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Inside Man: Kritik zur neuen Netflix-Miniserie der Sherlock-Macher

Inside Man: Review der Pilotepisode

Das Sherlock-Duo Steven Moffat und Paul McGuigan präsentiert bei Netflix den neuen Vierteiler Inside Man mit Stanley Tucci und David Tennant in den Hauptrollen. Inhaltlich erinnert das Format zum Beispiel an The Blacklist.

Seit Ende September steht bei BBC One und nun auch bei Netflix der britische Vierteiler Inside Man zur Verfügung. Hinter dem Format verbergen sich der Sherlock-Co-Schöpfer Steven Moffat und der Regisseur Paul McGuigan, der auch oft bei „Sherlock“ beteiligt war. Für die Hauptrollen wurden der Filmstar Stanley Tucci, bekannt für das „Hunger Games“- und „Kingsman“-Franchise, sowie der frühere Doctor Who-Hauptdarsteller David Tennant verpflichtet (übrigens war Moffat auch bei diesem Serienklassiker aus Großbritannien involviert).

Die neue Serie „Inside Man“, die keine Verbindung zum gleichnamigen Denzel-Washington-Streifen aus dem Jahr 2006 hat, erinnert auf den ersten Blick am ehesten an den US-Krimi The Blacklist - zumindest, was Tuccis Antihelden angeht. Tennants Pastorrolle lässt sich nicht so einfach einordnen, und ist daher auch die spannendste. Ebenfalls im Ensemble mit dabei: Dolly Wells (Dracula), Lydia West (Years and Years), Dylan Baker (The Good Wife), Lyndsey Marshal (Rome), Atkins Estimond (Hightown), Eke Chukwu (How We Met) und Louis Oliver, der Sohn von Moffat.

Worum geht's?

Zunächst zu Tucci: Er spielt den ehemaligen Juraprofessor Jefferson Grieff, der in den USA wegen der Ermordung seiner Ehefrau im Todestrakt sitzt und geduldig auf seine Hinrichtung wartet. Jefferson macht keinen Hehl aus seiner Schuld, und akzeptiert sein Schicksal, weil er es selber für gerecht hält. Jegliche Versuche, seine Strafe abzumildern, lehnt er ab. Dabei wirkt er jedoch weniger lebensmüde als zutiefst rational. Diese Nüchternheit erlaubt es ihm zudem, als Berater bei anderen Ermittlungen zu helfen. Er liest Verbrecher:innen wie offene Bücher, und lässt seinen Zellenkumpanen Dillon (Estimond) munter mitraten, was es mit welcher Straftat auf sich hat.

Moffat hat sich sichtlich Mühe gegeben, außergewöhnliche Fälle zu erfinden. So gibt es beispielsweise einen Mann, der sich wundert, warum ein unbekannter Fremder ihm jedes Mal, wenn er Sex mit seiner Frau hatte, dieselbe Summe Geld überweist, als wäre er ein Sexarbeiter. Leider entfernt sich die Serie hier ein bisschen zu sehr vom Realismus, sodass die Zuschauer:innen schon sehr großzügig mit ihrer Fantasie hantieren müssen. Doch wie gesagt: Der Vergleich zu einem ebenfalls nicht ganz so ernstzunehmenden Krimi wie „The Blacklist“ drängt sich auf - vielleicht sogar zu The Mentalist, obwohl Tucci erst noch beweisen muss, wie charmant seine Darbietung wirklich ausfällt.

Bjarne Bock

Der Artikel Inside Man: Review der Pilotepisode wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht. Bjarne Bock hat bereits 8.020 Artikel bei Serienjunkies veröffentlicht. Eine Übersicht der Meldungen von Bjarne Bock

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