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In memoriam: Verstorbene Serienstars des Jahres 2021

In memoriam: Verstorbene Serienstars des Jahres 2021

In memoriam: Verstorbene Serienstars des Jahres 2021
In memoriam 2021 (c) TNT/HBO/FOX/NBCUniversal/BBC

Welche Stars und Kreativköpfe aus dem Showbusiness im Jahr 2021 verstorben sind, erfahrt Ihr wie immer in unserer jährlichen Nachrufsammlung. Viele sind von uns gegangen, vergessen wird niemand von ihnen.

Wie jedes Jahr erinnern wir an dieser Stelle an jene Berühmtheiten und Schaffende aus der Serien- und Filmwelt, die im Laufe des Jahres gestorben sind. Auf den folgenden Seiten findet Ihr noch einmal die zum Teil überarbeiteten Nachrufe von 2021.

Nicht immer sterben Stars durch Krankheit, Unfälle oder Altersschwäche. Wer Sorgen oder Kummer jeglicher Art verspürt, kann sich zum Beispiel unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 an die Telefonseelsorge wenden. Im Fall von Online-Angriffen hilft unter 0721-98 19 29 10 die Hotline des Bündnis gegen Cybermobbing. Die Nummer des psychiatrischen Bereitschaftsdienstes lautet 116 117.

George Gerdes - 1. Januar

Schauspieler und Sänger George Gerdes ist am 1. Januar dieses Jahres mit 72 Jahren verstorben. Er war seit Mitte der 80er Jahre als Charakterdarsteller tätig und tauchte in Filmen wie „Gretchko“, „Verfeindet bis aufs Blut“ und „Amistad“ auf.

Im Serienbereich war er unter anderem in Krankenhausdramen wie „Chicago Hope“, „General Hospital“ und Emergency Room sowie Krimiserien wie The Mentalist, NCIS und Criminal Minds in Gastrollen vertreten. Mit zuletzt wirkte er als Ray Scales in Bosch und Norman Sholman in Grey's Anatomy mit.

Tanya Roberts - 4. Januar

Traurige Nachrichten für Fans von That '70s Show: Tanya Roberts, die Darstellerin von Donna Pinciottis (Laura Prepon) Mutter Midge, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Insgesamt spielte sie in ganzen 81 Episoden der FOX-Sitcom mit. 2004 verließ sie das Projekt, um sich um ihren kranken Ehemann zu kümmern, der 2006 verstarb. Später heiratete sie noch einmal und hinterlässt daher nun einen Witwer. Kinder hatte sie keine, dafür aber einen Neffen, dessen Vater niemand Geringeres als der Drogenguru der Hippiebewegung Timothy Leary war.

Schon lange vor „That '70s Show“ machte sich Roberts in der fünften Staffel der TV-Serie „Charlie's Angels“ (hierzulande besser bekannt als „Drei Engel für Charlie“) einen Namen. Zwischen 1980 und 1981 half sie ihren beiden Mitengeln Kris (Cheryl Ladd) und Kelly (Jacyln Smith) aus. Und auch in älteren Serienklassikern wie „The Love Boat“, „Silk Stalkings“, „Fantasy Island“, „The Blues Brothers Animated Series“ und „Barbershop“ trat sie auf.

Ihre Anfänge machte die gebürtige New Yorkerin Roberts zunächst in der Modelbranche. So bewarb sie beispielsweise die Produkte Excedrin, Ultra Brite und Clairol sowie Sonnenbrillen der Marke Cool Ray. 1985 brachte sie die Schiene dann zum 007-Streifen „Im Angesicht des Todes“ mit Roger Moore. Hier spielte sie das Bond-Girl Stacey Sutton. Darüber hinaus wirkte sie auch an B-Movies wie „Tourist Trap“, „The Beastmaster“ und „Sheena“ mit.

Marion Ramsey - 7. Januar

Mit Megaphon und urplötzlich aufbrausendem Talent wies Marion Ramsey als sonst kaum hörbare Officer Hooks sowohl Kriminelle als auch Polizeikollegen in den „Police Academy“-Filmen in die Schranken. Dieses Jahr ist die Schauspielerin im Alter von 73 Jahren in Los Angeles gestorben, wie Deadline mit Berufung auf ihr Management berichtete.

Ramsey war in den 70er-Jahren Teil der Broadway-Stücke „Eubie!“, „Hello, Dolly!“ und „Miss Moffat“, ehe sie in ein paar TV-Sendungen zu sehen war und schließlich für die erfolgreiche Polizeikomödie gecastet wurde, in der sie in sechs aufeinanderfolgenden Teilen mitwirkte. Ihre hohe Stimme lieh sie danach einer weiteren Polizistin im „The Addams Family“-Cartoon aus den 90ern. Im Jahr 2015 stand sie im Rahmen der Syfy-Fernsehfilme „Lavalantula - Angriff der Feuerspinnen“ und „2 Lava 2 Lantula!“ noch einmal mit ihrem „Police Academy“-Kollegen Steve Gutenberg vor der Kamera, ihre letzte Rolle hatte sie 2018 im Musikfilm „When I Sing“.

Außerhalb des Rampenlichts setzte sich Marion Ramsey für AIDS/HIV-Aufklärung ein. Sie hinterlässt drei Brüder.

Dearon Thompson - 7. Januar

Der Schauspieler Dearon Thompson aka „Deezer D“, der den Pfleger Malik McGrath in der langlebigen Krankenhausserie Emergency Room verkörpert hat, ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Die Familie glaubt, dass er an einem Herzinfarkt gestorben sei. 2009 wurde er am offenen Herzen operiert.

Thompson war in allen 15 Staffeln von „Emergency Room“ in einer Nebenrolle zu sehen. Darunter auch im Piloten 1994 und im Serienfinale 2009. Insgesamt erschien er in 190 Episoden der Serie. Zudem konnte man ihn im Film „CB4“ von Chris Rock sehen, aber auch in „The John Larroquette Show“, „Romy and Michelle's High School Reunion“ sowie „Bringing Down the House“. Neben der Schauspielerei arbeitete er als Hip-Hop-Künstler und Motivationssprecher.

ER-Kollegen haben sich zu seinem Ableben geäußert. So etwa Mekhi Phifer: „Was für einen besonderen Geist wir verloren haben! Seit dem ersten Tag, als ich ihn am Set von ER kennenlernte, ließ er mich wie zu Hause und willkommen fühlen. Mein Bruder wird für immer vermisst werden. Mein Beileid geht an seine Freunde, Fans und seine Familie. RIP Deezer D.

Dave Creek - 7. Januar

Auch, wenn die meisten seinen Namen nicht gekannt haben mögen, hat Dave Creek den Bob's Burgers-Fans viel gegeben. Ohne ihn würden die Belchers ganz anders aussehen, denn als Chefcharakterdesigner hat er den visuellen Stil der FOX-Comedy geprägt. Im Januar starb der Animationskünstler nach einem Unfall bei einem Fallschirmsprung.

Die „Bob's Burgers“-Autorin Wendy Molyneux schrieb bei Twitter: „Wer ,Bob's Burgers' liebt, liebt auch Dave Creek. Er war ein unternehmungslustiger, witziger, selbstbewusster, unglaublicher Künstler und einer der absolut interessantesten Menschen, die ich je getroffen habe. Ich dachte mir, dass Dave wirklich weiß, wie man lebt. Und ich wünschte, er hätte noch etwas länger leben können. Ruhe in Frieden, mein Freund.

Tatsächlich hatte Creek, der beispielsweise auch für das Charakterdesign bei Central Park verantwortlich zeichnete, auch anderen Extremsportarten nicht abgeneigt. So galt er unter anderem auch als begeisterter Fallschirmspringer. Darüber hinaus kannte ihn seine Freunde und Kollegen für fantastische Baumhauskonstruktionen. Auf eines dieser Kunstwerke verwies auch Bernard Derriman, Supervising Director bei „Bob's Burgers“, in seinem Gedenkbrief.

Creek schloss 2005 sein Bachelorstudium im Fachbereich Fine Arts am California Institute of the Arts ab. Später war er dort dann auch als Gastprofessor tätig. Bei „Bob's Burgers“ heuerte er direkt zum Serienstart 2011 an. Während der Serienschöpfer Loren Bouchard also die Idee zum Burgerbrater Bob Belcher hatte und der Synchronsprecher H. Jon Benjamin der Figur seine Stimme schenkte, verlieh Creek ihm sein Aussehen.

Mit dem Regisseur Simon Chong meldete sich noch ein weiterer „Bob's Burgers“-Mann zum Tod seines Kollegen zu Wort: „Ein wunderbar brillanter und talentierter Mann, der, wie ich euch versichern kann, irgendwann mal eure Lieblingsfigur bei 'Bob's' gestaltet hat.

Mira Furlan - 20. Januar

Die Schauspielerin Mira Furlan, die am 7. September 1955 im damals noch jugoslawischen Zagreb geboren wurde, starb im Januar nach einer Infektion mit dem West-Nil-Virus. J. Michael Straczynski, der Schöpfer von Babylon 5, veröffentlichte daraufhin einen bewegenden Gedenkbrief für seine damalige Delenn-Darstellerin:

Mira war eine gute und freundliche Frau, einer erstaunlich talentierte Darstellerin und eine Freundin aller im Cast und in der Crew von 'Babylon 5'. Und wir sind allesamt erschüttert von der Nachricht“, so Straczynski weiter. „Die Mitglieder im Cast, die seit dem Ende der Serie besonders engen Kontakt mit ihr gehalten haben, brauchen nun Raum, um das alles zu verarbeiten. Seid also bitte nachsichtig, wenn sie demnächst nicht antworten. Wir waren schon allzu oft an diesem Punkt und es wird einfach nicht leichter.

Ihre Schauspielkarriere begann Furlan zunächst am kroatischen Nationaltheater und trat dann auch in jugoslawischen Filmklassikern wie „Papa ist auf Dienstreise“ und „Schönheit der Sünde“ auf, bevor sie 1991 in die USA auswanderte. Dort schloss sie sich bald der Spaceopera „Babylon 5“ als Delenn an, die Minbari-Botschafterin der titelgebenden Weltraumstation. In allen fünf Staffeln war sie Teil vom Ensemble.

2004 war sie auch als französische Wissenschaftlerin Rousseau im ABC-Mysterydrama Lost zu sehen.

Cloris Leachman - 27. Januar

Die amerikanische Film- und Serienschauspielerin Cloris Leachman ist Ende Januar in Kalifornien gestorben.

Es war mir ein Privileg, mit Cloris Leachman, einer der furchtlosesten Schauspielerinnen unserer Zeit, zusammenzuarbeiten“, gab ihre langjährige Managerin Juliet Green zu verstehen. „Es gab niemanden, der so war wie Cloris. Mit einem einzigen Blick konnte sie dir das Herz brechen oder dich zum Lachen bringen bis dir die Tränen übers Gesicht liefen. Man wusste nie, was Cloris als Nächstes sagen und tun würde und diese unvorhersehbare Qualität war Teil ihrer unvergleichlichen Magie.

Diese ungestüme Energie brachte sie in den 70er Jahren zur „Mary Tyler Moore Show“, wo sie die egozentrische Phyllis Lindstrom spielte, die mit „Phyllis“ ihr eigenes Spin-off erhielt und Leachman zwei Emmy Awards einbrachte. Ihren Academy Award als beste Schauspielerin in einer Nebenrolle erhielt sie ebenfalls in den 70ern für ihre Rolle im Film „The Last Picture Show“ („Die letzte Vorstellung“) von Regisseur Peter Bogdanovich.

Weiter ging es für sie unter anderem mit Rollen in Comedyserien wie „The Facts of Life“, „The Ellen Show“, Raising Hope und Malcolm in the Middle („Malcolm mittendrin“), wo sie die Ekelpaket-Oma Ida spielte. Darüber hinaus lieh sie immer mehr Cartoon-Charakteren aus Serien wie „Adventure Time“ oder Bob's Burgers ihre Stimme und beteiligte sich 2008 als älteste Teilnehmerin aller Zeiten an der Promi-Tanz-Competition-Sendung „Dancing With the Stars“. Ihre letzten Rollen spielte sie in den Filmen „Jump, Darling“ und „High Holiday“ sowie in den Serien Mad About You, Teachers und American Gods.

Leachman hinterlässt vier ihrer fünf Kinder aus ihrer Ehe mit dem ebenfalls bereits verstorbenen Produzenten George Englund. Ihr Sohn Bryan Englund starb bereits im Alter von 30 Jahren.

Cicely Tyson - 28. Januar

Cicely Tyson starb dieses Jahr im Alter von 96 Jahren. Geschichte schrieb sie bereits 1963, als sie in der CBS-Serie „East Side/West Side“ als erste Schwarze Schauspielerin eine Co-Starring-Rolle in einem Fernsehdrama an Land ziehen konnte. Sie spielte die Sekretärin Jane Foster - und das sollte keineswegs ihr letzter legendärer Charakter bleiben.

Weitere kleinere Serienauftritte sammelte Tyson über die Zeit in „Guiding Light“, „The Outer Limits“, „Touched by an Angel“, House of Cards und Madam Secretary. 1994 hatte sie wieder ein festes Engagement beim NBC-Drama „Sweet Justice“ als Bürgerrechtsanwältin Carrie Grace Battle. Zuletzt sah man die Schauspielerin in How to Get Away with Murder bei ABC, wo sie als Ophelia Harkness mitmischte, die Mutter der Hauptfigur von Viola Davis.

Davis gedachtet ihrer verstorbenen Kollegin, die für sie offenbar auch ein großes Vorbild war: „(Sie) gab mir das Gefühl, geliebt und gesehen und gewertschätzt zu werden in einer Welt, die immer noch einen Mantel der Unsichtbarkeit über uns Chocolate Girls legt.“ Davis rühmt Tyson als „außergewöhnliche Person“ und nennt ihren Tod einen „außergewöhnlichen Verlust“, denn Tyson hätte ihr noch so viel beibringen und sie noch so viel lernen. „Ihre Macht und Würde werden auf ewig mit uns sein.

Für ihre Gastauftritte bei How to Get Away with Murder wurde Cicely Tyson viermal für den Emmy Award nominiert. Weitere Nominierungen erhielt sie für ihre Beteiligung an den Miniserien „Roots“ und „King“. 1974 gewann sie schließlich einen Emmy für den Fernsehfilm „The Autobiography of Miss Jane Pittman“ und 1994 für den Zweiteiler „Oldest Living Confederate Widow Tells All“.

Und auch im Filmbereich hinterließ Tyson großen Eindruck. Im 1972 erschienenen Drama „Das Jahr ohne Vater“ spielte sie die Figur Rebecca Morgan und wurde dafür sowohl bei den Oscars als auch bei den Golden Globes mit Nominierungen bedacht. Weitere nennenswerte Streifen mit ihr sind „Grüne Tomaten“, „Winn-Dixie - Mein zotteliger Freund“, „Das verrückte Tagebuch“, „Madea's Family Reunion“ und „The Help“. 2013 gewann sie einen Tony Award für das Broadway-Stück „The Trip to Bountiful“.

Darüber hinaus wurde sie mit einem Ehren-Oscar, einem Peabody-Preis, dem exklusiven Kennedy Center Honors Award und der Medal of Freedom ausgezeichnet. Letztgenannte gilt als eine der größten Ehrungen, die US-Amerikaner erreichen können. Tyson erhielt sie durch den damaligen Präsidenten Barack Obama. Auch er gedachte ihr bereits in einem Nachruf: „In ihrer außergewöhnlichen Karriere war Cicely Tyson eine der seltenen preisgekrönten Schauspielerinnen, deren Arbeit auf der Leinwand nur von dem übertroffen wurde, was sie damit erreichen konnte. Sie hatte ein Herz wie kein anderes - und 96 Jahre lang hat sie die Welt auf eine Weise geprägt, die nur wenige jemals erreichen werden.

Kinder hat Cicely Tyson nie gehabt und sie auch nur ein Mal verheiratet, aber das immerhin mit der Jazzlegende Miles Davis...

Allan Burns - 30 Januar

Das Gesicht von Allan Burns kennen wahrscheinlich nur die Wenigsten, doch seine Werke kennen viele. Dieses Jahr starb der legendäre TV-Produzent aus Amerika im Alter von 85 Jahren. Der Schauspieler Ed Asner, der beispielsweise in Burns' Serien „Lou Grant“ und „The Mary Tyler Moore Show“ mitwirkte, gedachte des Verstorbenen via Twitter: „Ich bin so traurig über das Ableben von Allan Burns. Ein Mensch wie kein anderer, ein Friend und so unglaublich talentiert. Grüß die Gang, Allan!

Geboren worden war Allan Burns am 18. Mai 1935 in Baltimore. Erst studierte er von 1953 bis 1957 an der University of Oregon und zog dann schließlich in die Traumfabrik Hollywood. In Los Angeles fasste er zunächst Fuß im Animationsbereich. So war er etwa an der „Bullwinkle Show“, „Dudley Do-Right“ und „George of the Jungle“ beteiligt.

Sein erster eigener Zeichentrick-Pilot hieß „The Smothers Brothers Show“, die 1965 aber nicht in Serie ging. Dafür schuf er für die Müslifirma Cap'n Crunch jedoch den neuen Cartoon-Charakter Quaker Oats.

Zusammen mit seinem Autorenpartner Chris Hayward stellte Burns 1964 die gruselige CBS-Sitcom „The Munsters“ auf die Beine, die als Konkurrenz zur gleichzeitig laufenden „The Addams Family“ galt. Auch „My Mother The Car“ kreierte er gemeinsam mit Hayward, allerdings ein Jahr später. Für die Arbeit an „He & She“ gewann das Duo sogar einen Emmy Award.

1969 kombinierte Burns seine kreativen Kräfte mit James L. Brooks, die zunächst die ABC-Dramedy „Room 222“ schrieben und später auch produzierten. Dadurch wurde Grant Tinker auf die beiden aufmerksam und ließ sie die „Mary Tyler Moore Show“ entwickeln. 1970 ging das Ganze an den Start. Die Serie wurde so erfolgreich, dass mit „Lou Grant“ und „Rhoda“ noch zwei Ableger zustande kamen.

Auch im Filmbereich war Burns aktiv. Sein Drehbuch zu „Ich liebe dich - I Love You - Je t'aime“ (im Original: „A Little Romance“) brachte ihm 1980 eine Oscarnominierung ein. Weitere Werke waren „Butch und Sundance - Die frühen Jahre“, „Verrat an der Liebe“, „Ein Klassemädchen“ und „Die Rückkehr der Familie Frankenstein“, ein Streifen zur „Munsters“-Serie.

Besonders stolz war Burns wohl selbst auch auf seine Beteiligung an der Entstehung der Sitcom „The Duck Factory“, denn durch sie wurde die Karriere von Jim Carrey gestartet.

Dan Pasternack, ein langjähriger Kollege und Freund von Allan Burns, sagte zu seinem Tod: „So sehr er auch eine Legende war und so vielseitig seine Karriere verlief, war das Beeindruckendste an Allan Burns doch, wie freundlich er zu so vielen Menschen war.“ Burns hinterlässt eine Ehefrau, zwei Söhne und viele Enkelkinder...

Dustin Diamond - 1. Februar

Der Schauspieler Dustin Diamond starb mit 44 Jahren an einer Lungenkrebserkrankung. Man kennt ihn vor allem durch die Rolle des Screech aus der NBC-Serie Saved by the Bell (hierzulande auch bekannt als „California High School“).

Diamonds Talentagentur gab gegenüber TVLine zu Protokoll: „Wir sind traurig zu bestätigen, dass Dustin Diamond am Montag, dem 1. Februar 2021, aufgrund eines Karzinoms verstorben ist. Erst vor drei Wochen wurde bei ihm diese brutale, unerbittliche Form von bösartigem Krebs diagnostiziert. In dieser Zeit gelang es ihm, sich schnell in seinem System auszubreiten. Die einzige Gnade, die es zeigte, war sein scharfer und schneller Tod. Dustin hat nicht gelitten. Er musste nicht unter Schmerzen liegen. Dafür sind wir dankbar.

Der Schauspieler porträtierte den Samuel „Screech“ Powers in allen vier Saved by the Bell-Staffeln, die zwischen 1989 und 1993 bei NBC zustande kamen. Und auch in der Vorgängerserie „Good Morning, Miss Bliss“, die 1988 beim Disney Channel losging, war er schon dabei. Später trat er auch in den Fernsehfilmen „Hawaiian Style“ (1992) und „Wedding in Las Vegas“ (1994) mit dabei sowie in der Spezialstaffel „The College Years“. Und auch beim Spin-off namens „Saved by the Bell: The New Class“ wirkte Diamond ganze sechs Staffeln lang mit. Fast seine gesamte Laufbahn widmete der Schauspieler also dem Highschool-Franchise. Tatsächlich war er sogar von allen Stars der Serie in den meisten Episoden vertreten.

2009 schrieb er dann das Buch „Behind the Bell“, in dem er geheime Geschichten vom Set ausgepackt hat, was einige Kontroversen verursachte. Das war wohl auch der Grund, warum Peacock ihn nicht gefragt hat, beim neuen Revival mit dabei zu sein. Das verärgerte den Schauspieler, der sich im Februar 2020 gegenüber TMZ wie folgt dazu äußerte: „Wie soll man 'Saved by the Bell' ohne Screech machen, oder? Wir sollten alle dabei sein.

Christopher Plummer - 5. Februar

Der kanadische Schauspieler Christopher Plummer starb im Alter von 91 Jahren im Februar. Er soll friedlich in seinem Zuhause in Connecticut eingeschlafen sein, mit seiner Ehefrau Elaine Taylor an seiner Seite. Einen seiner letzten großen Auftritte hatte Plummer im Whodunit-Streifen „Knives Out“ von 2019. Im Jahr 2018 strich er für seine Nebenrolle in Ridley Scotts „Alles Geld der Welt“ - die er kurzerhand von Kevin Spacey übernommen hatte - seine insgesamt dritte Oscarnominierung ein. Da er da schon 88 Jahre alt war, brach er damit den Rekord als ältester Nominierter jemals. Am Ende gewann er zwar nicht, aber da er 2012 bereits für „Beginners“ mit dem Academy Award ausgezeichnet worden war, dürfte sich seine Enttäuschung in Grenzen gehalten haben...

Unsterblich wurde der Schauspieler sowieso schon 1965 an der Seite von Julie Andrews im legendären Musical „The Sound of Music“ (auf Deutsch: „Meine Lieder - meine Träume“). Dort spielte Plummer den Captain Georg. Andrews äußerte sich bereits zu seinem Ableben: „Die Welt hat heute einen vollendeten Schauspieler verloren, und ich habe einen geschätzten Freund verloren. Ich schätze die Erinnerungen an unsere gemeinsame Arbeit und den ganzen Humor und Spaß, den wir im Laufe der Jahre geteilt haben. Mein Herz und mein Beileid gelten seiner schönen Frau Elaine und seiner Tochter Amanda.

Am meisten Interesse hatte Plummer zeitlebens an historischen Stoffen, so trat er etwa in John Hustons „Der Mann, der König sein wollte“ von 1975, dem Kriegsstreifen „Waterloo“ von 1970 oder in „Der Untergang des Römischen Reiches“ von 1964 auf. Auch 2016 sah man ihn nochmal in „The Exception“, der in den von Nazis besetzten Niederlanden während des Zweiten Weltkriegs spielt. Weitere nennenswerte Filme heißen „Insider“ (1999), „Ein russischer Sommer“ (2009), „Remember“ (2015), „A Beautiful Mind“ (2001), „Mord an der Themse“ (1979), „Der rosarote Panther kehrt zurück“ (1975) und viele, viele mehr...

Zuletzt war Plummer auch vermehrt im Fernsehen präsent: Im kanadischen Drama Departure trat er erst 2019 auf. 1976 auch in der Miniserie „The Moneychangers“ und als Erzähler der Animationsserie „New Adventures of Madeline“ 1994. Für diese beiden Darbietungen gewann jeweils einen Emmy, nominiert war er aber insgesamt fünfmal im Verlauf seiner Karriere. Und auch auf der Bühne feierte Plummer große Erfolge: Für das Musical „Cyrano“ gewann er 1974 einen Tony Award, für „Barrymore“ 1997 ebenfalls. Natürlich spielte er auch Shakespeare, so etwa als Othello oder König Lear.

Regisseur Ridley Scott, mit dem Plummer „Alles Geld der Welt“ gedreht hat, gedachte dem Schauspieler so: „Was für ein Typ. Was für ein Talent. Was für ein Leben. Und ich hatte das Glück, vor weniger als zwei Jahren mit ihm zusammenzuarbeiten, und hatte eine wundervolle Erfahrung. Mein tief empfundenes Beileid gilt Elaine. Er wird wirklich vermisst werden.

Dame Helen Mirren, die mit Plummer in „Ein russischer Sommer“ und in „Das Vermächtnis des geheimen Buches“ zu sehen war, sagt: „Ich hatte die große Ehre, mit Chris Plummer in seiner Oscar-nominierten Rolle als Tolstoi zusammenzuarbeiten. Er war eine mächtige Kraft sowohl als Mensch als auch als Schauspieler. Er war ein Schauspieler wie man ihn im 19. Jahrhundert definiert hätte - wegen seines Engagements für seinen Beruf. Seine Kunst war total, Theater war eine Konstante und der wichtigste Teil seines gesamten Bestrebens, sich mit dem Geschichtenerzählen zu beschäftigen. Er war furchtlos, energisch, mutig, kenntnisreich, professionell und ein Denkmal dafür, was ein Schauspieler sein kann. Ein großartiger Schauspieler im wahrsten Sinne des Wortes.

Daniel Craig arbeitete mit Plummer bei „Knives Out“ zusammen und äußert sich so zum Ableben des Schauspielers: „Ich bin zutiefst traurig über diese Nachricht. Christopher Plummer war ein liebenswürdiger, charmanter Mann. Ich war demütig und hatte das unglaubliche Glück, mit ihm zusammenarbeiten zu können. Es war eine Freude, mit ihm Zeit zu verbringen. Mein Herz geht an seine Familie und seine Lieben.

Jahmil French - 1. März

Schauspieler Jahmil French ist im März mit nur 28 Jahren gestorben. Am bekanntesten war er für die kanadische Highschool-Serie Degrassi: The Next Generation, in der er seit über zehn Jahren als Dave Turner zum Hauptcast zählte. Darüber hinaus war er in der Arztserie Remedy, der Sitcom Let's Get Physical und zuletzt dem Netflix-Musikdrama Soundtrack zu sehen.

Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen sprachen online ihre Betroffenheit und ihr Beileid aus. So zum Beispiel Melinda Shankar, die in „Degrassi“ sein love interest spielte und schreibt: „Ich bin so dankbar für die Erinnerungen und tiefen Konversationen mit dir, mein schöner Engel. Ich schätze mich glücklich, dass wir gemeinsam Teil einer großen, dysfunktionalen Familie waren. Danke, dass du dein Talent mit der Welt geteilt hast. Ich hoffe, du weißt, dass du geliebt wurdest.

Cliff Simon - 9. März

Cliff Simon starb im Alter von nur 58 Jahren am Dienstag, den 9. März in Kalifornien. Die Todesursache war offenbar ein Unfall beim Kitesurfen am Topanga Beach, nahe Malibu.

Auf Facebook hieß es: „Er war den meisten von euch auf dieser Seite als der Bösewicht bekannt, den ihr liebtet zu hassen, Ba'al aus 'Stargate SG-1'. Aber wie er sagte: 'Schauspielerei ist das, was ich tue, es ist nur ein Teil dessen, wer ich bin.' Und er war so viel mehr - ein echtes Original, ein Abenteurer, ein Seemann, ein Schwimmer, ein Tänzer, ein Schauspieler, ein Autor. Es gibt ein klaffendes Loch, in dem er einst auf dieser Erde stand. Er wurde von zu vielen geliebt, um alle zu erwähnen, und hatte einen großen Einfluss auf so viele Leben.

Sein Charakter bei der Sci-Fi-Serie Stargate SG-1 war Mitglied der Alienspezies Goa'uld. Ba'al war einer der System Lords.

Geboren wurde Simon 1962 in Johannesburg. Schon früh fiel er als Sportskanone auf und nahm in seiner Jugend beispielsweise an Gymnastik- und Schwimmwettbewerben teil. Später zog seine Familie sogar nach Großbritannien, damit er seinem Ziel, Olympionike zu werden, einen Schritt näher kommt (Südafrika wurde wegen der Apartheid damals von den Spielen ausgeschlossen).

Simon schwamm bald bis ins britische Nationalteam und war mit 17 Jahren auf dem besten Weg, sich für die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles zu qualifizieren. Doch sein Training war so hart, dass er bald ausbrannte, womit ihm die Teilnahme letztendlich leider doch verwehrt blieb... Als er nach Südafrika zurückkehrte, schloss er sich dem Militär an und diente zwei Jahre lang in der Air Force. Später widmete er sich dem Tanz und trat auch als Kabarettist in Bühnenshows auf. Dann bot man ihm einen Platz im Pariser Moulin Rouge an. Schon nach sechs Monaten war er einer der vordersten Tänzer dort. Nach einem Jahr in Frankreich zog es ihn wiederum nach Südafrika, wo er zunächst als Model jobbte und so das Schauspiel für sich entdeckte.

Als er bei einem Schönheitswettbewerb zum allerersten Mr. South Africa gekürt wurde, war ein TV-Produzent ganz hin und weg von Simon und verpflichtete ihn für die Seifenoper „Egoli: Place of Gold“. Sieben Jahre lang war er in der Rolle des Mitch zu sehen. Im Jahr 2000 zog es ihn schließlich nach Hollywood. Seinen ersten Auftritt im US-Fernsehen hatte er in „Nash Bridges“. Ein Jahr später wurde er bei Stargate SG-1 gecastet. Bei „Stargate: Continuum“, dem Film zur Serie, war er 2008 ein letztes Mal als Ba'al zu sehen. Weitere Auftritte hatte Simon in Serien wie 24, NCIS: Los Angeles, NCIS: New Orleans, The Americans, Undercovers und Castle. Meist waren es Schurkenrollen.

Einen besonderen Lebenstraum erfüllte sich Cliff Simon im Jahr 2005, als er die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen durfte.

Yaphet Kotto - 15. März

Der US-Schauspieler Yaphet Kotto ist Mitte März im Alter von 81 Jahren gestorben, wie seine Frau Tessie Sinahon via Facebook verkündete. Science-Fiction-Fans wäre er beinahe als Lando Calrissian oder Jean-Luc Picard bekanntgeworden. Stattdessen spielte er in Ridley Scotts Weltraumhorrorfilm „Alien“, im Schwarzenegger-Streifen „The Running Man“, in „Midnight Run“ neben De Niro und im Bond-Film „Live and Let Die“ mit. Krimiserienjunkies kennen hin hingegen als Lieutenant Al Giardello aus der bahnbrechenden NBC-Serie „Homicide: Life on the Street“.

Sinahon schreibt: „Du hast in einigen deiner Filme den Schurken gespielt, aber für mich und viele andere bist du ein wahrer Held. Ein guter Mann, ein guter Vater, ein guter Ehemann und ein anständiger Mensch, die schwer zu finden sind. Einer der besten Schauspieler in Hollywood, eine Legende. Ruhe in Frieden, Liebling.

Der Filmemacher Edgar Wright erkennt ihm eine „brillante, magnetische Präsenz, die Grativas und Natürlichkeit ins tiefe All oder unterirdische Bond-Bunker gebracht hat“ an. Die Filmemacherin Ava DuVernay erklärt ihn zum Favoriten ihrer Mutter und meint: „Einer jener Schauspieler, die mehr verdient hatten als die Parts, die sie bekommen haben. Aber er nahm sich diesen Rollen an und präsentierte sie trotz allem wundervoll. Ein Star.

Kotto hinterlässt neben seiner Frau Tessie sechs Kinder aus früheren Ehen.

Richard Gilliland - 18. März

Der amerikanische Serienveteran Richard Gilliland starb nach einer fast fünf Dekaden umfassenden Schauspielkarriere mit 71 Jahren in Los Angeles. Seine größten Hits waren bekanntlich „Designing Women“ (hierzulande auch bekannt als „Sugarbaker's“ oder „Mann muss nicht sein“) sowie „Thirtysomething“ (aka „Die besten Jahre“).

Geboren wurde Gilliland am 23. Januar 1950 in Fort Worth, Texas. Seine lange Zeit im Fernsehen erstreckt sich von „Die Straßen von San Francisco“, „Medical Center“, „McMillan & Wife“ und „Marcus Welby, M.D.“ in den frühen Siebzigern über „Die Waltons“, „Fantasy Island“, „Love Boat“, „St. Elsewhere“, „Matlock“, „Harrys wundersames Strafgericht“ und „Mord ist ihr Hobby“ bis hin zu Judging Amy, Becker, Crossing Jordan, 24, CSI: Crime Scene Investigation, Criminal Minds, Desperate Housewives, Imposters und Dexter.

Auch in der aufsehenerregenden NBC-Miniserie „Little Women“ trat er 1978 auf. Hinzu kommen Klassiker wie „Just Our Luck“, „Einsatz Petticoat“ und „Heartland“.

Bei der eingangs erwähnten CBS-Serie „Designing Women“ traf Gilliland Mitte der 80er seine spätere Ehefrau Jean Smart (Watchmen, Legion), mit der er bis zu seinem Tod verheiratet blieb. Gemeinsam bekamen die beiden zwei Kinder.

Auch im Filmbereich hat sich Gilliland verewigt durch Auftritte in „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff“, „Audrey's Rain“, „Star Kid“, „Bug“, „Case 347“ oder „The Man Next Door“.

George Segal - 23. März

Der Schauspielveteran George Segal ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Bis zuletzt konnte man ihn als Großvater in der 80er-Jahre-Comedy The Goldbergs bei ABC sehen. Zudem spielte er eine Hauptrolle in der NBC-Serie Just Shoot Me

Segals Ehefrau Sonia gab folgendes Statement ab: „Die Familie ist am Boden zerstört, verkünden zu müssen, dass George Segal an diesen Morgen wegen Komplikationen bei einer Bypass-Operation verstorben ist.“ Manager Abe Hoch: „Ich bin bestürzt darüber, dass mein enger Freund und langjähriger Klient verschieden ist. Ich werde seine Wärme, seinen Humor, seine Kameradschaft und Freundschaft vermissen. Er war ein wundervoller Mensch.

Goldbergs-Schöpfer Adam F. Goldberg: „Heute haben wir eine Legende verloren. Es war eine wahre Ehre, ein kleiner Teil des erstaunlichen Vermächtnisses von George Segal gewesen zu sein. Durch reines Schicksal habe ich die perfekte Person gecastet, die Pops spielen sollte. Wie mein Großvater, war George im Herzen noch ein Kind mit einem magischen Funken.

Segals Karriere umfasst sechs Jahrzehnte am Broadway, in Film und Fernsehen. Für seine Performance in „Who's Afraid of Virginia Woolf?“ aus dem Jahr 1966 wurde er für einen Oscar in der Kategorie „Best Supporting Actor“ nominiert. In „Just Shoot Me!“ war er als Jack Gallo zu sehen und in The Goldbergs in acht Staffeln als Albert „Pops“ Solomon, der Hauptfigur Adam immer wieder mit Rat und Tat beiseite stand. Zudem spielte er in Retired at 35 mit.

Sein letzter abgedrehter Auftritt in The Goldbergs wurde am 7. April bei ABC gezeigt.

Jessica Walter - 24. März

Im März starb die US-Schauspielerin Jessica Walter in ihrer Heimatstadt New York, in der sie am 31. Januar 1941 auch geboren wurde. Sechs Jahrzehnte umfasst ihre beeindruckende Karriere auf der Bühne und vor den Kameras. Angefangen beim Clint-Eastwood-Thriller „Sadistico“ von 1971 bis zu ihrer späten Paraderolle als Lucille Bluth in der FOX/Netflix-Comedy Arrested Development.

Showrunner Ron Howard und Walters Seriensöhne Jason Bateman, Will Arnett und Tony Hale gaben via Twitter ihre Trauer kund. Howard: „Was für eine brillante, lustige, intelligente und starke Frau. Ruhe in Frieden, Jessica Walter. Und vielen Dank für ein Leben voller Lachen und dafür, dass du dein unglaubliches Talent in unserer Serie und mit der Welt geteilt hast.

Unglaublich, aber wahr: Für ihre Rolle als betrunkene Übermutter Lucille in „Arrested Development“ gewann Walter nie einen Emmy, obwohl sie selbstverständlich nominiert war. Nominierungen erhielt sie aber auch für ihre Darbietungen in den 70er-Serien „Trapper John, M.D.“ sowie „Die Straßen von San Francisco“. Ausgezeichnet wurde sie derweil für ihre Titelrolle in „Amy Prentiss“, ein Spin-off von „Ironside“.

Ihre letzte Performance vor der Kamera gab Walter in der American Housewife-Episode Getting Frank with the Ottos. Allerdings soll sie auch schon die zwölfte Staffel von Archer fertig eingesprochen haben bevor sie starb. Irgendwann in diesem Jahr wird man ihre Stimme also nochmal aus dem Jenseits hören können...

Walters Karriere begann in New York, wo sie in diversen Broadway-Stücken auftrat: „Advise and Consent“, „Neil Simon's Rumors“, „A Severed Head“, „Nightlife“ und „Photo Finish“. Für „Photo Finish“, das übrigens von Sir Peter Ustinov inszeniert worden war, wurde die junge Schauspielerin Anfang der 60er mit dem Clarence Derwent Award als Most Promising Newcomer ausgezeichnet.

Auf der Bühne lernte Walter auch ihren Ehemann Ron Leibman kennen. Für das Los Angeles Theater Center spielten die beiden Seite an Seite die Hauptrollen in „Tartuffe“. Leibman starb 2019. Das Ehepaar hinterlässt eine Tochter, die ebenfalls in der Serienbranche arbeitet (allerdings als Senderfunktionärin bei FOX) und einen Enkelsohn.

Auch hinter den Kulissen war Walter überaus engagiert. Für die Screen Actors Guild, Amerikas größte Schauspielgewerkschaft, fungierte sie als 2nd National Vice President. Außerdem saß sie mehr als zehn Jahre lang im SAG Board of Directors.

Paul Ritter - 5. April

Schauspieler Paul Ritter starb im April mit nur 54 Jahren an einem Gehirntumor. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne.

Ritter war im Film- und Serienbereich sowie im Comedy- und Dramabereich tätig und erfolgreich. Auf der großen Kinoleinwand konnte man ihn zum Beispiel in großen Hollywood-Produktionen wie „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ oder „Harry Potter und der Halbblutprinz“ entdecken. Auf dem kleineren Fernsehbildschirm beeindruckte er in Krimiserien wie Vera und No Offence, dem ausgezeichneten Dokudrama Chernobyl und der Comedyserie Friday Night Dinner, in welchem er seit 2011 den überforderten Familienpatriarchen Martin Goodman spielte.

Sein Seriensohn Tom Rosenthal erinnert sich auf Twitter: „Er war die mit Abstand intelligenteste und sorgfältigste Person, mit unvergleichlichem Kreuzworträtselscharfsinn und unglaublicher Erinnerung. Ich schwöre, wenn man ihn einmal getroffen hat, hat er sich deinen Namen für immer gemerkt. Zum Glück für uns hat er seinen brillanten Verstand dazu genutzt, Martin Goodman zum Leben zu erwecken, für den er alles getan hätte, um uns zum Lachen zu bringen. Wer ,Friday Night Dinner' gesehen hat, weiß, was wir alles mit ihm angestellt haben und ich habe ihn nie sich beschweren gehört. Ich werde für immer dankbar sein, mit jemandem gearbeitet zu haben, der so unterstützend war und mir so viel über Professionalität und Bescheidenheit im Schauspiel beigebracht hat. Es war mir eine absolute Freude und Ehre.

Friday Night Dinner“-Serienschöpfer Robert Popper ergänzt: „Ich bin am Boden zerstört von dieser unglaublich traurigen Nachricht. Paul war ein liebenswerter, wundervoller Mensch. Freundlich, witzig, super fürsorglich und einer der großartigsten Schauspieler, mit denen ich je gearbeitet habe.

Walter Olkewicz - 6. April

Walter Olkewicz ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Wie zum Beispiel auch Sam Lloyd (Scrubs), verstarb er, während eine Gofundme-Kampagne für eine OP für ihn lief, die ihm beim Begleichen seiner Krankenhausrechnung helfen sollte.

Der aus New Jersey stammende Schauspieler begann seine Karriere vor der Kamera in den 70ern mit dem Sci-Fi-Film „Futureworld - Das Land von Übermorgen“ und Steven Spielbergs Kriegskomödie „1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood“. Daraufhin wirkte er in mehreren Produktionen, aber vor allem Serien wie „The Last Resort“, „Wizards and Warriors“, „Partners in Crime“ oder Dolly Partons Variete-Sendung „Dolly“ mit. 1990 wurde er Teil von David Lynchs und Mark Frosts Mysteryserie Twin Peaks, wo er den zwielichtigen Barmann und Zuhälter Jaques Renault spielte. Eine Rolle, die er auch noch einmal im Prequel-Film „Twin Peaks: Fire Walk With Me“ verkörperte. Im Serien-Revival „Twin Peaks: The Return“ (aka Staffel drei) kehrte er 2017 zurück und spielte dessen Bruder Jean-Michel Renault, was auch seine letzte Rolle sein würde.

Zwischen den „Twin Peaks“-Serien war er auch noch bei „Who's the Boss?“ („Wer ist hier der Boss?“), „Night Court“ („Harrys wundersames Strafgericht“), „Grace Under Fire“ („Grace“) und Seinfeld dabei.

Sein Sohn Zak gegenüber EW: „Er war ein guter Mann, der seine Liebe für Kreativität und die Künste überall mit hingenommen hat. Diese Leidenschaft gab er an mich weiter und ich freue mich darauf, sie an seine Enkel weiterzugeben, die er so geliebt hat.

Joseph Siravo - 11. April

Der Schauspieler Joseph Siravo im April nach einem langen Kampf gegen eine Krebserkrankung im Beisein seiner Angehörigen verstorben. Das bestätigte die Tochter des Darstellers, der vor allem durch seine Rolle als „Johnny Boy“ in The Sopranos Bekanntheit erlangte.

Ich war an seiner Seite als mein geliebter Vater friedlich in dem Baumhaus, was er so sehr mochte, eingeschlafen ist. Wir können uns beide so glücklich schätzen, dass wir so sehr geliebt werden. Ich bin unglaublich Dankbar ihn auf dieser Erde gehabt zu haben und weiß, dass er sicher nicht weit weg ist.

Siravo war im Fernsehen, Film, auf der Bühne am Broadway und auch abseits davon bei zahlreichen Produktionen mit von der Partie. Neben seiner Rolle bei den Sopranos gehörten zu seinem TV-Resümee Auftritte in American Crime Story, For Life, Made In Jersey sowie Law & Order und diverser Spin-Offs davon. Sein Leinwanddebüt gab er im hochkarätig besetzten Crime-Thriller „Carlito's Way“.

Seine Darbietung als Charakter Johnny Boy Soprano, der Vater von Hauptfigur Tony Soprano, den er in Flashback-Szenen verkörperte, ist vor allem auch seinen Kollegen in Erinnerung geblieben, denn viele von ihnen wie Michael Imperioli, Maureen Van Zandt und Garry Pastore erinnerten sich in den sozialen Medien an ihren verstorbenen Kollegen und zollten ihm Tribut.

Helen McCrory - 16. April

Helen McCrory ist im Alter von 52 Jahren nach einem heroischem Kampf gegen eine Krebserkrankung friedlich im Beisein ihrer Familie und enger Freunde in ihrem Zuhause eingeschlafen. Ihr Ehemann und Schauspielkollege Damian Lewis (Homeland, Life, Billions) teilte die traurige Nachricht per Twitter mit der Öffentlichkeit. „Sie starb, wie sie gelebt hat: Furchtlos. Wir lieben sie und wissen wie glücklich wir sind, sie in unserem Leben gehabt zu haben.

Bekannt war McCrory für ihre tragende Rolle in der britischen Hitserie Peaky Blinders, wo sie in allen fünf Staffeln zu sehen ist und welche ihr ebenso Tribut zollte. Weitere Serien in denen sie unter anderem mitspielte sind Penny Dreadful, „Life“ und kürzlich His Dark Materials, wo sie der Figur Stelmaria ihre Stimme lieh. Auch auf der Kinoleinwand mischte sie mit, so verkörperte sie in den Harry-Potter-Filmen Narcissa Malfoy, die Mutter von Bösewicht Draco Malfoy. Darüber hinaus ist sie ebenso in zahlreichen bekannten Bühnenstücken aufgetreten.

McCrory und Ehemann Damian Lewis sind seit 2007 verheiratet gewesen. Sie hinterlässt diesen und zwei Kinder.

Willi Herren - 20. April

Im Alter von 45 Jahren ist der Schauspieler, Realitystar und Schlagersänger Willi Herren in Köln gestorben.

Deutschlandweite Bekanntheit erreichte Herren in seiner Rolle als Figur Oliver Klatt in der wöchentlichen Seifenoper „Lindenstraße“ in den 90ern und 2000ern. Seine Figur eckte gerne an und polarisierte die Zuschauer. Kurz vor dem Ende der langlebigen Serie schaute er im März 2020 noch einmal als Gast vorbei. Herren hatte unter anderem in den Serien Alarm für Cobra 11 - Die Autobahnpolizei, Tatort, SOKO Köln, SOKO Stuttgart einen Gastauftritt.

Nach seiner Zeit in der Soap ließ er sich gerne zu Teilnahmen in Reality-Formaten überreden. Dazu gehören „Temptation Island“, „Sommerhaus der Stars“, „Kampf der Realitystars“ oder „Promi Big Brother“. Aktuell ist er auch in dem Sat.1-Format „Promis unter Palmen“ zu sehen, das jüngst am Montagabend lief und schon vor Monaten in Thailand gedreht wurde. Der Sender hat bereits mitgeteilt, dass man vorerst auf die Ausstrahlung verzichten werde.

Ein weiteres Standbein hatte Herren sich als Schlagersänger auf Mallorca aufgebaut. Immer wieder geriet er jedoch anderweitig in die Schlagzeilen. Er hatte Drogen- und Alkoholprobleme, musste Privatinsolvenz anmelden und wurde beim Fahren ohne Führerschein erwischt.

Erst kurz vor seinem Tod hatte er einen Reibekuchen-Stand in der Nähe von Köln eröffnet.

Thomas Fritsch - 21. April

Der Schauspieler und Synchronsprecher Thomas Fritsch ist im April im Alter von 77 Jahre verstorben. Seine Schauspielkollegin Anja Hauptman gab zu Protokoll: „Heute früh ist Thomas um 8 Uhr friedlich eingeschlafen“.

Fritsch war seit 1960 aktiv und bis 2018 beschäftigt. Der Schauspieler spielte in Serien wie „Der Bergdoktor“, „Hallo Robbie!“, „Unser Charly“ oder „Die Rosenheim Cops“ mit. Rollen in „Fest im Sattel“, „Derrick“, „Der Alte“, „Glückliche Reise“, „Zwei Alte Hasen“, „Immer im Einsatz - Die Notärztin“, „Die Notärztin“, „SOKO München“ oder „Meine wunderbare Familie“ standen ebenfalls auf seinem langen Lebenslauf. Zudem wirkte er in mehreren Filmen, die auf dem Werk der Autorin Rosamunde Pilcher basieren mit. In Oliver Kalkofes „Der Wixxer“ übernahm er die Rolle des gemeinen Lord Blackwhite. Ein weiteres Standbein in seiner Karriere war die Arbeit auf der Bühne des Theaters.

Vielen ist vielleicht seine Stimme noch bekannter als sein Gesicht. Denn er war der Synchronsprecher von Scar in „Der König der Löwen“, vom Pelikan Niels in „Findet Nemo“, der Figur Diego in den „Ice Age“-Filmen, sowie des Aslan in den „Die Chroniken von Narnia“-Filmen, aber auch häufiger Sprecher von Russell Crowe und Jeremy Irons. Zudem war er der Sprecher von Charles Shaughnessy (The Nanny) und Edward James Olmos (Battlestar Galactica). Auch in „Die drei Fragezeichen“ konnte man ihn regelmäßig hören. Zuletzt in der Folge 186 aka „Der Hexengarten“. Außerdem gab er den Erzähler in der Märchenparodie „Die ProSieben Märchenstunde“ und war die Stimme von Lukas dem Lokomotivführer.

Olympia Dukakis - 1. Mai

Die US-Schauspielerin Olympia Dukakis ist dieses Jahr im Alter von 89 Jahren in New York City verstorben, wie ihr Bruder Apollo ihre Fans via Facebook wissen ließ. Dort hieß es: „Nach vielen Monaten sich verschlechternder Gesundheit hat sie endlich Frieden gefunden und ist bei ihrem Louis.“ Gemeint ist ihr Mann, Schauspieler Louis Zorich (Mad About You), der 2018 von ihr gegangen war.

Dukakis spielte in ihrer langen Karriere in über 120 Bühnenstücken und ebenso vielen Film- und Serienproduktionen mit. Einen Academy Award und einen Golden Globe erhielt sie für ihre Rolle als Mutter von Cher im 1987er-Film „Moonstruck“ („Mondsüchtig“). Serienjunkies kennen sie vielleicht aus der Biopic-Miniserie „Sinatra“ oder dem langjährigen Tales of the City-Franchise (aka „Stadtgeschichten“), wo sie zuletzt noch einmal im Netflix-Revival von 2019 als Vermieterin und gute Seele Anna Madrigal aus San Francisco zu sehen war.

2003 erschien mit „Ask Me Again Tomorrow: A Life in Progress“ ihre Autobiographie, 2018 folgte mit „Olympia“ ein Dokumentarfilm über das Leben der außergewöhnlichen Schauspielerin.

Charles Grodin - 18. Mai

Der Emmygewinner Charles Grodin ist im Alter von 86 Jahren in seinem Zuhause in Wilton, Connecticut gestorben. Die Todesursache war ein Krebsleiden.

Bekannt war der Schauspieler für seinen sehr trockenen Humor, der besonders auch in der „Beethoven“-Reihe, rund um den chaotischen Bernhardiner zum Tragen kam. Im Filmbereich war er außerdem in „Rosemary's Baby“ und „Midnight Run“ zu sehen. Zudem wirkte er an mehreren Produktionen fürs TV mit. So spielte er Cane Kensington in der Miniserie „Fresno“ mit Carol Burnett und Dabney Coleman, die die Primetime-Soaps der 1970er und 1980er parodierte. Weitere Auftritte hatte er in Law & Order: Special Victims Unit und The Michael J. Fox Show. Eine wiederkehrende Rolle hatte Grodin als Dr. Bigelow in Louie. 2016 erschien er als Carl Shapiro, der ehemalige Freund und anschließende Widersacher von Bernie Madoff in der ABC-Miniserie „Madoff“. In den 1990ern führte er ebenso durch eine eigene Talkshow bei CNBC und lieferte politische Kommentare für das Nachrichtenformat „60 Minutes“.

1978 konnte er einen Emmy in der Kategorie „Comedy-Variety or Music Special“ für das Paul-Simon-Special einheimsen.

Seine erste Ehefrau war Julia Ferguson. Seit 1983 war er nun mit Elissa Durwood verheiratet. Die beiden haben ein gemeinsames Kind.

Robert Hogan - 27. Mai

Der Schauspieler Robert Hogan ist im Mai in Maine im Alter von 87 Jahren verstorben. Die Todesursache waren Komplikationen einer Lugenentzündung. Er starb im Beisein seiner Familie, wurde berichtet.

In seiner langen Karriere konnte er mehr als 150 Credits ansammeln und war dabei ein gern gesehener Gastdarsteller im Fernsehen. Zwei Jahre lang war er zum Beispiel Hauptdarsteller in „Peyton Place“, aber auch in The Wire (als Louis Sobotka) und bei Law & Order (als Richter Hugo Bright) trat er mehrfach in Erscheinung. In der Serie „Alice“ war er mehrmals als Greg Stemple dabei. Weitere TV-Darbietungen hat er in „Murder, She Wrote“, „Gunsmoke“, „Barnaby Jones“ oder „The Rockford Files“ abgeliefert. Allerdings mischte er als Gast auch in „Batman“, „The Mary Tyler Moore Show“, „Bonanza“, „Hawaii Five-O“, „Mission: Impossible“, „The Incredible Hulk“, „St. Elsewhere“, „The Six Million Dollar Man“, „Hill Street Blues“, „Newhart“, „One Day at a Time“ oder dem alten „Magnum P.I.“ mit.

Er machte zudem ebenfalls die Runde in diversen US-Soaps, darunter zum Beispiel „One Life to Live“, „Days of Our Lives“, „As the World Turns“, „All My Children“, „General Hospital“ und „Another World“. Zu seinen Filmrollen gehören „The Lady in Red“, „Species II“, „A Few Good Men“ und „Hamlet“.

Geboren wurde er am 28. September 1933 in Queens und er diente für die US-Army in Korea. Danach studierte er an der New York University Ingenieurwesen. Später entdeckte er jedoch durch einen Berufseignungstest das darstellende Spiel für sich. Er hinterlässt seine Frau Mary Hogan, mit der er 38 Jahre lang verheiratet war und drei Kinder aus einer vorherigen Ehe mit Shannon Hogan: Chris, Stephen und Jud sowie seine Enkel Susanna und Liam.

Gavin MacLeod - 29. Mai

US-Schauspieler Schauspieler Gavin MacLeod ist Ende Mai im Alter von 90 Jahre gestorben.

MacLeod war vor allem als Murray Slaughter aus der bahnbrechenden US-Sitcom „The Mary Tyler Moore Show“ und als Captain Stubing aus der „Traumschiff“-Vorlage „The Love Boat“ bekannt. Serien, denen er jahrelang in 168 und 250 Folgen treu blieb. Er spielte aber auch in Comedys wie „McHale's Navy“ und King of Queens, der Dramaserie Oz sowie Filmen wie „Der Partyschreck“ („The Party“) mit. Seine letzte Rolle hatte er 2014 in der Serie „The Comeback Kids“.

Sein Comedy-Kollege Ed Asner verabschiedete sich auf Twitter mit den Worten: „Mein Herz ist gebrochen. Gavin war mein Bruder und mein Komplize in der Komik (und zu Tisch). Wir sehen uns bald, Gavin. Sag der Gang, wir sehen uns bald wieder. Betty, jetzt sind es nur noch wir beide.“ (Gemeint ist seine 99-jährige Kollegin Betty White).

Clarence Williams III - 4. Juni

Mit 81 Jahren starb der US-amerikanische Schauspieler Clarence Williams III in Los Angeles. Sein Management gab seinen Darmkrebs als Todesursache an. Unvergessen bleibt Williams in der Serienrolle des Lincoln „Linc“ Hayes, die er von 1968 bis 1973 in „The Mod Squad“ spielte. Doch Serienjunkies dürften sein Gesicht auch noch durch viele andere Einträge kennen...

Seinen Job bei „The Mod Squad“ erhielt Williams damals auf persönliche Empfehlung von Bill Cosby, in dessen „The Cosby Show“ er ebenfalls mal mitwirkte. Das ABC-Crimedrama, das man hierzulande auch unter dem Titel „Twen-Police“ kennt, dreht sich um drei ehemalige Verbrecher, die zu Polizisten werden. Neben Clarence Williams III spielten Peggy Lipton und Michael Cole die Hauptrollen.

In einem Interview mit der Los Angeles Time sagte Williams 1995 rückblickend auf seine Zeit bei „The Mod Squad“: „Linc war eine sehr andere Rolle für einen Afroamerikaner und ein wunderbarer Protagonist, mit dem sich viele junge Menschen - schwarz oder weiß -, aber vor allem schwarze Youngsters identifizieren konnten.

Trotzdem verließ Williams den Gig vorzeitig, um sich anderen Projekten zu widmen. Später trat er doch nochmal als Lincoln „Linc“ Hayes im Fernsehfilm „The Return of Mod Squad“ von 1979 auf.

Weitere Serien, in denen er sich verewigen konnte, sind zum Beispiel „Hill Street Blues“, „Miami Vice“, Twin Peaks, „Walker Texas Ranger“, Burn Notice, Empire, Justified und viele, viele mehr. Im Filmbereich sind etwa seine Auftritte in „The Butler“ von 2013 sowie „Reindeer Games“, „The General's Daughter“, „Half Baked“ und „Tales From the Hood“ zu nennen.

Clarence Williams III wurde am 21. August 1939 in New York City geboren, als Sohn des Musikers Clay Williams sowie der Sängerin Eva Taylor. Nach der Schule ging er zunächst zur Air Force und begann danach am Broadway mit Theaterschauspiel. Von 1967 bis 1984 war Williams mit seiner Kollegin Gloria Foster verheiratet. Aus der geschiedenen Ehe nahm er eine Tochter mit.

Libuse Safrankova - 9. Juni

Eine Sache darf weder in Tschechien noch in Deutschland zu Weihnachten fehlen: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (im Original: „Tri orisky pro Popelku“). Der Filmklassiker von 1973, der als Koproduktion der CSSR und DDR entstand, gehört zur festen Film- und Fernsehtradition. Doch in Zukunft mischt sich immer etwas Trauer in die Nostalgie, denn die damalige Hauptdarstellerin Libuse Safrankova starb diesen Sommer im Alter von 68 Jahren in Prag.

Seit 2014 lebte sie mit der Diagnose Lungenkrebs und musste sich mehrfach schweren Operationen unterziehen. Seit Beginn der Corona-Krise konnte sie aufgrund ihrer Vorerkrankung kaum noch das Haus verlassen. Nach dem jüngsten Eingriff diese Woche starb sie schließlich. Seit 1976 war Safrankova mit ihrem Kollegen Josef Abrham verheiratet, mit dem sie einen Sohn bekam. Dieser bestätigte nun auch den Tod seiner Mutter.

Die Trauerbekundungen reichen bis an die Spitze des tschechischen Staates. Präsident Milos Zeman gab bekannt, dass ihn die Nachricht sehr getroffen habe. Der Ministerpräsident Andrej Babis schrieb bei Twitter: „Ich mochte Frau Libuse Safrankova sehr. Ich habe ihr Aschenbrödel vielleicht hundertmal gesehen. Ohne sie kann ich mir das tschechische Weihnachtsfest nicht vorstellen. Und ich glaube, keiner von uns. Es tut mir so leid, dass sie weg ist. Allen Hinterbliebenen und Angehörigen mein aufrichtiges Beileid.

1953 in Brno geboren, entdeckte Safrankova schon als Kind ihr Talent fürs Theater. Mit 17 Jahren hatte sie dann ihren ersten Auftritt im Film „Die Großmutter“. Nur zwei Jahre später folgte die Rolle ihres Lebens in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Der Märchenstreifen schaffte es übrigens nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach Norwegen, Frankreich, Argentinien und sogar in die USA. Und natürlich noch in viele andere Länder weltweit.

In nahezu 150 Filmen spielte Safrankova insgesamt mit, darunter beispielswiese „Wie soll man Dr. Mracek ertränken?“, „Der Tag, der die Welt veränderte“, „Die kleine Meerjungfrau“, „Der Prinz und der Abendstern“, „Der dritte Prinz“, „Der Salzprinz“, „Heimat, süße Heimat“, „Die Volksschule“, „Wettstreit im Schloss“ und „Kolya“. Letztgenannter gewann 1997 sogar einen Oscar.

2015 erhielt Safrankova für ihr Lebenswerk die Verdienstmedaille vom tschechischen Parlament. Den Preis musste krankheitsbedingt da schon ihre Schwester stellvertretend entgegennehmen. Um sich als Fan zu outen, hatte Präsident Zeman bei der Verleihung die Auszeichnung mit Nüssen verziert.

Ned Beatty - 13. Juni

Der US-amerikanische Schauspieler Ned Beatty starb im Alter von 83 Jahren. Wie TMZ zuletzt noch über seine Managerin meldete, starb er in Anwesenheit seiner Lieben eines natürlichen Todes.

Beatty, der seit den frühen 70ern vor Film- und Fernsehkameras stand, hatte eine Hauptrolle als Detective Stan Bolander in der bahnbrechenden Krimiserie „Homicide: Life on the Street“ von NBC. Darüber hinaus spielte er Dans Vater Ed Conner in Roseanne, wo er in nur sechs Episoden auftauchte und trotzdem einen großen Eindruck hinterließ.

Comicfans kennen Beatty als Lex Luthors Handlanger Otis aus den beiden „Superman“-Filmen von Richard Donner, Animationsfreunde waren mit seiner tiefen Stimme durch „Toy Story“ vertraut, wo er in der englischen Originalversion den raubeinigen Teddy Lots-O'-Huggin' Bear sprach. Für seine Rolle in der Mediensatire „Network“ von Filmemacher Sidney Lumet wurde er 1978 für einen Oscar nominiert.

Ned Beatty hinterlässt seine vierte Frau Sandra Johnson sowie acht Kinder und mehrere Enkelkinder.

Max Rosenthal - 26. Juni

Ende Juni ist der Schauspieler Max Rosenthal im Alter von 95 Jahren gestorben, wie THR unter Berufung auf seinen Sohn berichtete. Dieser ist Phil Rosenthal, der Schöpfer der Hit-Sitcom Everybody Loves Raymond, in der sein Vater ab und an als Max auftauchte. Er war auch Teil seiner ungeskripteten Formate „I'll Have What Phil's Having“ auf PBS und „Somebody Feed Phil“ auf Netflix.

Auf Instagram schrieb Phil am gestrigen Sonntag: „Max Rosenthal ist letzte Nacht von uns gegangen. So sehr unsere Herzen gebrochen sind, so dankbar sind wir dafür, ihn als Dad, Großvater, Freund, lustigsten TV-Star und Vorbild gehabt zu haben, der 95 Jahre lang lebte und lieb, zärtlich, freundlich, mitfühlend und wirklich, wirklich witzig war. Werde später mehr dazu zu sagen haben. Ich habe den größten Einfluss meines Lebens verloren. Ich weiß, ihr habt ihn auch geliebt und ich bin heute für uns alle traurig.

Richard Donner - 5. Juli

Der Regisseur und Produzent Richard Donner ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Seine bekanntesten Filme waren „Superman“ mit Christopher Reeve, „The Goonies“ sowie „Lethal Weapon“ mit Mel Gibson und Danny Glover, das ist allerdings noch längst nicht sein gesamtes Werk.

Zunächst führte Donner während seiner langen Karriere Regie bei zahlreichen TV-Serien, darunter „Route 66“, „The Rifleman“, „The Twilight Zone“, „The Man From U.N.C.L.E.“, „Gilligan's Island“, „Perry Mason“ und „The Wild Wild West“. Sein erster Film hieß „X-15“ und kam 1961 mit Charles Bronson und einer jungen Mary Tyler Moore heraus. 1976 folgte dann „The Omen“ und schließlich 1978 mit „Superman“ eine der ersten großen Comicadaptionen. Mit einem Budget von 55 Millionen US-Dollar spielte man damals über 300 Millionen US-Dollar wieder ein. Damals gab es zudem drei Oscar-Nominierungen.

Reibungslos verlief die Zusammenarbeit bekanntlich nicht, denn wegen eines Konflikts mit den Produzenten, ließ Donner seinen Namen von „Superman II“ entfernen. Richard Lester drehte dann einen Großteil des Films nach, ähnlich wie bei „Justice League“ und Zack Snyder's Justice League. Erst 2006 wurde dann ein Donner-Cut des Filmes fürs Heimkino herausgebracht.

1987 kam der erste Teil der „Lethal Weapon“-Reihe in die Kinos. Alle vier Filme wurden von Donner inszeniert. Pläne für einen fünften Teil gab es ebenfalls. Donner und Gibson arbeiteten auch in „Maverick“ (1994) und „Conspiracy Theory“ (1997) zusammen. „Scrooged“ (aka „Die Geister, die ich rief...“) mit Bill Murray zählte ebenfalls zu seinem Werk. Seine letzte Regiearbeit war „16 Blocks“ aus dem Jahr 2006 mit Bruce Willis.

Zusammen mit seiner Frau Lauren Schuler Donner produzierte er zahlreiche Filme mit der eigenen Produktionsfirma. Darunter das erfolgreiche X-Men-Franchise, das über zwei Jahrzente lang insgesamt 13 Filme hervorbrachte. Die Mutanten-Filme von Marvel konnten zusammen insgesamt 2,5 Milliarden weltweit einspielen, ehe Walt Disney das Studio 20th Century Fox übernahm und die Rechte an den Figuren zurückerhalten hat.

Suzzanne Douglas - 6. Juli

Unvergessen bleibt Suzzanne Douglas als Jerri Peterson, ihre Hauptrolle in der Neunziger-Sitcom „The Parent 'Hood“, die damals noch bei The WB lief (dem heutigen The CW). Doch ihre Karriere hat noch viele weitere Höhepunkte zu bieten. Dieses Jahr starb die Schauspielerin im Alter von 64 Jahren.

Douglas' Agent: „Mit dem Tod von Suzzanne Douglas hat die Branche eine wirklich talentierte Künstlerin verloren. Sie berührte jeden, der sie kannte und war im wahrsten Sinne des Wortes liebenswert. Die Familie schätzt Ihre Unterstützung und bittet um ihre Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit.“ Eine Todesursache wurde nicht bekannt gegeben.

Ihr ehemaliger „Parent 'Hood“-Partner Robert Townsend schrieb bei Twitter: „Mein Herz ist voll, denn gestern habe ich meine tolle, jahrelange Tanzpartnerin im Fernsehen verloren, Suzanne Douglas. Ich erinnere mich nur an viel Gelächter und viele Tränen... Ihr königliches helles Licht wird vermisst.

The Parent 'Hood“ lief damals von 1995 bis 1999. Ihren Durchbruch hatte Douglas schon 1989, als sie neben Gregory Hines und Sammy Davis Jr. im Film „Tap Dance“ gecastet wurde. Ihre Darbietung als Amy Simms brachte ihr einen NAACP Image Award als beste Nebendarstellerin in einem Film ein. Auch in Streifen wie „Das schwarze Paradies“, „Jason's Lyric“ und „Stellas Groove: Männer sind die halbe Miete“ war sie zu sehen. Zuletzt spielte sie 2015 die Mutter von Gesangslegende Whitney Houston im gleichnamigen Biopic.

In der Netflix-Miniserie When They See Us von Ava DuVernay war sie 2019 als Grace Cuffe zu sehen. Auch die Regisseurin reihte sich in die zahlreichen Trauerbekundungen ein: „Suzzanne Douglas war eine ruhige, elegante Kraft, als wir 'When They See Us' drehten. Eine Herrin. Ein Juwel von einer Dame. Eine selbstbewusste, fürsorgliche Schauspielerin, die den Worten Leben einhauchte und sie zum Leuchten brachte. Ich bin dankbar, dass sich unsere Wege in diesem Leben gekreuzt haben. Möge sie in Frieden und Liebe weiterreisen.

Und auch Jada Pinkett Smith, mit der Douglas gemeinsam in „Das schwarze Paradies“ von 1994 auftrat, äußerte sich zu ihrem Tod: „Ich bin heute Morgen mit der Nachricht aufgewacht, dass Suzzanne Douglas verstorben ist. Sie war ein eleganter, sanfter, warmer Geist. Mein aufrichtiges Beileid ihrer Familie und ihren Angehörigen. Möge sie in Liebe ruhen.

Robert Downey Sr. - 7. Juli

Robert Downey Sr. ist tot. Der Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler starb im Juli in New York. Zum Zeitpunkt seines Todes war RDS 85 Jahre alt. Sein Sohn Robert Downey Jr. bestätigte die Nachricht via Instagram. Sein Vater sei „friedlich im Schlaf eingeschlafen“. Als Todesursache wurde seine seit Jahren andauernde Parkinson-Erkrankung genannt.

Unvergessen bleibt Robert Downey Sr. als Autor und Regisseur des gefeierten Indiestreifens „Putney Swope“ von 1969. Darin nimmt er die New Yorker Madison Avenue und ihre Werbefachmänner auf die Schippe, ähnlich wie in der AMC-Serie Mad Men. Auch durch „Pound“ von 1970 und „Greaser's Palace“ von 1972 bleibt Downey Senior vielen in Erinnerung.

Seinen letzten Filmauftritt hatte er 2011 in der Heist-Komödie „Aushilfsgangster“ (im Original: „Tower Heist“) als Richter Ramos an der Seite von Ben Stiller. Im Kritikerliebling „Boogie Nights“ von Paul Thomas Anderson durfte sich Downey 1997 als Burt verewigen.

Mitte der Achtziger war er außerdem als Regisseur der damaligen Neuauflage von The Twilight Zone beteiligt. Drei Episoden der Mystery-Serie inszenierte er, während man ihn in der Folge „Wordplay“ sogar als Mr. Miller auftreten sehen konnte. In der alten HBO-Comedy „1st & Ten“ legte Downey ebenfalls einige Gastauftritte hin.

Sein Sohn Robert Downey Jr. schreibt: „RIP Bob D. Sr. 1936-2021... Letzte Nacht ist Dad friedlich im Schlaf eingeschlafen, nachdem er jahrelang die Verwüstungen von Parkinson ertragen hatte. (...) Er war ein echter Einzelgänger-Filmemacher und blieb die ganze Zeit über bemerkenswert optimistisch... Nach den Berechnungen meiner Stiefmutter waren sie etwas mehr als 2000 Jahre glücklich verheiratet. Rosemary Rogers-Downey, du bist eine Heilige und unsere Gedanken und Gebete sind bei dir.

Markie Post - 7. August

Markie Post ist tot. Mit 70 Jahren starb die US-Schauspielerin in Los Angeles. Die Rolle ihres Lebens war die der Anwältin Christine Sullivan in der NBC-Sitcom „Night Court“ (aka „Harrys wundersames Strafgericht“), die von 1984 bis 1992 lief. Auch in der CBS-Comedy „Hearts Afire“ (aka „Küß' mich, John“) war sie zwischen 1992 und 1995 dabei.

In jüngerer Zeit trat Post zum Beispiel auch in Serien wie Scrubs, Chicago PD, Santa Clarita Diet und The Kids Are Alright auf. Ihren letzten Auftritt vor der Kamera hatte sie 2019 in Netflix' Soundtrack. In 30 Rock konnte sie einst sogar sich selbst spielen. Damals war auch ihr „Night Court“-Kollege Harry Anderson dabei und die beiden inszenierten eine kleine Hochzeit ihrer Charaktere.

Weitere Serienklassiker, in denen sich Post verewigen konnte, sind etwa „Hart to Hart“, „Simon & Simon“, „The Love Boat“, Cheers, „Fantasy Island“ und „The A-Team“, genauso wie „Ein Colt für alle Fälle“. Dort war sie als Terri Michaels zu sehen.

Die Verstorbene hinterlässt ihren Ehemann Michael A. Ross und zwei erwachsene Töchter. Ihre Familie schrieb in einem Statement, wie stolz sie auf Markie Post gewesen seien. „Eine Person, die aufwendige Torten für Freunde backte, Vorhänge für erste Wohnungen nähte und uns zeigte, wie man in einer oft rauen Welt freundlich, liebevoll und verzeihend bleibt.

Via Twitter gedachte auch Chicago PD-Star Sophia Bush ihrer verstorbenen Kollegin. „Mein Herz ist einfach gebrochen“, schrieb Bush. Auch die Schauspiellegende Ed Asner äußerte sich zu Posts Tod: „Ich bin am Boden zerstört, vom Ableben meiner Freundin Markie Post zu hören. Sie war ein wahres Talent.

Als Todesursache wird eine langjährige Krebserkrankung angegeben. Asner schloss seinen Post daher mit: „F&@k cancer!

Una Stubbs - 12. August

Die britische Schauspielerin Una Stubbs ist im Alter von 84 Jahren im Beisein ihrer Familie gestorben. Sie war Serienjunkies vor allem aus ihrer Rolle als Mrs. Hudson in der UK-Erfolgsserie Sherlock bekannt. Aber auch Abseits davon kann man bei ihr auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken.

Sie erlangte erstmals in den 1960ern Bekanntheit als sie in Filmen wie dem Musical „Summer Holiday“ an der Seite von Sir Cliff Richard zu sehen war und in Serien wie „Till Death Us Do Part“ und deren Nachfolgern „Till Death...“ und „In Sickness and in Health“ mitspielte. Ihre Karriere begann sie dabei zunächst als Tänzerin bevor sie zu einer der beliebtesten Leinwand- und TV-Stars Großbritanniens aufstieg und es auch blieb. Weitere nennenswerte Rollen hatte sie in den Kinderserien „Worzel Gummidge“ und „The Worst Witch“ sowie später in der Soap „EastEnders“.

Laut ihrer Agentur war sie bereits Monate vor ihrem Tod erkrankt. Ihre Agentin Rebecca Blond, welche sie über 20 Jahre repräsentierte, sprach in einem Statement über sie: „Wir sind nicht nur unglaublich traurig eine wundervolle Schauspielerin mit einer Bildschirm- und Bühnenkarriere von über 50 Jahren zu verlieren, sie war für mich auch eine wirklich witzige, elegante, stilvolle, großzügige und liebenswürdige Freundin. Sie war außerdem natürlich eine hoch respektierte und renommierte Künstlerin.

Francis Mossman - 14. August

Schauspieler Francis Mossman, den man auch Frankie nannte, ist im Alter von 33 Jahren in Sydney gestorben.

Mossman begann seine Karriere in der Seifenoper „Shortland Street“ und weiteren neuseeländischen Formaten, ehe er größere Aufmerksamkeit durch seine Rolle in der Starz-Serie Spartacus erhielt, in der er eine Figur namens Vitus spielte. Zuletzt hatte er eine zentrale Rolle im australischen Schwulendrama „The Horizon“.

Mit einer GoFundMe-Kampagne gelang es seinen Brüdern Laurence und Jeremy, genügend Geld aufzubringen, um die Leiche von Australien nach Neuseeland transportieren zu lassen. Auf der Seite zum Crowdfunding schreiben sie:

Mit schwerem Herzen und viel Traurigkeit erfuhren wir von Francis' Ableben am vergangenen Samstag, den 14. August in Sydney, Australien. Francis war eine energiegeladene Naturgewalt und ein von uns sehr geliebter Bruder und Sohn. Er war ein respektiertes Mitglied der Schauspielgemeinde und fand eine unterstützende Familiengemeinschaft in Sydney. Sein Lächeln und seine energetische Präsenz werden vermisst werden von allen, die das Glück hatten, ihn zu kennen.

Sonny Chiba - 19. August

Der japanische Schauspieler und Martial-Arts-Star Sonny Chiba ist im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in der Nähe von Tokio gestorben. Der Grund sei ein schwerer Verlauf infolge einer COVID-19-Erkrankung gewesen.

Chiba wurde 1939 als Shin'ichi Chiba in Fukuoka auf der japanischen Insel Kyushu geboren, wo er schon als Teenager Erfolge als Gymnastiksportler feierte, eher er sich dem Kampfsport zuwendete, Mitte der 60er Jahre seinen schwarzen Gürtel in Karate verdiente und auch andere Disziplinen wie Judo und Kendo meisterte. Nach ersten Filmerfolgen wie „The Streetfighter“ und „Shadow Warriors“ in den 70s erhielt er darüber hinaus den heute berühmten Spitznamen Sonny Chiba, mit dem er auch international zu einem der angesehensten Actionstars avancierte. Besonders in Filmen von Regisseur Kinji Fukasaku („Overkill - Durch die Hölle zur Ewigkeit“, „Die Legende von den acht Samurai“, „Sternenkrieg im Weltall“) bewies er immer wieder, dass er nicht nur durch seine beeindruckenden Kampfsport-Skills, sondern vor allem auch mit seinem unerschöpflichen Charisma umzuwerfen wusste.

Das erkannte auch US-Regisseur Quentin Tarantino, der Chiba für seine Asia-Filmhommage „Kill Bill - Volume 1“ besetzte, was ihm Anfang der 2000er erneut zu größerer internationaler Aufmerksamkeit verhalf.

Michael Nader - 23. August

1945 in St. Louis geboren, starb Michael Nader dieses Jahr mit 76 Jahren in Nordkalifornien. Der Schauspieler litt an einer unheilbaren Krebserkrankung und schied an der Seite seiner Frau Jodi Lister und seines Hundes Storm aus dem Leben.

In einem Statement schrieb Naders Witwe: „Schweren Herzens teile ich die Nachricht vom Tod meines geliebten Michael mit. Wir hatten 18 wundervolle Jahre zusammen mit den vielen Hunden, die wir gepflegt und adoptiert haben. Vor kurzem war Michael so begeistert, während der virtuellen Veranstaltung von Emma Samms wieder mit seinen Freunden aus dem Ensemble von 'Dynasty' in Kontakt zu treten, um Spenden für die Long-Covid-Forschung zu sammeln. Er war ein wunderbarer und faszinierender Mann mit vielen Talenten und Fähigkeiten. Ich werde ihn für immer vermissen.

Weltberühmt bleibt Nader als Dex Dexter in der Primetime-Seifenoper „Der Denver-Clan“ (im Original: Dynasty), in der er von 1983 bis 1989 mitspielte. Denkwürdig war vor allem Dex' Affäre mit Alexis Carrington (Joan Collins), wobei der Charakter später noch die eine oder andere zusätzliche Liaison hatte. In „All My Children“ war Nader von 1991 bis 2001 derweil als Dimitri Marick zu sehen. Auch diese Figur galt als Held der Damenwelt.

Das letzte Mal vor der Kamera stand der Schauspieler 2013 für eine Reunion von „All My Children“. Weitere Serienauftritte hatte Nader in Cold Case, Law & Order: Special Victims Unit, der alten „Flash“-Serie, „Magnum“ und „Gidget“.

Ed Asner - 29. August

Rekord-Emmy-Gewinner Ed Asner starb im August in Los Angeles. Selbst mit 91 Jahren stand Asner bis vor Kurzem noch vor der Kamera, wodurch sein letzter Auftritt erst diesen August bei der Netflix-Dramedy Grace and Frankie zustande kam. Außerdem war er im vergangen Jahr in den Serien Cobra Kai, Briarpatch und Central Park zu sehen und zu hören.

Seine berühmteste TV-Rolle bleibt jedoch die des Fernsehjournalisten Lou Grant in „The Mary Tyler Moore Show“, die er 1970 antrat. Schon damals war Asners Markenzeichen sein schroffer Charme, wodurch er sich auch bestens mit der immer fröhlichen Mary Tyler Moore ergänzt hatte (sie starb schon 2017). Sieben Staffeln lang blieb das Duo so auf Sendung. Dreimal hintereinander gewann Asner den Emmy als bester Nebendarsteller in einer Comedyserie. Von 1977 bis 1982 setzte er außerdem noch einen drauf mit seiner eigenen Spin-off-Serie „Lou Grant“, für die er ebenfalls zwei Emmys gewann.

Weitere zwei Emmys - immerhin die wichtigste Fernsehauszeichnung Amerikas - gewann Asner für seine Teilnahme an den Miniserien „Roots“ und „Rich Man, Poor Man“. Mit insgesamt sieben Emmy Awards hat er einen Rekord aufgestellt, kein anderer Schauspieler gewann mehr Trophäen. Auch in den Achtzigern und Neunzigern konnte Asner weitere Serienerfolge feiern, so führte er „The Bronx Zoo“ bei NBC und „Thunder Alley“ bei ABC an.

In jüngerer Vergangenheit beehrte er Formate wie Emergency Room, The X-Files, Curb Your Enthusiasm, Hawaii Five-0, The Good Wife, Modern Family und zuletzt Grace and Frankie. Angefangen hatte seine Karriere auf der Bühne, bevor er seine ersten TV-Rollen bei „The Outer Limits“, „Mission: Impossible“ und „Route 66“ sammelte. Eine unfassbare Laufbahn, in der er die Herzen von Millionen Fans erobern konnte.

Mit dem Pixar-Streifen „Oben“ setzte sich Asner wahrscheinlich ein weiteres Denkmal, denn der Animationsfilm von 2009, in dem er dem alten Witwer Carl Fredricksen seine Stimme lieh, gilt längst als moderner Klassiker.

Via Twitter bestätigte Asners Familie den Tod des Schauspielers über dessen eigenen Account: „Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass unser geliebter Patriarch heute Morgen friedlich verstorben ist. Worte können die Traurigkeit, die wir empfinden, nicht ausdrücken. Mit einem Kuss auf den Kopf: Gute Nacht, Papa. Wir lieben dich.

Michael K. Williams - 6. September

Der fünffach Emmy-nominierte Schauspieler, bekannt durch Serien wie The Wire, Boardwalk Empire und Lovecraft Country, starb dieses Jahr mit nur 54 Jahren. Erst vor seinem Tod unterschrieb er noch für einen neuen Kinofilm über den Boxchampion George Foreman, in dem er dessen Trainer und Mentor Doc Broadus spielen sollte.

Seinen letzten Serienauftritt hatte Michael K. Williams vor einem Jahr in der HBO-Serie Lovecraft Country, wo er als Montrose Freeman mit von der Partie war. Die Rolle seines Lebens wird aber die des Omar Little im Drogendrama The Wire bleiben, die einst sogar Barack Obama als seine Lieblingsserienfigur aller Zeiten nannte. Von 2002 bis 2008 trat Williams in 41 Episoden auf. Weitere HBO-Rollen hatte er als Chalky White in Boardwalk Empire und als Freddy Knight in The Night Of. 2019 wirkte er zudem in der viel diskutierten Netflix-Miniserie When They See Us als Bobby McCray mit.

Bei Hap and Leonard war Williams als Titelcharakter Leonard Pine dabei, bei When We Rise spielte er den Ken Jones. Und in der NBC-Comedy Community werden ihn einige noch als Dr. Marshall Kane erinnern.

Zu seinen größten Filmauftritten zählen „The Road“, „Inherent Vice“, „Gone Baby Gone“, „12 Years a Slave“ und „The Gambler“.

Häufig spielte Williams Figuren, die schwul waren - allen voran sein Omar Little. Sein besonderes Erkennungsmerkmal war die Narbe, die durch sein Gesicht lief, welche er sich mit 25 Jahren bei einem Kneipenkampf zuzog.

Geboren wurde Michael K. Williams am 22. November 1966 in New York, wo er im September auch starb. Bei den diesjährigen Emmy Awards war der Schauspieler für seine Nebenrolle in Lovecraft Country nominiert.

Jean-Paul Belmondo - 6. September

Der französische Film- und Theaterschauspieler Jean-Paul Belmondo ist im September im Alter von 88 Jahren in seinem Zuhause in Paris gestorben.

Belmondo war eines der Gesichter der französischen Nouvelle-Vague-Filmbewegung und arbeitete ab Ende der 1950er Jahre mit dem Regisseur Jean-Luc Godard zusammen. Vor dessen Kamera stand er beispielsweise für den Ganovenfilm „Außer Atem“ („A bout de souffle“) oder für die Musikkomödie „Eine Frau ist eine Frau“ („Une Femme est une Femme“).

Während er sich sowohl für den europäischen Kunst- als auch Genrefilm einsetzte, widerstand er stets dem Rufe Hollywoods. Stattdessen fing er in den 70ern an, mit seiner Produktionsfirma Cerito Films selbst zu produzieren. So entstanden Filme wie die schwarze Komödie „Die Bulldogge“ („Docteur Popaul“) oder das humorvolle Actionabenteuer „Ein irrer Typ“ („L'animal“).

Seine letzte Filmrolle hatte Belmondo 2009 in „Ein Mann und sein Hund“ („Un homme et son chien“) von Francis Huster, doch auch seiner zweiten Liebe, dem Theater, blieb er ab Ende der 80er als Schauspieler treu.

Ben Best - 12 September

Traurige Nachrichten für Fans von Eastbound & Down: Ben Best, der ein Drittel des Serienschöpfertrios ausmachte und zudem die wiederkehrende Nebenrolle Clegg in Staffel eins spielte, ist mit 46 Jahren gestorben.

Schweren Herzens verabschieden wir uns von unserem guten Kumpel Ben Best. Wir haben ihn am Tag vor seinem 47. Geburtstag verloren“, schrieb das Label via Instagram. „Ein verdammt guter Freund und eine kreative Kraft. Er hat uns inspiriert und zum Lachen gebracht. Charmant und urkomisch. Viel zu früh gegangen. Wir lieben und vermissen dich.

Best schuf Eastbound & Down, das von 2009 bis 2013 vier Staffeln lang bei HBO auf Sendung war, zusammen mit dem Hauptdarsteller Danny McBride und mit seinem Autorenkollegen Jody Hill. Bests Charakter Clegg war in der Serie ein alter Freund des Protagonisten Kenny Powers (McBride), der einst selbst als Baseball-Profi tätig war.

Das Trio Best, McBride und Hill brachte 2006 schon die Kultkomödie „The Foot Fist Way“ zustande. Best schrieb 2011 außerdem den Stoner-Streifen „Your Highness - Schwerter, Joints und scharfe Bräute“ mit McBride, James Franco und Natalie Portman.

Als Darsteller hatte Best kleinere Auftritte in Filmen wie „Love Vegas“, „Die fast vergessene Welt“, „Shopping-Center King - Hier gilt mein Gesetz“ und „Superbad“. Seth Rogen, der Star des letztgenannten Filmes, trauerte via Twitter um den Verstorbenen: „Ich fühle mich geehrt, dass ich mit ihm zusammenarbeiten durfte. Und noch mehr, dass ich mit ihm abhängen und einfach in seiner Gesellschaft sein konnte.

Norm Macdonald - 14. September

Norm Macdonald ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Er ist einem Krebsleiden erlegen, das er privat gehalten hatte. Die Krankheit hatte er seit fast zehn Jahren bekämpft.

In den USA kannte man ihn vor allem als Anchor des „Weekend Updates“ in der Sketch-Comedy-Institution „Saturday Night Live“, wo er von 1993 bis 1998 zu sehen war. Dort hat er beispielsweise auch Burt Reynolds gespielt, der eine Nemesis für Will Ferrells Version von Alex Trebek in „Celebrity Jeopardy!“ war. Im Serienbereich könnte man ihn als Blob Yaphit in The Orville gesehen haben, aber auch in The Middle war er in einer wiederkehrenden Gastrolle als Rusty Heck involviert. Macdonald nahm als Teilnehmer in der Castingshow „Star Search“ im Jahr 1990 Teil. Zudem war er Teil des Autorenteams von Roseanne während der TV-Season 1992-93. Für Netflix hat er die Talkshow „Norm Macdonald Has a Show“ moderiert.

Im Kino erschien er in „Dirty Work“, sowie in den Adam Sandler-Filmen „Billy Madison“, „Grown Ups“, „Jack and Jill“ und „The Ridiculous 6“. In US-Late-Night-Shows war er ebenfalls ein gern gebuchter Gast, so er schien er 24 Mal in „The Late Show With David Letterman“ und 25 Mal in Formaten von und mit Conan O'Brien. Beide Late-Night-Größen haben Trauer-Tweets zu seinem Ablegen veröffentlicht.

Produktionspartnerin und Freundin Lori Jo Hoekstra sagte zu seinem privaten Kampf gegenüber Deadline: „Er war sehr stolz auf seine Comedy. Er wollte nie, das seine Diagnose auf irgendeine Weise sein Publikum oder seine Liebsten beeinflusst. Norm war ein reines Comedy-Genie. Er hat einst geschrieben, dass ein Gag jemanden überraschend erwischen sollte, er sollte nie anbiedern. Er hat sich nie angebiedert. Norm wird schrecklich vermisst werden.

Ein Spracher von SNL gab folgendes Statement ab: „Heute ist ein trauriger Tag. Alle hier bei SNL betrauern den Verlust von Norm Macdonald, eine der einflussreichsten komischen Stimmen einer jeden Generation. Er gibt viele Dinge, die wir an Norm vermissen werden - von seiner nicht abweichenden Integrität über seiner Großzügigkeit bis hin zu seiner ständigen Fähigkeit zu überraschen. Aber am wichtigten, er weiß einfach sehr witzig. Niemand war so witzig wie Norm.

Willie Garson - 21. September

Der Schauspieler Willie Garson starb mit nur 57 Jahren an Krebs. Seine Karriere vor den Kameras umfasste vier Jahrzehnte. Am prägendsten bleiben vor allem zwei Rollen: die des Tricksers Mozzie in White Collar, der Komplize von Neal Caffrey (Matt Bomer), und die des Stanford in Sex and the City, der schwule beste Freund der Carrie (Sarah Jessica Parker).

Garson war Absolvent der renommierten Schauspielschule von Yale. Seine ersten Fernsehrollen hatte er in den Achtzigern in Sitcoms wie „Familienbande“, Cheers und „Mr. Belvedere“. Bis in die Neunziger war er auch in „Das Leben und Ich“, The X-Files und NYPD Blue zu sehen. In der kurzlebigen HBO-Serie John From Cincinnati von 2007 spielte Garson eine feste Nebenrolle. Bei Hawaii Five-0 erweckte er viele Jahre später den wiederkehrenden Charakter Gerard Hirsch zum Leben. Zuletzt vor der Kamera stand er vor einem Jahr bei Supergirl.

Wobei nicht ganz klar ist, wie weit seine Beteiligung am Sex and the City-Revival And Just Like That... fortgeschritten war. Klar ist nur, dass Garson als Stanford wieder mit dabei sein sollte. Es bleibt abzuwarten, ob einige Szenen vielleicht schon gedreht wurden, sodass Garson posthum auftreten könnte.

Via Instagram war vor allem Garsons „White Collar“-Kollege Matt Bomer schnell zur Stelle, um einen bewegenden Nachruf auf den Verstorbenen zu schreiben. Darin verspricht Bomer Garson unter anderem, ein Auge auf seinen Adoptivsohn zu haben.

Willie, ich verstehe es nicht. Und es ist nicht gerecht“, beginnt Bomer seinen Nachruf. „Im letzten Jahr hast du mir so viel über Mut, Widerstandskraft und Liebe beigebracht. Ich kann mir eine Welt ohne dich noch gar nicht vorstellen - in der ich dich nicht anrufen kann, wenn ich lachen oder mich inspirieren lassen will.

Abschließend schrieb Bomer über seinen verstorbenen Freund und Kollegen: „Ich liebe dich für immer, Willie Garson. Du lebst in unseren Herzen und Gedanken weiter. Und deine 'White Collar'-Familie ist immer für Nathen da. Reservier mir schon mal einen Platz, denn du weißt, dass ich da oben an deinem Tisch sitzen möchte.

Granville Adams - 10. Oktober

Gute Nacht, süßer Prinz und mögen Engelsscharen dich zur Ruhe singen“, schrieb der Oz-Schöpfer Tom Fontana via Instagram - und meint damit den Schauspieler Granville Adams, der im Alter von nur 58 Jahren gestorben ist. Adams spielte in der HBO-Serie von 1997 bis 2003 den Charakter Zahir Arif. Der Schauspieler erlag einer langjährigen Krebserkrankung, für deren Behandlung Fontana sowie der frühere Serienstar Dean Winters eine GoFundMe-Kampagne gestartet hatten. Statt des gesetzten Ziels von 69.500 Dollar wurden ganze 99.800 Dollar gesammelt.

Fontana schrieb dazu im Januar: „Wie viele von euch wissen, wurde bei unserem Freund und Bruder Granville Adams Krebs diagnostiziert. In nur wenigen Monaten sind die Arztrechnungen in astronomische Höhen gestiegen. Er muss nicht nur gegen diese rücksichtslose Krankheit ankämpfen, sondern muss auch die Krankenhausrechnungen abwehren, die die Krankenkasse nicht bezahlen will. Allein in diesem Quartal haben sich die unbezahlten Rechnungen auf 69.550 US-Dollar angehäuft. Wir wollen uns versammeln und Granville unsere Liebe zeigen, indem wir die Rechnungen dieses Quartals begleichen und Granville konkrete Unterstützung in seinem Kampf gegen diese bösartige Krankheit geben.

Auch Winters gedachte dem Verstorbenen: „Ich habe Granny erstmals 1992 getroffen und war sofort hin und weg. Sein Lächeln war ansteckend, sein Lachen war berauschend. Er hat nie, nie schlecht über jemanden gesprochen und ich trotze jedem, der ihn kannte, etwas Negatives über diesen Mann zu sagen. Granville war geliebt, Punkt... Eine bescheidene, schöne Seele, die gerade das Leben nach dem Tod auf eine ganz neue Ebene gehoben hat. Du wirst vermisst mein Freund.

Kirk Acevedo schrieb bei Twitter: „Ich habe heute meinen Bruder nach einem langen Kampf gegen den Krebs verloren. Ich komme mit Verlusten nicht gut zurecht, weil ich damit nicht vertraut bin. Yo Granny, wir werden es eines Tages auf der anderen Seite zerhacken. Bis dahin... Ruhe in Frieden, mein Freund.

Adams trat beim Gefängnisdrama Oz in insgesamt 48 Episoden auf. Sein Charakter machte hinter Gittern eine beeindruckende Wandlung vom Saulus zum Paulus durch. In der Serie Homicide: Life on the Street war der Schauspieler außerdem von 1996 bis 1999 als Officer Jeff Westby zu sehen.

William Lucking - 18. Oktober

Schauspieler William Lucking ist am 18. Oktober in Las Vegas verstorben. Er wurde 80 Jahre alt.

Lucking spielte schon zu Beginn seiner Karriere, lange vor seiner Rolle als Piney Winston in Sons of Anarchy, den taffen Biker in „Hell's Belles“ („Die wilden Schläger von Rockers Town“) von 1969. Er wurde aber auch gerne in Rollen von Polizisten, Militärmännern und Cowboys besetzt. So spielte er auch den Army Colonel Lynch in der 80er Serie „The A-Team“ und mehrere Ermittler in Krimiserien wie „Murder She Wrote“ („Mord ist ihr Hobby“). Darüber hinaus war er neben unzähligen Gast- und Nebenrollen als außerirdischer Widerstandskämpfer in Star Trek: Deep Space Nine und als Aliensklavenhändler in Star Trek: Enterprise zu sehen, als Mitbegründer des Santa Paula Theater Center aber auch in der Theaterwelt zu Hause. Seine letzte Bildschirmrolle hatte er 2014 in zwei Folgen der Serie Murder in the First.

Seine Witwe Sigrid Lucking schreibt in ihrem Nachruf: „Während William oft die Taffen und Harten spielte, war er im wahren Leben ein eleganter Mann mit brillantem Intellekt, der es liebte, über Politik und aktuelle Themen zu reden, (über) Philosophie und Physik zu diskutieren und ebenso differenzierte Aussagen über Kunst und Poesie zu treffen.

Lucking hinterlässt seine Frau, zwei Töchter und Enkel.

Peter Scolari - 22. Oktober

US-Schauspieler Peter Scolari verstarb im Oktober im Alter von 66 Jahren. Wie TVLine bestätigen konnte, erlag er einer Krebserkrankung.

Eine seiner ersten Serienrollen hatte Scolari an der Seite von Tom Hanks in der NBC-Sitcom „Bosom Buddies“, die Anfang der 80er Jahre lief. Danach ging es im Hauptcast von „Newhart“, der Comedy von und mit Bob Newhart auf CBS weiter, wo er den TV-Produzenten Michael Harris spielte und dafür dreimal für den Emmy nominiert wurde. Erhalten würde er einen der begehrten Preise aber erst viel später für seine Vaterrolle in Lena Dunhams HBO-Komödie Girls.

Auf Instagram schrieb seine Serientochter: „Der schüchternste Extrovertierte, der dramatischste Comedian, die bescheidenste Ikone. Du hast genug gelebt um zu wissen, dass eine TV-Serie nur eine TV-Serie ist, es aber zu schätzen gewusst, was es bedeutet, für seinen Lebensunterhalt spielen zu dürfen - und du hast uns nie vergessen lassen, dass dieser Job ein Privileg ist. (...) Danke, Scolari, für jede Unterhaltung zwischen Set-ups, jede Umarmung auf und jenseits des Bildschirms und jedes 'Oh, Jeez'. Wir werden dich sehr vermissen.

Dramatisch konnte Scolari sein Können in Serien wie Evil und Lisey's Story unter Beweis stellen. Darüber hinaus war er in Filmen wie „That Thing You Do!“ (wieder mit Hanks) zu sehen und war auch auf dem Broadway zu Hause, wo er in Musicals wie „Wicked“ oder „Hairspray“ mitspielte. Er hinterlässt seine Frau Tracy Shayne und vier Kinder.

James Michael Tyler - 24. Oktober

Schon im September 2018 war bei James Michael Tyler Prostatakrebs diagnostiziert worden, der sich bereits auf seine Knochen und schließlich auf die Wirbelsäule ausgebreitet hatte. Zur Hochphase der Corona-Krise im Jahr 2020 verschlimmerte sich der Zustand des Schauspielers; bald litt er an einer Lähmung von der Hüfte abwärts. Bei der Friends-Reunion im Mai konnte der Gunther-Darsteller nur virtuell teilnehmen. Seine Krankheit machte er aber erst im Sommer bekannt (wir berichteten). Im Oktober starb Tyler nun mit 59 Jahren.

In insgesamt 148 Episoden trat sein Gunther auf. Bis zum Serienfinale im Jahr 2004 blieb James Michael Tyler an Bord. Später sah man den Schauspieler noch in kleineren Rollen bei Just Shoot Me, Sabrina, the Teenage Witch und Scrubs. Außerdem war er neben Matt LeBlanc in Episodes zu sehen.

Die Angehörigen des Verstorbenen schrieben in einem Statement: „Die Welt kannte ihn als Gunther - den siebten der 'Friends' -, aber (wir) kannten ihn als Schauspieler, Musiker, Verfechter der Krebsaufklärung und als liebevollen Ehemann. Michael liebte Live-Musik, feuerte seine Clemson Tigers an und fand sich oft in lustigen und ungeplanten Abenteuern wieder. Wenn du ihn einmal getroffen hast, hast du einen Freund fürs Leben gefunden.

Die Friends-Schöpfer Marta Kauffman und David Crane gedachten dem Gunther-Star wie folgt: „James war ein wirklich freundlicher, süßer Mann. Als er als Statist bei 'Friends' anfing, fiel uns sein einzigartiger Geist auf und wir wussten, dass wir ihn zu einem Charakter machen mussten. Er machte Gunthers unerwiderte Liebe unglaublich zuordenbar. Unser Herz gilt seiner Frau Jennifer Carno.

Jennifer Aniston teilte bei Instagram die Szene, in der Gunther ihrer Figur Rachel seine Liebe gesteht. Dazu schreibt die Schauspielerin im Gedenken an ihren Kollegen: „'Friends' wäre ohne dich nicht dasselbe gewesen. Vielen Dank für das Lachen, das du in die Serie und in unser aller Leben gebracht hast. Du wirst so vermisst.

Der letzte Wunsch von James Michael Tyler war es, seinen 59. Geburtstag feiern zu können, den er sich am 28. Mai erfüllen konnte. Außerdem wollte er noch ein Leben retten, indem er die Fans von Friends dazu aufrief, regelmäßig zur Krebsvorsorge zu gehen...

Dean Stockwell - 7. November

Dean Stockwell ist im November im Alter von 85 Jahren gestorben. Der US-amerikanische Schauspieler verstarb friedlich und an natürlichen Ursachen bei sich zu Hause.

Als gebürtiger Hollywood-Bewohner stand Stockwell bereits mit sieben Jahren auf der Bühne und wurde zum Kinderstar, der auf dem Broadway oder in Filmen wie „Anchors Aweigh“ („Urlaub in Hollywood“) mit Frank Sinatra und Gene Kelly von 1945 zu sehen war. Als junger Erwachsener spielte er sowohl in der Bühnen- als auch Filmversion von „Compulsion“ („Der Zwang zum Bösen“) mit, was ihm seinen ersten Preis in Cannes einbrachte. Den zweiten erhielt er für „Long Day's Journey into Night“ („Eines langen Tages Reise in die Nacht“). Über seinen Freund Harry Dean Stanton kam er danach an eine Rolle in Wim Wenders Film „Paris, Texas“, was wiederum zu seinem unvergessenen Auftritt als höflicher, Playback-singender Gangster in David Lynchs „Blue Velvet“ führte.

Nachdem Stockwell dann auch noch in Lynchs „Dune“-Verfilmung mitwirkte, folgte eine weitere Science-Fiction-Rolle, für die Serienjunkies ihn bis heute nicht vergessen haben: an der Seite von Scott Bakula spielte er in der Serie „Quantum Leap“ („Zurück in die Vergangenheit“) mit, wo er der durch Raum, Zeit und Körper springenden Titelfigur in holographischer Gestalt zur Seite steht. Vier Emmy-Nominierungen und einen Golden Globe erhielt er für den Part des assistierenden Al.

Nach unzähligen Gastrollen in weiteren Serien und einem umfangreicheren Zwischenstopp in JAG kehrte Stockwell 2006 im Rahmen von Battlestar Galactica im großen Stil zum Sci-Fi zurück. Seine letzte Serienrolle hatte er 2014 in einer Folge von NCIS: New Orleans, wo er erneut mit Bakula vor der Kamera stand, seine letzte Filmrolle hatte er als Handlanger im 2015 veröffentlichten Comedyfilm „Entertainment“.

Dean Stockwell hinterlässt seine Ehefrau Joy Stockwell und zwei Kinder.

Jerry Douglas - 9. November

Das Gesicht von Jerry Douglas war mehr als 30 Jahre lang eine feste Konstante im US-Fernsehen. Nun starb der Schauspieler nach kurzer Krankheit im Alter von 88 Jahren kurz vor seinem 89. Geburtstag.

Unvergessen bleibt der Schauspieler durch seine Paraderolle in der CBS-Soap „The Young & the Restless“ (hierzulande bekannt als „Schatten der Leidenschaft“). Seit 1973 ist das Erfolgsformat auf Sendung und hat bereits 49 Staffeln zustande gebracht, was mehr als 12.000 Episoden entspricht.

Douglas hatte sein Debüt im Jahr 1982, als er als Jabot-Cosmetics-Chairman John Abbott auftrat. Als der Charakter des Kosmetikunternehmers John im Jahr 2006 starb, blieb der Darsteller dennoch als Geist der Figur im Ensemble. Und er spielte mit Alistair Wallingford sogar nochmal eine ganz neue Rolle. Seinen allerletzten Auftritt hatte Douglas schließlich im Jahr 2016. Insgesamt stehen 864 Folgen für ihn zubuche.

Weitere TV-Rollen fand Douglas bei „Mannix“, „Police Woman“, „Mission: Impossible“ (der früheren Serie zur späteren Filmreihe mit Tom Cruise), „The Rockford Files“, Cold Case, Melrose Place, Crash und Arrested Development. Im Filmbereich ließ er sich beispielsweise im Oliver-Stone-Streifen „JFK“ blicken.

Douglas hinterlässt eine Ehefrau, mit der er 37 Jahre lang verheiratet war, zwei Kinder sowie zwei Ekelkinder.

Heath Freeman - 13. November

Schauspieler Heath Freeman ist dieses Jahr im Alter von 41 Jahren gestorben. Reality-Star Shanna Moakler schreib online, es sei bei sich zu Hause in Austin, Texas im Schlaf geschehen.

Freeman war Serienjunkies vor allem als Serienkiller Howard Epps aus der FOX-Krimiserie Bones bekannt. Darüber hinaus spielte er seit Anfang der 2001er in Formaten wie Emergency Room, NCIS, The Closer und Raising The Bar mit.

Im Statement seines Managers hieß es: „Wir sind wahrlich niedergeschlagen durch den Verlust unseres geliebten Heath Freeman. Als brillantes menschliches Wesen mit einem intensiven und gefühlvollen Geist hinterlässt er einen bleibenden Eindruck in unseren Herzen. Sein Leben war voller Loyalität, Liebe und Großzügigkeit gegenüber Familie und Freunden sowie einer unglaublichen Lust für das Leben. Er war extrem Stolz auf seine jüngste Filmarbeit und freute sich auf das nächste Kapitel in seiner Karriere. Sein bemerkenswertes Vermächtnis als Sohn, Bruder, Onkel, Freund, unglaublich talentierter Schauspieler und Produzent, begnadeter Koch und Mann mit dem ansteckendsten und spektakulärsten Lachen wird für immer weiterleben. Möge seine Erinnerung ein Segen für alle sein, die ihn kannten und liebten.

Anne Rice - 11. Dezember

Anne Rice ist tot. Ihr Sohn Christopher Rice, selbst ein erfolgreicher Autor, gab die traurige Nachricht über ihren eigenen Facebook-Account bekannt. Als Todesursache nannte er Komplikationen nach einem Schlaganfall. Rice war 80 Jahre alt. Ihr berühmtestes Werk, „The Vampire Chronicles“, wurde weltweit mehr als 150 Millionen Mal verkauft. Auch für die filmische Adaption „Interview mit einem Vampir“ von 1994 schrieb sie das Drehbuch.

Das Ausmaß der Trauer meiner Familie kann nicht überschätzt werden“, schreibt der Angehörige der Verstorbenen. „Als Mutter gab sie mir unendlich viel Unterstützung - so brachte mir bei, meine Träume zu verfolgen, Gewöhnlichkeit abzulehnen und die dunklen Stimmen der Angst und des Selbstzweifels zu bekämpfen.

Geboren wurde Anne Rice 1941 in New Orleans. Ihr Weg zur erfolgreichen Schriftstellerin war alles andere als eben. Als ihr „Interview mit einem Vampir“ 1976 erschien, stieß das Buch als gemischte Kritiken. Rice schrieb die Geschichte, als sie um ihre Tochter trauerte, die im jungen Alter starb. Inzwischen gilt ihr Text als genreprägend für Vampirliteratur. Es entstanden noch elf Fortsetzungen, die kollektiv unter dem Titel „The Vampire Chronicles“ bekannt geworden sind.

Unter dem Pseudonym Anne Rampling schrieb Rice auch erotische Bücher. „Undercover Cops“ (im Original: „Exit to Eden“) wurde 1994 ebenfalls auf die Kinoleinwand gebracht. Und es wurden noch viele andere Arbeiten der Autorin verfilmt. Lediglich vom „Vampire Chronicles“-Ableger „Königin der Verdammten“ aus dem Jahr 2002 distanzierte sie sich streng.

Im Fernsehbereich lieferte Rice beispielsweise die Vorlage zur Showtime-Miniserie „The Feast of All Saints“. Der Kabelsender AMC plant derzeit eine Serie zur dreiteiligen Buchreihe „Lives of the Mayfair Witches“, bei der Christopher Rice als Produzent dabei wäre. Auch an einer Neuauflage von „Interview mit einem Vampir“ arbeitet der Sender. Als Vampir Lestat wird Sam Reid ins Auge gefasst. Ihre Geschichten werden also auch in Zukunft weiterleben...

Jean-Marc Vallee - 25. Dezember

Der kanadische Regisseur Jean-Marc Vallee ist tot. Er starb am Abend des 25. Dezembers mit nur 58 Jahren in seinem privaten Anwesen nahe Quebec City. Serienjunkies kennen ihn für seine Inszenierung der HBO-Dramen Big Little Lies und Sharp Objects. Für die Auftaktstaffel erstgenannten Formates gewann Vallee 2017 einen Emmy Award.

Der Kabelsender schrieb in einem Statement: „Jean-Marc Vallee war ein brillanter, leidenschaftlicher Filmemacher, ein wahrhaft phänomenales Talent, das jede Szene mit einer tiefgründigen, emotionalen Wahrheit durchdrang... Wir sind schockiert über die Nachricht von seinem plötzlichen Tod und sprechen seinen Söhnen Alex und Emile, seiner gesamten Familie und seinem langjährigen Produktionspartner Nathan Ross unser aufrichtiges Mitgefühl aus.

Auch Reese Witherspoon, die mit ihm 2014 erst den Film „Wild“ gemeinsam drehte und schließlich Big Little Lies, äußerte sich zum Tod des Regisseurs: „Mein Herz ist gebrochen. Mein Freund. Ich liebe dich.“ Bei Instagram führte sie ihre Trauer noch weiter aus: „Ich stehe unter Schock. Kompletter und absoluter Schock. Mein Gott, der Tod ist das Schlimmste. Aber ich denke, irgendwie weiß ich, dass du daraus ein großes Abenteuer machen wirst - eines für die Bücher, eines, das ich nicht erwarten kann, zu lesen und zu sehen, wenn meine Zeit gekommen ist. Es macht aber keinen Sinn, Freund. Es macht keinen Sinn. Wenn wir morgen aufwachen, wirst du vielleicht lachen und sagen, dass du nur einen satirischen Kurzfilm gemacht hast. Dass es nicht echt ist.

Neben „Wild“ inszenierte Vallee auch die Filme „Demolition“ mit Jake Gyllenhaal sowie „Dallas Buyers Club“, der 2013 sowohl Matthew McConaughey als auch Jared Leto einen Oscar einbrachte. Der Regisseur selbst war für das AIDS-Drama in der Kategorie „Bester Schnitt“ nominiert. Bis zu seinem unerwarteten Tod arbeitete Vallee für HBO an einer TV-Adaption des Romans „Gorilla and the Bird“ von Zack McDermott.

Betty White - 31. Dezember

Golden Girl Betty White ist am letzten Tag des Jahres in Hollywood eines natürlichen Todes gestorben, wie Reuters und TMZ übereinstimmend berichteten. White verstarb nur wenige Wochen vor ihrem 100. Geburtstag. Serienjunkies auf der ganzen Welt trauern.

Betty White kommt in Oak Park, Illinois, als Tochter einer Hausfrau und eines Vertreters zur Welt. Sie ist griechischer und deutscher Herkunft. Als sie zwei Jahre alt ist, zieht die Familie nach Los Angeles. Ihre Karriere beginnt kurz nach dem Abschluss der Highschool als Model. Als Schauspielerin gibt sie ihr Debüt am Theater, doch ihre Laufbahn wird vom Zweiten Weltkrieg unterbrochen. Während der 1940er Jahre hat sie einige Auftritte in verschiedenen Radio-Shows und bekommt später auch ihre eigene Sendung, „The Betty White Show“.

Betty Whites Karriere

Im Jahr 1949 beginnt Betty White in Al Jarvis täglicher Variete-Show im Fernsehen aufzutreten - „Hollywood on Television“ auf KLAC. Nachdem Jarvis 1952 ausscheidet, übernimmt White als Gastgeberin. Im selben Jahr gründet sie mit dem Autor George Tibbles und dem Produzenten Don Fedderson die Bandy Productions. Eine der ersten Produktionen der Firma ist die Comedyserie „Life with Elisabeth“ (1953-55), in der White die Hauptrolle spielt. Die Serie etabliert White als Schauspielerin und beschert ihr den ersten Emmy. Außerdem ist sie eine der ersten Frauen, die vor und hinter der Kamera die Kontrolle über eine Produktion hat.

Ihre nächste Rolle übernimmt White in der Comedyserie „Date with Angeles“ (1957-58). Daraufhin folgt die erste Rolle auf der großen Leinwand als Senatorin Elizabeth Ames Adams in dem Drama „Sturm über Washington“ (1962). Neben zahlreichen Werbespots und nach verschiedenen Gastrollen in Serien während der 1960er und 1970er Jahre erscheint die Schauspielerin in unzähligen Late Night Talkshows und Gameshows. Im Jahr 1983 erhält die Darstellerin als erste Frau den Daytime Emmy Award in der Kategorie bester Game-Show-Gastgeber für „Just Men!“ auf NBC. Von da an galt sie als First Lady of Game Shows.

Nach einem Gastauftritt in „The Mary Tyler Moore Show“ im Jahr 1973 erhält sie ihre bis dahin bedeutsamste Rolle als die glückliche, aber boshafte Hausfrau Sue Ann Nivens. 1977 folgt ihre eigene Sitcom bei CBS, „The Betty White Show“, die aber nur eine Staffel lang ausgestrahlt wird.

Anschließend ist Betty White in den 1980ern in TV-Spielfilmen und Gastrollen zu sehen, unter anderem in „Love Boat“ (1980-85), „California Clan“ (1988) und „Who's the Boss“ (1985). Eine wiederkehrende Rolle als Ellen Harper Jackson hat sie in der Serie „Mama's Family“ (1983-86), in der sie mit ihrer zukünftigen Kollegin Rue McClanahan Bekanntschaft macht.

Betty White in The Golden Girls

Kurz darauf folgt der große Coup, der Betty White international und generationsübergreifend berühmt macht: Als naive Rose Nylund in der Comedyserie The Golden Girls (1985-1997) erlangt sie ungeahnten Ruhm. Als Rose ist sie vier Mal in Folge für den Golden Globe und sieben Mal für den Emmy nominiert. Mit einem Emmy wird sie für ihre Rolle in der erfolgreichen Serie ausgezeichnet. Nach dem Ausstieg von Beatrice Arthur (Dorothy) spielt White mit Rue McClanahan und Estelle Getty ebenfalls im Spin-off der Serie „The Golden Palace“ (1992-93) mit, das aber nicht an den Erfolg des Originals anknüpfen kann und nach einer Staffel abgesetzt wird.

Nach einer wiederkehrenden Rolle in der Comedy „Bob“ (1993), hat White 1995 eine weitere Hauptrolle in der kurzlebigen Comedy „Maybe This Time“. Ihre bis dahin erst zweite Rolle in einem Kinofilmen mimt die Darstellerin in dem Thriller „Hard Rain“ (1998). Doch danach ist sie des Öfteren auf der Leinwand zu sehen, beispielsweise in dem romantischen Drama „An deiner Seite“ (1999), der Horrorkomödie „Lake Placid“ (1999) oder in der Komödie „Haus über Kopf“ (2003).

Weitere Gastauftritte gibt die Schauspielerin in Serien wie Ally McBeal (1999), „The Ellen Show“ (1999-2002), „My Wife and Kids“ (2004), That '70s Show (2002-2003), Everwood (2003-2004), Joey (2005) und Malcolm in the Middle (2004). Mit ihren Auftritten in „Suddenly Susan“ (1996), „Yes, Dear“ (2002) und The Practice (2004) verdient sich White eine Emmy-Nominierung. Einen weiteren Emmy gewinnt sie 1996 für ihre Gastrolle in der Comedy „The John Larroquette Show“.

In den darauf folgenden Jahren ist der Star auf der Leinwand und auf dem kleinen Bildschirm omnipräsent. Neben den fortwährenden Wiederholungen von „The Golden Girls“ spielt sie in der Seifenoper „Reich und schön“ (OT: „The Bold and the Beautiful“, 2006-2009) und in der erfolgreichen Comedy Boston Legal (2005-2008) eine wiederkehrende Rolle und ist in weiteren zahlreichen Gastrollen in Serien wie in Community (2010) und The Middle (2010), sowie auch in 30 Rock (2009) oder My Name is Earl (2009) zu sehen. Auf der Leinwand erscheint White beispielsweise in der Comedy „Du schon wieder“ (2010) und in der romantischen Komödie „Selbst ist die Braut“ (2009).

2010 übernimmt sie einen Platz im Stammcast der Comedyserie Hot in Cleveland. Nachdem die Serie 2015 beendet wird, schaut die Darstellerin als Gast bei Bones und Young & Hungry (2017) vorbei.

Betty White und der Tierschutz

Betty White hat Millionen von US-Dollar an gemeinnützige Einrichtungen gespendet und war in den USA eine der führenden und engagiertesten Tierschützerinnen. Sie selbst hatte zwei Hunde und eine Katze. Aufgrund ihrer Liebe zu Tieren wollte Betty White eigentlich als Tierpflegerin im Zoo arbeiten. Später erfüllte sich die Schauspielerin ihren Traum und arbeitete 45 Jahre lang mit dem Los Angeles Zoo zusammen.

Betty Whites Privatleben

Im Jahr 1945 heiratete Betty White den Armypiloten Dick Barker, doch die Ehe war nur von kurzer Dauer. Bereits 1947 heiratete sie neu - den Hollywoodagenten Lane Allen. Sechs Jahre später ließen sich die beiden wieder scheiden. Erst 1963 traute sich White erneut und gab dem Kollegen Allen Ludden ihr Ja-Wort. Der Game-Show-Gastgeber musste hart um sie kämpfen und bat zwei Mal um ihre Hand an bevor die Schauspielerin zustimmte. Ihr Ehemann starb 1981 an Magenkrebs, seitdem war White Single. Sie hatte keine Kinder.

Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt Betty White 1995 ihren Stern am Hollywood Walk of Fame.

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