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Klangor: Kritik der polnischen Thrillerserie aus der ARD-Mediathek zum Streamen

Klangor: Kritik der polnischen Thrillerserie aus der ARD-Mediathek

In der polnischen Serie Klangor verschwindet ein Mädchen spurlos. Die Eltern erhalten mysteriöse Nachrichten und dann wird eine Leiche aus dem Wasser gezogen... In der ARD-Mediathek kann man das Drama streamen, in dem wenig so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Klangor spielt von der ersten Episoden an mit den Erwartungen der Zuschauer:innen und offenbart dabei schnell ein Händchen für starke Krimiunterhaltung aus einer rauen, düsteren Welt.

Wovon handelt die Serie Klangor?

Der Gefängnispsychologe Rafal Wejman arbeitet und lebt vor sich hin, seine beiden Teenagertöchter Gaby und Hanja sind mit sich selbst beschäftigt und seine Frau arbeitet woanders, was sie nicht so richtig schlimm zu finden scheint. Im Gefängnis hat er auch keine Erfolgserlebnisse vorzuweisen. Doch verantwortungsbewusst geht es jeden Tag so weiter. Lichtblicke sind Mangelware in dieser grauen Welt, durch die entweder das Schreien seiner wütenden Teenagertöchter hallt oder das der Häftlinge, die verzweifeln. Rafal bleibt ruhig inmitten des Chaos.

Doch dann passiert etwas, was alles verändert. Nach einer Nacht voller Geheimnisse verschwindet seine Tochter.

Gaby und Hanja könnten kaum unterschiedlicher sein, eine tanzt sich durchgestylt durch die Clubs der kleinen Stadt, die andere legt wenig Wert auf Äußerlichkeiten. Der Ton zwischen den beiden ist ebenso rau. Als Rafal anordnet, dass Hanja nur ausgehen darf, wenn sie ihre Schwester mitnimmt, ist das nicht unbedingt der beste Versuch der Einigung...

Durch einen Zufall findet Hanja heraus, dass ihre Schwester mit ihrem On-und-off-Freund Ariel anbandelt, was zur Konfrontation zwischen den beiden führt. Hanja verliert nun vollends den Halt und taumelt besinnungslos durch die Nacht. Man kann schon sehen, wie sie einen falschen Schritt macht, die Aufmerksamkeit der falschen Person erweckt in ihrer zunehmenden Wahrnehmungslosgkeit.

Unterdessen trifft Gaby sich mit Ariel vor dem Haus, die beiden besprechen die Situation mit Hanja.

Parallel dazu bricht aus dem Gefängnis ein psychisch kranker Häftling aus, dem durchaus eine Besessenheit mit Rafal zuzusprechen sein könnte. Während Rafal seine Frau besucht und die Nacht der Mädchen fortschreitet, geschieht das Unglaubliche: Eine der Schwestern verschwindet von der Bildfläche und Rafal und seine Frau erhalten einen furchtbaren Anruf...

Wie kommt es rüber?

Die Serie startet mit einer clever provozierten Überraschung am Ende der Pilotepisode. Während Hanja auf den Promobildern zu sehen ist, besinnungslos und enttäuscht durch die Nacht taumelnd, ist es am Ende Gaby, die verschwindet. Gaby, die so kontrolliert und ruhig wirkt. Die zwar das Geheimnis mit Ariel hat, aber auf den ersten Blick erwachsen und verantwortungsbewusst erscheint.

Den Abschluss macht dann eine Wiederholung der ersten Szene, in der wir die Bergung einer Wasserleiche sehen, umrahmt von aufgeregten Personen. Erst am Ende erfahren wir, dass wir Rafal und seine Frau auf dem Weg nach Hause sehen, wie sie mit Hanja telefonieren, die aufgebracht der Bergung der Leiche zusieht. Der Tote stellt sich als Ariel heraus. Die Spur von Gaby verliert sich und der letzte Zeuge ist tot. Damit wird das Klischee des abenteuerlustigen Mädchens, das im Nachtleben verschollen geht, ad absurdum geführt. Ein Start, der sich sehen lassen kann in einer Welt, in der die meisten Krimiserien mit den immergleichen Klischees operieren.

Was die Serie Klangor außerdem bestens hinbekommt, ist die Erschaffung einer Welt, die schon vor dem ersten Verschwinden angsteinflößend wirkt. Nicht nur das Gefängnis, sondern auch das Haus der Familie, die Stadt, das Meer: Alles wirkt düster, unheilvoll, fast schon gruselig. Das schaffen die Serienmacher ebenfalls, ohne zu sehr auf alte Klischees zu drücken.

Wertung: Vier von fünf Zellengenossen

Copyright: MDR/STUDIOCANAL TV/Robert Palka

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Loryn Pörschke-Karimi

Der Artikel Klangor: Kritik der polnischen Thrillerserie aus der ARD-Mediathek wurde von Loryn Pörschke-Karimi am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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