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Der letzte Tango in Paris: Regisseur Bertolucci mit 77 Jahren tot

Der letzte Tango in Paris: Regisseur Bertolucci mit 77 Jahren tot

Der letzte Tango in Paris: Regisseur Bertolucci mit 77 Jahren tot
Bernardo Bertolucci am Filmset von „Der letzte Kaiser“. (c) Artisan Entertainment/Columbia Pictures

Einer der berühmtesten Regisseure Europas ist tot: Bernardo Bertolucci, der Mann hinter Filmen wie Der letzte Tango in Paris, Die Träumer oder Der letzte Kaiser, starb heute Morgen in Rom. 77 Jahre war der Italiener alt geworden.

Sein letzter Tango war also doch nicht in Paris, sondern in Rom, doch der letzte Kaiser war Bernardo Bertolucci tatsächlich. Bis zu seinem Tod galt er als einer der einflussreichsten Regisseure Italiens und Europas. Laut der Tageszeitung La Repubblica starb er mit 77 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Insgesamt gewann der Filmemacher im Lauf seiner langen Karriere zwei Oscars und zwei Golden Globes. Zudem waren ihm der Goldene Löwe bei den Filmfestspielen von Venedig sowie die Goldene Palme in Cannes verliehen worden, beide für sein Lebenswerk. Und auch auf dem Hollywood Walk of Fame durfte er sich mit einem Stern verewigen.

Bertoluccis berühmtestes Werk ist sicherlich „Der letzte Kaiser“ aus dem Jahr 1987. Dieses war es auch, das ihm je einen Academy Award für die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch einbrachte. Die Handlung des historischen Filmes dreht sich um den chinesischen Kaiser Puyi, der bereits als Zweijähriger die Thronfolge antrat und nach drei Jahren wieder abdanken musste. Genauso unvergessen ist aber auch „Der letzte Tango in Paris“ aus dem Jahr 1972, in dem ein alter Marlon Brando mit der jungen Maria Schneider anbandelt. Später sorgte der Streifen für große Empörung, als Schneider zugab, sich im Rahmen der Dreharbeiten „vergewaltigt“ gefühlt zu haben.

Erst 2016 äußerte sich Bertolucci noch einmal zu den Vorwürfen und sprach dabei von einem „lächerlichen Missverständnis“, während Brando, um den es ja eigentlich ging, sich nicht mehr äußern konnte, da er bereits 2004 starb. 2012 erschien mit „Ich und Du“ Bertoluccis letztes Werk. Neun Jahre zuvor hatte er durch „Die Träumer“ der Schauspielerin Eva Green zum Durchbruch verholfen, obwohl der Regisseur sich auch hier die Kritik gefallen lassen musste, dass er in seinem Film hauptsächlich eigene „sexuelle Altherrenfantasien“ ausgelebt hätte.

Seinen ersten Film fertigte Bertolucci bereits mit Anfang Zwanzig an. Sein Titel lautete „La Commare Secca“. Sein zweites Werk, „Vor der Revolution“, brachte ihm 1964 Ärger mit den kommunistischen Kräften in Italien ein, wodurch er vier Jahre lang kein Studio mehr fand. Doch nur acht Jahre später kam dann „Der letzte Tango in Paris“ zustande. Weitere Erfolgsfilme des Regisseurs waren „1900“, „Der große Irrtum“, „Gefühl und Verführung“, „Himmel über der Wüste“ und „Little Buddha“. Darüber hinaus half er Sergio Leone beim Drehbuch von „Spiel mir das Lied vom Tod“.

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