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House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie

House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie

Review der Episode 1x01 The Heirs of the Dragon

© HBO
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Daemon, der auf seine Weise trauert, nämlich, indem er sich mit seiner Herzensdirne Mysaria (Sonoya Mizuno) in den Freudenhäuser von King's Landing betrinkt, rutscht irgendwann der höhnische Spitzname „The Heir For A Day“ für seinen toten Neffen heraus, was seinen wütenden Bruder dazu veranlasst, ihn aus der Thronfolge auszuschließen und stattdessen doch seine Tochter Rhaenyra auszuwählen. Am Ende der Folge sehen wir, wie alle wichtigen Häuser von Westeros zusammenkommen, um der voraussichtlich ersten Königin schon mal die Treue zu schwören. Aber wird es wirklich so kommen? Denn die allererste Szene hat uns ja gezeigt, wie das Reich zu einer weiblichen Regentin steht...

Gut möglich, dass Viserys mit seiner für uns so sympathischen Entscheidung, seine Tochter auf den Thron zu heben, den Grundstein für einen neuen Bürgerkrieg gelegt hat, der spätestens nach seinem hoffentlich noch fernen Ableben beginnen würde. Außerdem kann es ja sein, dass er selbst nochmal eine neue Frau findet und dann doch wieder einen männlichen Erben zeugt. Sein Chefberater Otto Hightower bringt diesbezüglich bereits seine Tochter Alicent in Stellung, die dann zur Stiefmutter ihrer besten Freundin Rhaenyra werden würde. Schon zum Ende der ersten Episode wurden viele gefährliche Steinchen ins Rollen gebracht, was unterhaltsam werden dürfte.

Den gesamten Nebenhandlungsstrang rund um die Stepstones, der von Lord Velaryon - übrigens der Mann der einst in der Thronfolge übergangenen Rhaenys - im Kleinen Rat angedeutet wird, wollen wir erstmal nicht vertiefen. Scheinbar treibt dort ein Freibeuter namens „Crabfeeder“ sein Unwesen, der für die Krone ein Dorn im Auge ist. Bislang scheint sich aber noch niemand weiter darum zu kümmern, immerhin sind gerade viel schlimmere Tragödien passiert.

Fazit

Alles in allem bietet die mehr als einstündige Pilotepisode The Heirs of the Dragon, inszeniert von Sapochnik und geschrieben von Condal, einen ziemlich vielversprechenden Auftakt zum Game of Thrones-Prequel House of the Dragon. Allein durch die Nennung bekannter Namen und natürlich der Musik von Djawadi kommt schnell wieder die gute alte Westeros-Stimmung auf. Und vor allem optisch beeindruckt die neue Serie sehr, denn das Budget wurde merklich erhöht.

Auch der Cast rund um Paddy Considine, Matt Smith, Milly Alcock und Co bietet einen schönen Einstand. Natürlich vermisst man hier den charismatischen Tyrion Lannister oder auch seine Schwester Cersei, aber ehrlich gesagt, waren diese unvergesslichen Figuren auch nicht gleich von der ersten Episoden an voll ausgeformt. Man muss dem Ableger etwas Zeit geben, bevor man faire Vergleiche anstellen kann. Der erste Schritt ist zumindest mal gelungen.

Sorgen bereiten kann einem nur das Tempo, in dem „House of the Dragon“ durch die Geschichte läuft. Die vielen Zeitsprünge verhindern möglicherweise, dass wir wirklich im Hier und Jetzt eintauchen können. Man kann nur hoffen, dass sich die Serie ausreichend Zeit nimmt, die Fantasywelt als lebensechten Ort darzustellen, was „Game of Thrones“ allen anderen Fantasyformaten stets voraus hatte. Es waren nicht die Drachen oder Schlachten, die uns zum Einschalten verleitet haben, sondern das Gefühl, dass dieser Kontinent mit seinen Tausenden Figuren greifbar ist. Der wahre Star in George R. R. Martins Werk war stets Westeros selbst - und der kehrt eben auch im neuen Spin-off wieder zurück.

Hierzulande kann man „House of the Dragon“ kurz nach dem US-Start beim Bezahlsender Sky Atlantic sehen, der die neuen Episoden immer montags um 20.15 Uhr zeigt (wahlweise in der deutschen Synchronfassung oder im englischen Original). Via WOW (ehemals Sky Ticket) und via Sky Q kann man die Folgen sogar schon in der Nacht vor der linearen Ausstrahlung als Stream abrufen (also direkt nach der Weltpremiere bei HBO).

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Bjarne Bock

Der Artikel House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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