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Kung Fu: Review der Pilotepisode

Kung Fu: Review der Pilotepisode

Kritik der Episode 1x01

Szenenfoto aus der Serie Kung Fu (c) The CW
Szenenfoto aus der Serie Kung Fu (c) The CW

Mit Kung Fu startet bei The CW das Reboot der beliebten Serie mit David Carradine aus den 70er Jahren. Von der Machart und den Tugenden des Vorbilds ist jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Funktioniert die Neuauflage trotzdem?

Nach drei Jahren in einem chinesischen Shaolin-Kloster kehrt Nicky Shen (Olivia Liang) in der Pilotepisode des Reboot Kung Fu zu ihrer amerikanischen Familie nach San Francisco zurück. Sie versucht zunächst, die teilweise angespannten, teilweise noch herzlichen Beziehungen zu ihren Eltern und ihren Geschwistern wieder aufzutauen, doch das gerät in den Hintergrund, als das verschuldete Familienrestaurant in Chinatown von einem lokalen Gangster ins Visier genommen und erpresst wird. Gemeinsam mit ihren Geschwistern trommelt Nicky ein paar mutige Verbündete zusammen und stellt sich den Verbrechern entgegen, wobei sie diese schlagfertig ihr Kampfkunsttraining spüren lässt.

Was geschieht im Auftakt von Kung Fu?

Nickys friedliches Leben im Kloster ist nach einem Überfall, bei dem auch ihre Meisterin (Kheng Hua Tan) getötet wird, abrupt vorbei. Gezwungenermaßen kehrt sie zu ihrer Familie in die USA zurück, die sie nach ihrer damaligen plötzlichen Entscheidung mit gemischten Gefühlen empfangen. Während sie um Versöhnung und Harmonie bemüht ist, was ihr Stück für Stück auch gelingt, lernt sie im chinesischen Gemeindezentrum den jungen Geschichtsexperten Henry (Eddie Liu) kennen, der sie bei ihrer Suche nach der Mörderin, ihrer Meisterin und der Recherche über ein mystisches Schwert unterstützt.

Doch ihr Fokus wird auf dringlichere Ereignisse verschoben, denn Vater Jin (Tzi Ma) landet im Krankenhaus, nachdem Handlanger eines Gangsterbosses in Chinatown ihm ein mit schlagkräftigen Argumenten unterstütztes Ultimatum stellen, die Schulden des Familienrestaurants mit nicht gerade dezenten Verzugszinsen obendrauf zu bezahlen. Nicky schließt sich daraufhin mit ihren Geschwistern, Henry und ihren Exfreund Evan (Gavin Stenhouse) zusammen und spendiert den Kriminellen nicht nur eine ordentliche Abreibung, sie trägt auch noch dazu bei, dass deren krumme Machenschaften ein Ende finden und sie dingfest gemacht werden.

Welchen Eindruck hinterlässt die erste Episode?

Sehr schnell kann man zu der Erkenntnis kommen, dass „Kung Fu“ in vielerlei Hinsicht eine typische The CW-Serie ist: Sie ist den Sehgewohnheiten des eher jüngeren Zielpublikums angepasst und offenbar schätzt man deren Aufmerksamkeitsspanne für Exposition nicht besonders hoch ein, denn Nicky rattert aus dem Off mit ein paar Bildern in wenigen Minuten den Großteil ihrer speziellen dreijährigen Hintergrundgeschichte ab, ehe man zu den tragischen Umständen ihrer Abreise kommt. Auch gibt es inmitten der Dialoge immer wieder einsetzende Popsongs, die ein bekanntes Stilmittel des Senders sind. Die langfristigere Storyline um Nickys ermordete Mentorin im Kontrast zu den Geschehnissen von Episode zu Episode ist ebenfalls ein gewisses CW-Muster (und ein sehr gängiges Drehbuch-Setup), ähnlich wie etwa im kürzlich gestarteten Walker. Darüber hinaus bahnt sich mehr Melodrama an, denn in der ersten Episode wird direkt eine Dreiecksbeziehung zwischen unserer Protagonistin, ihrem neuen Schwarm und ihrem Exfreund angedeutet. Caines (David Carradine) Stil wäre das zumindest sicherlich nicht gewesen.

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Tim Krüger

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