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Kitz: Kritik zur Tiroler Netflix-Serie

Kitz: Kritik zur Tiroler Netflix-Serie

Kitz (c) Netflix
Kitz (c) Netflix

Pretty Little Liars in den Bergen? So ungefähr klingt der Pitch zur Tiroler Netflix-Serie Kitz, die heute ihre Auftaktstaffel präsentiert. Leider ergötzt sich das Drama lieber am Lifestyle der Reichen, statt eine packende Coming-of-Age-Story zu erzählen.

Zunächst klang es ja so, als wäre Kitz (nach Freud) die zweite Netflix-Eigenproduktion aus Österreich. Schaut man aber genauer hin, erkennt man, dass fünf der fünf Autor:innen sowie die zwei Serienschöpfer Vitus Reinbold und Nikolaus Schulz-Dornburg eigentlich Deutsche sind. Und das merkt man auch, weil das Tiroler Coming-of-Age-Drama kaum Interesse am oder Verständnis für den titelgebenden Handlungsort Kitzbühel mitzubringen scheint. Selbst die Kritik am zerstörerischen, wenn auch profitablen Luxustourismus, der über den kleinen Alpenort jedes Jahr zur Skisaison einfällt, wirkt dem Format aufgezwungen. Ein, zwei Sätze fallen dazu hier und da, doch danach wird dieser Lifestyle sogar abgefeiert.

Drei der insgesamt sechs Episoden der Auftaktstaffel haben wir uns für Euch angesehen (die letzte davon ehrlicherweise nicht mehr vollständig). Empfehlen kann man das deutsche Netflix-Original aus Österreich mit bestem Willen nicht. Selbst Fans von Gossip Girl und Pretty Little Liars werden von der tauben Oberflächlichkeit von Kitz abgetörnt sein.

Worum geht's?

Welche Qualität von Kitz zu erwarten ist - oder eben nicht -, macht die Serie zum Glück schon in ihrer allerersten Szene klar. Ein an Edginess kaum zu überbietender Voiceover-Monolog der Protagonistin Lisi Madlmeyer (Sofie Eifertinger) setzt die passende Stimmung. Die Heldin der Geschichte wird uns vorgestellt als typische Tirolerin. Ihre Eltern verdienen ihr Geld mit einer Skiwerkstatt, während sie zur Hochsaison als Kellnerin jobbt. Es gab eine Zeit, da wollte sie raus in die weite Welt, um Mode zu studieren in London. Doch dann starb ihr Bruder Joseph (Felix Mayr) bei einem tragischen Autounfall, was Sofies Leben ein Jahr lang einfrieren ließ. Nun schmiedet sie endlich wieder Pläne, düstere Rachepläne allerdings.

Da tritt das Instagram-Model Nessa (Valerie Huber) auf, die jedes Jahr in Kitzbühel groß Silvester feiert. All ihre Influencer-Freunde kommen nach Tirol, um mit ihr auf das neue Jahr anzustoßen. Dazu gehören ihre Hofdame Patrizia (Marlene Burow) und ihr Hofnarr Kosh (Zoran Pingel), aber auch ihr noch halbwegs sympathischer Prinz Dominik (Bless Amada). Zwischen ihm und Lisi ist von Beginn an eine besondere Verbindung zu spüren, wobei sie natürlich wieder nur als Bedienung an der Party teilnimmt. Doch ein unerwarteter Zwischenfall bringt die Ständeordnung bald zum Einsturz...

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Bjarne Bock

Der Artikel Kitz: Kritik zur Tiroler Netflix-Serie wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht. Bjarne Bock hat bereits 8.020 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Bjarne Bock

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