte Investigativjournalistin an den Nagel und verbittert.

Auch auf der Arbeit im Krankenhaus, in welchem Georg als Chirurg arbeitet, ist es schwierig. Er wehrt sich gegen gekaufte Wunschoperationen wohlhabender Patienten und zieht damit immer wieder den Unmut der Klinikleitung auf sich.

Ein seltsames Zwischenereignis in dem Alltagstrott ist die Kontaktaufnahme seines alten Fußballkollegen Jeremy Hall (John Keogh). Dessen Körper ist vom Krebs befallen und mit dem Tod vor Augen will er auspacken: über die düsteren Machenschaften im Fußball und auch darüber, dass Georgs Unfall damals ein geplanter Mord war. Denn der Dopingfahnder hatte die falschen Leute wütend gemacht...

Doch Georg will von all dem nichts wissen und richtet seine Aufmerksamkeit lieber auf die Einladung eines anderen früheren Kollegen. Mit Andreas Müller (Benjamin Sadler) hat er gemeinsam gekickt und Medizin studiert, nun arbeitet er in einer rätselhaften Nobelklinik in den österreichischen Bergen, wo er Fußballern helfen will, besser zu werden - ohne illegale Methoden.

Ein bisschen Abwechslung kann nicht schaden, finden Georg und Diana und lassen sich vom Privatjet ihres Freundes abholen. Vor Ort stellt sich heraus, dass die medizinische Leiterin in Elternzeit geht und man Georg als Nachfolger möchte. Ein paar Tage Bedenkzeit später sind Diana und Georg sich sicher: Sie wollen aus Manchester weg in die Berge, ein Neustart unter besseren Bedingungen.

Doch dann wird Jeremy umgebracht und weitere dramatische Ereignisse werfen ihre Schatten voraus...

Wie kommt es rüber?

Die Serie Das Netz: Prometheus beleuchtet einen anderen Winkel des Sportgeschäfts als ihre deutsche Schwesterserie „Spiel am Abgrund“. Vom Doping geht es über die Optimierung hin zum Wunsch nach Unsterblichkeit. Dabei führen die Serien-Autoren uns so gekonnt an der Hand durch die Story, dass man hinterher kaum noch sagen kann, wann genau der Punkt der Realität verlassen wurde...

Es fühlt sich gleichzeitig absurd an - und ebenso wie der logische nächste Schritt der Dinge, von denen wir wissen, dass die bereits geschehen. Wie das deutsche Pendant nutzt die Serie die Aufmerksamkeit der Weltmeisterschaft, um eine Geschichte aus den Hinterzimmern des Fußballgeschäfts zu erzählen. Dabei kann sie jedoch auf stärkere Identifikationsfiguren zurückgreifen. Georg und Diana haben so viel Charisma und ihre Geschichte ist so einfach wie dramatisch, dass man schnell mit den beiden mitfiebert. Auch die anderen Charaktere prägen sich schnell ein. Immer weiter dringen wir ins Netz vor und gewinnen so den Eindruck, dass es immer noch eine graue Eminenz mehr gibt. Es ist ein Spiel mit vielen Verlierern und nur wenigen Gewinnern. Doch die könnten letztlich richtig abräumen und für immer leben...

Wertung: drei von fünf Plasmatransfusionen

Copyright: ARD Degeto/Servus TV/MR-Film/Das Netz GmbH/Repro

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Loryn Pörschke-Karimi

Der Artikel Das Netz - Prometheus: Kritik der österreichischen Serie wurde von Loryn Pörschke-Karimi am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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