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House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie

House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie

Review der Episode 1x01 The Heirs of the Dragon

© HBO
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Ihr Drache heißt Syrax - und mit ihm fliegt sie in einer der ersten Szene von „House of the Dragon“ nach King's Landing ein, was visuell sehr schön anzusehen ist, und musikalisch untermalt wird durch eine emotionale Abwandlung vom „Thrones“-Theme. An dieser Stelle vielleicht noch wichtig zu erwähnen, ist, dass wir im Prequel kein klassisches Intro zu sehen kriegen, sondern lediglich das Wappen der Targaryens. Es wäre ohnehin schwer gewesen, die legendäre Zahnrädersequenz der Mutterserie zu übertrumpfen. Man kann also gut verstehen, dass dies lieber gar nicht erst versucht wird.

Als Nächstes lernen wir den Kleinen Rat des Königs kennen, in dem die folgenden Leute sitzen: seine „Hand“ Otto Hightower (Ifans), der Schatzmeister Lord Beesbury (Bill Paterson), Lord Lyonel Strong (Gavin Spokes) als eine Art Justizminister, der alte Maester Gerardys (Phil Daniels) und ein gewisser Corlys Velaryon (Toussaint), der eines der mächtigsten und ältesten Häuser der Welt anführt und wegen seiner gigantischen Seeflotte den Spitzname „Sea Snake“ trägt. Neben dem König steht übrigens noch sein Leibwächter Ser Harrold Westerling (McTavish), der als einer der größten Ritter aller Zeiten gilt. Und auch Rhaenyra ist anwesend, wenn auch nur als Mundschenk.

Die Erbschaftsfrage

Schon in der Sitzung des Rats klingt die große Frage an, die die Serie beschäftigt: Es geht wieder mal um die Thronfolge. Viserys hat wie gesagt „nur“ eine Tochter, doch seine Frau Aemma steht kurz vor der Geburt des nächsten Kindes, das unbedingt ein Junge werden muss. Um die baldige Geburt zu feiern, plant man schon eine feierlichen Tjost, wie wir ihn einst auch zu Beginn von „Game of Thrones“ erleben durften. Teilnehmen wird an dem Rittersportspektakel auch Prinz Daemon, der sich eigentlich selbst als logischen Nachfolger sieht. Wie einst Jaime Lannister wagt auch er es also, sich selbst mal auf den Eisernen Thron zu setzen und wird dabei von seiner Nichte Rhaenyra erwischt. Sie hat aber eine Schwäche für ihren Onkel, die schon beim bloßen Zuschauen recht unangenehm erscheint.

Viel sympathischer ist derweil Rhaenyras Beziehung zu Alicent (hier noch gespielt von Emily Carey), die Tochter von Otto Hightower, die ihre beste Freundin, aber auch ein Stück weit ihre Aufpasserin ist. Unter einem heiligen Weirwood-Baum, wie wir ihn in „Game of Thrones“ nur noch aus Winterfell kannten, lernen die Zwei gemeinsam Geschichte. Dabei wird locker und dennoch effektiv der entscheidende Unterschied der beiden Teenagerinnen herausgearbeitet: Während Alicent pflichtbewusst und ernst rüberkommt, ist Rhaenyra frech und unternehmungslustig. Das ergänzt sich momentan noch sehr gut, könnte aber irgendwann für Spannungen sorgen.

Parallel lernen wir auch mehr über die Beziehung des Königs und der Königin, der die Schwangerschaft ziemlich zusetzt. Es ist kein allzu schönes Schicksal, das die weiblichen Figuren in dieser Zeit erdulden mussten. So erinnert Aemma ihre Tochter Rhaenyra: „Das Kindbett ist das Schlachtfeld einer Frau.“ Die Prinzessin selbst würde natürlich viel lieber die Abenteuer der Männer erleben dürfen - hierin erinnert sie uns ein Stück weit an Arya Stark.

Weiter geht es mit einer Szene, die zeigen soll, wie gefährlich Daemon tatsächlich sein kann. Als neuer Chef der sogenannten Goldröcke, also der Stadtwache, setzt er auf eine brutale „Law & Order“-Strategie. Delinquenten wird umgehend der Garaus gemacht, was im Kleinen Rat mal wieder für Ärger sorgt. Doch der König verteidigt seinen Bruder, der wenig später beim Turnier mit schmutzigen Tricks bis ins Finale kommt. Am Ende verliert er nur gegen den weniger noblen Ritter Ser Criston Cole (Fabien Frankel), der auch Rhaenyra, die nur von der Tribüne aus zuschauen darf, beeindruckt.

Während dieses Wettkampfs hat sich unter den Lords und Ladys aber längst Unruhe ausgebreitet. Die Königin kämpft mit der Geburt des erhofften Thronfolgers, doch dann muss der König eine unmögliche Entscheidung treffen. Das Kind kann nur mittels Kaiserschnitt geholt werden, was für die Mutter einem Todesurteil gleichkommt. Nachdem Viserys schweren Herzens seine Zustimmung gibt, nützt es trotzdem nichts, denn auch der Sohn, der auf den Namen Baelon getauft wird, stirbt nach wenigen Minuten. Aus dem Freudentag wird eine Trauerfeier, mit doppelter Dracheneinäscherung.

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Bjarne Bock

Der Artikel House of the Dragon: Kritik zur Premiere der HBO-Fantasyserie wurde von Bjarne Bock am Uhr erstmalig veröffentlicht.

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