Hunted: BBC beendet die Serie nach einer Staffel [Update]
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Für die BBC ist es keine gute Woche. Als wäre der „Newsnight“-Skandal mit dem anschließenden Rücktritt von Generaldirektor George Entwistle nicht schon genug gewesen („Chaos bei der BBC: Generaldirektor tritt zurück“ - Meldung vom 11.11.2012), musste der britische Sender nun auch noch das Scheitern seiner mit großen Hoffnungen gestarteten neuen Agentenserie Hunted einräumen. Eigentlich hatte die Serie den langjährigen Erfolg Spooks beerben sollen. Doch nun ist schon nach einer Staffel Schluss.
Wie die englische Zeitung The Guardian berichtet, hat sich die BBC gegen eine Fortsetzung von Hunted entschieden. Ein Sprecher des Senders erklärte gegenüber der Zeitung, dass „die Serie nicht das Mainstream-Publikum gefunden hat, auf das wir gehofft hatten.“
In den Einschaltquoten war die Serie von Woche zu Woche weiter abgestürzt. Nach einem noch verhältnismäßig guten Start mit 4,5 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 19,3 Prozent hatte Hunted in der vergangenen Woche nur noch 2,6 Millionen Zuschauer (MA: 11,2 Prozent) gefunden. Nur knapp ist BBC One damit der Demütigung entgangen, von dem eigenen kleinen Schwestersender BBC Two und dessen gleichzeitig laufender Sendung „Great Continental Railway Journeys“ überholt zu werden, die auf 2,5 Millionen Zuschauer kam.
Wenn eine Serie nicht deutlich mehr Zuspruch findet als Eisenbahnreisen im Fernsehen, dann steht ein Sender natürlich in der Tat vor einem Problem.
Hunted ist eine Produktion von Elizabeth Murdochs Kudos Film and Television, welche zuvor auch für Spooks verantwortlich gewesen ist. Finanziert wurde die Serie gemeinsam von BBC und dem US-amerikanischen HBO-Schwesterkanal Cinemax, wo die Serie allerdings auch nur auf extrem bescheidene Einschaltzahlen kam. Eine Rettung durch die Amerikaner ist also nicht zu erwarten.
Melissa George spielt in der Serie eine Agentin, die für eine private Spionagefirma arbeitet - und sich nach einem Mordanschlag auf sie nicht mehr sicher sein kann, wem sie in ihrem eigenen Team überhaupt noch trauen soll.
Erfunden wurde Hunted von dem ehemaligen The X-Files-Autor Frank Spotnitz („Hunted: Interview zum Serienstart mit Frank Spotnitz“ - Meldung vom 04.10.2012). Am kommenden Donnerstag läuft in Großbritannien die letzte Folge der Serie.
Update: Die Voraussage, dass Cinemax die Serie nicht allein weiterführen würde, hat sich als vielleicht ein wenig zu voreilig erwiesen. Was allerdings auch daran liegt, das im Pay-TV häufig die genauen Daten fehlen, um zu einer zutreffenden Bewertung des Erfolgs zu kommen. Ja, die Einschaltquoten waren mit durchschnittlich 250.000 Zuschauern bislang nicht so toll. Wie Deadline Hollywood berichtet, ist die Serie aber im On-Demand-Sektor sehr erfolgreich; so haben die ersten beiden Folgen von Hunted jeweils 1,7 Millionen Zuschauer erreicht, was ja schon mal eine ganz andere Größenordnung ist.
Deshalb denkt Cinemax gemeinsam mit Serienerfinder Frank Spotnitz und Hauptdarstellerin Melissa George darüber nach, die Serie in einer „neuen Inkarnation“ fortzuführen. In der jetzigen Form kann die Serie ohne die BBC als Partner nicht weiterproduziert werden. Von daher werden Überlegungen angestellt, wie die Prämisse der Serie und die Figur Sam Hunter (George) auf andere Weise am Leben gehalten werden können. „Wir sind sehr erfreut darüber, was Hunted für Cinemax geleistet hat, und sind gespannt auf die Zukunft der Serie“, so Cinemax-Programmchefin Kary Antholis.






















